RADIO VATIKAN - OFFIZIELLE WEBSEITE - Online-News 21.7.2013

Tagesmeldungen vom 21.7.2013

- Angelus: Gebet ohne konkretes Handeln bleibt steril -
- Papst: Überraschungsbesuch in Marienbasilika -
- Ureinwohner Brasiliens beim WJT -
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Verantwortlich: P. Bernd Hagenkord SJ / Stefan von Kempis
Redaktion: Christine Seuß
Redaktionsschluss 16.00 Uhr
Die folgenden Texte basieren auf unserer
Nachrichtensendung „Treffpunkt Weltkirche“ täglich um 16 Uhr

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AUS DEM VATIKAN:

Angelus: Gebet ohne konkretes Handeln bleibt steril
Ein Gebet, das nicht zu einer konkreten Tat führt, ist ein steriles und unvollständiges Gebet: Daran erinnerte Papst Franziskus bei seiner Angelusansprache an diesem Sonntag, der letzten vor seiner Abreise zum Weltjugendtag nach Brasilien. Zahlreiche Pilger, unter ihnen viele junge Leute, ließen es sich nicht nehmen, den Papst zu verabschieden, bevor er sich am Montagvormittag auf seine erste Apostolische Reise begeben wird. Vom Tagesevangelium ausgehend (Lk 10,38-42) meditierte der Papst über das fruchtbare und unerlässliche Zusammenwirken von Kontemplation und konkreter Handlung, die das christliche Leben auszeichne. (rv)
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Die Ansprache des Papstes im Volltext
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Franziskus: Überraschungsbesuch in der Marienbasilika
Für die regulären Besucher der römischen Basilika Santa Maria Maggiore gab es an diesem Samstagabend eine besondere Überraschung: Gegen 16.45 Uhr sahen sie sich ohne Vorankündigung Papst Franziskus gegenüber, der vor seiner Reise nach Brasilien die Marienikone der Madonna Salus Populi Romani, die in einer Kapelle der Basilika aufbewahrt wird, aufsuchen wollte. Etwa eine halbe Stunde verbrachte er im Gebet vor der Ikone, anschließend hinterließ er ein Blumengesteck und zündete eine Kerze an, die das Symbol des Weltjugendtages trug. Bevor der Papst sich aus der Kirche verabschiedete, wandte er sich mit einigen Grußworten an die Besucher und bat sie, für seine Reise und das Gelingen des Weltjugendtages zu beten. (rv)
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VORBEREITUNG AUF RIO DE JANEIRO:

Brasilien: Ureinwohner wollen Franziskus treffen
Eine Gruppe von etwa 60 jungen Gläubigen aus dem brasilianischen Amazonas-Gebiet hat sich auf den Weg zum Weltjugendtag nach Rio de Janeiro gemacht. Dort wollen die Angehörigen der Indianer-Stämme des Xingu-Gebietes Papst Franziskus auf ihre Lage aufmerksam machen. Das betonte Bischof Erwin Kräutler im Interview mit dem Münchner Kirchenradio. Der Missionar, der bereits seit 1980 im brasilianischen Dschungel lebt und für seinen Einsatz für die Ureinwohner und den Erhalt des Regenwaldes mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet worden ist, erwartet sich von Franziskus während seines Besuches in Brasilien auch ein offenes Wort zur schwierigen Situation der Indios. (muenchner kirchenradio)
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Weltjugendtag: Gebet, Protest, Begegnung
Papst Franziskus bricht am Montag zu seiner ersten internationalen Apostolischen Reise auf. Groß sind die Erwartungen nicht nur in Brasilien, ist Franziskus doch der erste lateinamerikanische Papst überhaupt und auf einem Weltjugendtag. Worauf können wir uns bei dieser Reise gefasst machen? Dies fragten wir unsere Kollegin Anne Preckel, die den Weltjugendtag in Rio de Janeiro für das deutschsprachige Programm von Radio Vatikan begleitet:
„Die Erwartungen sind in der Tat riesig, mancher Beobachter hält es sogar für möglich, dass dieser 28. Weltjugendtag alle vorangehenden in den Schatten stellen wird, was Teilnehmerzahlen und Strahlkraft betrifft...“ (rv)
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Live dabei: Unsere Übertragungen
Über unseren Video-Player oder über unsere Partnersender können Sie die meisten Ereignisse in Rio de Janeiro live verfolgen. Die Übertragungen via Vatican Player bieten zudem die Möglichkeit, die gewünschte Sprache des Kommentars auszuwählen. Was wir mit deutschem Kommentar übertragen, finden Sie hier. (rv)

