RADIO VATIKAN - OFFIZIELLE WEBSEITE - Online-News 1.12.2013

Tagesmeldungen vom 1.12.2013

- Papst beim Angelus: Frieden ist möglich! -
- Papst an Studenten: „Mischt Euch ein!“ -
- Papst besucht Kirchengemeinde in Rom -
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Verantwortlich: P. Bernd Hagenkord SJ / Stefan von Kempis
Redaktion: Stefanie Stahlhofen
Redaktionsschluss 16.00 Uhr
Die folgenden Texte basieren auf unserer
Nachrichtensendung „Treffpunkt Weltkirche“ täglich um 16 Uhr

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THEMEN DES TAGES:

Papst beim Angelus: Frieden ist möglich!
Papst Franziskus hat an diesem Sonntag beim Angelus-Gebet auf dem Petersplatz daran erinnert, dass eine friedliche Welt möglich ist. Mit dem ersten Advents-Sonntag beginnt ein neues liturgisches Jahr, und so Franziskus wörtlich, auch „ein neuer Weg des Gottesvolkes mit Jesus Christus, hin zur Vollendung des Göttlichen Reiches“. Im Licht Gottes könnten sich auch alle anderen Völker zum Reich der Gerechtigkeit und des Friedens auf den Weg machen, so der Papst. Dazu zitierte er aus der Tagesliturgie eine Stelle aus dem Buch Jesaia: „Dann schmieden sie Pflugscharen aus ihren Schwertern und Winzermesser aus ihren Lanzen. Man zieht nicht mehr das Schwert, Volk gegen Volk, und übt nicht mehr für den Krieg.’“ (rv)
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Papst an Studenten: „Mischt Euch ein!“
Papst Franziskus hat die jungen Christen aufgerufen, die Globalisierung mutig mitzugestalten. Am Samstagabend im Petersdom richtete er in zum Teil freier Rede bei seiner Predigt vor mehreren tausend Studenten und Professoren der römischen Universitäten einen eindringlichen Appell an seine Zuhörer:

„Bitte: Schaut Euch das Leben nicht vom Balkon aus an! Mischt Euch ein – dort wo die Herausforderungen sind, wo Ihr um Hilfe gebeten werdet um das Leben voran zu bringen, die Entwicklung, den Kampf für die Würde der Menschen und den Kampf gegen die Armut, den Kampf für die Werte und all die anderen Herausforderungen die uns jeden Tag begegnen.“ (rv/kna)
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Italien: Papst besucht Kirchengemeinde in Rom
An diesem Sonntagnachmittag besucht Papst Franziskus ab 16 Uhr eine Kirchengemeinde in Rom. Bei seinem Pastoralbesuch in der römischen Kirche „San Cirillo Alessandrino“, die sich im Stadt-Viertel „Tor Sapienza“ befindet, trifft der Bischof von Rom sich mit Kranken und Täuflingen, auch nimmt er einigen Gemeindemitgliedern die Beichte ab. Um 18 Uhr steht der Papst dann einer Messe vor, bei der neun Jugendliche gefirmt werden. Der Besuch des Papstes in der Gemeinde ist in gewisser Weise ein Besuch in der „römischen Peripherie“. Im Gespräch mit Radio Vatikan spricht der Pfarrer der Kirche „San Cirillo Alessandrino“, Don Marco Ridolfo von den Problemen im Viertel, aber auch von dem, was ihm Hoffnung macht. (rv)
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Deutschland: Adveniat eröffnet bundesweite Weihnachtsaktion
„Wo Bildung fehlt, schwinden Sinn und Mut zum Leben.“ Das hat der Bischof von Osnabrück, Franz-Josef Bode, an diesem Sonntag betont. Im Dom zu Osnabrück ging er in seiner Predigt beim Eröffnungsgottesdienst der Weihnachtsaktion der katholischen Kirche auf das diesjährige Motto „Hunger nach Bildung“ ein. Das Lateinamerika-Hilfswerk der katholischen Kirche in Deutschland, Adveniat, stellt in diesem Jahr das Thema Bildungsgerechtigkeit für die Menschen in Lateinamerika und der Karibik in den Mittelpunkt. Gemeinsam mit Bischof Bode feierten unter anderem der Erzbischof von Concepción in Chile, Fernando Chomalí, der Vorsitzende der Bischöflichen Kommission Adveniat, Bischof Franz-Josef Overbeck, und Adveniat-Geschäftsführer Prälat Bernd Klaschka den Gottesdienst mit vielen weiteren Gästen aus Lateinamerika und Deutschland. (pm)
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AUS UNSEREM ABENDPROGRAMM:

