RADIO VATIKAN - OFFIZIELLE WEBSEITE - Online-News 5.8.2013

Tagesmeldungen vom 5.8.2013

- Enttäuschung nach Wiederwahl Mugabes -
- „Franziskus ist keine Erfindung vom 13. März“ -
- D: Mehr Geld für syrische Flüchtlinge -
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Verantwortlich: P. Bernd Hagenkord SJ / Stefan von Kempis
Redaktion: Michael Hermann
Redaktionsschluss 16.00 Uhr
Die folgenden Texte basieren auf unserer
Nachrichtensendung „Treffpunkt Weltkirche“ täglich um 16 Uhr

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IN EIGNER SACHE:

Offline: Wartung der Webseiten von Radio Vatikan
Wir sind offline: Am Mittwoch, dem 7. August, werden die Webseiten von Radio Vatikan von 19 bis 24 Uhr nicht erreichbar sein, wir bitten jetzt schon um Ihr Verständnis. (rv)

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THEMEN DES TAGES:

Präsidentschaftswahl: „Katastrophe für Simbabwe“
Massive Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Wahlen in Simbabwe begleiten den überwältigenden Wahlsieg von Präsident Robert Mugabe. Pfarrer Stefan Hippler war lange Jahre Pfarrer der deutschen Gemeinde in Kapstadt und arbeitet seit 2009 dort in einem HIV-Zentrum. Dem Domradio berichtet er, was für Folgen die Entwicklung in Simbabwe auch für die Nachbarländer hat. „Es ist ein Rätsel; alle, die sich mit Simbabwe beschäftigen, fragen sich: Wie kann es sein, dass Robert Mugabe zum siebten Mal in Folge gewonnen hat?“, fragt sich Pfarrer Hippler. Ein Stück weit liege es wohl auch daran, dass sein Wahlgegner in der Vergangenheit mit Mugabe koaliert habe, fügt Hippler an. (domradio)
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Argentinien: „Bergoglio ist gleich geblieben“
Papst Franziskus ist keine Erfindung vom 13. März 2013 sondern ein Kirchenmann, der an das glaubt, was er predigt und sagt. Das betont der langjährige Mitarbeiter des jetzigen Papstes, der Weihbischof von Buenos Aires Eduardo Garcia, im Gespräch mit Radio Vatikan. Garcia war sowohl beim Weltjugendtag als auch bei der Celam-Sitzung von vergangener Woche dabei – beide Treffen fanden in Brasilien statt. Bei diesen Veranstaltungen stand jeweils der Papst im Mittelpunkt und zwar seine Botschaft und nicht die Person, so Garcia. „Papst Franziskus ist genau das, an was er glaubt: ein Mann der Kirche“, sagt Garcia. Der Unterschied zu früher sei, dass Bergoglio dank dem Heiligen Geist heute fröhlicher wirke, fügt Garcia an. (rv)
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Deutschland/Syrien: Mehr Geld für Flüchtlingscamps in Nachbarländer
Über die Situation in den umkämpften Städten Syriens erreichen Europa täglich neue alarmierende Nachrichten. Die Situation der vielen Tausend Flüchtlinge, die sich in Nachbarländer gerettet haben, gerät dabei leicht etwas aus dem Blickfeld. Der deutsche Entwicklungsminister Dirk Niebel sagte jetzt im Rahmen eines Besuchs des Flüchtlingslagers Domiz im Irak weitere 20 Millionen Euro an Hilfsgeldern zu. Damit steigen die Ausgaben der deutschen Bundesregierung auf fast 200 Millionen Euro. Von den zusätzlichen Mitteln profitiert auch das Kinderhilfswerk Unicef. Dessen Geschäftsführer Christian Schneider sagt gegenüber dem Domradio: „Es ist vor allem auch ein Signal zum richtigen Zeitpunkt, weil wir vor allem innerhalb Syriens erleben, dass sich in einigen der umkämpften Städte die Lage der Kinder und Familien dramatisch zuspitzt.“ (rv/domradio)
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UNSERE SOMMERSERIE:

Mit Radio Vatikan unterwegs, Folge 5: Alois Andritzki
Von Bautzen geht unserer Reise weiter nach Radibor, ein Ort, aus dem ein Seliger stammt: Alois Andritzki. Er war ein Mitglied der sorbischen Volksgruppe und starb 1943 im KZ Dachau. Geboren wurde er in Radibor, wo heute auch das Zentrum der Verehrung ist, eine Kapelle in der Pfarrkirche mit einem Glasfenster erinnert an den Häftling im KZ genau so wie an den Studentenpfarrer, als der er gearbeitet hatte. Als Diaspora hat das Bistum Dresden-Meisen nicht viel Erfahrung mit Seligen und Heiligen, der letzte Heilige war Bischof Benno aus dem11. Jahrhundert. Der Anstoß zur Verehrung kam aus der Bistumsjugend, meine Frage an Pfarrer Stephan Delan: Was für ein Seliger ist Alois Andritzki? (rv)
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DIE NACHRICHTEN:

Europa

Deutschland
Die hohe Jugendarbeitslosigkeit in Europa ist „sozialer Sprengstoff“. Das sagt der der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der Erzbischof Robert Zollitsch. Mangelnde oder fehlende Berufsaussichten seien katastrophal, weshalb mehr in Bildung investiert werden müsse, um jungen Menschen eine bessere Zukunft zu ermöglichen, sagte Zollitsch am Sonntag im badischen Bühl. Dort wurde der Freiburger Erzbischof mit der Adolph-Kolping-Plakette des Deutschen Kolpingwerks geehrt. Zollitsch forderte des Weiteren die Politik zu mehr Anstrengungen beim Abbau der Staatsverschuldung auf. Andernfalls lebten die Menschen „immer mehr auf Kosten der nachfolgenden Generationen“, so der Erzbischof, der am Freitag 75 Jahre alt wird. Mit vollendetem 75. Lebensjahr muss Zollitsch - wie im Kirchenrecht vorgesehen - dem Papst seinen Amtsverzicht anbieten. (pm/kna)
Der deutsche ökumenische Predigtpreis geht in diesem Jahr an die fränkische Pfarrerin Andrea Schmolke und den Freiberger Domprediger Jörg Coburger. Der frühere Klinikpfarrer Helmut Herberg aus Ulm wird in der Sonderkategorie „Predigt zur Jahreslosung“ ausgezeichnet. Die Jury bewertete die Predigt von Pfarrerin Schmolke als mutig, weil sie die Perspektive eines ungeborenen behinderten Kindes einnehme und diese mit der Berufungsgeschichte des Propheten Jeremia verknüpfe, heißt es in einer Pressemitteilung. Pfarrer Coburger erhalte die Auszeichnung, weil er in seiner Predigt, neben einer sprachlich gelungenen Gestaltung, die Geschichte des biblischen Zöllners Zachäus sensibel in die Gegenwart übersetze. Der ökumenische Predigtpreis wird jährlich von dem Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG verliehen. Die diesjährige Preisverleihung findet am 20. November in der Bonner Schlosskirche statt. (pm)

Deutschland/Russland
Einer der größten deutschen Soldatenfriedhöfe weltweit ist am Wochenende in der russischen Kleinstadt Duchowschtschina bei Smolensk in Anwesenheit von Bundesverteidigungsminister Thomas de Maiziere eingeweiht worden. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge hat zusammen mit russischen Partnerorganisationen bereits über 30.000 Kriegstote in das fünf Hektar große Gelände umgebettet. Insgesamt sollen in Duchowschtschina bis zu 70.000 gefallene deutsche Soldaten ihre letzte Ruhe finden. (rv)

Deutschland/Japan
Ächten wir Atomwaffen weltweit! Das fordert der Präsident von Pax-Christi-Deutschland, der Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen zum diesjährigen Hiroshima-Gedenktag. Algermissen erinnert an den Appell von 79 Staaten, die im vergangenen April eine gemeinsame Erklärung gegen Atomwaffen unterzeichnet hatten. Nur die totale Beseitigung dieser Waffen garantiere, dass diese Waffen nicht eingesetzt werden, so der Präsident von Pax-Christi-Deutschland. Zu den 79 Staaten, die sich nun für eine völkerrechtliche Ächtung von Atomwaffen stark machen, zählen auch Weißrussland, die Ukraine, Kasachstan und Südafrika, die freiwillig ihre Atomprogramme aufgegeben hatten, sowie der Vatikan, nicht jedoch Deutschland. (pm)

