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Hilfe für Demokratisierungsprozess auf Kuba -
- Reaktion auf Massaker von Toulouse -
- Warnung vor wachsendem Nationalismus -
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Verantwortlich: P. Bernd Hagenkord SJ / Stefan von
Kempis
Redaktion: Anne Preckel
Redaktionsschluss 16.00 Uhr
Die folgenden Texte basieren auf unserer
Nachrichtensendung „Treffpunkt Weltkirche“ täglich um 16 Uhr
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SCHWERPUNKT
PAPSTREISE:
Wandel durch Annäherung
Der Papstbesuch auf Kuba wird den Demokratisierungsprozess in dem
sozialistischen Land anstoßen.
Davon zeigt sich der vatikanische Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone im
Interview mit der italienischen Tageszeitung „La Stampa“ überzeugt. Dass die
Visite von der kubanischen Regierung politisch instrumentalisiert werden
könnte, glaubt Bertone nicht. Die Regierung und das kubanische Volk würden im
Gegenteil größte Anstrengungen unternehmen, um den Papst mit der ihm
gebührenden Hochachtung zu empfangen, fügt Bertone an. Seit dem historischen
Besuch von Papst Johannes Paul II. auf Kuba hätten sich Dialog und Kooperation
zwischen Kubas Staat und Kirche verbessert, so der Kardinalstaatssekretär. (la
stampa/rv)
Das
Programm der Papstreise
Deutscher Botschafter: „Katholische Kirche
ist der Lage auf Kuba gewachsen“.
Dass die katholische Kirche der politisch heiklen Lage
im sozialistischen Kuba gewachsen ist, darüber ist sich der Deutsche
Botschafter am Heiligen Stuhl, Reinhold Schweppe, sicher. Er sprach mit Radio
Vatikan über seine Einschätzung der Lage und die großen Erwartungen, die auch
Deutschland an den Besuch hat.(rv/la stampa)
Hier mehr
in Text und Ton
Kubas Kirche: „Versöhnung ist die
wichtigste Aufgabe für die Zukunft“
Diese Prognose macht gegenüber Radio Vatikan der Kuba-Kenner Michael Bautz. Der katholische Geistliche, der heute
Diözesanadministrator der Diözese Dresden-Meißen ist, hat lange Zeit auf Kuba
gewirkt und erlebte dort den ersten Papstbesuch im Jahr 1998 mit. Seiner
Ansicht nach werden die Themen des bevorstehenden Papstbesuches auf Kuba die
Einheit der Kirche, Ehe und Familie, die wachsende Verantwortung der Laien und
die Zusammenarbeit zwischen Staat und Kirche sein. (rv)
Hier das
Gespräch mit Michael Bautz
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WEITERE
THEMEN DES TAGES:
Frankreich: „Interreligiöser Dialog – jetzt
erst recht!“
Als Reaktion auf das Massaker von Toulouse hat
Kurienkardinal Jean-Louis Tauran zu mehr Anstrengungen bei der Erziehung zum
Frieden aufgerufen. „Gewalt löst keine Probleme, ja verschlimmert sie“, sagte
der Präsident des Päpstlichen Rates für interreligiösen Dialog im Interview mit
der französischen Zeitung „La Croix“. Wir haben mit dem Zuständigen für
interreligiösen Dialog in der französischen Bischofskonferenz, Bischof Michel
Dubost, gesprochen. (rv/la croix/afp)
Hier geht
es zum Interview
Neue „Gebrauchsanweisung“ für die
Vatikanbibliothek
Es ist so etwas wie ein Schlüssel zu jahrtausendaltem
Wissen: Das neue Handbuch zum Handschriften- und Münzkundebestand der
Vatikanbibliothek. Zwölf Jahre lang haben der Direktor der vatikanischen
Handschriftenabteilung, Paolo Vian, und der Altphilologe Francesco D’Aiuto an
dem zweibändigen Werk gearbeitet; jetzt wurde es publiziert. (rv)
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in Text und Ton
