RADIO VATIKAN - OFFIZIELLE WEBSEITE - Online-News 2.6.2017

Tagesmeldungen vom 2.6.2017

- Papst trifft Kinder: Offenes Herz, um Welt zu ändern -
- Gebetsanliegen im Juni: Ende des Waffenhandels -
- USA: Kirche kritisiert Trumps Klima-Entscheidung -
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Verantwortlich: P. Bernd Hagenkord SJ / Stefan von Kempis
Redaktion: Mario Galgano
Redaktionsschluss 16.00 Uhr
Die folgenden Texte basieren auf unserer
Nachrichtensendung „Treffpunkt Weltkirche“ täglich um 16 Uhr
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THEMEN DES TAGES:

Papst trifft Kinder: Ein offenes Herz haben, um Welt zu ändern
Die Verbesserung der Welt beginnt mit dem Teilen von Süßigkeiten: Den Besuchern angemessen sprach der Papst über Teilen und Helfen, etwa 6.000 Kinder waren in den Vatikan gekommen. Mit tosendem Applaus wurde der Papst an diesem Freitagvormittag in der Audienzhalle begrüßt. Franziskus traf die jungen Gästen, die an der Bildungsinitiative „Graal“ und „Die Ritter“ teilgenommen haben. Es handelt sich um katholische Projekte an italienischen Grundschulen. (rv)
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Gebetsanliegen des Papstes: Ende des Waffenhandels
Im Monat Juni bittet der Papst darum, vor allem um ein Ende des Waffenhandels zu beten. An diesem Freitag wurde das neue Video mit der Gebetsintention des Papstes veröffentlicht, das Sie auch auf unserem Youtube-Kanal anschauen können. In seinem Beitrag betont der Papst, dass es ein „absurder Widerspruch“ sei, wenn man vom Frieden spreche und Friedensverhandlungen führe, gleichzeitig aber den Waffenhandel fördere oder zulasse. Man sollte sich stattdessen fragen, ob jeder Krieg überhaupt einen „tieferen Grund“ besitze, so Franziskus. Meist gehe es nur ums Geschäft. „Darum, all diese Waffen auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen, damit die „Händler des Todes“ noch reicher werden“, so der Papst. (rv)
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Frühmesse: Die Herde mit Liebe leiten
Jesus hat dem Petrus eine Vorgabe gemacht, als er ihm das Volk Gottes anvertraute: Der Apostel sollte immer mit Bescheidenheit und Liebe leiten. Das betonte der Papst an diesem Freitag in seiner Predigt bei der Frühmesse im vatikanischen Gästehaus Santa Marta. Franziskus ging vom Tagesevangelium (Joh 21, 15-19) aus, in dem der auferstandene Jesus mit Petrus am Seeufer spricht. Es handle sich da um ein „ruhiges Gespräch unter Freunden“, beschrieb der Papst die biblische Szene. Das Ganze habe in der Atmosphäre der Auferstehung des Herrn stattgefunden, und Jesus habe von Petrus vor allem wissen wollen, ob dieser ihn wirklich liebte. (rv)
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WEITERE THEMEN DES TAGES:

USA: Kirche kritisiert Trumps Klima-Entscheidung
Die US-Bischöfe sagen es ohne Umschweife: Der Rückzug der USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen schadet der ganzen Welt und insbesondere den Armen. Empört reagiert die US-Bischofskonferenz auf den von US-Präsident Donald Trump angekündigten Schritt. „Präsident Trumps Entscheidung wird den Menschen in den Vereinigten Staaten und der Welt Schaden zufügen, insbesondere den ärmsten, schutzbedürftigsten Gemeinden“, betonte Oscar Cantu, Bischof von Las Cruces (New Mexico) am Donnerstag in einer Pressemitteilung der Bischofskonferenz. (kna/kirche+leben/domradio/rv)
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Botschafter Thölken: Humanitäre Hilfe ist politischer Imperativ
Die internationale Gemeinschaft schlägt Alarm: In der Tschadsee-Region zeichnet sich die nächste Hungerkatastrophe in Afrika ab. Millionen Menschen sind dort von akutem Hunger bedroht. Das bestätigt im Gespräch mit Radio Vatikan der deutsche Botschafter bei den humanitären Organisationen der Vereinten Nationen mit Sitz in Rom, Hinrich Thölken. Er ist gerade von einer Reise in das Tschadseegebiet zurück gekehrt, wo er sich ein Bild von der Lage verschafft hat. (rv)
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Deutschland/Vatikan: Anglikaner und Katholiken trafen sich in Erfurt
„Gemeinsam auf dem Weg voranschreiten“: Unter diesem Motto hat die internationale Dialogkommission zwischen Anglikanern und Katholiken in Erfurt ein neues Dokument herausgegeben. Dort trafen sich in den letzten Tagen die Mitglieder dieser Kommission, an der auch der vatikanische Einheitsrat beteiligt ist. Bei dem einwöchigen Treffen wurden auch die „heißen Eisen“ angesprochen, die das Verhältnis zwischen beiden Weltkirchen in den vergangenen Jahren getrübt haben. Da ging es etwa um die Frage jener anglikanischen Gemeinschaften, die sich der katholischen Kirche anschließen wollen. (rv)
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DIE NACHRICHTEN:

Vatikan

Papst Franziskus hat sich aus erster Hand über die Lage im krisengeschüttelten Irak informiert: An diesem Freitagvormittag empfing er eine halbe Stunde lang den in Bagdad residierenden Apostolischen Nuntius, Erzbischof Alberto Ortega Martín, in Audienz. Der Vatikanvertreter ist auch für Jordanien zuständig. Viele irakische Flüchtlinge wurden von der Regierung in Amman aufgenommen. Über den Inhalt des für übliche Audienzen relativ lange Treffens im Vatikan teilte der Heilige Stuhl nichts mit. (rv)
Papst Franziskus hat an diesem Freitag den lettischen Staatspräsidenten Raimonds Vējonis im Vatikan empfangen. Gemeinsam haben sie unter anderem über die Aufnahme von Migranten und die Zukunft Europas gesprochen, heißt es in einer Note des vatikanischen Pressesaals. Beide Gesprächspartner hätten das gute Verhältnis und die Rolle der katholische Kirche in der lettischen Gesellschaft hervorgehoben. Ein weiteres Gesprächsthema sei die Erläuterung des lettischen Präsidenten über den regionalen – sprich baltischen – Kontext gewesen. (rv)
Zum diesjährigen muslimischen Fastenmonat Ramadan wünscht der päpstliche Rat für den interreligiösen Dialog im Namen des Papstes allen Muslimen „Gelassenheit, Freude und zahlreiche geistliche Gaben“. In der Glückwunschbotschaft wird auch daran erinnert, dass der Vatikan vor genau 50 Jahren die erste dieser Botschaften an die Muslime gerichtet hat. In der diesjährigen Botschaft aus dem Vatikan wird auf die Enzyklika Laudato Si´ Bezug genommen und auf die Bewahrung der Schöpfung hingewiesen, die allen Menschen guten Willens aufgegeben sei. Der interreligiöse Dialograt des Vatikan hoffe deshalb, dass Katholiken und Muslime gemeinsam für die Erhaltung der Schöpfung einstünden. (rv)

Vatikan/Deutschland
Kurienkardinal Gerhard Ludwig Müller hält Grundkenntnisse der lateinischen Messe bei Priesteramtskandidaten und möglichst vielen Laien für wünschenswert. Sie sollten Teile wie das Gloria und das Credo mitbeten können, sagte der Präfekt der Glaubenskongregation der in Würzburg erscheinenden „Tagespost“ in der Samstagsausgabe. Der Schriftsteller Martin Mosebach, ein Befürworter des Ritus in der alten Form, plädierte in einem Gespräch mit dem Kardinal dafür, dass junge Priester auch den alten Ritus gut kennen müssten. Dieser Auffassung schloss sich der Kardinal nicht an. (kna/tagespost)

Europa

Deutschland
Das Ehrenoberhaupt der Weltorthodoxie, Patriarch Bartholomaios I. von Konstantinopel, hat das Konzept der Menschenrechte gegen Kritik aus fundamentalistischen orthodoxen Kreisen verteidigt. Menschenrechte seien „kein Menschenwerk“, sondern ein „Geschenk Gottes“, betonte der Ökumenische Patriarch am Donnerstag in Berlin. Ein Grundbegriff der orthodoxen Lehre vom Menschen sei der der Person; von dort aus ergäben sich Anknüpfungspunkte für die aus der Aufklärung stammenden Begriffe Freiheit und Autonomie. Bartholomaios I. wandte sich in Berlin gegen die auch von manchen nichtchristlichen Religionen vorgebrachten Thesen, die Menschenrechte seien an die westliche Kultur gebunden und Ausdruck des westlichen Imperialismus. (kap)

Schweiz
Walter Müller, seit 2006 Sprecher der katholischen Schweizer Bischofskonferenz, ist vorzeitig in den Ruhestand getreten. Die Mitteilung nach Abschluss der Bischofsvollversammlung in Einsiedeln kam überraschend, wie das Portal kath.ch am Donnerstag meldete. Der Amtsverzicht wurde bereits zum 31. Mai wirksam. Die Leiterin Kommunikation und Marketing der Bischofskonferenz, Ecarnacion Berger-Lobado, nannte private Gründe für den Schritt des 62-Jährigen. (kna)

Frankreich
Das positive Bild des Priesters in Frankreichs Gesellschaft hat sich durch den Missbrauchsskandal 2016 offenbar nicht verändert. Das geht aus einer am Freitag von der Zeitung La Croix veröffentlichten Umfrage hervor. Für die meisten Franzosen ist der Priester demnach ein Mann mit einem offenen Ohr. Das gaben 98 Prozent der praktizierenden Katholiken und 68 Prozent der Befragten ohne religiöses Bekenntnis an. Etwa 70 Prozent der Franzosen beschreiben Priester als „vertrauenswürdig“. Die Hälfte der Franzosen halten ihn sogar für einen „Zeugen Gottes auf Erden“. In Frankreich ist die Zahl der Priester zwischen 2005 und 2015 von 16.075 auf 11.908 gesunken. (kna)

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