RADIO VATIKAN - OFFIZIELLE WEBSEITE - Online-News 18

Tagesmeldungen vom 18.11.2017

- Franziskus würdigt Benedikt XVI.: Lehrer, Freund, Begleiter -
- Vatikan bei Weltklimakonferenz: Es geht um alles -
- Bischofssynode: Vatikan gibt Datum und Generalrelator bekannt -
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Verantwortlich: P. Bernd Hagenkord SJ / Stefan von Kempis
Redaktion: Mario Galgano
Redaktionsschluss 16.00 Uhr
Die folgenden Texte basieren auf unserer
Nachrichtensendung „Treffpunkt Weltkirche“ täglich um 16 Uhr
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BLICKPUNKT RATZINGER-PREIS:

Franziskus über Benedikt XVI.: Lehrer, Freund und Begleiter
Joseph Ratzinger – heute emeritierter Papst Benedikt XVI. – ist „nach wie vor“ ein Lehrmeister, Freund und Bezugspunkt für all jene, die sich „das Geschenk der Vernunft zunutze machen, um der menschlichen Berufung der Wahrheitssuche entsprechen zu können“. So umschreibt Papst Franziskus seinen Vorgänger Benedikt XVI. An diesem Samstagmittag sprach er anlässlich der Vergabe des Ratzinger-Preises an den deutschen katholischen Theologen Karl-Heinz Menke, den estnischen Musiker Arvo Pärt und den deutschen evangelischen Theologen Theodor Dieter über den emeritierten Papst im Vatikan. (rv)
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Die Papstrede bei der Ratzinger-Preisvergabe im Wortlaut
Hier lesen Sie die Ansprache von Papst Franziskus, bei der Vergabe des Ratzinger-Preises an diesem Samstag in einer offiziellen deutschen Übersetzung. (rv)

Ratzinger-Preisträger: „Ohne Ratzinger keine gemeinsame Rechtfertigungslehre”
Ein katholischer Theologe, ein estnischer Musiker und ein evangelischer Theologe: Die drei diesjährigen Preisträger des Ratzinger-Preises sind auf den ersten Blick sehr unterschiedlich und doch verbindet ihre Arbeit und Tätigkeit dank des Theologen Joseph Ratzinger viel. Der Preisträger Theodor Dieter ist Leiter des Instituts für Ökumenische Forschung in Straßburg, ein Institut des Lutherischen Weltbundes, das für die ökumenischen Beziehungen der lutherischen Kirchen Sorge trägt und sie theologisch begleitet. Unser Kollege Mario Galgano hat ihn vor der Preisverleihung am Samstagmorgen im Vatikan getroffen. (rv)
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WEITERE THEMEN DES TAGES:

Vatikan bei Weltklimakonferenz: Es geht um alles
Es geht um alles: Das betonte der Delegationsleiter des Vatikans beim Weltklimagipfel in Bonn, Bruno Marie Duffé, im Gespräch mit dem Kölner Domradio. Das große Gipfeltreffen in Deutschland ist an diesem Samstag zu Ende gegangen, ein Hunderte Seiten starkes Dokument ist die Frucht der tagelangen Beratungen, zu denen Vertreter aus der ganzen Welt in die ehemalige Hauptstadt gereist sind. Aus Vatikan-Sicht war die Konferenz in Bonn „lebenswichtig für die Menschheit“. (domradio)
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Expertin für Bioethik: Palliativbetreuung darf kein Luxus sein
Palliativbetreuung am Lebensende darf kein Luxus sein: Diese Forderung kommt von den Teilnehmern an der Vatikantagung zu medizinischen und ethischen Fragen am Lebensende, die am Freitag zu Ende gegangen ist. Im Gegenzug dürften „weder Tötung auf Verlangen noch der assistierte Suizid zu einer medizinischen Dienstleistung“ verkommen. Das betonte im Gespräch mit Radio Vatikan Susanne Kummer, sie ist Geschäftsführerin des österreichischen IMABE-Instituts für Bioethik der österreichischen Bischofskonferenz und hat an der Tagung teilgenommen. (rv)
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Papst: Dialog mit Wissenschaft suchen
„Nicht alles, was technisch machbar ist, ist auch ethisch vertretbar“: Das betonte Papst Franziskus an diesem Samstag vor den Teilnehmern an der Vollversammlung des Päpstlichen Kulturrates. Die Medizin und die Genetik böten zwar große Chancen für die Zukunft, um Krankheiten zu heilen und ein angenehmeres Leben zu haben, so der Papst in seiner Ansprache im Konsistoriums-Saal im Vatikan. Dennoch müsse man sich auch über die Risiken des technischen Fortschritts im Klaren sein, mahnte er an. Das Vatikandikasterium unter der Leitung des italienischen Kurienkardinals Gianfranco Ravasi hat bei ihrer Versammlung diese Woche über die „Die Zukunft der Menschheit, neue Herausforderungen für die Anthropologie“. beraten. (rv)
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LIVE BEI UNS:

Live mit Papst Franziskus am Welttag der Armen
Radio Vatikan überträgt am Sonntag die Papstmesse im Petersdom am ersten Welttag der Armen. Wir starten kurz vor 10 Uhr und enden mit dem Angelus. Papst Franziskus führte den Welttag der Armen vor einem Jahr in den katholischen Gedenkkalender ein und legte ihn jeweils auf den Sonntag vor Christkönig. Seine Botschaft zum ersten Welttag der Armen finden Sie hier. (rv)
Hier können Sie die Live-Übertragung mitverfolgen!

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UNSER BUCHTIPP:

Rund um die Bibel
Gibt es ein Buch oder einen Text, der noch wichtiger ist als die Bibel? Ja, eigentlich schon: einen Text, der die Bibel erklärt. Der ihre dunklen Stellen ausleuchtet, schwierige Passagen in einen Zusammenhang rückt, das heilige Buch überhaupt erst erschließt für den Leser von heute. Und genau das leistet, regelmäßig und zuverlässig, das Themenheft „Welt und Umwelt der Bibel“ des Katholischen Bibelwerks. Die neueste Ausgabe beschäftigt sich mit dem Zueinander der drei monotheistischen Religionen, also Judentum, Christentum, Islam. (rv)
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DIE NACHRICHTEN:

Vatikan

Papst Franziskus hat den Vorsitzenden der brasilianischen Bischofskonferenz, Kardinal Sérgio Rocha, zum Generalrelator („Berichterstatter“) der kommenden Synode ernannt. Das gab der Vatikan an diesem Samstag bekannt. Das Sekretariat der Bischofssynode tagte am Donnerstag und Freitag im Vatikan. Der Papst ernannte auch zwei Sondersekretäre für die Synode 2018, die sich mit dem Thema „Jugend und Berufungen“ beschäftigen wird. Es handelt sich um den Jesuitenpater Giacomo Costa und dem Salesianerpater Rossano Sala. Die Jugendsynode findet vom 3. bis 28. Oktober 2018 statt, geht aus der Verlautbarung hervor. (rv)

Der Vatikan wird eine Untersuchung zu Pädophilie-Vorwürfen neu aufrollen. Das gab der vatikanische Pressesaal an diesem Samstag bekannt. Der Vatikan reagiere mit dieser Entscheidung auf eine Reihe von Vorwürfen, die das „Preseminario San Pio X“ auf Vatikanboden beträfen, heißt es in dem Statement. Bereits seit 2013, als erste Anzeigen zu Jahre zurück liegendem sexuellem Fehlverhalten von Seminaristen und Ministranten in dem Institut eingegangen waren, hätten die Leiter des Preseminars sowie der zuständige Diözesanbischof von Como Untersuchungen angestellt. Diese hätten jedoch zu keinem greifbaren Ergebnis geführt. Im Licht der neuen Elemente würden diese Untersuchungen jedoch wieder aufgenommen, um herauszufinden, „was sich tatsächlich abgespielt“ habe, so das Statement. (rv)

Papst Franziskus lässt sich über den Kampf gegen gefährliche Infektionskrankheiten informieren: Am Samstag empfing er den Geschäftsführer von UNITAID, Lelio Marmora, in Audienz. UNITAID ist eine internationale Einrichtung, die sich im Kampf gegen HIV/AIDS, Malaria und Tuberkulose engagiert. Ziel der Organisation ist es, den weltweiten Zugang zu möglichst effektiven Medikamenten zu verbessern. UNITAID wird beherbergt von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf. (kap)

