RADIO VATIKAN - OFFIZIELLE WEBSEITE - Online-News 14.8.2013

Tagesmeldungen vom 14.8.2013

- Fussball: Messi und Buffon bei Papst Franziskus -
- Nordkorea: Hilfe braucht Fingerspitzengefühl -
- Bayern: Weniger Katholiken = weniger Feiertage -
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Verantwortlich: P. Bernd Hagenkord SJ / Stefan von Kempis
Redaktion: Michael Hermann
Redaktionsschluss 16.00 Uhr
Die folgenden Texte basieren auf unserer
Nachrichtensendung „Treffpunkt Weltkirche“ täglich um 16 Uhr

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THEMEN DES TAGES:

Ein besonderer Moment für Star-Fußballer
Zu den höchsten aller Gefühle für einen Fußballstar gehört sicherlich den Sieg bei der Weltmeisterschaft. Unter den Top-Spielern, die den Papst am Dienstag besucht haben, waren etliche Weltmeister dabei. Auch der wohl beste Fußballer, den es derzeit gibt – so behaupten zumindest Experten. In einer Pressekonferenz im Anschluss an die Audienz bezeichnete Argentiniens Spitzenstürmer Lionel Messi die Begegnung mit dem Papst als „eines der außergewöhnlichsten Dinge“, die ihm im Leben passiert seien, bezeichnet. Er sei sehr glücklich darüber und dankbar für das gegenseitige Kennenlernen und stolz über den Papst aus seinem Heimatland.

„Das Leben heute ist schwierig, besonders angesichts der Krise. Je mehr sich Menschen für eine bessere Welt engagieren, umso besser. Der Papst hat mich davon überzeugt, dass Sportler sowohl im Spiel als auch außerhalb davon hervorragend sein müssen.“

Der vierfache Weltfußballer des Jahres wird im Freundschaftsspiel gegen Italien am Mittwoch aufgrund eines Muskelproblems im linken Fuß allerdings nicht teilnehmen. Anpfiff ist Mittwoch um 20.45 Uhr. (rv/kna)
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Hochfest Aufnahme Mariens in den Himmel
Papst Franziskus hat den größten Teil des Sommers im Domus Santa Marta verbracht, anders als seine Vorgänger, die die heißen Monate im etwas kühleren Castelgandolfo Urlaub machten oder auch arbeiteten. An diesem Donnerstag – dem Hochfest Aufnahme Mariens in den Himmel oder auf italienisch Ferragosto – wird der Papst die Tradition fortführen und die Messe in der Gemeindekirche des Ortes in den Albaner Bergen feiern. Zunächst wird er privat den Klarissenkonvent von der Unbefleckten Empfängnis besuchen, danach folgen dann die Messe und das sich daran anschließende Angelusgebet. Es wird bereits der zweite Besuch von Papst Franziskus in diesem Kloster sein. (rv)

Aufnahme Mariens in den Himmel, auch Mariä Himmelfahrt oder Großer oder Hoher Frauentag genannt, geht als Fest auf die Erklärung über die Gottesmutterschaft Mariens auf dem Konzil von Efesus 431 n. Chr. zurück. Bereits kurz darauf wurde das Fest im gesamten römischen Reich gefeiert. Papst Paul VI. fasste das Dogma von 1950 für sein „Credo des Gottesvolkes“ so zusammen:

Verbunden in einer ganz innigen und unauflöslichen Weise mit dem Geheimnis der Menschwerdung und Erlösung, wurde die allerseligste Jungfrau, die unbefleckt Empfangene, am Ende ihres irdischen Lebens mit Leib und Seele in die Herrlichkeit des Himmels aufgenommen und – in Vorausnahme des künftigen Loses aller Gerechten – ihrem auferstandenen Sohne in der Verklärung angeglichen.“ (rv)
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Nordkorea: Humanitäre Arbeit braucht hier Fingerspitzengefühl
Erfolgreiche Verhandlungen zwischen Nord- und Südkorea: Der gemeinsame Industriepark Kaesong soll wieder eröffnet werden. Das ist das Ergebnis eines Treffens zwischen beiden Staaten am Mittwochmorgen. Im April hatte Nordkorea 53.000 Arbeiter von dort abgezogen, die in südkoreanischen Unternehmen arbeiteten. Grund war ein gemeinsames Militärmanöver Südkoreas und der USA. Ein Datum für die Wiedereröffnung des Industrieparks ist noch nicht bekannt. Der Abtprimas der Benediktiner, Notker Wolf, ist gerade aus Nordkorea zurückgekehrt, wo sein Orden ein Krankenhaus baut. Er hat dort erlebt, wie verhärtet die Fronten sind. (rv/reuters)
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Deutschland: Weniger Katholiken, weniger Feiertage
Maria Himmelfahrt ist ein Feiertag – zumindest im Vatikan: Papst Franziskus wird die Messe zum Hochfest wie auch schon seine Vorgänger in der Pfarreikirche von Castelgandolfo feiern. Feiertag ist das Fest auch in Bayern, aber das nur in einigen Kommunen, längst nicht in allen. Und auch das könnte sich nun ändern, und zwar mit dem Zensus, der Volkszählung. Denn die hat herausgefunden, dass es nicht so viele Katholiken in Bayern gibt, wie angenommen. Ludwig Waldmüller ist Pfarrer in Memmingen, eine seiner Gemeinden könnte den Feiertag verlieren.

„Rein liturgisch werden wir es feiern, wie es sich gehört, es ist und bleibt ein Hochfest. Es ist natürlich schon ein seltsamer Gedanke, wenn auf einmal eine Gemeinde dieses Fest nicht mehr so als Feiertag hat wie drum herum und in Memmingerberg die Leute zum Arbeiten gehen müssen, während sie in Memmingen frei haben. Das ist ein ganz seltsamer Gedanke. Bei diesem Festtag ist geregelt, dass der Feiertag nur in Gemeinden Feiertag ist, die eine größere katholische Bevölkerungsgruppe hat als zum Beispiel evangelische Christen.“ (rv/münchner kirchenradio)
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UNSER FILMTIPP:

Gold
Eine alleinstehende Frau schließt sich im Jahr 1898 einer Gruppe von Siedlern an, die am Klondike River Gold suchen und eine neue Existenz gründen wollen. Doch die Reise durch das wilde Land erweist sich als zehrend und gefährlich, was nicht nur an äußeren Bedrohungen, sondern auch inneren Verwerfungen liegt. Thomas Arslan inszeniert das Western-Sujet auf der Basis historischer Zeugnisse als existenzielle Grenzerfahrung, die nicht auf dramatische Plotpoints setzt, sondern auf die konsequente Teilhabe an den körperlichen Mühen und seelischen Zerreißproben, wobei die Weite der Landschaft uminterpretiert wird ins Klaustrophobische. - Sehenswert ab 16. (FilmDienst)
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UNSERE SOMMERSERIE:

Radio Vatikan unterwegs: Benno Verlag in Leipzig
Wir bleiben noch in Leipzig und besuchen den Benno Verlag, einen katholischen Verlag. Und wir fragen erst uns und dann Christiane Völkel und Geschäftsführer Michael Birkner, warum ausgerechnet in einem der entchristlichsten Teile Deutschlands ein katholischer Verlag zu Hause ist. (rv)
Hier zum Nachhören

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DIE NACHRICHTEN:

Europa

Deutschland
Die katholische Kirche werde weiter dafür eintreten, dass der Mensch nicht darüber urteilen kann und darf, welches Leben lebenswert ist und welches nicht. Das sagte der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch in einer Predigt in Lautenbach am Dienstagabend. Die Kirche könne es nicht hinnehmen, dass in Deutschland „jedes Jahr mehr als 100.000 Schwangerschaften abgebrochen werden und Embryonen und damit Menschen getötet werden“, sagte Zollitsch. Deshalb unterstütze er das Anliegen der Europäischen Bürgerinitiative „One of us – Einer von uns“: Sie verlangt den Stopp von EU-Geldern für Forschung mit embryonalen Stammzellen und für Abtreibung als Mittel der Bevölkerungskontrolle. „Dieses Geld muss künftig dem Schutz des Lebens und der Förderung der Familie zu Gute kommen“, forderte Zollitsch. (pm)
Musikverlage und Verwertungsgesellschaften haben der katholischen Kirche illegales Kopieren von Noten vorgeworfen. Verlagen, Musikern und Autoren entstünde dadurch ein jährlicher Schaden in Millionenhöhe, erklärten die Verwertungsgesellschaft (VG) Musikedition, der Deutsche Komponistenverband und der Deutsche Musikverleger-Verband am Mittwoch in Kassel. Die Deutsche Bischofskonferenz wies den Vorwurf zurück. Pressesprecher Matthias Kopp sagte gegenüber der KNA, dass die katholische Kirche großen Wert darauf lege, die Rechte anderer zu achten, auch beim geistigen Eigentum. Gemeinsam mit den Verwertungsgesellschaften habe der Verband der Diözesen Deutschlands die Pfarreien und kirchlichen Einrichtungen auf die Rechtslage hingewiesen, so Kopp. (kna)
Der Caritasverband für das Bistum Dresden-Meißen hat die von Transparency Deutschland vorgelegte Studie zur Pflegesituation im Land zurückgewiesen. „Die Caritas spricht sich uneingeschränkt für ergebnisorientierte Überprüfungen der Pflegeheime aus, diese Studie kann aber nicht dazu beitragen“, betont Caritasdirektor Matthias Mitzscherlich. Schon der Titel „Transparenzmängel, Betrug und Korruption im Bereich der Pflege und Betreuung“ suggeriere mafiöse Strukturen in der Pflegebranche. Nach den Worten Mitzscherlichs enthält die Gesamtdarstellung schwere sachliche Fehler. (pm)
Das evangelische Hilfswerk „Brot für die Welt“
hat im Jahr 2012 mehr als 55 Millionen Euro Spenden und Kollekten erhalten. Das geht aus dem ersten Jahresbericht nach dem Zusammenschluss von „Brot für die Welt“ und dem Evangelischen Entwicklungsdienst hervor. Damit hat die Spendenbereitschaft im Vergleich zum Vorjahr um eine Million abgenommen. Vorstandsmitglied Tilman Henke spricht dennoch von einem „sehr guten Ergebnis“. Nach der Fusion der beiden Organisationen könne das Werk außerdem auf 51 Millionen Euro Kirchensteuermittel sowie rund 123 Millionen Euro Bundesmittel zurückgreifen. Unterstützt wurden im vergangenen Jahr nach Angaben von „Brot für die Welt“ mehr als 2.000 Projekte in mehr als 90 Ländern. (pm/kna)

Österreich
Die Ordensgemeinschaften Österreichs kritisieren eine Kampagne der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ). Die Partei wirbt auf ihren Plakaten mit dem Bibelzitat „Liebe deinen Nächsten“ und ergänzt es durch die Aussage „Für mich sind das unsere Österreicher“. Für den Vorsitzenden der Superiorenkonferenz der männlichen Ordensgemeinschaften Österreichs, Maximilian Fürnsinn vom Stift Herzogenburg, ist dieser Zusatz eine Verdrehung der Bibelaussage in ihr Gegenteil. „Wer, wie die FPÖ auf ihren Wahlplakaten, mit solchen Aussagen provoziert, gesteht eigentlich seinen politischen Argumentationsnotstand ein“, so der Vorsitzende. (pm)

Schweiz
Rund 580.000 Menschen haben im Jahr 2011 in der Schweiz in Armut gelebt. Das entspricht 7,6 Prozent der Wohnbevölkerung, wie das Bundesamt für Statistik am Dienstag mitteilte. Die durchschnittliche Armutsgrenze für eine erwachsene Person betrug dabei rund 2.200 Franken pro Monat. Als besonders armutsgefährdet gelten Alleinerziehende, Personen ohne Berufsausbildung oder ohne Studium sowie Personen in Haushalten ohne Erwerbstätige. Dennoch seien 2011 130.000 Personen trotz Arbeit von Armut betroffen gewesen. Im Vergleich zum Vorjahr habe sich die Armutsquote der Gesamtbevölkerung aber nicht deutlich verändert, schreibt das Bundesamt für Statistik. (kipa)

Asien

Philippinen
Die philippinischen Bischöfe fordern nach einem Besuch in Elendsvierteln eine bessere Behandlung der Armen. Arme Stadtviertel abzureißen sei „unmenschlich, unfair und unterdrückend“, kritisierten die Bischöfe Deogracias Iniguez, Elmer Bolocon und Artemio Luwaton. Die Tatsache, dass Elendsviertel zerstört und Arme vertrieben werden, müsse umgehend gestoppt werden, so die Bischöfe. Auf den Philippinen leben etwa 95 Millionen Menschen, von denen 20 Millionen von der UNO zur armen Unterschicht gezählt werden. (kap)

