RADIO VATIKAN - OFFIZIELLE WEBSEITE - Online-News 13.8.2013

Tagesmeldungen vom 13.8.2013

- Papst trifft argentinische und italienische Fußballer -
- Zeichen des Vertrauens: Die Finanzkontrolle im Vatikan -
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Verantwortlich: P. Bernd Hagenkord SJ / Stefan von Kempis
Redaktion: Michael Hermann
Redaktionsschluss 16.00 Uhr
Die folgenden Texte basieren auf unserer
Nachrichtensendung „Treffpunkt Weltkirche“ täglich um 16 Uhr

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THEMEN DES TAGES:

Italien - Argentinien: „Zum Glück ist es nur ein Freundschaftsspiel!“
Wenn am Mittwoch die Fußball-Nationalmannschaften Argentiniens und Italiens gegeneinander antreten, dann tun sie es zu Ehren von Papst Franziskus. Zu einem Freundschaftsspiel treffen das Herkunftsland der Familie Bergoglio – Italien – und die Heimat des Papstes – Argentinien – im Olympiastadion in Rom aufeinander. An diesem Dienstag empfing der Papst die beiden Mannschaften und ihre Begleiter im Vatikan. In seiner Ansprache betonte der Papst die Aufgabe, die der Sport für alle erfülle: Profifußballer stehen oft im Licht der Öffentlichkeit, deshalb haben sie eine Vorbildfunktion für die Gesellschaft, die sie als Botschafter des Friedens nutzen sollten, so Franziskus.

„Ihr, liebe Spieler, seid sehr bekannt: die Leute verfolgen euch aufmerksam – und zwar nicht nur, wenn ihr auf dem Spielfeld seid, sondern auch sonst. Das ist eine gesellschaftliche Verantwortung! Ich meine damit: Im Spiel, wenn ihr auf dem Feld seid, dann zeigen sich dort Schönheit, Selbstlosigkeit und Kameradschaft. Wenn das fehlt, dann verliert das Spiel an Kraft, auch wenn die Mannschaft gewinnt. Es ist kein Platz für Individualismus, es ist alles Koordination für die Mannschaft.“ (rv)
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Finanzaufsicht im Vatikan: „Ein positives Zeichen und ein Vertrauensbeweis“
Die Finanzaufsicht des Vatikan – AIF – hat mit den jüngsten Anordnungen von Papst Franziskus die „notwenigen Instrumente“ in der Hand, um wirkungsvoll agieren zu können. Das sagt im Interview mit Radio Vatikan der Leiter der AIF, der Schweizer René Brülhart. Man habe jetzt die Grundlage, nun folge die Implementierung. Mit Blick auf den Vatikan ist er zuversichtlich: Die Aufklärung und Transparenz werde gewollt. In dem Motu Proprio, mit dem der Papst in der vergangenen Woche die Finanzaufsicht ausgeweitet hatte, sieht er auch einen Vertrauensbeweis für die bisher geleistete Arbeit.

„Es hat sich eigentlich nichts geändert, sondern es hat eine Ergänzung gegeben in dem Sinne, dass der Aufgabenkatalog des AIF um die so genannte ‚prudentielle Aufsicht’ erweitert worden ist. In anderen Worten: AIF ist jetzt schon zuständig als so genannte Geldwäsche-Meldestelle und hat zum jetzigen Zeitpunkt eine entsprechende Aufsichtsfunktion. Diese Aufsichtsfunktion ist ausgedehnt worden.“ (rv)
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UNSERE SOMMERSERIE:

Radio Vatikan unterwegs: Orientierung in Leipzig
Eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern in einem Ladenlokal in der Innenstadt von Leipzig: Sie sitzen auf dem Boden und meditieren, angeleitet von Schwester Susanne Schneider MC. Der Ort nennt sich „Raum der Stille“, er gehört zur Orientierung Leipzig, der Kontaktstelle der katholischen Kirche in der Stadt: Unser nächster Halt. (rv)
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UNSERE LATEINNACHRICHTEN:

Jede Woche frisch: unsere Nachrichten auf Latein. Gero P. Weishaupt übersetzt für Radio Vatikan ausgewählte Meldungen unseres Programms. (rv)
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DIE NACHRICHTEN:

Europa

Deutschland
Die Deutsche Bischofskonferenz hat zum dritten Mal die Broschüre „Katholische Kirche in Deutschland – Zahlen und Fakten“ veröffentlicht. Zahlen seien das Spiegelbild dessen, was viele Menschen leisten, schreibt der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, im Vorwort der Broschüre. Neben den „Eckdaten des kirchlichen Lebens in den Bistümern Deutschland 2012“, die bereits im Juli veröffentlicht wurden, informiert die Arbeitshilfe auf 48 Seiten außerdem über das ehrenamtliche Engagement, Ordensgemeinschaften, Jugendverbände, das katholische Medienangebot, Auslandsseelsorge und das Finanzvolumen des Verbands der Diözesen Deutschlands. „Die Arbeitshilfe zeigt, dass die Kirche fest in unserem Land verankert ist. Sie ist vital und überraschend, einladend und in zahlreichen Bereichen engagiert“, schreibt Zollitsch. (pm)
Hier können Sie die Broschüre bestellen oder kostenlos herunterladen

Deutschland/Syrien
Der griechisch-orthodoxe Patriarch von Antiochien, Johannes X. Yazigi, will Mitte September nach Deutschland reisen. Das bestätigte ein Kirchensprecher gegenüber der katholischen Nachrichtenagetur (KNA) am Montag. Geplant seien ein Gottesdienst mit den orthodoxen Bischöfen Deutschlands am 15. September in Köln und ein Empfang für Vertreter der katholischen und evangelischen Kirche. Ein wichtiges Thema der Gespräche des Patriarchen werde der Bürgerkrieg in Syrien sein. Nach Angaben der KNA besucht der Patriarch Deutschland vom 10. bis zum 16. September. Er war im Februar in der syrischen Hauptstadt Damaskus in sein Amt eingeführt worden. (kna)

Schweiz
Die Caritas Schweiz hat die Volksinitiative „Stopp der Überbevölkerung – zur Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen“ kritisiert. Die Initiative der Umweltorganisation Ecopop will die Zuwanderung in die Schweiz beschränken und das Wachstum der Weltbevölkerung durch Unterstützung freiwilliger Familienplanung senken. Die Caritas Schweiz erklärte in einem Positionspapier, dass die vorgeschlagenen Maßnahmen nicht dafür geeignet seien, um die demografische Entwicklung in der Schweiz und in den armen Ländern des Südens zu beeinflussen. Vielmehr solle gezielt in Bildung, Gesundheit und Beschäftigung investiert werden, um Familienplanung dort einzusetzen, wo dies dringend nötig sei, schreibt das katholische Hilfswerk. (kipa)

Norwegen
Die Zahl der Katholiken in Norwegen hat sich in den vergangenen acht Jahren fast verdreifacht. Wie der Bischof von Oslo, Bernt Ivar Eidsvig, am Montag im Interview mit dem Domradio erklärte, sei die Zahl von 42.000 auf 110.000 Katholiken gestiegen. Der Grund dafür sei vor allem die hohe Zahl von Einwanderern und Flüchtlingen. Diese würden einen Anteil von fast 90 Prozent der Katholiken ausmachen, sagte Eidsvig. Der Bischof kritisierte aber, dass es für diese Anzahl zu wenig Priester und zu wenig finanzielle Mittel gebe. Sollte Norwegen weiterhin Gastarbeiter aus Ländern wie Polen oder Litauen aufnehmen, dann werde die Katholikenzahl weiter wachsen, betonte Eidsvig. „Dann werden wir in den kommenden fünf Jahren auch weitere Kirchen eröffnen“. (domradio)