Vatikan/Argentinien
Papst Franziskus betet für die 44 Mitglieder eines vermissten argentinischen U-Boots. Das teilte der Vatikan an diesem Samstag mit. Das Unterseeboot „San Juan“ ist seit Mittwoch im Atlantik verschollen. Franziskus sei den Familienangehörigen und den militärischen Autoritäten in diesen schwierigen Momenten nahe, heißt es in dem Papstschreiben. Er vertraue alle der Heiligen Jungfrau Maria an und erteile von Herzen seinen Segen. Weiter ermutigte Franziskus in der Botschaft alle, die nach dem U-Boot forschen. Die Suche wird durch schlechte Wetter- und Sichtverhältnisse erschwert. (rv/kna)

Europa

Deutschland
Schwund von Spendengeldern durch Gebühren der Banken: Just zur Weihnachtszeit, in der die Kirchen viele Spendengelder für gute Zwecke einnehmen, kommt damit ein Problem zur Sprache, dem bisher wenig Beachtung geschenkt wurde. Angesichts der steigenden Belastung von Spendeneinnahmen durch Gebühren fordern nun die evangelischen und die katholische Kirchen in Berlin mehr Flexibilität und soziale Verantwortung von den Geldinstituten „Pfarrgemeinden müssen bei bestimmten Banken Gebühren zahlen“, sagte der Sprecher des Erzbischöflichen Ordinariats Berlin, Stefan Förner, der Deutschen Presseagentur. Betroffen sei auch die Kollekte aus Gottesdiensten. Es gebe jedoch auch Bankfilialen, die sich generell weigerten, Münzgeld aus Spendensammlungen anzunehmen, sagte Heike Krohn-Bräuer, Sprecherin der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO). (diverse)

Ukraine
Russland hat nach Einschätzung der römisch-katholischen Kirche in der Ukraine kein Interesse an einem Ende der Gewalt im Osten des Landes. Russland befeuere den Krieg, um die Hinwendung der Ukraine nach Europa zu verhindern, sagte der Bischof der lateinischen Diözese Charkiw-Saporoschje, Stanislav Szyrokoradiuk, bei einem Besuch des Diözesan-Caritasverbandes Paderborn. „Solange die Ukraine dadurch ein Unruheherd bleibt, ist der Weg nach Europa versperrt“, erklärte der Bischof nach Angaben der Caritas. Bischof Szyrokoradiuk hatte bis im Vorjahr die römisch-katholische Caritas der Ukraine geleitet. (kna/tagespost)

Asien

Indonesien
Dialog kann Trennwände niederreißen und eine Brücke der Freundschaft schlagen, um ein friedliches Zusammenleben zu ermöglichen. Das ist die Kernbotschaft der zehntätigen Jahrestagung der indonesischen Bischöfe, die an diesem Donnerstag zu Ende ging. Katholiken sollten an sozialen Aktivitäten teilnehmen und den Dialog mit Menschen anderer Glaubensrichtungen suchen, appellierte der Generalsekretär der Konferenz, Bischof Antonius Subianto Bunyamin, nach Angaben von Ucanews. Vorfälle von Radikalismus und Intoleranz hätten sich in der Vergangenheit gehäuft, bedauerten die Bischöfe. (ucanews)

Japan/Südkorea
Frieden kann nicht durch Atomwaffen oder Militarisierung erzeugt werden. Das betonen die Bischöfe Japans und Südkoreas angesichts der Spannungen in der Region in einer gemeinsamen Botschaft. Die aktuelle Situation in Nordostasien sei sehr besorgniserregend, heißt es dort. Daher formulieren die Bischöfe einen dringlichen Appell zur Wahrung von Frieden in Nordostasien. Die Bischöfe beider Staaten trafen sich in diesem Jahr vom 14. bis 16. November in Kagoshima zu Gesprächen. Das Treffen findet seit 23 Jahren statt. (fides)

Bangladesch
Zwei Wochen vor dem Besuch von Papst Franziskus hat die Polizei in Bangladesch Anklage gegen einen mutmaßlichen Katholikenmörder erhoben. Ein 72-jähriger katholischer Ladenbesitzer war im Juni 2016 in der Nähe einer Kirche in Natore im Norden des Landes von zwölf Mitgliedern der radikalislamischen Gruppierung „Jamaat-ul Mujahedin Bangladesh“ brutal umgebracht worden. Der Mord führte landesweit zu Protesten der katholischen Minderheit. Der bislang einzige festgenommene Täter habe die Tat gestanden, berichtet der asiatische Pressedienst „Ucanews“ am Freitag. (kna/ucanews)

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