Amerika

Kuba
Elf Mitglieder der Bürgerrechtsorganisation „Damen in Weiß“ sind von Polizisten und Angehörigen der kubanischen Staatssicherheit gewaltsam angegriffen worden. Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte in einer Pressemeldung berichtet, seien die Bürgerrechtsaktivistinnen nach dem Besuch eines Gottesdienstes friedlich durch die Hauptstraße von Cárdenas marschiert, um die Freilassung aller politischen Gefangenen zu fordern. Daraufhin seien sie von Polizisten und Angehörigen der kubanischen Staatssicherheit auf offener Straße angegriffen und geschlagen worden, heißt es in der Mitteilung. (pm)

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Die Quellen unserer Nachrichtensendung sind u.a. die Agenturen Kna, Kathpress, Ansa, Efe, Afp, Kipa, Reuters, Ap, Adnkronos, Upi, Cns, Ucanews, Misna, Kirche in Not, Osservatore Romano, – die Vatikanzeitung in deutscher Sprache, sowie vatikaninterne Quellen. Der Newsletter ist nur zur persönlichen Information bestimmt. Grundlage für Zitate oder Übernahmen aus unserem Programm kann nicht unser Internetauftritt oder der Newsletter, sondern nur unser Radio-Programm sein. Die jeweils aktuelle Nachrichten- oder Magazinsendung von Radio Vatikan können Sie u.a. auf unserer Internetseite hören.
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Programmvorschau:

Heute Abend, 14.08.2013: Die Woche in Rom
Themen u.a.: Der Vatikan und seine Finanzen: Interview mit Finanzkontrolleur und Chef der AIF René Brülhart / Papst und Fußball: Argentinien spielt gegen Italien zu ehren von Franziskus

Donnerstag Abend, 15.08.2013: Kreuz des Südens
Außerdem im Programm: Papst Franziskus feiert Mariae Himmelfahrt in Castelgandolfo

Freitag Abend, 16.08.2013: Prisma-Magazin
Mit Radio Vatikan unterwegs: Die Sommerreise von Pater Bernd Hagenkord, von Zittau bis ins Eichsfeld, Sendung Nr. 2: Von Dresden bis Leipzig

Samstag Abend, 17.08.2013: Unsere Woche - Mit der Betrachtung zum Sonntag

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Nachrichtenarchiv von Radio Vatikan

Radio Vatikan sendet täglich:16.00 h „Treffpunkt Weltkirche“

20.20 Uhr „Magazin“

6.20 Uhr Wiederholung des „Magazins“ vom Vortag

Radio Vatikan ist außerdem zu hören bei:

· Radio Horeb um 16.00 und 18.00 Uhr, über ASTRA 1A - Tonunterträger von Pro7 (Frequenz 7.38 MHz - analog) und ZDF (7.56 MHz - digital). Im Kabel u.a.: München 89,6 / Augsburg 106,45 / Regensburg 101,8 / Rosenheim 101,5 / Kempten 103,6 / Luxemburg 100,5.
· Domradio Köln über Kabel im Erzbistum Köln und Satellit zwischen 18.00 Uhr und 20.00 Uhr.
· Radio Gloria über Kabel in der Schweiz und Satellit.
·
World-Radio-Network um 8.15, 9.30, 16.00, 19.00 und 0.45 Uhr MESZ, Tonunterträger von MTV-deutsch, (Frequenz 7.38 MHz).
· Radio Stephansdom um 19.40 Uhr, in Wien auf UKW 107,3 kHz, sowie im Kabel über 87,7 oder 105,0 MHz
· Radio Grüne Welle um 6.30, 10.00 und 16.00 Uhr, in Südtirol auf UKW 103,0 (Bozen) und 97,8 (Brixen)
· Radio Maria Österreich um 16.00 und 18.00 Uhr im Großraum Innsbruck auf UKW 104.8 und im Mostviertel/NÖ auf UKW 104.7. Im Kabel u.a. Telekabel Wien 102.7 MHz
· Radio Maria Schweiz um 16.00 und 18.00 Uhr kann in weiten Teilen der Deutschschweiz direkt aus der Luft empfangen werden

Im Internet:

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