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Home >  Gerechtigkeit und Friede  > Artikel von 2014-08-26 14:05:10
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Vatikan-Diplomat: Die Gewalt im Irak muss gestoppt werden



RealAudioMP3 Die Angreifer im Irak müssen gestoppt werden. Das betonte der Vatikan-Beobachter bei der UNO in Genf, Erzbischof Silvano Tomasi, mit Bezug auf die wachsende Gewalt im Irak und im gesamten Nahen Osten. Er sprach beim internationalen „Treffen der Freundschaft unter den Völkern“ in Rimini.

„In diesem Zusammenhang der Gewalt und der Tragödie, ist die Aufgabe der Kirche eine ständige Herausforderung. Die Meinung von Papst Franziskus ist klar: Die Appelle der Weltgemeinschaft für den Frieden dürfen nicht aufhören und die Gläubigen sollen für einen möglichen Frieden beten. Friedensverhandlungen müssen weitergeführt werden und die Länder, die die Möglichkeiten haben, müssen über die Vereinten Nationen die Angreifer stoppen.“

Ein Militäreingriff sei also nötig. Die Stimmen der Kirche und der Bischöfe werden täglich lauter und nachdem Papst Franziskus sich beim Rückflug aus Korea für ein solches Eingreifen ausgesprochen hatte. Papst Franziskus hatte eine Unterscheidung eingefügt: „Wo es einen unrechtmäßigen Aggressor gibt, ist es berechtigt, ihn zu stoppen. Ich unterstreiche das Verb stoppen, nicht bombardieren oder Krieg führen”, hatte er im Flugzeug vor Journalisten gesagt. Dennoch geht es bei diesem Stoppen um Waffen. Dass der Papst zu solchen Maßnahmen greife, zeige den Ernst der Situation und die Angst vor den IS Terroristen.

„Die Ortsbischöfe im Irak, die Patriarchen - seien sie nun orthodox, katholisch, syrisch, chaldäisch oder melkitisch - haben sich vor einigen Tagen getroffen und ganz klar formuliert, dass die Gewalt und die Tötung nicht nur der Christen, sondern auch der Jesiden und all der anderen Minderheiten von der Weltgemeinschaft gestoppt werden muss. Christen werden geköpft und auf den Fotos ist es gut zu erkennen, dass ihre Köpfe zur Dekorierung auf Haken gehängt werden. Das ist unglaublich und inakzeptabel. Die Weltgemeinschaft soll die Möglichkeit der Rückkehr der Christen in ihre Dörfer garantieren. Es ist nicht richtig, dass die internationale Gemeinschaft akzeptiert, dass Christen nun ins Exil müssen. Sie haben ein Recht darauf, in ihrem Zuhause zu wohnen, dort wo seit 1.700 Jahren Christen wohnten, noch bevor der Islam dort ankam. Es ist nicht nur ihr Recht, dort sein zu können, sondern sie sind auch ein wichtiger Teil der Gesellschaft, sie leisten einen wichtigen Beitrag zur sozialen Gemeinschaft und sie können den Weg zur Demokratie vereinfachen, mit Respekt gegenüber jeder Identiutät, jeder Person und jeder Gruppe.“

Kardinal Fernando Filoni, der im Auftrag des Papstes zuletzt den Irak besuchte, könnte bei der nächsten Sitzung des Menschenrechtsrates der Vereinten Nationen über die Lage im Irak Bericht erstatten, so Tomasi weiter. Die Sitzung soll voraussichtlich im September stattfinden.

(rv/apic 26.08.2014 no/pr)


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