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Home >  Vatikanische Dokumente  > Artikel von 2014-04-28 11:11:35
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Papst schickt Videobotschaft an Jugendliche: „Macht ruhig Krach“



RealAudioMP3 Habt keine Angst, auf Jesus zuzugehen! Das sagt Papst Franziskus in einer Videobotschaft an Jugendliche in seiner Heimat Argentinien. In Buenos Aires, seinem früheren Bistum, fand am Samstag ein regionales katholisches Jugendtreffen statt; dabei hörten Hunderte von Priestern die Beichte von jungen Leuten und leiteten sie zur Meditation an. Höhepunkt des Einkehrtags im Stadtviertel Palermo: eine Spontan-Botschaft des Papstes aus Rom.

„Liebe Jungen und Mädchen, einen herzlichen Gruß, und frohe Ostern!“ So wandte sich Franziskus an seine jungen Landsleute. Sein Nachfolger im Amt des Erzbischofs von Buenos Aires habe ihn um eine Video-Botschaft gebeten, und das führe er gerne aus. „Ich habe gerade eben überlegt, was ich euch sagen sollte. ‚Macht ruhig Krach’: Das hab` ich schon gesagt. ‚Habt keine Angst, vor nichts und niemandem’ habe ich auch schon gesagt. ‚Seid frei’ habe ich auch schon gesagt. Da kamen mir die Figuren einiger junger Leute aus dem Evangelium in den Sinn. Einige Jugendliche, deren Wege sich mit dem Weg Jesu kreuzten oder von denen Jesus erzählte. Darüber kann ich ja reden. Wenn euch das weiterhilft, dann nehmt es an, wenn nicht, dann werft es weg!“

Er denke an die „jungen Apostel“, so Papst Franziskus, an den reichen Jüngling, an den jungen Mann im Gleichnis Jesu vom verlorenen Sohn. „Die Apostel waren Jugendliche – vielleicht nicht alle, aber doch einige von ihnen. Johannes war ein kleiner Junge! Und sie waren bewegt von Jesus, begeistert, mit diesem Staunen, das entsteht, wenn man Jesus trifft. Und sie rennen los und sagen ihren Freunden: ‚Wir haben den Messias getroffen! Wir haben den getroffen, von dem die Propheten erzählen!’“

Die Begegnung mit Jesus sei das Entscheidende für einen Christen, überlegte Franziskus weiter. Dieser Begegnung gelte es, anders als bei Judas, „treu zu bleiben“. „Ich frage euch: Wann habt ihr Jesus getroffen? Wie war das? Hattet ihr so eine Begegnung schon? Die jungen Apostel!“

Der reiche Jüngling im Evangelium habe seinen Reichtum der Nachfolge Jesu vorgezogen, darum sei er „auf seinem Reichtum und seiner Traurigkeit sitzen geblieben“ und habe nicht „die Freude der Begegnung“ erfahren. Der Jüngling im Gleichnis Jesu vom verlorenen Sohn habe dagegen den Mut gehabt, zu seinem Vater zurückzukehren. „Und wer seid ihr? Seid ihr Enthusiasten, wie die Apostel zu Beginn, bevor der Weg losging? Oder hängt ihr an so vielen weltlichen Dingen, dass ihr nicht loslassen und Jesus nicht nachfolgen könnt? Oder habt ihr viel von eurem Erbe verschleudert, bereut aber und kommt zurück, in die Umarmumg der Barmherzigkeit?“

Dann hielt Papst Franziskus einen Moment inne und überlegte, man könne ihm vorwerfen, dass er sich nur auf männliche junge Leute beziehe – wie sei das denn mit den Mädchen und den jungen Frauen? Seine Antwort: „Ihr könnt mit eurem künftigen Leben Elternschaft und Treue konsolidieren. Ihr seid auf dem Weg dieser Frauen, die Jesus durch dick und dünn folgten. Die Frau hat diesen großen Schatz, dass sie Leben, dass sie Frieden und Freude geben kann. Es gibt für euch nur ein Modell, das ist Maria: die Frau der Treue, die nicht verstand, was mit ihr geschah, aber gehorchte. Sobald sie begriff, was jetzt nötig war, rannte sie los, die Frau der Bereitschaft! Die als Flüchtling ins Ausland entkam, um ihren Sohn zu retten. Die ihm half, aufzuwachsen, und ihm nachfolgte... Die auch noch im Moment des Kreuzes bei ihm war.“

Es heiße nicht „der Kirche“, sondern „die Kirche“, fuhr der Papst fort: Die Kirche sei weiblich, sie sei „wie Maria“. „Sie ist euer Ort. Seid Kirche, bildet die Kirche, folgt Jesus, gebt Leben, begleitet, lasst wachsen!“ Er wünsche jedem Jugendlichen, dass er Jesus begegne. „Und ich sag euch eines: Habt keine Angst! Schaut auf Jesus, schaut auf Maria, und geht vorwärts! – ‚Aber Padre, ich bin ein Sünder, eine Sünderin...’ Er vergibt dir! Er geht euch entgegen! Frohe Ostern, und vergeßt nicht, für mich zu beten! Jesus segne, und die Gottesmutter beschütze euch!“

(rv 28.04.2014 sk)


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