RADIO VATIKAN - OFFIZIELLE WEBSEITE - Online-News 13.7.2013

Tagesmeldungen vom 13.7.2013

- Ägypten: „Der Umsturz ist wie ein Wunder“ -
- Brasiliens Straßenkinder warten auf Franziskus -
- 2.400 Wahlbeobachter für Simbabwe -
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Verantwortlich: P. Bernd Hagenkord SJ / Stefan von Kempis
Redaktion: Christine Seuss
Redaktionsschluss 16.00 Uhr
Die folgenden Texte basieren auf unserer
Nachrichtensendung „Treffpunkt Weltkirche“ täglich um 16 Uhr

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THEMEN DES TAGES:

Ägypten: „Der Umsturz ist wie ein Wunder“
Während in Ägypten die Vereidigung des Übergangskabinetts des Interims-Premierministers Hazem el-Beblawi erwartet wird, rufen die Muslimbrüder weiter zu Protesten auf, um eine Wiedereinsetzung ihres Präsidenten Mohammed Mursi zu erreichen. In den vergangenen Tagen war es im Verlauf der Demonstrationen zu mehr als 100 Toten gekommen; ein Ende der Aufstände scheint nicht in Sicht zu sein, auch wenn führende Muslimbrüder, die sich nach wie vor dem Dialog mit der neuen Regierung verweigern, zu „friedlichen Protesten“ aufrufen. Kyrillos William ist der katholische Bischof von Assiut. Trotz aller Wirren durch den Umsturz spricht er von einem „Wunder“, auf das die Bevölkerung Ägyptens so nicht zu hoffen gewagt hätte. Das Militär habe richtig gehandelt, so Kyrillos, denn die überwältigende Mehrheit des Volkes hätte klar und deutlich zum Ausdruck gebracht, dass es die Wahl Mursis aufgrund der Entwicklungen des vergangenen Jahres nicht mehr anerkenne. (rv)
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Kardinal Rylko: Für den Startschuss in Rio alles bereit
Die Vorbereitungen für den Weltjugendtag in Rio sind auf einem guten Stand. Das berichtet der Präsident des Päpstlichen Laienrates, Kardinal Stanislaw Rylko, der sich kurz vor Beginn des Ereignisses noch einmal in Rio umgesehen hat. Viel Zeit bleibt auch nicht mehr: in nur einer guten Woche startet das weltweit größte Jugendtreffen. An allen Ecken und Enden werde intensiv dafür gearbeitet, auch die letzten Vorbereitungen bis zum Startschuss für das Großereignis abgeschlossen zu haben, erklärt Kardinal Rylko im Interview mit Radio Vatikan. In Rio steige die Erwartung auf die zahlreichen jungen Gäste, die vom 22. bis 28. Juli aus der ganzen Welt an die Copacabana reisen werden. Aber vor allem die Begeisterung über den Besuch von Papst Franziskus sei überall spürbar, so der Hauptorganisator des Jugendtreffens. (rv)
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Brasilien: Die Straßenkinder warten auf Franziskus
Wenn Papst Franziskus Ende des Monats nach Brasilien fährt, wir er bei den Jugendlichen, die am Rande der Gesellschaft stehen, schon erwartet. Dies berichtet Pater Renato Chiera, der mit Straßenkindern in Rio arbeitet und dort die „Casa do menor“ gegründet hat, im Gespräch mit Radio Vatikan. Franziskus predige nicht nur davon, die ,Ränder der Gesellschaft’ aufzusuchen, er gehe auch selbst hin. Das gelte übrigens auch für seinen Vorgänger, so besuchte Benedikt XVI. bei seiner Brasilienreise 2007 drogenabhängige Jugendliche auf der „Fazenda da Esperança“ (Hof der Hoffnung). (rv)
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WJT virtuell
Im Vorfeld des Weltjugendtages sind zwei Applikationen für Smartphone vorgestellt worden, die in Echtzeit über die Geschehnisse auf dem weltgrößten Jugendtreffen informieren sollen: während eine Applikation für alle Pilger gedacht ist, soll die andere nur den freiwilligen Helfern zur Verfügung stehen. Pilger und Helfer sollen mit diesem Angebot stets über die zentralen Feierlichkeiten, die Katechesen und künstlerischen Darbietungen auf dem Laufenden gehalten werden. Außerdem beinhalten sie weitere allgemeine Informationen zu Restaurants und Hotels, Krankenhäusern, touristischen Sehenswürdigkeiten und Transportmitteln. Die Applikationen können auch über Social Network geteilt werden. Während die Applikation für Pilger „Rio2013 Oficial“ frei zugänglich ist, muss für die Aktivierung der Helfer-Applikation „Voluntários JMJ Rio2013” ein Passwort eingegeben werden. App “Rio2013 Oficialfür iPhone und für Android (rv)