Italien
Es ist die am häufigsten von Papst Franziskus besuchte Kirche in Rom, neben Sankt Peter: Santa Maria Maggiore. Bereits fünfmal war der Papst zu Gast und zum Gebet in der Basilika. An diesem Montag wird Kirchweih gefeiert: Alljährlich wird am 5. August der Neueinweihung der Basilika im fünften Jahrhundert gedacht. Der Beiname von Santa Maria Maggiore, „Maria zum Schnee“, geht aus einer Legende hervor, nach der in Rom zur Zeit des Papstes Liberius ein reicher Senator namens Johannes mit seiner Frau lebte. In der Nacht zum 5. August erschien Maria sowohl den Eheleuten als auch Papst Liberius mit dem Auftrag, eine Kirche zu ihren Ehren auf dem Esquilinhügel zu bauen. Am nächsten Morgen war der Hügel auf wunderbare Weise mit Schnee bedeckt. (rv)

Großbritannien
Der Bischof von Bradford, Nick Baines, hat eine britische Regierungskampagne kritisiert, die illegale Einwanderer zum Verlassen des Landes auffordert. Das Bildmotiv der Plakatkampagne zeigt Handschellen und die Aufschrift „Go home or face arrest“ (Geh nach Hause oder ins Gefängnis). Wie die Tageszeitung „Daily Telegraph“ am Montag mitteilte, beurteile Baines die Aktion als polarisierend und ineffektiv. Diese Maßnahme werde „keine Wirkung auf illegale Immigranten“ haben, dafür aber die Wahrnehmung von anderen Einwanderern und Asylsuchenden verändern, sagte Baines. Aus seiner Sicht füge sich die Aktion in eine rassistische Agenda ein und könne Gefühle von Angst und Unsicherheit bedienen, so der Bischof. (kna)

Asien

Indonesien
In der indonesischen Hauptstadt Jakarta sind am Sonntag zwei Bombenanschläge auf einen der größten buddhistischen Tempel verübt worden. Wie der Nachrichtendienst „Asianews“ berichtet, wurden dabei drei Menschen verletzt. Insgesamt befanden sich zum Zeitpunkt der Explosion in dem Tempel mehr als 300 Personen. Der indonesische Religionsminister Suryadharma Ali verurteilte die Attentate als „verdammte und barbarische Taten“. Die Verantwortlichen würden mit ihrem Handeln zeigen, dass sie nicht die Heiligkeit des Monats Ramadan respektieren, sagte Ali. Bereits im Mai hatten Ermittler zwei militante Muslime verhaftet, die einen Anschlag auf den Tempel geplant hatten, um gegen die Behandlung von Muslimen in Myanmar zu protestieren. (asianews)

Amerika

Argentinien
Die Opposition in dem südamerikanischen Land will juristisch gegen ein Wahlplakat von Cristina Kirchners Regierungspartei „Frente para la Victoria“ vorgehen, auf dem Papst Franziskus zu sehen ist. Juan Carlos Blumberg, Kandidat des oppositionellen Bündnisses „El Movimiento“, forderte zudem, die Wahlaufsichtsbehörde müsse eine unautorisierte Nutzung von Bildern des Papstes zu politischen Zwecken künftig unterbinden, wie die deutsche katholische Nachrichtenagentur „KNA“ unter Berufung auf argentinische Medien vom Sonntag berichtete. Hintergrund ist eine Plakatkampagne in Buenos Aires, die den Spitzenkandidaten der regierenden „Frente para la Victoria“, Martin Insaurralde, mit Papst Franziskus beim Weltjugendtag in Rio de Janeiro zeigt. (kap)

