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Home >  Vatikanische Dokumente  > Artikel von 2014-06-14 13:07:40
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Papst trifft Hilfsdienste: „Zu viele Worte, zu viele Worte, zu viele Worte, aber man tut nichts!"



RealAudioMP3 Die Not der Menschen zu kennen und Informationen über das Leid zu haben ist das eine, sich davon betreffen lassen und sein Leben dadurch verändern lassen ist das Andere. Mit diesen Worten begrüßte Papst Franziskus mehrere zehntausend ehrenamtliche Mitarbeiter der Organisation Misericordie, die sich auf dem Petersplatz versammelt hatten. Die Organisation entspricht in etwa dem Malteser Hilfsdienst, die Ehrenamtlichen leisten Nothilfe, Ambulanz und Zivilschutz. Ebenfalls dabei waren Vertreter der Organisation „Fratres“, die sich vor allem um Blutspenden als Ausdruck großzügigen Gebens kümmern.

„Euer gesamter Dienst hat seinen Sinn in diesem Wort: Barmherzigkeit”, so der Papst zu Ehrenamtlichen und Mitarbeitern dieses alten und traditionsreichen italienischen Dienstes. „Das Evangelium ist reich an Erzählungen, die die Barmherzigkeit Jesu zeigen, die Freiheit seiner Liebe für die Leidenden und die Schwachen.“

Das Beispiel Jesu rufe uns zur Nachahmung auf, so der Papst. Alle unsere Worte, Gesten, unser Verhalten müssen die Solidarität und den Wunsch, für das Leid des Nächsten kein Fremder zu sein, ausdrücken, und das in geschwisterlicher Nähe und ohne in Paternalismus zu verfallen.

„Wir haben viele Informationen und Statistiken über die Nöte der Menschen. Es besteht die Gefahr, ein bestens informierter Zuschauer dieser Wirklichkeit zu sein oder Gutes nur in Reden zu tun, die in Lösungen enden, die nur Worte sind. Zu viele Worte, zu viele Worte, zu viele Worte, aber man tut nichts! Das ist ein Risiko. Aber nicht euer Risiko, ihr arbeitet gut. Wenn ich Leuten zuhöre, die sich gut auskennen und sich dann beklagen, „wie barbarisch, wie barbarisch!“ Aber was tust du dagegen? Nichts. Also rede auch nicht! Das hilft nicht! Worte haben wir genug gehört. Was wirklich hilft, ist das Tun, euer Tun, das christliche Zeugnis, zu den Leidenden zu gehen. Nahe zu sein, wie es Jesus getan hat.“

Das Tun der Hilfsdienste erinnere an die sieben Werke der Barmherzigkeit, so der Papst: Den Hungernden zu essen geben, den Durstigen zu trinken, die Nackten bekleiden, den Fremden und Pilgern Herberge geben, die Gefangenen besuchen, die Kranken pflegen und die Toten bestatten.

„Ich ermutige euch, mit Freude weiterzumachen mit eurem Dienst, nach dem Vorbild Christi. Alle Leidenden mögen euch begegnen können und in den Momenten der Not auf euch zählen können!“

(rv 14.06.2014 ord)



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