RADIO VATIKAN - OFFIZIELLE WEBSEITE - Online-News 25.8.2013

Tagesmeldungen vom 25.8.2013

- Franziskus: Schluss mit der Gewalt in Syrien! -
- Angelusgebet: Christsein ist kein „Etikett“ -
- Bischof Anba Damian: Die Kopten zahlen den Preis -
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Verantwortlich: P. Bernd Hagenkord SJ / Stefan von Kempis
Redaktion: Maximilian I. Cappabianca OP
Redaktionsschluss 16.00 Uhr
Die folgenden Texte basieren auf unserer
Nachrichtensendung „Treffpunkt Weltkirche“ täglich um 16 Uhr

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THEMEN DES TAGES:

Papst: Eindringlicher Appell zu Syrien
Papst Franziskus hat erneut eindringlich zum Frieden in Syrien aufgerufen. In dem vom Bürgerkrieg zerrissenen Land soll zuletzt Giftgas zum Einsatz gekommen sein. Er verfolge mit „großem Schmerz und Sorge“ die Lage in Syrien, so der Papst. Die Zunahme der Gewalt in einem „Krieg unter Brüdern“ und die vielen Blutbäder und schrecklichen Massaker trieben ihn an, noch einmal laut seine Stimme zu erheben und für den Frieden das Wort zu ergreifen: „Nicht die Konfrontation eröffnet Perspektiven für Hoffnung und Problemlösungen, sondern die Fähigkeit zur Begegnung und zum Dialog.“ Der Vatikan hatte angesichts der Videofilme von angeblichen Opfern eines Giftsgasangriffs vor einer vorschnellen Schuldzuweisung an die syrische Regierung gewarnt und eine unabhängige Untersuchung der Vorwürfe gefordert, die syrische Regimegegner erhoben hatten. (rv)
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Angelusgebet: „Christsein ist kein Etikett!“
Christsein darf sich nach Worten von Papst Franziskus nicht nur auf Äußerlichkeiten beschränken. Die Nachfolge Christi komme nicht durch ein „Etikett“ zum Ausdruck, sondern durch das Zeugnis des Glaubens im Gebet, in Wohltätigkeit sowie im Einsatz für Gerechtigkeit und dem Streben nach dem Guten, sagte der Papst am Sonntag auf dem Petersplatz. Zugleich hob er hervor, dass das ewige Heil allen offenstehe. Der Weg dorthin führe über Jesus, der die Tür zum ewigen Heil sei. Es sei allerdings nicht leicht, diese Tür zu passieren. Das liege freilich nicht daran, dass es sich um einen „Foltersaal“ handele, sondern dass der Mensch aufgefordert sei, sein Herz für Jesus zu öffnen und sich als heilsbedürftiger Sünder zu bekennen, der der Vergebung bedürfe. (rv)
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Vatikan: Priester aus Armenviertel beim Papst
Papst Franziskus hat am Samstag einen Pfarrer aus einem Armenviertel in der Nähe von Buenos Aires zur Privataudienz empfangen. José Maria di Paola ist in Argentinien für seinen Einsatz gegen Armut, Drogen und Kriminalität bekannt. Im Interview mit Radio Vatikan berichtet er von der Begegnung, bei der er seinen früheren Erzbischof richtiggehend „verjüngt“ erlebt habe. Di Paola brachte dem Papst einige Briefe und Geschenke von Bewohnern der Armenviertel „villas“ mit, u.a. einigen ehemaligen Drogenabhängigen, denen er vor fünf Jahren am Gründonnerstag die Füße gewaschen hatte. Der Papst wolle, so Di Paola, dass die Kirche weiter an der Peripherie präsent sei. „Als Bergoglio in Buenos Aires war, betrachtete er die Stadt von der Peripherie aus. Dieser Blick ist sein großer Beitrag an die Kirche von Buenos Aires,“ so der Priester. (rv)
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Deutschland/Ägypten: Die Kopten zahlen allein den Preis
Es gibt nur schlechte Nachrichten: Die Kopten in Deutschland schauen mit großer Sorge auf die Ereignisse in Ägypten. Am vergangenen Donnerstag haben Religionsgemeinschaften gemeinsam in Berlin für Frieden im Land und für die Christen dort gebetet, die koptisch-orthodoxe Kirche wurde von Bischof Anba Damian vertreten, er ist für die Seelsorge in Norddeutschland verantwortlich und der Sprecher seiner Kirche in Deutschland. Die Kopten befänden sich in einem Schockzustand, auch hier in Europa, so der Bischof. „So wie die Muslime in Deutschland sich entfalten können, Gebäude bauen, das sogar mit öffentlichen Mitteln, so muss es möglich sein, dass die Christen in ihrem Heimatland in Frieden leben und ihre Religion ausüben.“ (rv)
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Nahost: „Es ist kein religiöser Konflikt!“
Nicht die Religion ist schuld an der Gewalt in mehreren Ländern im Nahen Osten. Das hat der Kustode des Heiligen Landes im Gespräch mit Radio Vatikan betont. Der Franziskanerpater Pierbattista Pizzaballa sagte, die einfachen Menschen wollten diese Auseinandersetzungen nicht, sie wollten einfach in Ruhe und Freiheit leben. Wenn vom Nahen Osten die Rede sei, werde Religion oft instrumentalisiert. In Wahrheit ginge es um Machtkämpfe auch aus dem Ausland. Es seien weder der Islam, noch das Christentum, die die derzeitigen brutalen Kriege schürten. (rv)
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DIE NACHRICHTEN:

