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Home >  Ökumene  > Artikel von 2014-04-19 12:58:58
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Orthodoxes Oberhaupt zu Ostern: Sorge über wachsenden Hass



Das Ehrenoberhaupt der Weltorthodoxie sorgt sich über die augenscheinlich erkennbare Ausbreitung „finsterer Mächte", die sich in Hass, Intoleranz, Gewalt und Ungerechtigkeit zeigt. Patriarch Bartholomaios I. von Konstantinopel äußerte sich in seiner Osterbotschaft, die am Karsamstag vom Istanbuler Phanar aus verbreitet wurde. Bereits vor einer Woche hatte der Ökumenische Patriarch einen dringenden Appell an die Ukrainer gerichtet, zur Einheit zu finden. Die Ukraine mit ihren rund 30 Millionen orthodoxen Christen ist ein Kernland des um innere Einheit ringenden östlichen Christentums, das in diesem Jahr ausnahmsweise wieder einen gemeinsamen Ostertermin mit den katholischen und evangelischen Christen hat.

Die Antwort der Kirche auf die „Herrschaft der Mächte der Finsternis" sei die „Gnade und Kraft" des auferstandenen Christus, der die Gewissheit des besiegten Todes schenke, so der Patriarch. Christus habe durch seinen Tod am Kreuz die Werte der Welt umgekehrt „und an ihrer Spitze sein Kreuz aufgerichtet". Auferstehung sei kein Geschehen in der allerfernsten Zukunft, sondern bereits in der Gegenwart wirksam: „Wir sind mit Jesus Christus auferstanden und erleben die letzten Dinge wie gegenwärtige und die gegenwärtigen wie letzte."

Die Trommeln des Todes und der Finsternis würden derzeit „wie besessen" geschlagen. Man könne oft nur staunen über die Härte und Erbarmungslosigkeit der Regierenden, betonte Bartholomaios. Dass Stärkere die Schwächeren vernichten und unterdrücken, werde unglücklicherweise als Faktum anerkannt. Der „Hass der Unterwelt" werde oft dem „Licht der Auferstehung" vorgezogen. Nationalismus, religiöser Fanatismus und Intoleranz führten auch heute zu gefährlichsten Spannungen.

Es sei jedoch eine „erbärmliche Täuschung", dass die Tötung von Menschen jemals lobenswert, nützlich oder zum Wohl der Gesellschaft sein könne, hob der Patriarch hervor. Die in diesem Sinne argumentierenden Totalitarismen des 20. Jahrhunderts hätten nur „Verderben und Tod" gebracht und gezeigt, dass jedes Bemühen um wahre Freiheit ohne Gott unweigerlich in einer Tragödie ende. Freiheit ist laut Bartholomaios Grundbedingung für eine fortschrittliche und glückliche Gesellschaft, wobei erst Treue zu Gott zu wahrer Freiheit führe.

(kap 19.04.2014 gs)


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