Menschen in der Zeit: Manfred Lütz – Arzt – Theologe – Schriftsteller
Er ist Konsultor des Päpstlichen Rates für die Laien, Mitglied im Direktorium der Päpstlichen Akademie für das Leben und Berater der Vatikanischen Kleruskongregation. Seit 1997 ist er Chefarzt des Alexianer-Krankenhauses in Köln. Einen besonders breiten Bekanntschaftskreis erlangte Professor Dr. Lütz als Autor mehrerer Bestseller. In seinen Büchern befasst er sich – nicht selten auch humorvoll – mit Gesundheit und Kirche. Auch als Dozent, Vortragsredner und Interviewpartner ist Manfred Lütz sehr gefragt. Im Gespräch mit Radio Vatikan sagte der Neurologe:

„Ich habe Psychiatrie und Psychotherapie studiert, weil mich das sehr interessiert hat, weil ich gerne mit Menschen arbeite und Psychiatrie ist eigentlich die erfolgreichste Disziplin der letzten 40 Jahre. Man kann heute psychisch kranken Menschen ganz toll helfen. Andererseits bin ich auch Theologe, weil mich Theologie und Philosophie immer interessiert hat. Aber wenn ich das alleine gemacht hätte, dann hätte ich Sorge gehabt, dass ich irgendwann einmal auf einer solchen Wolke lande, dass ich mich nur noch in Theorien aufhalte. Da ich eben Laie und kein Priester bin und keine Seelsorger betreibe, finde ich eigentlich wichtig, dass ich einen Bereich habe, wo ich direkten Kontakt mit Menschen habe. Und das andere, dass ich Bücher schreibe und in Kabaretts auftrete, das hat sich einfach so ergeben.“ (rv)
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DIE NACHRICHTEN:

Vatikan

Zum Welt-Aids-Tag an diesem Sonntag hat Papst Franziskus eine flächendeckende Versorgung der Betroffenen weltweit gefordert. Jeder Kranke ohne Ausnahme müsse die Behandlung erhalten, die er benötige, sagte der Papst nach seinem sonntäglichen Angelus auf dem Petersplatz. „Zeigen wir unsere Nähe mit den betroffenen Menschen, besonders mit den Kindern“, so Franziskus wörtlich. Diese Nähe werde am deutlichsten im stillen Dienst der vielen Missionare und Helfer, die sich um die Aids-Kranken kümmern. (kna/rv)

Europa

Deutschland
Die beiden großen Konfessionen treiben sich nach Ansicht des rheinischen Präses Manfred Rekowski durch die Ökumene gegenseitig an. „Es ist doch eine schöne Vorstellung, dass unsere Kirchen in ökumenischer Weggemeinschaft aufeinander achten und sich wechselseitig zur Liebe und zu guten Werken anreizen“, sagte der Präses der evangelischen Kirche im Rheinland am Samstag in seiner Predigt zur traditionellen ökumenischen Adventsvesper mit Kardinal Joachim Meisner in der Basilika Sankt Aposteln in Köln. Die Adventsvesper steht in einer Reihe ökumenischer Gottesdienste, die jeweils zu Beginn der Advents- und Fastenzeit in Köln sowie Düsseldorf begangen werden. (kna)

Deutschland/Österreich/Südtirol
„Die gründliche Arbeit hat sich gelohnt.“ Mit diesen Worten hat der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz und emeritierte Erzbischof von Freiburg, Robert Zollitsch, an diesem Sonntag das neue Gotteslob gewürdigt. Mit dem Beginn des neuen Kirchenjahres am ersten Advent zeige sich etwas Neues, das viele Gläubige nun auch im Gotteslob fänden, sagte Zollitsch im Freiburger Münster, wo das neue Gebet- und Gesangbuch für die katholische Kirche in Deutschland, Österreich und Südtirol bei einem feierlichen Pontifikalamt offiziell eingeführt wurde. Nach fast 40 Jahren gibt es nun mit dem neuen Gotteslob ein an den kirchlichen und gesellschaftlichen Veränderungen neu ausgerichtetes Gebets- und Gesangbuch. Die bereits begonnene Auslieferung wird sich bis in den Frühsommer 2014 erstrecken. (pm)

Kroatien
Seit diesem Sonntagmorgen wird darüber abgestimmt, ob die Ehe – definiert als Verbindung zwischen Mann und Frau – zukünftig Bestandteil der kroatischen Verfassung sein soll. Aus aktuellen Umfragen geht hervor, dass die Wähler sich wohl mehrheitlich dafür aussprechen werden. Der Vorsitzende der Sozialdemokratischen Partei des Landes, Zoran Milanovic und Staatspräsident Ivo Josipovic hatten hingegen angekündigt, gegen die Aufnahme dieser Ehe-Definition zu stimmen. Die kroatische Bischofskonferenz betonte in einem in mehreren kroatischen Zeitungen veröffentlichtem Text, dass die Frage der Ehe und der Familie große Bedeutung für das Leben der kroatischen Gesellschaft hätten. Für Katholiken sei die Definition der Ehe als Verbindung von Mann und Frau zwar selbstverständlich, aber es gehe darum, dafür zu kämpfen, dass dies auch in Zukunft so sei, so der Erzbischof von Zagreb, Kardinal Josip Bozanic. (rv)

