RADIO VATIKAN - OFFIZIELLE WEBSEITE - Online-News 6.8.2013

Tagesmeldungen vom 6.8.2013

- Missionssonntag: Wer nicht verkündigt, wird krank -
- Hiroshima-Gedenktag: Kardinal Turkson in Japan -
- Verhandlungen mit Entführern von Pater Dall’Oglio -
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Verantwortlich: P. Bernd Hagenkord SJ / Stefan von Kempis
Redaktion: Michael Herrmann
Redaktionsschluss 16.00 Uhr
Die folgenden Texte basieren auf unserer
Nachrichtensendung „Treffpunkt Weltkirche“ täglich um 16 Uhr

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THEMEN DES TAGES:

Papstbotschaft zum Missionssonntag: Verkündigung ist wesentlicher Teil des Glaubens
Glaube ist ein Geschenk, das man nicht für sich behalten kann, sondern das weitergegeben werden muss. Mit diesem Grundprinzip beginnt Papst Franziskus die Botschaft zum diesjährigen Weltmissionssonntag, die der Vatikan an diesem Dienstag vorgestellt hat. Wer die Frohe Botschaft für sich selbst behalten wolle, werde ein steriler und kranker Christ. Papst Franziskus benennt drei Herausforderungen: Erstens begegne die Verkündigung heute dem Vorurteil, dass sie ein Angriff auf die Freiheit sei. Dem begegnet der Papst mit einem Gedanken aus der Enzyklika Evangelii Nuntiandi von Papst Paul VI.: In Klarheit und mit Respekt vor der Meinung der anderen die Wahrheit zu verkünden, sei im Gegenteil ein Tribut an die Freiheit. Zweitens betont der Papst, dass Verkündigung immer ein Gemeinschaftshandeln sei, ein kirchliches Tun. Nicht die persönliche Inspiration sondern der Auftrag an die Gemeinschaft trage die Glaubensweitergabe. (rv)
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35. Todestag: Paul VI. – der erste „moderne“ Papst
„Der große Paul VI. sagte, dass man das Evangelium nicht mit traurigen, entmutigten Christen weitertragen kann. Manchmal machen die Christen ein Gesicht, das mehr zu einem Friedhof passt als zum Gotteslob, stimmt`s?“ So Papst Franziskus am vergangenen 1. Juni bei der Frühmesse in der Casa Santa Marta im Vatikan. Sein Vorgänger Paul VI. gilt als der „moderne“ Papst, er war der erste, der auf Weltreise ging. Er war der erste, der durch das Fernsehen und Radio in mehreren Sprachen an die Gläubigen der Weltkirche sprach. Paul VI. starb vor genau 35 Jahren, am 6. August 1978. (rv/wikipedia)
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Japan: Kardinal Turkson auf Reise „für Abrüstung“
Der vatikanische Friedensminister, Kurienkardinal Peter Turkson, will mit seinem Besuch in Japan auf die Haltung der Kirche gegen Atomwaffen aufmerksam machen. Das sagt P. Michael Czerny, Mitarbeiter des afrikanischen Kurienkardinals, im Gespräch mit Radio Vatikan. Der Präsident des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden besucht in diesen Tagen Japan anlässlich des Gedenktages der Explosion der Atombombe in Hiroshima und Nagasaki. Kardinal Turkson wolle auf die Sinnlosigkeit von Krieg hinweisen und dies mit Hilfe der Enzyklika Johannes XXIII. Pacem in terris tun, die genau 50 Jahre alt wird. (rv)
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Ägypten: Unterstützung durch westliche Politiker umstritten
Viele westliche Politiker wollen bei der Lösung der politischen Krise in Ägypten mithelfen. So rief beispielsweise der deutsche Außenminister Guido Westerwelle in Kairo zu Ruhe und Mäßigung auf. Dieses Engagement wird aber nicht nur begrüßt: Pater Rafik Greiche von der melkitischen Kirche in Kairo berichtet gegenüber Radio Vatikan, dass viele Ägypter – unabhängig von ihrer religiösen Zugehörigkeit – dieses Engagement durchaus skeptisch sehen. Man wisse nicht so recht, was die vielen Gespräche bringen würden, außerdem sei man in Ägypten nicht einverstanden mit den Positionen vor allem der Amerikaner, dann aber auch einiger europäischer Staaten. (rv)
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Deutschland: Umstrukturierungen im Berliner Erzbistum
In der Berliner Öffentlichkeit gibt es Kritik an den geplanten Umstrukturierungen der Erzdiözese. Die Reform sieht vor, die derzeit 105 Kirchengemeinden bis 2020 zu etwa 30 Großpfarreien zusammenzulegen. In einem am Montag erschienenen Artikel im „Tagesspiegel“ äußerten Berliner Katholiken die Sorge, dass es zu „Anonymität, Unübersichtlichkeit und Fremdheit“ kommen könnte. Der Pressesprecher des Erzbistums, Stefan Förner, zeigt im Gespräch mit dem Domradio Verständnis für die Sorgen der Kritiker, hält sie aber für unnötig: Bis 2020 sei es noch weit und jeder sei weiterhin eingeladen, seine Meinung beizutragen. (domradio)
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UNSERE SOMMERSERIE:

Mit Radio Vatikan unterwegs, Folge 6: Crostwitz
Unser nächster Halt: Crostwitz, ein kleiner Ort in Sachsen, wie es viele gibt. Crostwitz ist aber auch das Zentrum der katholischen Sorben. Bekannt sind vor allem die Osterreiter, die singend zu Pferde die Botschaft vom Auferstandenen verkünden. Rafael Ledźbor leitet die sorbische Zeitung Katolski Posoł, Clemens Rehor ist Pfarrer in Crostwitz, die erste Bitte an ihn: Das Ausräumen von Missverständnissen. (rv)
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DIE ABENDSENDUNG:

Franziskus von Assisi
In unserer Abendsendung beginnen wir die Ausstrahlung einer achtteiligen Serie über das Leben des großen Heiligen, wenn Sie einen Teil verpassen sollten oder die Serie nachhören wollen, schickt Ihnen der Verein der Freunde von Radio Vatikan gerne ein Doppel-CD zu. Bitte schicken Sie einfach eine eMail.

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UNSERE LATEINNACHRICHTEN:

Jede Woche frisch: unsere Nachrichten auf Latein. Gero P. Weishaupt übersetzt für Radio Vatikan ausgewählte Meldungen unseres Programms. (rv)
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DIE NACHRICHTEN:

Europa

Deutschland
Eine Änderung der katholischen Kirche beim Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen könnte möglich sein. Das sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch. Er hoffe, dass die Bischofskonferenz hier in Papst Franziskus einen guten Gesprächspartner habe, so der Freiburger Erzbischof im Interview der „Süddeutschen Zeitung“ in der Dienstagsausgabe. „Er spürt, dass der, der sich nicht verändert, rückwärts geht und nicht nach vorne“, so Zollitsch über Papst Franziskus. (sz/kna)

Italien/Syrien
Das italienische Außenministerium steht nach eigenen Angaben im Kontakt mit den Entführern des Jesuitenpaters Paolo Dall´Oglio in Syrien. „Wir arbeiten intensiv daran, ihn nach Hause zu bringen“, sagte Außenministerin Emma Bonino dem italienischen Fernsehsender „Rai 1“ am Dienstag. Der am vorletzten Sonntag in Raqa nahe der türkischen Grenze verschwundene italienische Jesuit sei in der Gewalt einer dschihadistischen Gruppe mit Verbindungen zum Terrornetzwerk El Kaida. Bonino sprach von „sehr schwierigen Verhandlungen“, sie sei jedoch zuversichtlich. Nach ihren Worten gibt es telefonische und andere Kanäle zu den Entführern, die aber immer wieder unterbrochen sind. (kipa)

Naher Osten

Jemen
Das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) ist besorgt über die wachsende Zahl von Flüchtlingen in den Jemen. Im ersten Halbjahr dieses Jahres hätten 46.000 Menschen die Überfahrt am Horn von Afrika unternommen, teilte das UNHCR am Dienstag mit. Seit 2006 flüchteten rund 487.000 Afrikaner in den Jemen. Laut dem UNHCR stellten den größten Anteil der Flüchtlinge mit 84 Prozent inzwischen Äthiopier, 16 Prozent waren Somalier. Die Migranten, die auf dem Seeweg die Arabische Halbinsel zu erreichen versuchen, seien Ausbeutung, Gewalt und sexuellem Missbrauch ausgesetzt, so das UNHCR. (kna)

Syrien
Der syrisch-orthodoxe Patriarch von Antiochien, Mar Ignatius Zakka I. Iwas, will seinen Sitz in Damaskus nicht verlassen. Dies habe sein Büro klargestellt, berichtete der vatikanische Pressedienst Fides am Montag. In einer Erklärung, die Fides vorliegt, dementierte es Gerüchte, wonach Zakka I. Iwas den Sitz des Patriarchats wegen des syrischen Bürgerkriegs in die Türkei verlegen wolle. Ein solcher Schritt vergrößere nur die Gefahr, dass die syrisch-orthodoxe Kirche „ausgelöscht“ würde. Seit Beginn der Kämpfe waren im christlichen Viertel von Damaskus mehrfach Bomben detoniert und hatten Dutzende Menschen getötet. (fides/kap)

Asien

Vietnam
In Vietnam ist die erste Hinrichtung mittels einer tödlichen Injektion ausgeführt worden. Wie die Nachrichtenagentur „Ap“ am Dienstag mitteilte, wurden seit 2011 keine Hinrichtungen mehr vollstreckt, wohl aber weiterhin verhängt. Im Juni 2011 hatten die vietnamesischen Behörden die Hinrichtungsmethode bei Todesurteilen im Gesetz über die Vollstreckung von Strafurteilen verändert. Statt der Hinrichtung durch Erschießen sollte die Exekution durch eine tödliche Injektion erfolgen. Die Umsetzung verzögerte sich jedoch, weil es an Inhaltsstoffen mangelte, die für die Giftspritze benötigt werden. Laut ap sind in Vietnam 586 Gefangene zum Tode verurteilt. (ap)