Kolumbien
Insgesamt 37 Menschenrechtsaktivisten sind im ersten Halbjahr 2013 in Kolumbien ermordet worden. Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation „Somos Defensores“ ist die Zahl der gewaltsam getöteten Aktivisten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 27 Prozent gestiegen. Die Sprecherin der Organisation, Diana Sanchez, sagte gegenüber der Tageszeitung „El Espectador“ am Sonntag, dass die Zahl der persönlichen Drohungen zwar leicht zurückgegangen sei, sich die Zahl der Morde aber erhöht habe. Für die Drohungen macht die Organisation größtenteils rechtsgerichtete paramilitärische Gruppen sowie die Armee verantwortlich. (kna)

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Die Quellen unserer Nachrichtensendung sind u.a. die Agenturen Kna, Kathpress, Ansa, Efe, Afp, Kipa, Reuters, Ap, Adnkronos, Upi, Cns, Ucanews, Misna, Kirche in Not, Osservatore Romano, – die Vatikanzeitung in deutscher Sprache, sowie vatikaninterne Quellen. Der Newsletter ist nur zur persönlichen Information bestimmt. Grundlage für Zitate oder Übernahmen aus unserem Programm kann nicht unser Internetauftritt oder der Newsletter, sondern nur unser Radio-Programm sein. Die jeweils aktuelle Nachrichten- oder Magazinsendung von Radio Vatikan können Sie u.a. auf unserer Internetseite hören.
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Programmvorschau:

Heute Abend, 05.08.2013: Weltkirchen-Magazin
Themen u.a.: Syrien: Die Lage der Flüchtlinge im Land und den Nachbarländer / SECAM: Ohne aktive Katholiken keine Hoffnung für Afrika

Dienstag Abend, 06.08.2013: Radioakademie (Teil 1) - Franziskus von Assisi
Teil 1 der achtteiligen Sendereihe von Stefan von Kempis

Mittwoch Abend, 07.08.2013: Die Woche in Rom
Themen u.a.: Papstbotschaft an das Heiligtum San Caietan in Argentinien / Weltmissionssonntag: Papstbotschaft zur Verkündigung

Donnerstag Abend, 08.08.2013: Kreuz des Südens

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Nachrichtenarchiv von Radio Vatikan

Radio Vatikan sendet täglich:16.00 h „Treffpunkt Weltkirche“

20.20 Uhr „Magazin“

6.20 Uhr Wiederholung des „Magazins“ vom Vortag

Radio Vatikan ist außerdem zu hören bei:

· Radio Horeb um 16.00 und 18.00 Uhr, über ASTRA 1A - Tonunterträger von Pro7 (Frequenz 7.38 MHz - analog) und ZDF (7.56 MHz - digital). Im Kabel u.a.: München 89,6 / Augsburg 106,45 / Regensburg 101,8 / Rosenheim 101,5 / Kempten 103,6 / Luxemburg 100,5.
· Domradio Köln über Kabel im Erzbistum Köln und Satellit zwischen 18.00 Uhr und 20.00 Uhr.
· Radio Gloria über Kabel in der Schweiz und Satellit.
·
World-Radio-Network um 8.15, 9.30, 16.00, 19.00 und 0.45 Uhr MESZ, Tonunterträger von MTV-deutsch, (Frequenz 7.38 MHz).
· Radio Stephansdom um 19.40 Uhr, in Wien auf UKW 107,3 kHz, sowie im Kabel über 87,7 oder 105,0 MHz
· Radio Grüne Welle um 6.30, 10.00 und 16.00 Uhr, in Südtirol auf UKW 103,0 (Bozen) und 97,8 (Brixen)
· Radio Maria Österreich um 16.00 und 18.00 Uhr im Großraum Innsbruck auf UKW 104.8 und im Mostviertel/NÖ auf UKW 104.7. Im Kabel u.a. Telekabel Wien 102.7 MHz
· Radio Maria Schweiz um 16.00 und 18.00 Uhr kann in weiten Teilen der Deutschschweiz direkt aus der Luft empfangen werden

Im Internet:

Die deutschsprachigen Sendungen sind hier online live und auf Abruf zu hören

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