RADIO VATIKAN - OFFIZIELLE WEBSEITE - Online-News 27.7.2013

Tagesmeldungen vom 27.7.2013

- Papst an Politiker: Brüderlichkeit ist keine Utopie -
- Kreuzweg in Rio: Bunt und musikalisch -
- WJT-Zwischenbilanz: „Das Wesentliche ist da“ -
____________________________________
Verantwortlich: P. Bernd Hagenkord SJ / Stefan von Kempis
Redaktion: Mario Galgano
Redaktionsschluss 17.00 Uhr
Die folgenden Texte basieren auf unserer
Nachrichtensendung „Treffpunkt Weltkirche“ täglich um 16 Uhr

____________________________________

PAPST TRIFFT BISCHÖFE UND POLITIKER:

Papst trifft Verantwortungsträger aus Politik und Gesellschaft: Tradition, Verantwortung, Dialog
Drei Schwerpunkte hat Papst Franziskus an diesem Samstag bei seinem Treffen mit Verantwortungsträgern aus Politik und Gesellschaft im Stadttheater von Rio gesetzt: Erstens die Originalität einer kulturellen Tradition, zweitens die solidarische Verantwortung, die Zukunft aufzubauen und drittens der konstruktive Dialog, um die Gegenwart zu bewältigen. Die Brüderlichkeit unter den Menschen sei keine Utopie, so der Papst. (rv)
Hier mehr in Text und Ton
Hier lesen Sie die Ansprache des Papstes

Papst an Bischöfe: „Unsere Berufung sind das Evangelium und der Dialog“
Bischöfe und Priester sind „Werkzeuge“, „damit nicht nur einige Völker Gott loben, sondern alle“. Das betonte der Papst bei einem Gottesdienst mit Bischöfen, Priestern, Ordensleuten und Seminaristen, die am Weltjugendtag in Rio de Janeiro teilnehmen. Der Papst feierte am Samstagmorgen (Ortszeit) in der Kathedrale der brasilianischen Metropole mit über 1.000 Bischöfen aus der ganzen Welt die Messe – die größte Zusammenkunft mit Bischöfen seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil. Bischöfe und Priester seien dazu berufen, mutig die Kultur der Begegnung zu fördern, so der Papst. (rv)
Hier mehr in Text und Ton

____________________________________

WJT-KREUZWEG UND BEICHTE:

Kreuzweg mit Papst Franziskus: „Die Gewissheit der unerschütterlichen Liebe“
Es war bunt und es war musikalisch: Papst Franziskus hat am Freitagabend (Ortszeit) am Strand von Copacabana den Kreuzweg des Weltjugendtages gefeiert. Szenisch expressiv wurden die vierzehn Stationen dargestellt, musikalisch untermalt mit psychedelischen, klassischen und modernen Klängen. Das Weltjugendtagskreuz zog von Station zu Station weiter, während Meditationen und Bibeltexte vorgetragen wurden. (rv)
Hier mehr in Text und Ton
Hier lesen Sie die Papst-Ansprache beim Kreuzweg
Der Kreuzweg mit dem Papst gehört traditionell zu den liturgischen und emotionalen Höhepunkten des Weltjugendtages. Unsere Korrespondentin vor Ort, Anne Preckel, berichtet von ihren Eindrücken. (rv)
Hier mehr in Text und Ton

Papst nimmt Jugendlichen die Beichte ab
Papst Franziskus hat beim Weltjugendtag im Park „Quinta da Boa Vista“ am Freitagmorgen fünf jungen Leuten aus Brasilien, Venezuela und Italien die Beichte abgenommen. Insgesamt sind in der weitläufigen Grünanlage beim Maracana-Stadion während des Katholikentreffens 50 Beichtplätze eingerichtet worden. Die Zugangsberechtigungen für den Moment des Papstbesuchs waren unter den Weltjugendtagsteilnehmern bei der Anmeldung ausgelost worden. (rv/kna)

____________________________________

WEITERE NACHRICHTEN ZUM WJT:

WJT-Zwischenbilanz von Pater Lombardi: „Das Wesentliche ist da“
„Das Wesentliche ist auf diesem Jugendtag da“ – so lautet die Zwischenbilanz von Pater Federico Lombardi zum laufenden Großereignis in Rio. Im Interview mit Radio Vatikan-Korrespondentin Anne Preckel vor Ort geht der Vatikansprecher auf bisherige Etappen der Papstreise ein – den Besuch in der Favela und das Treffen des Papstes mit jungen Häftlingen, das am Freitag abgeschlossen von der Öffentlichkeit und ohne Fernsehübertragung in der Residenz des Erzbischofs von Rio erfolgte. (rv)
Hier mehr in Text und Ton

