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Home >  Apostolische Reisen  > Artikel von 2014-08-17 08:37:13
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Koreanische Medien: Seligsprechung, Zeitdruck, Umarmung



Am Sonntag erscheinen die meisten Zeitungen in Südkorea nicht. Doch die Berichterstattung über die Papstreise in ihrem Land ist in den Online-Ausgabe auch am Wochenende ausgiebig. Die Internetseiten der koreanischen Zeitungen widmen ihre Berichte zum Besuch von Papst Franziskus hauptsächlich der Seligsprechung von 124 koreanischen Märtyrern am Samstag in Seoul.

Auf der Seite von „Donga Ilbo“ geht es vor allem um die Debatte, weshalb verschiedene Gebete auf Koreanisch am Samstag gestrichen wurden. Die Antwort: Der Papst war zu lange beim Treffen mit Menschen mit Behinderung. Die Reise sei vom Zeitdruck geprägt, so der Leitartikel in der Online-Ausgabe. Neben dem Zeitdruck sei auch die Sicherheitsfrage sehr wichtig bei dieser Reise: „Donga Ilbo“ berichtet davon, dass über 30.000 Sicherheitsleute im Einsatz stünden.

Der englischsprachige „Korea Herald“ gibt Aussagen aus der Predigt des Papstes wieder, in denen er auf die Opferbereitschaft der ersten Katholiken einging. Die Seligsprechung sei eine Gelegenheit, zu den Anfängen der Kirche in Korea zurückzukehren, zitiert das Blatt Franziskus und fährt fort: „Viele koreanische Katholiken haben die Zeremonie als Stärkung ihrer Kirche empfunden, die in 230 Jahren aus dem Nichts zur drittgrößten Kirche Koreas heranwuchs.“ Das Martyrium ihrer Vorfahren habe „Lektionen für die heutige Kirche weltweit“.

In der koreanischen Zeitung „Chosun Ilbo“ schreibt in ihrer Online-Ausgabe, dass der Papst vor allem gegen Heuchelei spreche. Für jeden Ordensmann und Ordensfrau sei es wichtig, sich um die Armen zu kümmern, so die Zeitung auf ihrer Homepage.

Die englischsprachige „Korea Times“ schreibt: „Die Seligsprechung für Koreas ersten Märtyrer Paul Yun Ji-Chung und seine 123 Gefährten war das wichtigste Ereignis des Papstbesuches. Und sie war eine der wenigen großen Seligsprechungen außerhalb des Vatikan.“ Der Papst habe an das Vermächtnis der Märtyrer erinnert; dieses bestehe in ihrem Vorbild an Gerechtigkeit, Freiheit und Harmonie.

An anderer Stelle vermerkt die „Korea Times“ landestypische Elemente in der Seligsprechungsfeier, etwa im Porträtbild einer der neuen Seligen, Anastasia Yi Bong-geun: „Sie hielt einen Strauß Lilien und Hibiskusblüten, die Nationalblume Koreas.“ Auch die Statue der Gottesmutter mit dem Jesuskind habe traditionelle koreanische Kleidung getragen. Der Papst sowie Bischöfe und Priester ehrten mit ihren roten liturgischen Gewändern „die Märtyrer eines der großen katholischen Länder der Welt“, so die Zeitung.

„Joongang-Ilbo“ notiert in der Online-Ausgabe: „Am 16. August 2014 konnten wir auf dem Gwanghwamun-Platz in Seoul eine Menschenmenge von 900.000 Katholiken und anderen Bürgern sehen, die dem Papst aus vollem Herzen zujubelt.“

Der Fernsehsender „Arirang“ schreibt in seinem Internet-Dienst, viele Menschen seien begeistert gewesen, „Zeugen dieses historischen Ereignisses zu werden und dem Papst so nahe zu sein“.

(rv/kna/ansa 17.08.2014 mg)


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