RADIO VATIKAN - OFFIZIELLE WEBSEITE - Online-News 20.7.2013

Tagesmeldungen vom 20.7.2013

- Syrien feiert Weltjugendtag zu Hause -
- Zentralafrika: Gebetstag für ein Land am Boden -
- Benedikt XVI. betet für Rio -
____________________________________
Verantwortlich: P. Bernd Hagenkord SJ / Stefan von Kempis
Redaktion: Stefanie Stahlhofen
Redaktionsschluss 16.00 Uhr
Die folgenden Texte basieren auf unserer
Nachrichtensendung „Treffpunkt Weltkirche“ täglich um 16 Uhr

____________________________________

THEMEN DES TAGES:

Syrien: Weltjugendtag zu Hause
Es sind nur einige Jugendliche, die aus der christlichen Gemeinde in Syrien zum Weltjugendtag nach Rio de Janeiro aufbrechen: Sie lassen sich wohl an einer Hand abzählen, sagt der Apostolische Nuntius in Damaskus, Mario Zenari, im Gespräch mit Radio Vatikan. Aufgrund des seit mehr als zwei Jahren währenden Krieges können nur die wenigsten zum nächsten Montag beginnenden Weltjugendtag in Rio de Janeiro reisen. Trotzdem seien sie voll Hoffnung und Zuversicht, so Zenari, und wollten den WJT von zu Hause aus begleiten und mitfeiern. Viele Jugendliche hätten ihre Reise nach Rio absagen müssen, weil sie wegen des Krieges nicht aus dem Land heraus kämen. (rv)
Mehr in Text und Ton

Syrien: Schlimmer noch als in Ruanda
„Ein Friedensabkommen in Syrien erscheint noch immer weit entfernt.“ Das erklärte die internationale Hilfs- und Entwicklungsorganisation Oxfam am Freitag. Das Blutvergießen während des Fastenmonats Ramadan in Syrien halte weiter an. Die Zahl der Vereinten Nationen von 5.000 Opfern und zwei Millionen Flüchtlingen pro Monat seien ein klares Zeichen dafür, dass sich die Situation zu einer humanitären Krise verschlimmert habe, die sogar den Völkermord in Ruanda von 1994 übertreffe, teilte Oxfam in einer Meldung mit. Ein Ende des Krieges sei nicht in Sicht. Auch der Appell, zumindest im Ramadan eine Waffenruhe zu vereinbaren, sei erfolglos geblieben, so die Hilfsorganisation. Sollte die Situation weiter eskalieren, könne bis zum Ende des Jahres mit 3,5 Millionen Flüchtlingen gerechnet werden. (ansa)

Zentralafrikanische Republik: Gebetstag für ein Land am Boden
Angesichts der dramatischen Lage in der Zentralafrikanischen Republik hat das katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ für diesen Sonntag zu einem internationalen Gebetstag für den Frieden eingeladen. Gestartet wurde die Initiative von den Unbeschuhten Karmeliten der Provinz Ligurien in Italien. Sie haben in der Zentralafrikanischen Republik fünf Missionsstationen. Teilnehmen sollen Ordensgemeinschaften und „alle Gläubigen guten Willens“ in der ganzen Welt. Über die Situation in der zentralafrikanischen Republik hat Kathpress mit Helmut Buchegger gesprochen, der 14 Jahre lang Missionar in Zentralafrika war und nun als Priester in Österreich tätig ist. (rv)
Mehr in Text und Ton

____________________________________

VORBEREITUNG AUF RIO DE JANEIRO:

Papstversteher: Neun Punkte
Montag beginnt die erste Auslandsreise des Papstes, insgesamt 15 Ansprachen wird er halten. Vielleicht ist es deswegen Zeit, sich etwas vorzubereiten. Redaktionsleiter Pater Bernd Hagenkord und Radio Vatikan Programmdirektor Pater Andrzej Koprowski stellen einige Schlüsselbegriffe vor, die hilfreich sein könnten, den Papst in der kommenden Woche zu verstehen. (rv)
Aus dem Radio-Vatikan-Blog

Gebet durch den emeritierten Papst
Am Freitagnachmittag, kurz nach 16 Uhr, hat sich Papst Franziskus mit seinem Vorgänger, Benedikt XVI. getroffen. Nach einem gemeinsamen Gebet bat Franziskus den emeritierten Papst um seinen spirituellen Beistand für die am Montag beginnende Reise zum Weltjugendtag. Dies gab der Vatikan nach der etwa 30-minütigen Begegnung bekannt. Franziskus überreichte Benedikt das Programmheft zum Weltjugendtag in Rio de Janeiro und lud ihn ein, das Ereignis anhand der Live-Übertragungen mitzuerleben. Der emeritierte Papst versicherte, dass er die Reise verfolgen werde und in seine Gebetsanliegen aufnehme. Zudem erzählte er Franziskus begeistert von den Weltjugendtagen, die er selbst erlebt hat – in Köln, in Sydney und in Madrid. (rv)