Rio erlaubt Übernachtung am Strand von Copacabana
Die Stadtverwaltung von Rio de Janeiro hat am Freitag (Ortszeit) die Übernachtung am Strand von Copacabana freigegeben, die ansonsten streng verboten ist. Allerdings dürfen die Pilger trotz der kühlen Witterung am Samstagabend keine Zelte an dem weltberühmten Strand aufbauen. Dies teilte Bürgermeister Eduardo Paes am Nachmittag den Medien mit. Die Vigil am Samstagabend wurde an den Strand von Copacabana verlegt; der ursprünglich vorgesehene Platz auf dem Festgelände in Guaratiba ist wegen den heftigen Regenfällen der vergangenen Tage nicht benutzbar. (kna/ap)
Hier lesen Sie mehr

„Stark ohne Gewalt“ und die „Fazenda da Esperanca“
Von der Straße auf die Bühne des Weltjugendtages steigen in Rio am Samstagabend bei der großen Gebetsvigil mit dem Papst die Künstler des Musicals „Streetlight“, das die wahre Geschichte von Charles Derrick Moats, eines Jungens mit afrikanischen Wurzeln im Chicagoer Ghetto der 50er und 60er Jahre erzählt. Eine Geschichte um Kriminalität und Drogen, Rassismus und Entwurzelung, und über die Kraft des Glaubens und der Hoffnung – fetzig inszeniert im Rock- und Hiphop-Stil. (rv)
Hier erfahren Sie mehr

„Berechtigte Proteste“: Probleme im brasilianischen Bildungswesen
Die Proteste, die in Brasilien auch bis zum Papstbesuch nicht abrissen, richten sich gegen Korruption und soziale Ungerechtigkeit, vor allem im brasilianischen Schul- und Gesundheitswesen. Was sind in diesen Bereichen die größten Mängel aus Sicht der brasilianischen Kirche? Auf diese Frage antwortete der Don Orione-Missionar Joséph unserer Korrespondentin Anne Preckel in Rio:

Es ist vor allem sehr teuer. Man hat wenige Möglichkeiten zu studieren. Wenn man tagsüber nicht arbeitet, kann man nachts nicht studieren, weil man das ja alles irgendwie bezahlen muss. Es bräuchte also mehr Möglichkeiten und Gelegenheiten vor allem für die armen Menschen. Sie bräuchten die Zeit, um studieren zu können, aber sie arbeiten von morgens bis abends, um sich die Uni-Kurse leisten zu können. Und die stehen lange nicht allen offen – nur der reichen Klasse.“ (rv/kna/diverse)
Hier mehr in Text und Ton

____________________________________

DIE NACHRICHTEN:

Europa

Deutschland
Die Christianisierung im Mittelalter und der christliche Glaube haben Europa nach Ansicht des Bundespräsidenten Joachim Gauck auf besondere Weise geprägt. Er denke dabei an gemeinsame Werte wie Solidarität und die Achtung vor der Schöpfung, aber auch an Kulturlandschaften sowie das Wirken der Klöster Dies sagte Gauck am Freitag beim Eröffnungsfestakt der Ausstellung „CREDO - Christianisierung Europas im Mittelalter“ im Paderborner Dom. (kna)

Spanien/Mali
Der spanische Caritasverband fordert die Übergangsbehörden und die Bevölkerung in Mali zu Transparenz und Sicherheit bei den bevorstehenden Präsidentschaftswahlen auf. Damit schließt sich der Verband einem Appell von Caritas Internationalis an. Der Verband begrüßt das Abhalten der Wahlen am 28. Juli. Seit 2005 arbeiten der spanische und malische Caritasverband dauerhaft zusammen. Damals war in Mali eine Hungersnot infolge von Dürre ausgebrochen. (fides)

