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Home >  Vatikanische Dokumente  > Artikel von 2014-04-20 12:37:47
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Urbi et Orbi: Wecke und inspiriere Initiativen für eine Befriedung in der Ukraine!



RealAudioMP3 „Christus surrexit, venite et videte! Liebe Brüder und Schwestern, frohe Ostern!“ Vom Balkon der Petersbasilika aus grüßte der Papst die auf dem Petersplatz versammelten Menschen, über 150.000 waren gekommen, um mit ihm gemeinsam die Ostermesse zu feiern und die Osterbotschaft zu hören, die der Papst anschließend verkündete. Die Ukraine war prominent in seinen Gedanken, aber auch Syrien und viele andere Konflikte und Nöte auf der Welt.

„Die Botschaft, welche die Christen der Welt überbringen, ist diese: Jesus, die menschgewordene Liebe, ist für unsere Sünden am Kreuz gestorben, aber Gott, der Vater, hat ihn auferweckt und ihn zum Herrn über Leben und Tod gemacht. In Jesus hat die Liebe über den Hass gesiegt, die Barmherzigkeit über die Sünde, das Gute über das Böse, die Wahrheit über die Lüge, das Leben über den Tod.“

Ohne die Auferstehung, den Grund für die Hoffnung, würde das Christentum seine Bedeutung verlieren und die Kirche hätte keinen Antrieb mehr. Mit der Auferstehung aber bestehe die Hoffnung, so der Papst. In jeder menschlichen Situation, die von der Hinfälligkeit, der Sünde und dem Tod gekennzeichnet sei, sei diese Frohe Botschaft von der Auferstehung nicht nur ein Wort, sondern Zeugnis ungeschuldeter und treuer Liebe und für Christen die Aufforderung, aus sich herauszugehen, dem anderen entgegen.

„Mit dieser frohen Gewissheit im Herzen wenden wir uns heute an dich, du auferstandener Herr! Hilf uns, dich zu suchen, damit wir alle dir begegnen und erfahren können, dass wir einen Vater haben, und uns nicht als Waisen fühlen; dass wir dich lieben und dich anbeten können. Hilf uns, die Plage des Hungers zu besiegen, die durch die Konflikte verschärft wird und durch die ungeheure Verschwendung, an der wir oft selbst beteiligt sind. Mach uns fähig, die Wehrlosen zu schützen, vor allem die Kinder, die Frauen und die Alten, die manchmal ausgebeutet und verlassen werden.“

Diese Liebe und dieses Herausgehen aus sich selber wird immer dann konkret, wenn wir uns die Konflikte in der Welt anschauen. Und so betete der Papst für Guinea Conakry, für Sierra Leone und das von einer Ebola Epidemie heimgesuchte Liberia. „Tröste alle, die heute das Osterfest nicht mit ihren Lieben feiern können, weil sie ihnen zu Unrecht entrissen wurden, wie die zahlreichen Menschen – Priester und Laien –, die in verschiedenen Teilen der Welt entführt worden sind. Ermutige diejenigen, die ihre Länder verlassen haben, um an Orte auszuwandern, wo sie sich eine bessere Zukunft erhoffen, ihr Leben würdig leben und – nicht selten – ihren Glauben frei bekennen können.“

Der Papst betete besonders für die Regionen der Welt, in denen Krieg oder Bürgerkrieg oder andere bewaffnete Konflikte das Leben der Menschen stören und zerstören. „Wir flehen zu dir besonders für Syrien, dass alle, die unter den Folgen des Konfliktes leiden, die nötige humanitäre Hilfe erhalten können und dass die streitenden Parteien keine Gewalt mehr anwenden – vor allen gegen die schutzlose Bevölkerung –, um Tod zu säen, sondern dass sie den Mut aufbringen, über den Frieden zu verhandeln, der schon allzu lange erwartet wird! Wir bitten dich, den Opfern der brudermörderischen Gewalt im Irak Trost zu spenden und die Hoffnungen zu unterstützen, die durch die Wiederaufnahme der Verhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern aufkeimen.“

Die Zentralafrikanische Republik, Nigeria und Venezuela waren ebenfalls Gebetsanliegen des Papstes, aber ein besonderes Augenmerk am Schluss lag auf der Ukraine, auch deswegen, weil Westkirchen und Ostkirchen ausnahmsweise gemeinsam Ostern feiern und nicht durch Kalenderdaten getrennt sind: „Durch deine Auferstehung, die wir in diesem Jahr gemeinsam mit den Kirchen feiern, die dem Julianischen Kalender folgen, bitten wir dich: Wecke und inspiriere Initiativen für eine Befriedung in der Ukraine, auf dass alle Beteiligten mit Unterstützung der internationalen Gemeinschaft jede Anstrengung unternehmen, um Gewalt zu verhindern und um die Zukunft des Landes in einem Geist der Einheit und des Dialogs zu gestalten. Für alle Völker der Erde bitten wir dich, o Herr: Der du den Tod besiegt hast, schenke uns dein Leben, schenke uns deinen Frieden!“

Anschließend spendete der Papst allen auf dem Petersplatz „urbi et orbi“, der Stadt und dem Weltkreis, seinen Segen.

(rv 20.04.2014 ord)


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