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Home >  Vatikanische Dokumente  > Artikel von 2014-06-12 12:27:52
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Papstpredigt: Drei Kriterien für den Frieden



RealAudioMP3 Ein gesunder Realismus, echte Konsequenz und Kind-sein: Drei Kriterien, die helfen, Konflikte unter den Menschen zu überwinden. Diese drei Kriterien habe Jesus seine Jünger gelehrt, sagte Papst Franziskus bei seiner Morgenmesse an diesem Donnerstag.

Wir sollten den Nächsten lieben, so der Papst, aber nicht so wie die Pharisäer des Evangeliums, sie seien Ideologen gewesen und ihr Verhalten war eher das der Gleichgültigkeit gegenüber dem Nächsten. Jesus dagegen wollte ein anderes Verhalten.

„Zuerst hat er das Kriterium des Realismus gegeben, eines gesunden Realismus. Wenn du etwas gegen jemand anderen hast und das nicht in Ordnung bringen kannst, suche eine Lösung, suche immer ein Übereinkommen, mindestens das. Und suche diese Absprache, wenn du noch auf dem Weg bist! Das ist vielleicht nicht das Ideal, aber es ist etwas Gutes, es ist Realismus.“

Der eine tue einen Schritt, dann der andere einen weiteren, und so entstehe langsam Frieden. Ein provisorischer Frieden vielleicht, aber ein Frieden durch Übereinkommen. So würden der Hass und der Kampf unter uns gestoppt.

Ein zweites Kriterium sei das „Kriterium der Wahrheit“. Schlecht von jemandem zu sprechen heiße, ihn zu töten, griff der Papst einen schon bei anderen Frühmessen ausgeführten Gedanken wieder auf. Mit Gerüchten, Schlechtreden und Diffamierungen töte man den Bruder. Die Wurzel sei der Hass. Dagegen brauche es das Kriterium der Wahrheit, um den Hass zu stoppen.

Das dritte Kriterium sei das „Kriterium des Kindseins“. Wir dürften den anderen nicht töten, weil er unser Bruder sei, so der Papst, wir seien alle Kinder desselben Vaters. Man könne nicht zum Vater gehen, wenn man nicht im Frieden mit dem Bruder lebe.

„Drei Kriterien: das Kriterium des Realismus, das Kriterium der Konsequenz - also nicht töten, aber auch nicht beleidigen, denn wer beleidigt, tötet. Und das Kriterium der Kindschaft: Man kann nicht mit dem Vater sprechen, wenn man nicht mit dem Bruder sprechen kann. Das überwindet die Gerechtigkeit der Pharisäer und Schriftgelehrten. Das ist kein einfaches Unterfangen, nicht wahr? Aber es ist das Leben, das Jesus uns zeigt, um voran zu gehen. Bitten wir ihn um die Gnade, im Frieden untereinander voran gehen zu können, vielleicht nur durch Absprachen, aber immer mit Konsequenz und im Geist der Kindschaft.“

(rv 12.06.2014 ord)


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