Ukraine
In Kiew sind am Samstag die Feierlichkeiten zum 1.025. Jahrestag der Christianisierung fortgesetzt worden. In einem Gottesdienst zu Ehren von Großfürst Wladimir I. riefen der Vorsteher der russisch-orthodoxen Kirche, Kyrill I., und Metropolit Volodymyr, Vorsteher der ukrainisch-orthodoxe Kirche des Moskauer Patriarchats, zu Geschlossenheit in Kirche und Gesellschaft auf. (kna)

Afrika

Sudan
Die Bekehrung vom Islam zum Christentum
wird seit der Unabhängigkeit des Südsudan im Juli 2011 zunehmend gefährlich. Das teilte der vatikanische Nachrichtendienst Fides mit. Der sudanesische Präsident Omar al-Bashir erklärte bereits mehrfach, die islamischen Gesetze der Scharia stärken und einen muslimischen Staat konsolidieren zu wollen. Für den Abfall vom islamischen Glauben ist im Sudan die Todesstrafe vorgesehen. Seit 20 Jahren ist aber kein entsprechendes Urteil mehr ergangen. Laut Fides sind in den vergangenen zwei Jahren rund 170 Personen wegen Abfalls vom Glauben angeklagt und inhaftiert worden. (fides)

Ägypten
Bei Zusammenstössen mit der Polizei sind nach Angaben von Ärzten 75 Menschen gestorben. Zu der Auseinandersetzung kam es in der Nacht auf Samstag, als Anhänger des abgesetzten Präsidenten Mohammed Mursi auf die Strasse gingen. Wie der arabische Nachrichtensender Al-Dschasira berichtete, wurden etwa 500 Menschen verletzt. Eine Bestätigung für die Opferzahlen von offizieller Seite gab es zunächst nicht. Zu der Gewalt sei es gekommen, als die Polizei gegen Demonstranten vorging, die die 6.Oktober-Brücke blockieren wollten, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Mena. (ap/reuters)

Libyen
Mehrere hundert Demonstranten haben die Hauptsitze von zwei führenden politischen Parteien im libyschen Tripolis und Bengasi geplündert. Wie die Nachrichtenagentur Ansa am Samstag mitteilte, machen die Demonstranten die Parteien für die Instabilität Libyens verantwortlich. In Bengasi wurden die Räume der „Partei für Gerechtigkeit und Aufbau“ eingenommen, dem politischen Arm der libyschen Muslimbrüder. Die Demonstranten beschuldigen die Partei an der Ermordung des am Freitag getöteten Anwalts und Politikers Abdessalem al-Mesmari beteiligt gewesen zu sein. (ansa/afp)

Amerika

Chile
Präsident Sebastian Pinera verurteilt den Übergriff von Demonstranten auf die Kathedrale von Santiago. Wie der vatikanische Nachrichtendienst Fides berichtet, forderten am Donnerstag während der Feiern zu Ehren des heiligen Jakobus, des Schutzpatrons der Stadt, rund 5.000 Demonstranten die „Legalisierung von Abtreibungen“. Eine Gruppe dieser Demonstranten drang in die Kathedrale ein, wo sie einen Gottesdienst unterbrach und Teile der Einrichtung zerstörte. Pinera habe gegenüber dem Erzbischof von Santiago, Ricardo Ezzati, seine Solidarität zum Ausdruck gebracht und das Engagement der Regierung für die Achtung der Religionsfreiheit, Kultfreiheit und des Lebensschutzes bekräftigt. (fides)

Bolivien
Christliche Gruppen sind mit dem Begehren eines Referendums zur Abtreibung vor Gericht gescheitert. Als Begründung führte der oberste für Wahlrecht zuständige Gerichtshof laut der Tageszeitung „Opinion“ vom Freitag an, über menschenrechtliche Fragen dürfe grundsätzlich nicht abgestimmt werden. Bolivien erlaubt bislang keine Schwangerschaftsabbrüche; das Verfassungsgericht prüft derzeit aber die Möglichkeit einer Gesetzesänderung. (kna)

El Salvador
Eine 31-jährige Frau ist zu 30 Jahren Gefängnisstrafe verurteilt worden, weil sie ihr Kind abgetrieben hat. Sie wurde wegen Tötung verurteilt, erklärte ein Sprecher des Gerichts der Nachrichtenagentur efe. Die Frau habe das Kind im 9. Monat ihrer Schwangerschaft abgetrieben. In El Salvador gilt ein restriktives Antiabtreibungsgesetz. (efe/nzz)