Mexiko vor dem Besuch
Der Pfarrer der deutschsprachigen Pfarrei St. Thomas Morus in Mexiko-Stadt
freut sich auf Papst Benedikts Besuch. Auch wenn Ralf Hirsch den Papst wohl
nicht live sehen wird. Das hängt vielleicht mit Sicherheitsgründen zusammen, so
Hirsch im Gespräch mit dem Münchner Kirchenradio. Stichwort: Drogenkrieg. „Man
muss einfach sagen, dass Teile des Landes sich nicht mehr in der Hand des
Staates befinden, sondern in der Hand von kriminellen Gruppen.“ (rv/münchner
kirchenradio)
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in Text und Ton
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DIE
NACHRICHTEN:
Europa
Europäische Union
Vor zunehmenden Populismus und Nationalismus in Europa hat der Präsident
der EU-Bischofskommission (ComECE), Bischof Adrianus van Luyn, gewarnt. Durch
die Wirtschafts- und Finanzkrise drohten jene Kräfte Auftrieb zu bekommen, die
einen nationalen Alleingang für die bessere Alternative hielten, beklagte van
Luyn zum Auftakt der ComECE-Frühjahrsvollversammlung in Brüssel. Dazu würden
„populistische alte Vorurteile und Ressentiments wieder ausgegraben und
aktiviert“. So seien in der Öffentlichkeit im Zusammenhang mit der Rettung
Griechenlands alte „Klischees von den ,faulen Griechen‘“ oder „den Deutschen,
die Europa ,überrollen‘“ wiederholt aufgetaucht. Van Luyn warnte weiter vor
einer „Entsolidarisierung zwischen den Ländern Europas“. Solidarität dürfe
nicht nur bedeuten, Hilfe zu erwarten, sondern auch selbst zur Verbesserung der
Situation beizutragen, erklärte der ComECE-Präsident. (kna)
Deutschland
Vor einer Abschaffung des kircheneigenen Arbeits- und Tarifrechts hat
der evangelische Kirchenrechtler Hans Michael Heinig gewarnt. Die
Handlungsfähigkeit der beiden wichtigsten Wohlfahrtverbände wäre geschwächt,
wenn sich Teile der Diakonie und Caritas außerhalb der Kirche organisieren
müssten, „um die Marktlogik voll adaptieren zu können“, schreibt Heinig in
einem Gastbeitrag für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ von diesem
Donnerstag. Die Gewerkschaften könnten bei der dann auftretenden Vielzahl an Einzelakteuren
keine einheitlichen Tarife durchsetzen. Die Folge sei, dass das Entgeltniveau
auf dem sozialen Markt weiter sinke und die „Ökonomisierung des Sozialen“
voranschreite. Kritiker sollten sich also genau überlegen, „was droht, wenn der
Dritte Weg insgesamt fällt“, schreibt der Leiter des kirchenrechtlichen
Instituts der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). (faz/kna)
Erstmals findet an einem Palmsonntag ein katholischer Wortgottesdienst
auf Facebook statt. Internet-User können sich aktiv am Gottesdienst beteiligen
und mitbeten oder auch Gebete auf die Seite posten. Dies teilt das
Internetportal „Kirche.tv“ mit. „Der Heilige Geist weht auch im Internet“, so
Pfarrer Dietmar Heeg von der katholischen Fernseharbeit in Frankfurt. Er wird
durch die Andacht führen. „Warum sollte sich eine Gemeinde nicht auch online
bilden?“, fragt Heeg. Die Feier kann auf den Facebook-Accounts der beteiligten
Kooperationspartner „Katholisch.de“, „Kirche.tv“ und „Domradio.de“ via
Video-Live-Stream miterlebt werden. (kipa)
Die Bundestagsfraktion „Die Linke“ will die Staatsleistungen an
Religionsgemeinschaften abschaffen. Sie legte dazu am Mittwoch in Berlin einen
Gesetzentwurf vor, der die Trennung von Staat und Kirche fordert. Die Länder
seien nach Vorgaben der Weimarer Reichsverfassung von 1919 verpflichtet, die