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DER SONNTAG:

Die Gebote des Papstes
„Das Wort ist ganz nah bei dir, du kannst es halten“: Die erste Lesung des Sonntags, aus dem Buch Deuteronomium, 30: 10-14. Sie hören als Meditation zu diesem Text Zehn Gebote für den Tag, geschrieben von Papst Johannes XXIII.
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UNSER BUCHTIPP:

Elke Pahud de Mortanges: Weiß ich, was ich glaube? Das Credo heute leben. Eine Besprechung von Mario Galgano
Gerade im „Jahr des Glaubens“ macht es Sinn, sich einmal genauer mit dem Credo auseinanderzusetzen. Das hat die Freiburger Dogmatikerin Elke Pahud de Mortanges in einem kompakten Buch mit dem Titel „Weiß ich, was ich glaube? Das Credo heute leben“ gemacht. Wer ein kompliziertes Theologenbuch erwartet, wird enttäuscht sein: Zwar analytisiert die Autorin das Glaubensbekenntnis mit Blick des Theologen, doch angenehm für jegliche Leser ist die persönliche und vor allem emotionale Sichtweise. Alle „schwierigen Themen“ wie die Bedeutung der Dreifaltigkeit oder die Frage rund um das Böse, die ebenfalls im Credo vorkommen, werden von der Autorin gekonnt erläutert. Die persönliche Sichtweise sei, so die Autorin, „so manchem Kollegen“ peinlich vorgekommen. Doch es sei für heutige Theologen wichtig, selber „Flagge zu zeigen“, so Pahud de Mortanges.
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DIE NACHRICHTEN:

Vatikan

Das Flugzeug für die erste Auslandsreise des Papstes bleibt unverändert. Das gab der Vatikan an diesem Samstag bekannt. Wie auch Papst Benedikt in den vergangenen Jahren werde Franziskus kein Bett an Bord haben, da die Sitze im Flugzeug heutzutage so bequem seien, das man sich gut ausruhen könne, erklärte Vatikansprecher Pater Federico Lombardi. Gleichzeitig bestritt er aber, dass es einen Brief des vatikanischen Staatsekretariats an die italienische Fluglinie Alitalia gegeben habe, in dem es um die Ausstattung der Maschine gegangen sei. Der Abflug zum Weltjugendtag erfolgt vom römischen Flughafen Fiumicino. Die Ankunft dagegen wird am anderen römischen Flughafen Ciampino sein, erklärte der Vatikansprecher. (agi)
Etwa 20.000 Pilger werden beim Angelusgebet erwartet, das Papst Franziskus am Sonntag vom Hauptportal der päpstlichen Sommerresidenz in Castelgandolfo sprechen wird, auch wenn der Platz an sich nur für etwa 5.000 Besucher ausgerichtet ist. Das berichtet im Gespräch mit Radio Vatikan der Pfarrer des kleinen Ortes, Don Pietro Diletti. Um 9.30 Uhr wird Papst Franziskus für seinen zweiten Besuch der Residenz in den Albaner Bergen bei Rom aufbrechen, er wird die Pfarrei und auch die Vertreter des Ortes treffen und gemeinsam mit den Pilgern beten, bevor er nach dem Mittagessen wieder nach Rom zurück kehrt. (rv)
Der Vatikan begrüßt die internationale Konvention, die die Arbeit der Seeleute neu regelt. Ab August treten die Neuregelungen der Internationalen Organisation für Arbeit (OIL)in Kraft. Die „Konvention über die Arbeit auf dem Meer“ (MLC 2006) garantiere vielen Menschen einen sicheren Zugang zu medizinischen und sozialen Einrichtungen, schreibt der Päpstliche Rat für Migranten und Menschen unterwegs in seiner Botschaft zum Weltsonntag für das Meer. Traditionsgemäß findet dieser Gedenktag jeweils am zweiten Sonntag des Monats Juli statt. (rv) mehr…

