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Home >  Audienzen und Angelus  > Artikel von 2014-05-07 11:42:46
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Generalaudienz: „Mit dem Gebet schaffen wir Platz, damit der Geist kommt“



RealAudioMP3 Im Gespräch mit Gott erfahren wir echten Rat, der uns Orientierung für unser Wirken und Handeln gibt – daran hat der Papst in seiner Katechese bei der Generalaudienz an diesem Mittwoch erinnert. Es setzte dabei seine Katechesenreihe über die Gaben des Heiligen Geistes fort.

„Wir wissen, wie wichtig es vor allem in den verletzlichsten Momenten ist, sich auf Ratschläge weiser Personen und Menschen, die uns lieben, verlassen zu können. Durch die Gabe des Rates ist es Gott selbst, mit seinem Geist, der unser Herz erleuchtet, um uns die richtige Weise des Sprechens und Verhaltens verstehen zu lassen und den Weg, dem wir folgen sollen.“

Der Heilige Geist befähige das Gewissen, eine konkrete Entscheidung im Einklang mit Gott zu treffen, führte der Papst aus.

„Auf diese Weise lässt uns der Geist innerlich wachsen, es lässt uns positiv wachsen, er lässt uns in der Gemeinschaft wachsen und hilft uns, nicht unter die Herrschaft des Egoismus und der eigenen Sichtweise zu fallen – so hilft uns der Geist zu wachsen und auch in Gemeinschaft zu leben.“

Die Grundbedingung, um diese Gabe des Heiligen Geistes zu bewahren, sei das Gebet, erinnerte der Papst. Echter Rat komme aus dem Gebet. Dabei müsse man keine komplizierten Worte finden, Beten könne ganz einfach sein und still und überall stattfinden:

„Das Beten der Gebete, die wir als Kinder lernten. Oder auch mit eigenen Worten: Herr, hilf mir, rate mir, was muss ich jetzt tun? Mit dem Gebet schaffen wir Platz, damit der Geist kommt und uns in diesem Moment hilft. Vergessen wir nie das Gebet! Niemand merkt es, wenn wir im Bus, auf der Straße beten: Beten wir in Stille, mit dem Herzen, beten wir für die Gabe des Rates. In der Vertrautheit mit Gott und im Hören seines Wortes stellen wir langsam unsere persönliche Logik beiseite, die allzu oft von unserer Verschlossenheit, unseren Vorurteilen und unserem Ehrgeiz diktiert wird, und lernen dagegen, den Herrn zu fragen: Was ist dein Wunsch?“

Auf diese Weise könne eine „tiefe Übereinstimmung“ im Geist in uns wachsen, ergänzte der Papst, der – mit einem Zitat aus dem Matthäusevangelium – zum furchtlosen Bekenntnis aufrief: „Wenn man euch vor Gericht stellt, macht euch keine Sorgen, wie und was ihr reden sollt; denn es wird euch in jener Stunde eingegeben, was ihr sagen sollt. Nicht ihr werdet dann reden, sondern der Geist eures Vaters wird durch euch reden.“ (Mt 10, 19-20)

Manchmal spreche er aber auch durch die Mitbrüder und Mitschwestern im Glauben, führte der Papst weiter aus. Und er erzählte ein persönliches Erlebnis, um dies zu veranschaulichen.

„Einmal kam ein junger Mann zu mir in die Beichte, im Heiligtum von Lujan, er hatte ein moderne Erscheinung, lauter Tatoos usw. Er kam zu mir, um zu erzählen, was ihm geschah; er hatte ein großes, schwieriges Problem. Er fragte mich: ,Was würdest du tun? Ich habe alles meiner Mutter erzählt und sie sagte mir: Geh zur Gottesmutter und sie wird dir sagen, was zu tun ist.‘ – Das war eine Frau, die die Gabe des Rates hatte. Sie wusste keine Lösung für das Problem ihres Sohnes, hat aber den richtigen Weg gewiesen. (…) Das ist die Gabe des Rates. Ihr Mütter, ihr habt diese Gabe, bittet darum für eure Kinder: die Gabe, eure Kinder zu beraten.“

Nach seiner Katechese grüßte der Papst die Angehörigen und Freunde der neuen Schweizergardisten, die am Dienstag ihren Eid leisteten. In seinen Grüßen an die polnischsprachigen Pilger blickte er auf den Weltjugendtag 2016 in Krakau voraus und erinnerte an seinen Vorgänger Johannes Paul II.: „Gehen wir vereint in Liebe und Gebet voran und folgen wir der Einladung von Johannes Paul II., immer jung im Heiligen Geist zu sein.“

Nein zu Drogen
An italienische Pilger gewandt, darunter Jugendliche aus dem Rehabilitationszentrum für Drogensüchtige San Patrignano bei Rimini, sprach sich der Papst gegen jegliche Drogen aus: „Nein zu jeder Form von Drogen!“


(rv 07.05.2014 pr)


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