historischen Staatsleistungen an die Religionsgesellschaften abzulösen, heißt
es darin. Das gelte auch heute noch. Die Kirchen genössen nach wie vor Mittel
in erheblichem Umfang. Eine solche Bevorzugung gegenüber anderen
Bekenntnisgemeinschaften und nichtreligiösen wie gesellschaftlichen Gruppen
verstoße grundsätzlich gegen das Prinzip der Trennung von Staat und Kirche und
die Verpflichtung des Staates zur Wahrung der religiös-weltanschaulichen
Neutralität. Die Bundestagsfraktion beruft sich bei ihrem Vorschlag auch auf
Forderungen von Papst Benedikt XVI., der bei seinem Deutschlandbesuch im
September eine „Entweltlichung“ der Kirche gefordert und von einer positiven
Wirkung für den christlichen Glauben durch die Streichung von kirchlichen
Privilegien gesprochen habe. (kna)
Ungarn
Die Politik in Ungarn hat nach Ansicht von Europarats-Generalsekretär
Thorbjörn Jagland einen zu dominanten Einfluss auf das Verfahren zur
staatlichen Anerkennung von Religionsgemeinschaften. Einige der Vorschriften in
dem seit Januar geltenden neuen ungarischen „Kirchengesetz“ seien in dieser
Hinsicht „problematisch“, so Jagland in einem Interview der Nachrichtenagentur
„Associated Press“ am Mittwochabend. Das Gesetz biete zwar einen umfassenden
gesetzlichen Rahmen für Religionsgemeinschaften, die „politische Natur“ der
Regelung sei aber, dass das ungarische Parlament im einzelnen darüber
entscheidet, welche religiöse Gemeinschaft oder Kirche anerkannt wird, fügt
Jagland an. (kap)
Afrika
Malawi
Bei einem Bürgertreffen in der Kathedrale von Limbe wurde ein Ultimatum
an den Präsidenten gestellt. Die Bürger fordern von Präsident Bingu wa
Mutharika, dass er innerhalb von 60 Tagen zurücktreten soll. Falls er dies
nicht akzeptiere, so soll Mutharika Neuwahlen durchführen lassen. In ihrem
Dokument beklagen die Teilnehmer des Treffens in der Kathedrale, dass das
afrikanische Land vor allem durch die Wirtschaftskrise leide und ein mangelnder
Respekt gegenüber den Regeln der Demokratie herrsche. Die Regierung lehnt das
Ultimatum ab, berichtet „Fides“ am Mittwoch. (fides)
Amerika
Kuba
Die bisherigen Reformen der kubanischen Regierung sind nach Aussage des
Erzbischofs von Santiago de Cuba, Dionisio Garcia Ibanez, nicht ausreichend. Es
müsse mehr kreativen Freiraum und Gestaltungsmöglichkeiten für den einzelnen im
wirtschaftlichen und sozialen Leben geben, sagte der Erzbischof der
italienischen Tageszeitung „Avvenire“ vom Donnerstag. Garcia Ibanez verteidigte
sein Eintreten für die Menschenrechtsgruppe der „Frauen in Weiß“ und die
Vermittlungen der Kirche zur Freilassung politischer Gefangener. Mögliche
Kritik an der Kirche wegen eines „Nachgebens“ gegenüber der Regierung dürfe
nicht zu einem Alibi für Untätigkeit werden. Der Erzbischof sagte, er sehe die
katholische Kirche nicht als Vermittlerin zwischen Regierung und Opposition,
sondern als einen Teil der kubanischen Nation, der bereit sei, zum Wohl des
Landes beizutragen. (kna/avvenire)
Vereinigte Staaten
Die traditionellen protestantischen Kirchen haben in den Vereinigten
Staaten weiter Gläubige verloren. Weiteren Zuwachs haben jedoch die
spirituellen Pfingstgemeinden und die Mormonen. Dies wurde im „Jahrbuch
amerikanischer und kanadischer Kirchen“ bekannt gegeben. Seit 80 Jahren wird
darin die religiöse Entwicklung in Nordamerika dokumentiert. Laut Aufzeichnung
hätten Amerikaner unter 30 Jahren eine deutlich „geringere kirchliche Bindung“,