Live dabei: Unsere Übertragungen
Über unseren Player oder über unsere Partnersender können Sie die meisten Ereignisse in Rio de Janeiro live verfolgen, über den Player lässt sich auch die Sprache des Kommentars wählen. Was wir mit deutschem Kommentar übertragen, finden Sie hier. (rv)

____________________________________

DER SONNTAG:

Das Bessere wählen: Christus folgen
Aus dem Lukasevangelium, 10: 38-42: Als Betrachtung zum Sonntagsevangelium hören wir einen Abschnitt aus dem Text „Aparecida 2007“, dem Schlussdokument der Bischofsversammlung Lateinamerikas, an dem der damalige Kardinal Bergoglio maßgeblich mitarbeitete. Der Ausschnitt stammt aus der Botschaft der Generalversammlung an die Völker Lateinamerikas und der Karibik. (rv)
Hier mehr in Text und Ton

____________________________________

UNSER BUCHTIPP:

Ulrich Nersinger: Die Gendarmen des Papstes. Eine Besprechung von Mario Galgano.
Sie tragen keine farbenprächtige Uniform, für ein Touristen-Foto taugen die Männer kaum. So wundert es nicht, dass die vatikanische Gendarmerie in der Öffentlichkeit lange im Schatten der Schweizergarde stand - bis zur Vatileaks-Affäre. Ein neues Buch des Vatikan-Kenners Ulrich Nersinger erzählt nun erstmals die Geschichte der Gendarmerie von den Ursprüngen im 14. Jahrhundert bis zum Pontifikat von Franziskus. Ins Rampenlicht der Öffentlichkeit trat die vatikanische Gendarmerie erst mit der Vatileaks-Affäre. Vatikanische Gendarmen verhafteten im Mai 2012 den päpstlichen Kammerdiener Paolo Gabriele. Hätten sie den Dokumentklau nicht verhindern können? Nersinger verneint dies. Die Gendarmen könnten nicht wie ihre deutschen Kollegen den Koffer eines kirchlichen Würdenträgers durchsuchen. (rv)
Mehr in Text und Ton

____________________________________

DIE NACHRICHTEN:

Vatikan

Anlässlich des 70. Jahrestags des Luftangriffs auf Rom hat Papst Franziskus der Opfer gedacht. In einem am Freitag veröffentlichen Schreiben dankte er für den Einsatz des damaligen Papstes Pius XII. Dieser hatte sich unmittelbar nach dem Angriff „ohne zu zögern in die noch rauchenden Trümmer“ des Stadtviertels San Lorenzo begeben, um der Bevölkerung beizustehen und Trost zu spenden. „Auch bei dieser Gelegenheit hat er sich als sorgender Hirte gezeigt, der inmitten seiner Herde geblieben ist“, schreibt Franziskus. Bei dem Angriff britischer und US-amerikanischer Bomber am 19. Juli 1943 starben rund 1.500 Menschen. (rv/kna)
Der Mailänder Kardinal Angelo Scola wird päpstlicher Gesandter bei der 1.700 Jahr-Jubiläums des „Mailänder Edikts“ im serbischen Niš. Dazu hat ihn Papst Franziskus an diesem Samstag ernannt. Wie der Vatikan am Samstag mitteilte, wird der Erzbischof von Mailand als Sondergesandter an der Begehung des Gedenktages in Serbien vom 20. bis zum 21. September 2013 teilnehmen. Die Mailänder Vereinbarung wurde im Jahr 313 zwischen den römischen Kaisern Konstantin I., dem Kaiser des Westens, und Licinius, dem Kaiser des Ostens, getroffen. Jene Vereinbarung gewährte, dass „sowohl den Christen als auch überhaupt allen Menschen freie Vollmacht, der Religion anzuhängen, die ein jeder für sich wählt“, so hieß es im Originaltext. (rv)

Europa

Deutschland
Trotz ihres Mitgliederrückgangs
bleibt die katholische Kirche nach Einschätzung der Deutschen Bischofskonferenz eine prägende Kraft der Gesellschaft. Sie sei „keine Randerscheinung“, sondern stelle über 30 Prozent der Bevölkerung. Dies sagt der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, in der Samstagsausgabe der Tageszeitung „Die Welt“. Zollitsch äußerte sich anlässlich der am Freitag veröffentlichten Eckdaten der katholischen Kirche in Deutschland für 2012.

Afrika

Südafrika
Erzbischof Desmond Tutu hat Nelson Mandela im Krankenhaus besucht. Das teilte die Nachrichtenagentur ap am Freitag mit. Der frühere Präsident von Südafrika habe einen friedlichen Eindruck nach seinem 95. Geburtstag am Donnerstag gemacht, sagte Tutu. Er habe während seines Besuchs Mandelas Hand gehalten. Mandela wurde am 8. Juni mit einer erneuten Lungenentzündung ins Krankenhaus eingeliefert. Laut Mandelas Familie befinde er sich in einem kritischen, aber stabilen Zustand und habe in den vergangenen Tagen erhebliche Fortschritte gemacht.
(ap)

