RADIO VATIKAN - OFFIZIELLE WEBSEITE - Online-News 9.12.2013

Tagesmeldungen vom 9.12.2013

- Papst betet für Frieden und Religionsfreiheit -
- Zentralafrika: Die Angst bleibt trotz Friedenstruppen -
- Syrien: Eingeschlossen vom Hass -
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Verantwortlich: P. Bernd Hagenkord SJ / Stefan von Kempis
Redaktion: Stefanie Stahlhofen
Redaktionsschluss 16.00 Uhr
Die folgenden Texte basieren auf unserer
Nachrichtensendung „Treffpunkt Weltkirche“ täglich um 16 Uhr
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THEMEN DES TAGES:

Papst betet für Frieden und Religionsfreiheit im Nahen Osten
Spaltung und Feindschaft im Heiligen Land und im Nahen Osten müssen ein Ende haben – dafür hat Papst Franziskus bei der Morgenmesse im Vatikan gebetet. Die Messe im vatikanischen Gästehaus Santa Marta feierte der Papst an diesem Montag gemeinsam mit dem koptisch-katholischen Patriarchen von Alexandria, Ibrahim Isaak Sidrak, der zur Feier der Einheit zwischen den Kirchen in den Vatikan gekommen war. Franziskus drückte den Christen, die in Ägypten in Angst leben und Gewalt erfahren, seine Nähe aus, dann rief er zum Gebet auf: „Mögen die Friedensverhandlungen, die oft von dunklen Interessen und entgegen gesetzten Ansichten gelähmt werden, rasch wiederaufgenommen werden.“ (rv)
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Zentralafrika: Entwaffnung der Rebellen kann Angst nicht mindern
Die Situation in Zentralafrika normalisiert sich langsam, doch weiterhin sind tausende Flüchtlinge in den Pfarreien. Das berichtet der Bischof von Bangassou, Juan José Aguirre Muñoz, der die Landeshauptstadt Bangui seit Beginn der Ausschreitungen am 5. Dezember nicht verlassen kann, dem Nachrichtendienst Fides. Der Erzbischof von Bangui, Dieudonné Nzapalainga, erklärt im Interview mit Radio Vatikan, dass alle darauf hoffen, dass wirklich bald wieder Normalität in dem Land einkehrt. Man warte auf die französischen Friedenstruppen und darauf, dass sie den Frieden wieder her stellten. Aber die Angst sei geblieben. (rv/fides)
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Eine Trappistin erzählt: Eingeschlossen in Syrien
Von Syrien wird im Moment kaum noch gesprochen – dabei erleben wir gerade den 1000. Tag des Mordens und Schlachtens im Land. Wer nicht ins Ausland flüchten konnte, ist eingesperrt vom Krieg. Und unsere Gesprächspartnerin ist noch eingesperrter: Sie ist nämlich Trappistin in Syrien – dieser Reformzweig der Zisterzienser führt ein kontemplatives Leben in einigermaßen strenger Klausur. In ihrer Abgeschiedenheit denkt Schwester M. in diesen Tagen oft an die zwölf orthodoxen Nonnen, die vor einer Woche aus einem Kloster im berühmten Christendorf Maalula verschleppt worden sind. Sie liefen weniger Gefahr, könnten sich aber gut in die Situation der anderen Gemeinschaften einfühlen, die vom Hass umzingelt seien, so die anonym bleibende Schwester. (rv)
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FRANZISKUS - DIE ERSTEN MONATE:

Die Botschaften und Predigten des Papstes
Stefan von Kempis blickt auf einer Doppel-CD mit Ansprachen, Predigten und Gebeten von Papst Franziskus zurück auf die ersten Monate des Pontifikates und die ersten wichtigen Botschaften. Der Verein der Freunde von Radio Vatikan schickt Ihnen diese CD gegen eine Spende gerne zu, bitte schreiben Sie uns. (rv)

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IN EIGENER SACHE:

Neue Frequenz für Empfang via Satellit
Radio Vatikan hat eine neue Frequenz beim Empfang via Satellit. Die Sendungen sind weiterhin über den Satelliten Eutelsat Hotbird (13°E) zu hören. Es genügt, wenn man den Kanal von Radio Vatikan automatisch neu einrichtet. Wer hingegen die Frequenz manuell eingeben möchte, muss folgende Einstellungen vornehmen: Hotbird 13B; F=12034 MHz V, Tp=66, Service ID=11181, DVBS=QPSK, SR=29900, FEC=5/6. Radio Vatikan sendet auf Satellit im Bouquet von Sky-Italien unter dem Titel „Radio Vaticana Italia-Europa“. (rv)

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DIE NACHRICHTEN:

Vatikan

„Geht weiter auf diesem Weg“ - mit diesen Worten hat Papst Franziskus die Arbeit eines Zentrums für Missbrauchsopfer gewürdigt. Das an diesem Sonntag auf Sizilien eröffnete Zentrum mit dem Namen „Casa Meter“ betreut Kinder, die Opfer von sexueller Gewalt wurden. Papst Franziskus schickte ein Telegramm an den Leiter der Einrichtung, Don Fortunato Di Noto. Casa Meter in Avola auf Sizilien nimmt Betroffene aus ganz Sizilien und Italien auf und bietet ihnen ein unbeschwertes Ambiente, in dem sie spirituelle und psychologische Hilfe bekommen, um das Trauma des sexuellen Missbrauchs zu überwinden. (pm/rv)
Der Präsident der Republik Kongo, Denis Sassou N’Guesso, ist am Montag vom Papst Franziskus in Audienz empfangen worden. Im Mittelpunkt der 17-minütigen Begegnung standen die Staat-Kirche Beziehungen. Beide Seiten drückten ihren Willen aus, die Zusammenarbeit zwischen der Republik Kongo und dem Vatikan weiter zu stärken. Zum Ende der Audienz wurden auch aktuelle Fragen Zentralafrikas angesprochen. Unter anderem ging es hier um Menschenrechtsfragen, insbesondere im Umgang mit Flüchtlingen und Einwanderern sowie um Sicherheitsprobleme der Region. (kna/rv)

Vatikan/Deutschland
Der deutsche Augustiner-Eremit Clemens Fuhl ist der Seligsprechung einen Schritt näher: Franziskus billigte an diesem Montag einen Erlass, der ihm den „heroischen Tugendgrad“ zuerkennt. Das gab der Vatikan an diesem Montag nach einem Treffen des Papstes mit Kardinal Angelo Amato, dem Präfekten der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse, bekannt. Fuhl wurde am 18. Juni 1874 in Aidhausen mit dem bürgerlichen Namen Vinzenz Fuhl geboren. Er starb am 31. März 1935 während einer Visitationsreise in Bolivien an der Höhenkrankheit und wurde in La Paz beigesetzt. Das Seligsprechungsverfahren für Clemens Fuhl wurde 1965 begonnen. (rv/kna)

Europa

Europäische Union
Die Deutsche Bischofskonferenz empfiehlt den Europa-Abgeordneten, den so genannten Estrela-Bericht abzulehnen. Die Entschließung steht am Dienstag zur Abstimmung. Der Text über sexuelle und reproduktive Rechte sei „hochproblematisch“, heißt es in einer Aussendung der Bischofskonferenz. Deren Vorsitzender Erzbischof Robert Zollitsch sprach von „Infragestellung bzw. Marginalisierung  elementarer Menschenrechte wie der Menschenwürde, des Rechts auf Leben und der Gewissensfreiheit“ in dem Bericht. Darin werde ein vermeintliches Recht auf Abtreibung propagiert, hinter dem alle anderen Rechte zurückzutreten hätten. Insbesondere das Recht, die Mitwirkung an einer Abtreibung aus Gewissensgründen abzulehnen, soll generellen Einschränkungen und staatlicher Aufsicht anheimgestellt werden. (pm)

Afrika

Ägypten
Die neue Verfassung sieht den Schutz der Religionsfreiheit vor, allerdings nur im Rahmen des islamischen Rechtes. So urteilt der vatikanische Pressedienst Fides an diesem Montag. Den Entwurf hat eine 50-köpfige Kommission unter der Mitwirkung von Christen verfasst. Bis Januar 2014 sollen nun die Bürger in einem Referendum darüber abstimmen, ob sie diese Verfassung annehmen. Artikel 2 der Verfassung sieht vor, dass der Islam „Staatsreligion“ sei und die Prinzipien des islamischen Rechts (Scharia) „Hauptquelle der Gesetzgebung“ sein sollen. Artikel 3 legt dann fest, dass ägyptische Christen und Juden ihre eigenen spezifischen Normen frei ausüben dürfen. (fides/pm)

Simbabwe
Die Spaltung im Land beeinträchtigt den Friedensprozess. Das beklagen die Bischöfe in einem Hirtenbrief. Die Wahl im Juli, bei der der 80-jährige Robert Mugabe erneut zum Präsidenten gewählt wurde, habe unter den Bürgern Simbabwes „zu einer noch größeren Spaltung als zur Zeit vor und während der Regierung der Nationalen Einheit nach der umstrittenen Wahl des Jahres 2008“ geführt, führen die Bischöfe aus. Es gebe „keine sichtbare Verbesserung“. Damals hätten die Bürger des Landes, einschließlich der politischen Parteien, dagegen gemeinsam für das Wohl des Landes gearbeitet, schreiben die Bischöfe. (fides)