Afrika

Nigeria
Im Norden Nigerias sind bei zwei Angriffen auf Moscheen während der Gebetszeiten mindestens 63 Menschen getötet worden. Wie die Nachrichtenagentur „Adnkronos“ berichtet, ereigneten sich die Überfälle bereits am Samstag und Sonntag. Bei einem Angriff auf eine Moschee im Bezirk Konduga starben 51 Menschen. Zwölf weitere Zivilisten seien in der Ortschaft Ngom ums Leben gekommen. Nach Angaben der nigerianischen „Daily Post“ sind die Anschläge von Mitgliedern der islamischen Sekte Boko Haram verübt worden. Die Extremisten kämpfen seit Jahren im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias mit Gewalt für einen islamischen Staat. (adnkronos)

Mali
Noch vor Bekanntgabe offizieller Zahlen hat der ehemalige Finanzminister Soumaila Cissé seine Niederlage bei der Präsidentenstichwahl eingestanden. Wie die Nachrichtenagentur „Adnkronos“ am Dienstag mitteilte, habe Cissé seinen Gegenkandidaten, den ehemaligen Regierungschef Ibrahim Boubacar Keita, aufgesucht und ihm zum Wahlsieg gratuliert. Mehrere Reporter, die die Stimmauszählung in Wahllokalen beobachten, hätten zuvor einen deutlichen Vorsprung für Keita gemeldet. Die offiziellen Ergebnisse der Stimmauszählung werden frühestens am Freitag erwartet. (adnkronos)

Naher Osten

Israel/Palästina
Es findet eine grundsätzliche Diskriminierung zwischen Juden und Nicht-Juden durch Israel statt. So beurteilt Yusef Daher, Leiter der ökumenischen Einrichtung „Inter-Church-Center“, die Situation im Heiligen Land. Die Einrichtung setzt sich für die Rechte der Christen in Israel ein. Gegenüber dem Hilfswerk „Kirche in Not“ erzählt Daher, dass nur 20 Prozent der etwa eine Million palästinensischen Christen im heutigen Israel und den besetzten Gebieten leben. „Die Abwanderung der Christen aus dem Heiligen Land vollzieht sich in Wellen“, sagt Daher. Daher nehme auch die Zahl der Christen in Jerusalem dramatisch ab. Die palästinensischen Christen seien zahlreichen Diskriminierungen ausgesetzt. Auch die willkürliche israelische Vergabepraxis für Einreisebewilligungen zu hohen Festtagen zähle dazu. „Palästinensische Christen leiden wie die anderen Palästinenser. Solange man kein Jude ist, erhält man dieselbe diskriminierende Behandlung“, so Daher. (pm)

Asien

Sri Lanka
Eine Moschee, die am Freitag von radikalen Buddhisten angegriffen wurde, wird nicht mehr geöffnet. Das bestätigten am Montag offizielle Stellen in Colombo, wie die Nachrichtenagentur „Asianews“ mitteilte. Nach einem Treffen zwischen buddhistischen, islamischen Führern und Regierungsvertretern am Montag wurde entschieden, für die islamische Gemeinde ein anderes Gebäude in der Hauptstadt zu suchen. Am Freitag hatten eine aufgebrachte, von buddhistischen Mönchen angeführte Menge die Moschee und Gläubige, die das Fest des Fastenbrechens feiern wollten, mit Steinen beworfen. In Sri Lanka sind rund 70 Prozent der Bevölkerung Buddhisten, zwölf Prozent Hindus und knapp zehn Prozent Muslime. (kipa/asianews)