Asien

Indien
Papst Franziskus trauert um den Verstorbenen Kardinal Simon Ignatius Pimenta. Der emeritierte Erzbischof von Bombay (dem heutigen Mumbai) war am Freitag im Alter von 93 Jahren verstorben. In einem päpstlichen Schreiben an den Erzbischof von Mumbai, Oswald Gracias, erinnerte der Papst in Dankbarkeit an die vielen Jahre, in denen Kardinal Pimenta seinen Dienst in der katholischen Kirche hingebungsvoll ausgeführt hat. (r
v)

Amerika

Vereinigte Staaten
Inhaftierte muslimische Gefängnisinsassen im Bundesstaat Indiana dürfen gemeinsam und außerhalb ihrer Zellen beten. Das hat Bundesrichterin Jane Magnus-Stinson entschieden. Sie urteilte den Fall des inhaftierten US-stämmigen Taliban John Walker Lindh, der zusammen mit anderen muslimischen Gefängnisinsassen verlangt hatte, Gruppengebete durchführen zu dürfen. Die Bundesrichterin hatte bereits im Januar einem solchen zugestimmt. Die Richterin erklärte ihr Urteil daraufhin: So wie es Zeiten für Versammlungen und soziale Aktivitäten für Gefängnisinsassen gebe, so müsse dies auch für gemeinsame Gebete außerhalb der Zellen gelten. (ap)

____________________________________

Die Quellen unserer Nachrichtensendung sind u.a. die Agenturen Kna, Kathpress, Ansa, Efe, Afp, Kipa, Reuters, Ap, Adnkronos, Upi, Cns, Ucanews, Misna, Kirche in Not, Osservatore Romano, – die Vatikanzeitung in deutscher Sprache, sowie vatikaninterne Quellen. Der Newsletter ist nur zur persönlichen Information bestimmt. Grundlage für Zitate oder Übernahmen aus unserem Programm kann nicht unser Internetauftritt oder der Newsletter, sondern nur unser Radio-Programm sein. Die jeweils aktuelle Nachrichten- oder Magazinsendung von Radio Vatikan können Sie u.a. auf unserer Internetseite hören.
____________________________________

Programmvorschau:

Heute Abend, 19.07.2013: Prisma-Magazin
Themen u.a.: Hochwasser in Bayern: Wasser ist weg, Schäden bleiben / Nordirland: Protestmärsche / Misereor und Brot für die Welt gegen Waffenexport

Samstag Abend, 20.07.2013: Unsere Woche - Mit der Betrachtung zum Sonntag

Sonntag Abend, 21.07.2013: Aktenzeichen - von Aldo Parmeggiani
Marianela Garcia -
Das Gewissen kann man nicht erschlagen

Montag Abend, 22.07.2013: Weltkirchen-Magazin

__________________________________________

Nachrichtenarchiv von Radio Vatikan

Radio Vatikan sendet täglich:16.00 h „Treffpunkt Weltkirche“

20.20 Uhr „Magazin“

6.20 Uhr Wiederholung des „Magazins“ vom Vortag

Radio Vatikan ist außerdem zu hören bei:

· Radio Horeb um 16.00 und 18.00 Uhr, über ASTRA 1A - Tonunterträger von Pro7 (Frequenz 7.38 MHz - analog) und ZDF (7.56 MHz - digital). Im Kabel u.a.: München 89,6 / Augsburg 106,45 / Regensburg 101,8 / Rosenheim 101,5 / Kempten 103,6 / Luxemburg 100,5.
· Domradio Köln über Kabel im Erzbistum Köln und Satellit zwischen 18.00 Uhr und 20.00 Uhr.
· Radio Gloria über Kabel in der Schweiz und Satellit.
·
World-Radio-Network um 8.15, 9.30, 16.00, 19.00 und 0.45 Uhr MESZ, Tonunterträger von MTV-deutsch, (Frequenz 7.38 MHz).
· Radio Stephansdom um 19.40 Uhr, in Wien auf UKW 107,3 kHz, sowie im Kabel über 87,7 oder 105,0 MHz
· Radio Grüne Welle um 6.30, 10.00 und 16.00 Uhr, in Südtirol auf UKW 103,0 (Bozen) und 97,8 (Brixen)
· Radio Maria Österreich um 16.00 und 18.00 Uhr im Großraum Innsbruck auf UKW 104.8 und im Mostviertel/NÖ auf UKW 104.7. Im Kabel u.a. Telekabel Wien 102.7 MHz
· Radio Maria Schweiz um 16.00 und 18.00 Uhr kann in weiten Teilen der Deutschschweiz direkt aus der Luft empfangen werden

Im Internet:

Die deutschsprachigen Sendungen sind hier online live und auf Abruf zu hören

Weitere Informationen hier

Unseren aktuellen Programmflyer können Sie anfordern bei:
Ulrich Knop, Im Hafer 2, D-71636 Ludwigsburg, Tel./Fax: 0049 (0) 7141 - 43212, Email: programm@radiovatikan.de
oder hier zum downloaden

Post: Radio Vatikan - sezione tedesca, I-00120 Città del Vaticano
Fax: 0039 - 06 - 6988 3844
e-Mail: deutsch@vatiradio.va