Amerika

Argentinien
Papst Franziskus ist mit einem der wichtigsten argentinischen Fernsehpreise ausgezeichnet worden. Das berichtete die Tageszeitung „Clarin“ am Montag. Der lateinamerikanische Papst erhielt den „Martin-Fierro-Preis“ für die Leitung eines Bibel-Programms mit dem Titel „Biblia, dialogo vigente“. 32 Sendungen der Reihe wurden auf einem Kanal ausgestrahlt, der dem Erzbistum Buenos Aires gehört. In einer Grußbotschaft per Video sagte Papst Franziskus zu seinen ehemaligen Mitarbeitern: „Sie haben bemerkt, dass ihr eine gute Arbeit abgeliefert habt“. (kna)

Vereinte Nationen

UNO
Der Internationale Strafgerichtshof prüft ein Vorgehen gegen die nigerianische Terrorgruppe Boko Haram. Es gebe Grund zu der Annahme, dass deren Anschläge den Tatbestand von Verbrechen gegen die Menschlichkeit erfüllten, erklärte das Büro des Strafverfolgers. Seit Juli 2009 habe Boko Haram in einer „ausgedehnten und systematischen Attacke“ mehr als 1.200 christliche und muslimische Zivilisten getötet. Die Angriffe hätten an Ausmaß und Häufigkeit zugenommen. Der Internationale Strafgerichtshof prüfe derzeit, ob die nigerianischen Behörden ihrer Verantwortung für den Kampf gegen die Verbrechen nachkämen. Anschließend wolle das Tribunal über die Aufnahme einer förmlichen Ermittlung entscheiden. (kap)

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Die Quellen unserer Nachrichtensendung sind u.a. die Agenturen Kna, Kathpress, Ansa, Efe, Afp, Kipa, Reuters, Ap, Adnkronos, Upi, Cns, Ucanews, Misna, Kirche in Not, Osservatore Romano, – die Vatikanzeitung in deutscher Sprache, sowie vatikaninterne Quellen. Der Newsletter ist nur zur persönlichen Information bestimmt. Grundlage für Zitate oder Übernahmen aus unserem Programm kann nicht unser Internetauftritt oder der Newsletter, sondern nur unser Radio-Programm sein. Die jeweils aktuelle Nachrichten- oder Magazinsendung von Radio Vatikan können Sie u.a. auf unserer Internetseite hören.
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Programmvorschau:

Heute Abend, 06.08.2013: Radioakademie (Teil 1) - Franziskus von Assisi
Teil 1 der achtteiligen Sendereihe von Stefan von Kempis

Mittwoch Abend, 07.08.2013: Die Woche in Rom
Themen u.a.: Papstbotschaft an das Heiligtum San Caietan in Argentinien / Weltmissionssonntag: Papstbotschaft zur Verkündigung

Donnerstag Abend, 08.08.2013: Kreuz des Südens

Freitag Abend, 09.08.2013: Prisma-Magazin

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Nachrichtenarchiv von Radio Vatikan

Radio Vatikan sendet täglich:16.00 h „Treffpunkt Weltkirche“

20.20 Uhr „Magazin“

6.20 Uhr Wiederholung des „Magazins“ vom Vortag

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· Radio Horeb um 16.00 und 18.00 Uhr, über ASTRA 1A - Tonunterträger von Pro7 (Frequenz 7.38 MHz - analog) und ZDF (7.56 MHz - digital). Im Kabel u.a.: München 89,6 / Augsburg 106,45 / Regensburg 101,8 / Rosenheim 101,5 / Kempten 103,6 / Luxemburg 100,5.
· Domradio Köln über Kabel im Erzbistum Köln und Satellit zwischen 18.00 Uhr und 20.00 Uhr.
· Radio Gloria über Kabel in der Schweiz und Satellit.
·
World-Radio-Network um 8.15, 9.30, 16.00, 19.00 und 0.45 Uhr MESZ, Tonunterträger von MTV-deutsch, (Frequenz 7.38 MHz).
· Radio Stephansdom um 19.40 Uhr, in Wien auf UKW 107,3 kHz, sowie im Kabel über 87,7 oder 105,0 MHz
· Radio Grüne Welle um 6.30, 10.00 und 16.00 Uhr, in Südtirol auf UKW 103,0 (Bozen) und 97,8 (Brixen)
· Radio Maria Österreich um 16.00 und 18.00 Uhr im Großraum Innsbruck auf UKW 104.8 und im Mostviertel/NÖ auf UKW 104.7. Im Kabel u.a. Telekabel Wien 102.7 MHz
· Radio Maria Schweiz um 16.00 und 18.00 Uhr kann in weiten Teilen der Deutschschweiz direkt aus der Luft empfangen werden

Im Internet:

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