Ozeanien

Australien
Die katholische Kirche im australischen Bundesstaat Victoria verlangt eine Reform des Abtreibungsgesetzes. Ein Arzt müsse sowohl die Ausführung eines Abbruchs als auch die Überweisung an einen Kollegen verweigern dürfen, erklärte Melbournes Erzbischof Denis Hart am Montag. Hart stellte sich damit hinter den Antrag eines Parlamentariers, einen Abschnitt im 2008 eingeführten Abtreibungsgesetz zu streichen, der eine Überweisung für den Fall vorschreibt, wenn ein Arzt aus Gewissensgründen keinen Abbruch vornehmen will. Der zu einer Pfingstkirche gehörende Abgeordnete Geoff Shaw hatte eine entsprechende Gesetzesinitiative im Parlament von Victoria angekündigt. (kna)

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Die Quellen unserer Nachrichtensendung sind u.a. die Agenturen Kna, Kathpress, Ansa, Efe, Afp, Kipa, Reuters, Ap, Adnkronos, Upi, Cns, Ucanews, Misna, Kirche in Not, Osservatore Romano, – die Vatikanzeitung in deutscher Sprache, sowie vatikaninterne Quellen. Der Newsletter ist nur zur persönlichen Information bestimmt. Grundlage für Zitate oder Übernahmen aus unserem Programm kann nicht unser Internetauftritt oder der Newsletter, sondern nur unser Radio-Programm sein. Die jeweils aktuelle Nachrichten- oder Magazinsendung von Radio Vatikan können Sie u.a. auf unserer Internetseite hören.
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Programmvorschau:

Heute Abend, 09.12.2013: Weltkirchen-Magazin
Themen u.a.: Papst ruft zu Frieden und Religionsfreiheit im Nahen Osten auf / Gefangen in Syrien: Eine Trappistin erzählt / Nelson Mandela – eine Würdigung mit Stimmen aus der Weltkirche

Dienstag Abend, 10.12.2013: Radioakademie - von Pater Bernd Hagenkord SJ
Papst Paul VI. – ein moderner Papst (Teil 2)

Mittwoch Abend, 11.12.2013: Die Woche in Rom
Themen u.a.: Die Videobotschaft des Papstes zur globalen Caritas-Kampagne gegen Hunger / Vatikan und Finanzen: Der Moneyval-Bericht / General ohne Waffen: P. Pankratius Pfeiffer / Die Generalaudienz

Donnerstag Abend, 12.12.2013: Kreuz des Südens
Themen u.a.: Caritas international zur Hilfsarbeit in Mali / Zentralafrika: Kirchenvertreter zur prekären Lage im Land

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Nachrichtenarchiv von Radio Vatikan

Radio Vatikan sendet täglich:16.00 h „Treffpunkt Weltkirche“

20.20 Uhr „Magazin“

6.20 Uhr Wiederholung des „Magazins“ vom Vortag

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· Radio Horeb um 16.00 und 18.00 Uhr, über ASTRA 1A - Tonunterträger von Pro7 (Frequenz 7.38 MHz - analog) und ZDF (7.56 MHz - digital). Im Kabel u.a.: München 89,6 / Augsburg 106,45 / Regensburg 101,8 / Rosenheim 101,5 / Kempten 103,6 / Luxemburg 100,5.
· Domradio Köln über Kabel im Erzbistum Köln und Satellit zwischen 18.00 Uhr und 20.00 Uhr.
· Radio Gloria über Kabel in der Schweiz und Satellit.
·
World-Radio-Network um 8.15, 9.30, 16.00, 19.00 und 0.45 Uhr MESZ, Tonunterträger von MTV-deutsch, (Frequenz 7.38 MHz).
· Radio Stephansdom um 19.40 Uhr, in Wien auf UKW 107,3 kHz, sowie im Kabel über 87,7 oder 105,0 MHz
· Radio Grüne Welle um 6.30, 10.00 und 16.00 Uhr, in Südtirol auf UKW 103,0 (Bozen) und 97,8 (Brixen)
· Radio Maria Österreich um 16.00 und 18.00 Uhr im Großraum Innsbruck auf UKW 104.8 und im Mostviertel/NÖ auf UKW 104.7. Im Kabel u.a. Telekabel Wien 102.7 MHz
· Radio Maria Schweiz um 16.00 und 18.00 Uhr kann in weiten Teilen der Deutschschweiz direkt aus der Luft empfangen werden

Im Internet:

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