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AUS UNSEREM ABENDPROGRAMM:

Aktenzeichen: Marianella Garcia
Wegen seiner geringen Größe wird El Salvador „El Pulgarcito”, der Däumling Amerikas, genannt. Das Land ist mit sieben Millionen Einwohnern sehr dicht bevölkert. Allein in der Hauptstadt San Salvador leben eineinhalb Millionen Menschen. El Salvador, das im Süden und Westen vom Pazifischen Ozean umspült wird, wird von den Nachbarländern Guatemala im Norden, Honduras im Osten und Nicaragua, das im Südosten jenseits des Golf von Fonseca liegt, umgeben. Dieses kleine Land war Schauplatz einer tragischen Geschichte voller Gewalt, Ungerechtigkeiten, wahllosem Morden, Konflikten, Bürgerkriegen, verweigerten Menschenrechten, Landbesetzungen, Plünderungen der natürlichen Ressourcen und extremer Armut. (rv)
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DIE NACHRICHTEN:

Vatikan

Vatikan/Brasilien
Die Reise des Papstes zum Weltjugendtag in Rio de Janeiro ist „historisch“ und ein Schlüsselbesuch für ganz Lateinamerika. Für Brasilien selbst werde er nach den Protesten, die das Land in den vergangenen Wochen erschüttert haben, die Möglichkeit zu einer breit angelegten Reflexion darstellen. Mit diesen Worten beschrieb die Präsidentin Brasiliens, Dilma Rousseff, gegenüber der Nachrichtenagentur Ansa ihre Erwartungen an den kommenden Papstbesuch. Der Besuch des Papstes und seine Sensibilität gegenüber Themen wie Armut, Gerechtigkeit und soziale Inklusion könne dabei helfen, das Nachdenken über gemeinsame Werte wie die Toleranz, die Solidarität und Brüderlichkeit anzustoßen, so Rousseff. Franziskus und Rousseff werden am Montagabend (MEZ) bei seiner Ankunft in dem lateinamerikanischen Land zusammentreffen. (ansa)

Europa

Deutschland
Für mehr Toleranz in Hinblick auf homosexuelle Partnerschaften hat der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm geworben. Wo gleichgeschlechtliche Paare in Treue zusammenlebten, müsse das gleiche gelten wie in der Ehe, sagte der Landesbischof in einem am Sonntag auf youtube veröffentlichten Video. Die biblischen Aussagen über die Ehe seien „natürlich“ ernst zu nehmen, so Bedford-Strohm weiter. Dennoch müsse die Frage erlaubt sein, ob das, was Ehe ausmache, sich exklusiv auf die Verbindung zwischen Mann und Frau beziehe. Zugleich mahnte der Bischof zu Sachlichkeit in der Debatte. Bedford-Strohm äußerte sich zum umstrittenen Familienpapier des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland. (kna)

Österreich
Weil urbane Zentren Brennpunkte des Zusammenlebens von Menschen unterschiedlicher Nation, Kultur und Religion sind, sollen Städte den interreligiösen Dialog untereinander und gemeinsam mit den Religionsgemeinschaften strukturell verankern. Dieses Resümee zogen die Teilnehmer der interreligiösen Konferenz „Com Unity Spirit“, die am Samstagabend mit der Präsentation der „Grazer Erklärung“ zu Ende ging. Die Erklärung enthält Handlungsempfehlungen für städtische Verantwortungsträger, um das friedliche interrreligiöse Zusammenleben in ihren Zentren zu fördern. Eine wichtige Rolle, so das Ergebnis, komme dabei der Bildung, aber auch der Achtung der Allgemeinen Menschenrechte zu. (kap)

Belgien
Der Vorsitzende der Belgischen Bischofskonferenz und Erzbischof von Mechelen-Brüssel, Andre-Joseph Leonard, hat dem belgischen König Albert II. für sein 20-jähriges Wirken an der Spitze der Monarchie gedankt. Dem neuen Königspaar Philippe und Mathilde wünschte er alles Gute. An diesem Sonntag leistete Philippe seinen Eid auf die belgische Verfassung und folgte damit am Nationalfeiertag seinem Vater Albert II. auf den Thron. In den Sonntagsgottesdiensten rief die katholische Kirche zum Gebet für die königliche Familie auf. Auch sollten alle Belgier sich dafür einsetzen, „dass Harmonie über Unfrieden und Zwietracht siegt“. In seiner ersten Ansprache appellierte Philippe an den Zusammenhalt von Bürgern und Staat. (kna)