als die Generationen davor. Die Zahl der Katholiken sei hingegen im Vergleich
zum vorigen Jahr mit 68,2 Millionen nahezu konstant geblieben. Die
römisch-katholische Kirche bleibe mit Abstand die größte Einzelkirche in den
Vereinigten Staaten. (faz)
Vereinte Nationen
Anlässlich des Weltwassertages am 22. März fordert das katholische Entwicklungshilfswerk „Misereor“
ein international verbindliches Steuerungssystem für die Garantie des Rechts
auf Wasser. „Wir brauchen verbindliche Mechanismen, damit
das Recht auf Wasser wirklich garantiert werden kann“, so Misereor
Hauptgeschäftsführer Josef Sayer. Er begrüßte den Aufruf des Vatikans, der
vergangene Woche einen Appell an die internationale Gemeinschaft für ein
Steuerungs- und Regelungssystem richtete und einen konsequenteren Einsatz für
das allgemeine Recht auf Wasser forderte. (kap/pm)
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Die Quellen unserer
Nachrichtensendung sind u.a. die Agenturen Kna,
Kathpress, Ansa,
Efe, Afp,
Kipa, Reuters,
Ap, Adnkronos,
Upi, Cns,
Ucanews, Misna,
Kirche in Not, Osservatore Romano, – die
Vatikanzeitung in deutscher Sprache, sowie vatikaninterne Quellen. Der
Newsletter ist nur zur persönlichen Information bestimmt. Grundlage für Zitate
oder Übernahmen aus unserem Programm kann nicht unser Internetauftritt oder der
Newsletter, sondern nur unser Radio-Programm sein. Die jeweils aktuelle
Nachrichten- oder Magazinsendung von Radio Vatikan können Sie u.a. auf unserer
Internetseite hören.
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Programmvorschau:
Heute Abend, Abend, 22.03.2012: Kreuz des
Südens
Themen u.a.: Pfarrer
Hirsch aus Mexiko-Stadt über den Papstbesuch / Deutscher Botschafter Schweppe:
Was erwartet er von der Mexiko- und Kuba-Reise? / Jordanien: Eine arabische
Sozial-Charta vorgestellt
Freitag Abend, 23.03.2012: Prisma-Magazin
Themen u.a.: Der Papst
startet seine 23. Apostolische Reise
Samstag, 24.03.2012 bis Donnerstag,
29.03.2012: Die Papstreise nach Mexiko und Kuba
Aktuelle Berichterstattung zur 23.
Apostolischen Reise des Papstes
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Nachrichtenarchiv
von Radio Vatikan
Radio Vatikan sendet täglich:
16.00 h „Treffpunkt Weltkirche“ (KW 5885, 7190, 7250, 9645)
20.20 Uhr „Magazin“: (1530 kHz, 4005 kHz, 5885 kHz, 7250 kHz)
6.20 Uhr Wiederholung des „Magazins“ vom Vortag (1530 kHz,
4005 kHz, 7250 kHz)
Radio Vatikan ist außerdem zu
hören bei:
· Radio Horeb um 16.00
und 18.00 Uhr, über ASTRA 1A - Tonunterträger von Pro7 (Frequenz 7.38 MHz -
analog) und ZDF (7.56 MHz - digital). Im Kabel u.a.: München 89,6 / Augsburg
106,45 / Regensburg 101,8 / Rosenheim 101,5 / Kempten 103,6 / Luxemburg 100,5.
· Domradio Köln über
Kabel im Erzbistum Köln und Satellit zwischen 18.00 Uhr und 20.00 Uhr.
· Radio Gloria über Kabel
in der Schweiz und Satellit.
· World-Radio-Network um
8.15, 9.30, 16.00, 19.00 und 0.45 Uhr MESZ, Tonunterträger von MTV-deutsch, (Frequenz 7.38
MHz).
· Radio Stephansdom um
19.30 Uhr, in Wien auf UKW 107,3 kHz.
· Radio Grüne Welle um
6.30, 10.00 und 16.00 Uhr, in Südtirol auf UKW 103,0 (Bozen) und 97,8 (Brixen)
· Radio Maria Österreich
um 16.00 und 18.00 Uhr im Großraum Innsbruck auf UKW 104.8 und im
Mostviertel/NÖ auf UKW 104.7. Im Kabel u.a. Telekabel Wien 102.7 MHz
Im Internet:
Die deutschsprachigen Sendungen sind online live und auf Abruf
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