Vatikan

Familien aus aller Welt können sich zu einem katholischen Familientag mit Papst Franziskus anmelden, der am 26. und 27. Oktober vom Vatikan veranstaltet wird. Höhepunkt der Wallfahrt ist am 27.Oktober eine feierliche Messe mit dem Papst auf dem Petersplatz. Nähere Informationen zu Anmeldung und Programm sind über das Internet erhältlich, wie die vatikanische Tageszeitung „Osservatore Romano“ am Sonntag berichtete. Veranstalter des Treffens mit dem Titel „Familie, lebe die Freude des Glaubens“ ist der päpstliche Familienrat. (kipa)
Kurienerzbischof Giuseppe Sciacca ist von Papst Franziskus an die Apostolische Signatur versetzt worden. Das gab der Vatikan am Samstag bekannt. Zuvor war der sizilianische Fachmann für Kirchenrecht Sekretär des Governatorats der Vatikanstadt, das wegen Unregelmäßigkeiten ins Gerede gekommen war, die sein Vorgänger Carlo Maria Viganò in vertraulichen Briefen an den Papst beklagt hatte. Sciacca wurde zum „beigeordneten Sekretär“ ernannt, ein Amt das es vorher nicht gab. Geleitet wird das oberste Kirchengericht von dem amerikanischen Kardinal Raymond Leo Burke. (rv)

Europa

Deutschland
Mit scharfer Kritik reagiert die katholische Kirche auf das Abrücken der Bundesregierung von einer festen Quote für Entwicklungshilfeausgaben. „Die jüngsten Äußerungen von Entwicklungsminister Dirk Niebel untergraben die Glaubwürdigkeit der deutschen Entwicklungspolitik“, sagte der Vorsitzende der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Ludwig Schick, am Sonntag der Katholischen Nachrichten-Agentur in Bonn. Niebel hatte am Mittwoch erklärt, das Ziel von 0,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts müsse hinterfragt werden. Es gehe zuerst um die Wirksamkeit der Hilfe, nicht um deren Höhe. Niebel lenke mit seiner Argumentation nur davon ab, „dass die Bundesregierung ihre internationalen Zusagen offenbar nicht mehr einhalten“ wolle, so der Bamberger Erzbischof. (kna)

Italien
Der Wahl Albino Lucianis zum Papst war an diesem Wochenende Anlass für zahlreiche Gedenkveranstaltungen und Gottesdienste. Am 26. August 1978 war der aus Norditalien stammende Kirchenmann zum Nachfolger Pauls VI. gewählt worden. Der „lächelnde Papst“ („Papa del sorriso“) starb nur 33 Tage später, in der Nacht von 28. auf 29. September 1978, an Herzversagen. In seinem Geburtsort Canale d'Agordo in den Dolomiten fanden aus diesem Anlass Gedenkfeiern mit einem Konzert, einer Buchpräsentation und einem Pontifikalamt statt. Den Gottesdienst am Wahltag, 26. August, auf der zentralen Piazza leitet der Diözesanbischof von Vicenza, Beniamino Pizziol. Slowenien
Die Kirche des Landes hat am Wochenende der Opfer des Totalitarismus gedacht. Bei einem Gedenkgottesdienst sagte der Apostolische Nuntius in Laibach, Erzbischof Julius Janusz, die Katholiken hätten im 20. Jahrhundert hintereinander „drei Varianten des Totalitarismus“ durchleiden müssen: den Mussolinifaschismus, den Nationalsozialismus und den Kommunismus. Christen müssten sich jeder Form der Gewalt widersetzen. Aufgabe der Kirche sei, das verursachte Leid durch Versöhnung und Verzeihung zu überwinden. (kap)

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Die Quellen unserer Nachrichtensendung sind u.a. die Agenturen Kna, Kathpress, Ansa, Efe, Afp, Kipa, Reuters, Ap, Adnkronos, Upi, Cns, Ucanews, Misna, Kirche in Not, Osservatore Romano, – die Vatikanzeitung in deutscher Sprache, sowie vatikaninterne Quellen. Der Newsletter ist nur zur persönlichen Information bestimmt. Grundlage für Zitate oder Übernahmen aus unserem Programm kann nicht unser Internetauftritt oder der Newsletter, sondern nur unser Radio-Programm sein. Die jeweils aktuelle Nachrichten- oder Magazinsendung von Radio Vatikan können Sie u.a. auf unserer Internetseite hören.
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Programmvorschau:

Heute Abend, 25.08.2013: Reden über Gott und Welt
Treffpunkt Sankt Klara – Junge Frauen und Klarissen im Gespräch über Themen des Lebens

Montag Abend, 26.08.2013: Weltkirchen-Magazin

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Nachrichtenarchiv von Radio Vatikan

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20.20 Uhr „Magazin“

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