Irland
Im irischen Dublin ist die erste anglikanische Bischöfin auf den Britischen Inseln geweiht worden. Die verheiratete Irin Pat Storey, Mutter zweier erwachsener Kinder, ist künftig Bischöfin der Kirche von Irland in Meath and Kildare, wie der Sender BBC am Samstag berichtete. Die irischen Anglikaner hatten als erste der vier Nationalkirchen auf den Britischen Inseln das Bischofsamt für Frauen geöffnet. Die schottische Episkopalkirche folgte, die Kirche von Wales steht kurz vor diesem Schritt. Inzwischen ist ein Drittel des anglikanischen Klerus weiblich; weltweit zählt die anglikanische Kirche etwa 77 Millionen Mitglieder. Außerhalb Englands gibt es 38 anglikanische Nationalkirchen in 26 Kirchenprovinzen, darunter in den USA, Australien und – mit wachsender Bedeutung – in mehreren afrikanischen Ländern. Der englischen Mutterkirche steht die Königin als weltliches Oberhaupt vor. Geistliches Oberhaupt, Primas der Kirche von England sowie Ehrenoberhaupt der anglikanischen Weltgemeinschaft, ist der Erzbischof von Canterbury, Justin Welby. (kna)

Amerika

Vereinigte Staaten
Die katholische Kirche in den USA wird nach Einschätzung des New Yorker Kardinals Timothy Dolan als schwulenfeindlich karikiert. Dabei sei die Kirche „für die traditionelle Ehe“ und „nicht gegen irgendwen“. Das sagte Dolan in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview des TV-Senders NBC. „Wenn das Kräfte betreiben wie Hollywood, wie manche Politiker oder wie Meinungsbildner, dann ist das eine harte Schlacht“, so der Kardinal. Dolan, der bis vor kurzem auch Vorsitzender der katholischen US-Bischofskonferenz war, äußerte sich angesichts einer Welle von Gesetzesnovellen in den USA. Zuletzt legalisierten im November die Bundesstaaten Hawaii und Illinois die gleichgeschlechtliche Ehe. Für den kommenden Montag sind die ersten Eheschließungen in Hawaii geplant. Gleichgeschlechtliche Ehen sind damit in 16 US-Bundesstaaten sowie im Distrikt Columbia zulässig. (kna)

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Die Quellen unserer Nachrichtensendung sind u.a. die Agenturen Kna, Kathpress, Ansa, Efe, Afp, Kipa, Reuters, Ap, Adnkronos, Upi, Cns, Ucanews, Misna, Kirche in Not, Osservatore Romano, – die Vatikanzeitung in deutscher Sprache, sowie vatikaninterne Quellen. Der Newsletter ist nur zur persönlichen Information bestimmt. Grundlage für Zitate oder Übernahmen aus unserem Programm kann nicht unser Internetauftritt oder der Newsletter, sondern nur unser Radio-Programm sein. Die jeweils aktuelle Nachrichten- oder Magazinsendung von Radio Vatikan können Sie u.a. auf unserer Internetseite hören.
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Programmvorschau:

Heute Abend, 01.12.2013: Menschen in der Zeit – von Aldo Parmeggiani
Manfred Lütz -
Arzt, Neurologe, Schriftsteller – und Vatikanberater

Montag Abend, 02.12.2013: Weltkirchen-Magazin

Dienstag Abend, 03.12.2013: Radioakademie (Teil 1)
Papst Paul VI.: Ein moderner Papst

Mittwoch Abend, 04.12.2013: Die Woche in Rom

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Nachrichtenarchiv von Radio Vatikan

Radio Vatikan sendet täglich:16.00 h „Treffpunkt Weltkirche“

20.20 Uhr „Magazin“

6.20 Uhr Wiederholung des „Magazins“ vom Vortag

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· Domradio Köln über Kabel im Erzbistum Köln und Satellit zwischen 18.00 Uhr und 20.00 Uhr.
· Radio Gloria über Kabel in der Schweiz und Satellit.
·
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· Radio Stephansdom um 19.40 Uhr, in Wien auf UKW 107,3 kHz, sowie im Kabel über 87,7 oder 105,0 MHz
· Radio Grüne Welle um 6.30, 10.00 und 16.00 Uhr, in Südtirol auf UKW 103,0 (Bozen) und 97,8 (Brixen)
· Radio Maria Österreich um 16.00 und 18.00 Uhr im Großraum Innsbruck auf UKW 104.8 und im Mostviertel/NÖ auf UKW 104.7. Im Kabel u.a. Telekabel Wien 102.7 MHz
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