Vereinte Nationen

UNO/Syrien
Die Vereinten Nationen haben sich mit der syrischen Regierung auf eine Untersuchung zum mutmaßlichen Einsatz von Chemiewaffen im Bürgerkrieg geeinigt. Das gab die UNO am Freitag (Ortszeit) in New York bekannt. Zwei UNO-Vertreter hätten am Dienstag und Mittwoch mit Regierungsvertretern in Damaskus beraten und dabei eine Einigung über das weitere Vorgehen erzielt, hieß es in einer kurzen Erklärung. Ob Präsident Baschar al-Assad tatsächlich UNO-Waffeninspektoren in sein Land lässt, blieb zunächst offen. (ap/reuters/afp)

____________________________________

Die Quellen unserer Nachrichtensendung sind u.a. die Agenturen Kna, Kathpress, Ansa, Efe, Afp, Kipa, Reuters, Ap, Adnkronos, Upi, Cns, Ucanews, Misna, Kirche in Not, Osservatore Romano, – die Vatikanzeitung in deutscher Sprache, sowie vatikaninterne Quellen. Der Newsletter ist nur zur persönlichen Information bestimmt. Grundlage für Zitate oder Übernahmen aus unserem Programm kann nicht unser Internetauftritt oder der Newsletter, sondern nur unser Radio-Programm sein. Die jeweils aktuelle Nachrichten- oder Magazinsendung von Radio Vatikan können Sie u.a. auf unserer Internetseite hören.
____________________________________

Programmvorschau:

Heute Abend, 27.07.2013: WJT 2013 in Rio
Papst trifft Politiker und Kulturverantwortliche

 

Sonntag Abend, 28.07.2013: WJT 2013 in Rio
Gebetsvigil mit Papst Franziskus / Abschlussmesse des WJT / Treffen mit Vertretern von Kirche, Politik und Gesellschaft

 

Montag Abend, 29.07.2013: WJT 2013 in Rio
Abschluss des WJT, Fazit und Reaktionen

__________________________________________

Nachrichtenarchiv von Radio Vatikan

Radio Vatikan sendet täglich:16.00 h „Treffpunkt Weltkirche“

20.20 Uhr „Magazin“

6.20 Uhr Wiederholung des „Magazins“ vom Vortag

Radio Vatikan ist außerdem zu hören bei:

· Radio Horeb um 16.00 und 18.00 Uhr, über ASTRA 1A - Tonunterträger von Pro7 (Frequenz 7.38 MHz - analog) und ZDF (7.56 MHz - digital). Im Kabel u.a.: München 89,6 / Augsburg 106,45 / Regensburg 101,8 / Rosenheim 101,5 / Kempten 103,6 / Luxemburg 100,5.
· Domradio Köln über Kabel im Erzbistum Köln und Satellit zwischen 18.00 Uhr und 20.00 Uhr.
· Radio Gloria über Kabel in der Schweiz und Satellit.
·
World-Radio-Network um 8.15, 9.30, 16.00, 19.00 und 0.45 Uhr MESZ, Tonunterträger von MTV-deutsch, (Frequenz 7.38 MHz).
· Radio Stephansdom um 19.40 Uhr, in Wien auf UKW 107,3 kHz, sowie im Kabel über 87,7 oder 105,0 MHz
· Radio Grüne Welle um 6.30, 10.00 und 16.00 Uhr, in Südtirol auf UKW 103,0 (Bozen) und 97,8 (Brixen)
· Radio Maria Österreich um 16.00 und 18.00 Uhr im Großraum Innsbruck auf UKW 104.8 und im Mostviertel/NÖ auf UKW 104.7. Im Kabel u.a. Telekabel Wien 102.7 MHz
· Radio Maria Schweiz um 16.00 und 18.00 Uhr kann in weiten Teilen der Deutschschweiz direkt aus der Luft empfangen werden

Im Internet:

Die deutschsprachigen Sendungen sind hier online live und auf Abruf zu hören

Weitere Informationen hier

Unseren aktuellen Programmflyer können Sie anfordern bei:
Ulrich Knop, Im Hafer 2, D-71636 Ludwigsburg, Tel./Fax: 0049 (0) 7141 - 43212, Email: programm@radiovatikan.de
oder hier zum downloaden

Post: Radio Vatikan - sezione tedesca, I-00120 Città del Vaticano
Fax: 0039 - 06 - 6988 3844
e-Mail: deutsch@vatiradio.va