Amerika

Vereinigte Staaten
US-Außenminister John Kerry appelliert an Israel und die Palästinenser an den für Mittwoch geplanten Friedensgesprächen festzuhalten. Das teilte die Nachrichtenagentur „Reuters“ am Montag mit. Bei einem Besuch in Kolumbien sagte Kerry, dass der von Israel angekündigte Bau neuer Siedlungen im Westjordanland und Ost-Jerusalem „gewissermaßen erwartet“ gewesen sei. Dies dürfe die Verhandlungen aber nicht beeinträchtigen. Am Sonntag hatte Israel den Bau von 1.200 neuen Wohnungen in Gebieten gebilligt, die die Palästinenser für ihren eigenen Staat beanspruchen. (reuters/diverse)

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Die Quellen unserer Nachrichtensendung sind u.a. die Agenturen Kna, Kathpress, Ansa, Efe, Afp, Kipa, Reuters, Ap, Adnkronos, Upi, Cns, Ucanews, Misna, Kirche in Not, Osservatore Romano, – die Vatikanzeitung in deutscher Sprache, sowie vatikaninterne Quellen. Der Newsletter ist nur zur persönlichen Information bestimmt. Grundlage für Zitate oder Übernahmen aus unserem Programm kann nicht unser Internetauftritt oder der Newsletter, sondern nur unser Radio-Programm sein. Die jeweils aktuelle Nachrichten- oder Magazinsendung von Radio Vatikan können Sie u.a. auf unserer Internetseite hören.
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Programmvorschau:

Heute Abend, 13.08.2013: Radioakademie (Teil 2)
Der heilige Franziskus von Assisi - Eine Sendung von Stefan von Kempis

Mittwoch Abend, 14.08.2013: Die Woche in Rom
Themen u.a.: Der Vatikan und seine Finanzen: Interview mit Finanzkontrolleur und Chef der AIF René Brülhart / Papst und Fußball: Argentinien spielt gegen Italien zu Ehren von Franziskus

Donnerstag Abend, 15.08.2013: Kreuz des Südens
Außerdem im Programm: Papst Franziskus feiert Mariae Himmelfahrt in Castelgandolfo

Freitag Abend, 16.08.2013: Prisma-Magazin
Mit Radio Vatikan unterwegs: Die Sommerreise von Pater Bernd Hagenkord, von Zittau bis ins Eichsfeld, Sendung Nr. 2: Von Dresden bis Leipzig

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Nachrichtenarchiv von Radio Vatikan

Radio Vatikan sendet täglich:16.00 h „Treffpunkt Weltkirche“

20.20 Uhr „Magazin“

6.20 Uhr Wiederholung des „Magazins“ vom Vortag

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· Radio Horeb um 16.00 und 18.00 Uhr, über ASTRA 1A - Tonunterträger von Pro7 (Frequenz 7.38 MHz - analog) und ZDF (7.56 MHz - digital). Im Kabel u.a.: München 89,6 / Augsburg 106,45 / Regensburg 101,8 / Rosenheim 101,5 / Kempten 103,6 / Luxemburg 100,5.
· Domradio Köln über Kabel im Erzbistum Köln und Satellit zwischen 18.00 Uhr und 20.00 Uhr.
· Radio Gloria über Kabel in der Schweiz und Satellit.
·
World-Radio-Network um 8.15, 9.30, 16.00, 19.00 und 0.45 Uhr MESZ, Tonunterträger von MTV-deutsch, (Frequenz 7.38 MHz).
· Radio Stephansdom um 19.40 Uhr, in Wien auf UKW 107,3 kHz, sowie im Kabel über 87,7 oder 105,0 MHz
· Radio Grüne Welle um 6.30, 10.00 und 16.00 Uhr, in Südtirol auf UKW 103,0 (Bozen) und 97,8 (Brixen)
· Radio Maria Österreich um 16.00 und 18.00 Uhr im Großraum Innsbruck auf UKW 104.8 und im Mostviertel/NÖ auf UKW 104.7. Im Kabel u.a. Telekabel Wien 102.7 MHz
· Radio Maria Schweiz um 16.00 und 18.00 Uhr kann in weiten Teilen der Deutschschweiz direkt aus der Luft empfangen werden

Im Internet:

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