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Home >  Jugendliche  > Artikel von 2014-07-17 11:12:37
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Vatikan/Australien: Treue als Waffe gegen Aids



RealAudioMP3 Caritas Internationalis und weitere katholische Einrichtungen rufen die internationale Staatengemeinschaft auf, den Kampf gegen Aids weiterzuführen und Schritte zur Tilgung dieser Krankheit zu fördern. Das sagt im Gespräch mit Radio Vatikan der Vertreter von Caritas Internationalis, der Priester Robert Vitillo. Derzeit treffen sich katholische Organisationen in Melbourne, um sich auf die 20. Internationale Aids-Konferenz vorzubereiten, die nächste Woche in der australischen Metropole stattfindet. An dem Vortreffen nehmen auch Vertreter anderer Konfessionen und Religionen teil.

„Uns geht es darum, die Arbeit der katholischen Einrichtungen hervorzuheben, die sich um die Pflege von HIV-Kranken kümmern. Wir tauschen unsere Erfahrungen und Meinungen aus und so stellen wir fest, wie wirkungsvoll wir im Kampf gegen Aids sind. Für uns als katholische Institution ist der Mensch wichtig, deshalb verfolgen wir nicht einfach kurzfristige Lösungen, sondern wollen Resultate finden, die den Kranken zugutekommen und gleichzeitig das Aids-Problem lösen.“

Caritas Internationalis arbeitet mit verschiedenen lokalen Organisationen zusammen bei der Unterstützung von Aids-Kranken. Neben finanziellen Mitteln gehe es auch darum, den Kranken pastoral beizustehen, fügt Vitillo hinzu. Doch gehe es auch darum, den HI-Virus konkret zu bekämpfen.

„Wir konnten einige Regierungen und Ärzte davon überzeugen, dass die Verbreitung von Kondomen das Problem nicht löst. Ganz wichtig ist die Schulbildung. Da helfen wir mit, Schülern die Bedeutung der zwischenmenschlichen Beziehungen aufzuzeigen. Und wir fördern auch die Einstellung ,kein Sex vor der Ehe´.“

„Kein Sex vor der Ehe“ ein Ansinnen, mit dem außerhalb der Kirche scheinbar wenig Staat zu machen ist. Doch wenn Vitillo auf den schon zurückgelegten Weg blickt, erkennt er Anzeichen für einen allmählichen Bewusstseinswandel. Er macht es am verwandten Thema der Treue in der Ehe fest.

„Seit 25 Jahren arbeite ich im Bereich der Aids-Bekämpfung. Am Anfang stieß ich auf viel Widerstand – vor allem bei UNO-Experten – wenn ich von der traditionellen Ehe und Treue sprach. Sie sagten mir, das sei doch gar nicht wissenschaftlich. Meine Antwort lautet heute noch: Wenn zwei Eheleute treu sind, kann der HI-Virus nicht mehr weiter verbreitet werden. Treue unterbindet die Ausbreitung des Virus nachweislich. Das wird mehr und mehr auch von jungen Menschen verstanden, sogar von Regierungen. In mehreren afrikanischen Ländern – z.B. Uganda und Kenia – fördert die Regierung diese Einstellung.“

(rv 17.07.2014 mg)


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