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Home >  Vatikanische Dokumente  > Artikel von 2014-04-11 12:20:00
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Papst bittet um Vergebung für Fälle von Kindesmissbrauch durch Priester



RealAudioMP3 Papst Franziskus hat die Opfer von Kindesmissbrauch durch Priester um Vergebung gebeten. Im Vatikan empfing er an diesem Freitag Kinderschützer. Dabei sagte er: „Ich fühle mich gerufen, um Vergebung zu bitten für alles Böse, für all den Schaden, den einige Priester angerichtet haben, für die Fälle von sexuellem Missbrauch von Kindern. Die Kirche ist sich dieses Schadens bewusst. Es ist ein persönlicher und moralischer Schaden, verübt durch Männer der Kirche. Und wir wollen uns nicht zurückziehen, was die Behandlung dieses Problems und die Strafen, die verhängt werden müssen, betrifft.“ Im Gegenteil, die Kirche müsse hier noch stärker werden, denn sexueller Missbrauch von Kindern sei nicht akzeptabel.

Ansonsten gab Franziskus den Kinderschützern mit auf den Weg, dass es heute gegen „Sklavenarbeit“ und die Rekrutierung von Kindersoldaten zu kämpfen gelte. „Positiv gedreht müssen wir das Recht jedes Kindes betonen, in einer Familie aufzuwachsen, mit Vater und Mutter, die ihm bei seiner Entwicklung und seinem affektiven Reifen helfen“, sagte der Papst. Dazu gehöre auch „das Recht der Eltern auf die moralische und religiöse Erziehung der eigenen Kinder“. Man solle in diesem Bereich „nicht herumexperimentieren“, so der Papst, der selbst einmal Lehrer an einer Jesuitenschule in Argentinien war. „Mit Kindern und Jugendlichen kann man nicht experimentieren“, sonst könne man bei „manipulativer Erziehung“ landen wie in den „großen Völkermord-Diktaturen des 20. Jahrhunderts“.

„Das menschliche Leben ist heilig und unverfügbar.“ Das sagte Papst Franziskus an diesem Freitag zu Lebensschützern, die er gleichfalls im Vatikan empfing. „Jedes bürgerliche Recht fusst auf der Anerkennung des ersten und grundlegenden Rechts auf Leben, das keiner Bedingung unterliegt, mag sie qualitativ, wirtschaftlich oder gar ideologisch sein“, so Franziskus wörtlich. Das Gebot „Du sollst nicht töten“ setze „eine klare Grenze, um den Wert menschlichen Lebens zu schützen“. Ebenso müssten wir heute auch „Nein zu einer Wirtschaft der Ausschließung und der Ungleichheit sagen“, sagte der Papst. Und er wiederholte den Satz aus seinem Lehrschreiben „Evangelii Gaudium“: „Diese Wirtschaft tötet.“ Eines der „schwerwiegendsten Risiken“ unserer Epoche sei „die Scheidung zwischen Wirtschaft und Moral“, fuhr Franziskus fort. Die Kirche widersetze sich „jedem Angriff auf das Leben“. Lebensschützer sollten aber auch „einen Stil der Nähe“ lernen: „Dass jede Frau sich als Person wertgeschätzt, angehört, aufgenommen und begleitet fühlen möge!“


Auch einen Tweet setzte Papst Franziskus an diesem Freitag ab. Er lautet: „Nur das Vertrauen auf Gott kann den Zweifel in Gewissheit verwandeln, das Böse ins Gute, die Nacht in den strahlenden Morgen.“

(rv 11.04.2014 sk)


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