Griechenland
Die Pläne der griechischen Regierung, in Zukunft Ladenöffnungen auch am Sonntag zu ermöglichen, stoßen auf breiten Widerstand. Während Gewerkschaften und Händler den Nutzen der Initiative anzweifeln, unterstreicht die griechisch-orthodoxe Kirche die Bedeutung des Sonntags als Ruhetag. Laut Informationen der Nachrichtenagentur AFP habe der Metropolit von Piräus, Seraphim, den Parlamentariern, die für den Gesetzesvorschlag stimmen sollten, mit Exkommunikation gedroht, während der Erzbischof von Athen und Oberhaupt der autokephalen Kirche von Griechenland, Hieronymus, betonte, dass „das Leben nicht nur aus Zahlen“ bestehe. Jeder, so der Erzbischof als Reaktion auf die Initiative, brauche eine Ruhephase. (apic)

Afrika

Ägypten
Der ägyptische Interimspräsident Adli Mansur hat an diesem Samstagnachmittag per Dekret zehn Experten mit der Ausarbeitung einer neuen Verfassung beauftragt. Die vier Professoren und sechs Richter, die in die Kommission berufen wurden, treffen sich erstmals bereits am Sonntag; innerhalb von 15 Tagen sollen die ersten Vorschläge einer erweiterten Kommission zur Beurteilung vorgelegt werden. Nach Informationen des vatikanischen Nachrichtendienstes Fides werden auch Vertreter der christlichen Kirchen in Ägypten an den Beratungen teilnehmen. Ein erster Verfassungsentwurf soll dann nach weiteren 60 Tagen fertig gestellt sein, berichtete die Nachrichtenagentur reuters an diesem Samstag. Die christlichen Gemeinschaften Ägyptens waren unter den ersten, die die Übergangsverfassung kritisiert hatten. (rv/fides/reuters)

Asien

Indien
Erneut ist es in Indien zu einer Gruppenvergewaltigung gekommen; Opfer diesmal sind vier Schülerinnen einer christlich-evangelikalen Schule von Labda, die der Kaste der Unberührbaren angehören und zwischen zwölf und 14 Jahre alt sind. Insbesondere Angehörige der sozial schwachen Kasten seien oftmals das Ziel derartiger Angriffe, da sie die Schuldigen nur schwerlich vor Gericht bringen können, beklagte Pater Faustine Lobo, Direktor der Päpstlichen Hilfswerke in Indien, mit Verweis auf diesen jüngsten Fall gegenüber der Agentur Asianews. Die katholische Kirche fordere deshalb einen größeren Respekt der herrschenden Gesetze, die wegen der Korruption oftmals nicht die korrekte Anwendung fänden. Die Sicherheit der Strafverfolgung derartiger Fälle könnte jedoch abschreckende Wirkung auf eventuelle Täter haben, zeigt sich der Pater überzeugt. (fides/asianews)

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Die Quellen unserer Nachrichtensendung sind u.a. die Agenturen Kna, Kathpress, Ansa, Efe, Afp, Kipa, Reuters, Ap, Adnkronos, Upi, Cns, Ucanews, Misna, Kirche in Not, Osservatore Romano, – die Vatikanzeitung in deutscher Sprache, sowie vatikaninterne Quellen. Der Newsletter ist nur zur persönlichen Information bestimmt. Grundlage für Zitate oder Übernahmen aus unserem Programm kann nicht unser Internetauftritt oder der Newsletter, sondern nur unser Radio-Programm sein. Die jeweils aktuelle Nachrichten- oder Magazinsendung von Radio Vatikan können Sie u.a. auf unserer Internetseite hören.
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Programmvorschau:

Heute Abend, 21.07.2013: Aktenzeichen - von Aldo Parmeggiani
Marianela Garcia - Das Gewissen kann man nicht erschlagen

Montag Abend, 22.07.2013: Weltkirchen-Magazin
Themen u.a.: Japan: Kinderheim nach Erdbeben neu aufgebaut / Pakistan: Lebenslang Haft wegen SMS / Syrien: Fünf Prioritäten für Caritas und Nuntius zur WJT-Teilnahme

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Nachrichtenarchiv von Radio Vatikan

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20.20 Uhr „Magazin“

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