Afrika

Simbabwe
2.400 Wahlbeobachter will die Bischofskonferenz des Landes entsenden. Das erklärte Arkmore Kori, Direktor der Kommission Justitia et Pax. Mit dieser Maßnahme sollten die Wahlberechtigten dazu ermuntert werden, am den kommenden Parlaments- und Präsidentenwahlen teilzunehmen, die am 31. Juli abgehalten werden. In einem von der katholischen Nachrichtenagentur Misna verbreiteten Interview mit der Jesuitenzeitschrift In Touch erklärte Kori, dass die Beobachter auch in Gegenden eingesetzt würden, die von institutionellen Wahlbeobachtern schwierig zu erreichen seien. (apic/misna)

Kamerun/Vatikan
Kardinal Peter Turkson hat die Profitgier vieler Unternehmen kritisiert. Der Präsident des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden sprach beim ersten afrikanischen Kongress des Verbandes christlicher Unternehmer und Unternehmerverbände (Uniapac) in Kamerun. Turkson betonte in seiner Ansprache, dass ein guter Geschäftsbetrieb möglich sei, wenn dieser auf der „Logik des Gebens und Schenkens“ basiere. Dies bedeute, dass ein Unternehmen auch an die sozialen Konsequenzen seines Handelns denken müsse. Der Kurienkardinal aus Ghana kritisierte, dass sich stattdessen immer mehr Unternehmen ausschließlich an  Strukturen der Finanzwelt orientieren würden. Dabei käme der Mensch zu kurz. (rv)

Demokratische Republik Kongo
Mindestens 18.000 Menschen aus der Provinz Nord-Kivu haben Zuflucht in Uganda gefunden. Das berichtete das ugandische Rote Kreuz. Die Flüchtlinge seien aus Nord-Kivu gekommen, nachdem die ugandische Rebellenkoalition ADF/Nalu den Ort Kamango eingenommen habe. Ein Sprecher der ugandischen Armee, Paddy Ankunda, sprach von mehreren Opfern nach Anschlägen der Rebellen. Genauere Angaben machte er jedoch nicht. (misna)

Asien

Pakistan
Die pakistanische Kinderrechtsaktivistin Malala Yousafzai hat am Freitag vor der UNO-Versammlung in New York gesprochen. Es war ihre erste öffentliche Rede, nachdem sie im Oktober vergangenen Jahres von radikal-islamischen Taliban schwer verletzt wurde. In ihrer Rede forderte sie Bildung für alle Kinder auf der Welt. „Unsere Bücher und Stifte sind unsere kraftvollste Waffe“, so Malala in ihrem Beitrag. Bildung sei die einzige Lösung, um Frieden auf der Welt zu schaffen. „Ein Kind, ein Lehrer und ein Buch können die Welt verändern“, betonte das Mädchen an ihrem 16. Geburtstag. Sie sei nach dem Attentat immer noch dieselbe, sagte Malala. „Nichts hat sich verändert, außer das: Schwäche, Angst und Hoffnungslosigkeit sind weg. Stärke, Kraft und Mut sind geboren worden“, so die Schülerin. Malala war am 9. Oktober 2012 auf dem Rückweg der Schule gezielt von Taliban niedergeschossen und schwer verletzt worden. (reuter/diverse

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Die Quellen unserer Nachrichtensendung sind u.a. die Agenturen Kna, Kathpress, Ansa, Efe, Afp, Kipa, Reuters, Ap, Adnkronos, Upi, Cns, Ucanews, Misna, Kirche in Not, Osservatore Romano, – die Vatikanzeitung in deutscher Sprache, sowie vatikaninterne Quellen. Der Newsletter ist nur zur persönlichen Information bestimmt. Grundlage für Zitate oder Übernahmen aus unserem Programm kann nicht unser Internetauftritt oder der Newsletter, sondern nur unser Radio-Programm sein. Die jeweils aktuelle Nachrichten- oder Magazinsendung von Radio Vatikan können Sie u.a. auf unserer Internetseite hören.
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Programmvorschau:

Heute Abend, 13.07.2013: Unsere Woche - Mit der Betrachtung zum Sonntag. Thema: Strafrecht und Vatikan.

Sonntag Abend, 14.07.2013: Reden über Gott und Welt

Montag Abend, 15.07.2013: Weltkirchen-Magazin

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Nachrichtenarchiv von Radio Vatikan

Radio Vatikan sendet täglich:16.00 h „Treffpunkt Weltkirche“

20.20 Uhr „Magazin“

6.20 Uhr Wiederholung des „Magazins“ vom Vortag

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