RADIO VATIKAN - OFFIZIELLE WEBSEITE - Online-News 12.6.2013

Tagesmeldungen vom 12.6.2013

- Papst verurteilt Ausbeutung von Kindern -
- Türkischer Schriftsteller: Das Land ist gespalten -
- Rabbiner Skorka trifft Franziskus im Vatikan -
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Verantwortlich: P. Bernd Hagenkord SJ / Stefan von Kempis
Redaktion: Mario Galgano
Redaktionsschluss 16.00 Uhr
Die folgenden Texte basieren auf unserer
Nachrichtensendung „Treffpunkt Weltkirche“ täglich um 16 Uhr

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BLICKPUNKT VATIKAN:

Papst verurteilt Ausbeutung von Kindern
Papst Franziskus hat sich gegen die Ausbeutung von Kindern geäußert. Er prangerte das Unrecht der Kinderarbeit und die weltweite Ausbeutung von Minderjährigen an. Nach der Generalaudienz an diesem Mittwoch sagte er zum Welttag gegen Kinderarbeit: „Jedes Kind muss spielen, lernen, beten und wachsen können, in der eigenen Familie, in einer harmonischen Umgebung von Liebe und Unbeschwertheit.“ In diesem Jahr steht besonders die Ausbeutung von Kindern als Hausangestellte im Mittelpunkt des Gedenktags. Dieses Phänomen wachse leider besonders in armen Ländern, beklagte der Papst. (rv/kna)
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Vatikan warnt: Psychopharmaka schädlich für Kinder
Der Vatikan will auf die schädlichen Auswirkungen von Psychopharmaka zur Behandlung von emotionalen Störungen und psychischen Erkrankungen bei Kindern aufmerksam machen. Dazu veranstaltet er am kommenden Freitag und Samstag die Konferenz: „Das Kind als Mensch und als Patient - Therapieansätze im Vergleich“. Organisiert wird das Treffen vom Päpstlichen Rat für die Pastoral im Krankendienst. Ziel ist es, Fachleute zusammenzuführen, um die schädlichen Auswirkungen der Überverschreibung von Psychopharmaka bei der Behandlung von psychischen und emotionalen Störungen bei Kindern zu untersuchen und zu diskutieren, so der Päpstliche Gesundheitsrat. (wien-heute/rv/pm)
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Generalaudienz: „Es gibt zu viele Kriege unter Christen“
Es reicht irgendeine Zeitung aufzuschlagen, dann kann man darin nachlesen, wo das Böse sein Unwesen treibt. Das sagte der Papst an diesem Mittwoch bei der Generalaudienz auf dem Petersplatz. Gott sei jedoch viel stärker als das Böse, fügte Franziskus an: Armut, Elend und Krieg seien ein Zeichen dafür, dass die heutige Gesellschaft die Stelle Gottes mit vielen anderen Götzen ersetzt habe. In seiner Katechese ging der Papst auf die Bezeichnung „Volk Gottes“ ein, die das Zweite Vatikanische Konzil als Beschreibung für die Kirche verwendet hat. Es herrsche zu viel Krieg unter den Christen, so der Papst wörtlich. Sogar innerhalb von Familien oder auf dem Arbeitsplatz herrsche oft Hass statt Liebe. Er rief Tausende von Pilgern und Besuchern auf dem Petersplatz auf, an diesem Mittwoch vor allem für jene zu beten, die man persönlich als „unsympathisch“ empfinde. (rv)
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Hier: Zwei Harleys für den Papst

Papstpredigt: „Habt keine Angst vor der Freiheit!“
Wir dürfen keine Angst vor der Freiheit haben, die uns der Heilige Geist schenkt. Dies betonte Papst Franziskus in seiner Predigt bei der heiligen Messe an diesem Mittwoch. Besonders vor zwei Versuchungen müsse sich die Kirche in diesem Moment hüten: vor der Versuchung, rückwärts zu gehen, sowie vor der Versuchung eines „pubertierenden Fortschrittsdenkens“. Am Gottesdienst in der Kapelle des vatikanischen Gästehauses Santa Marta nahmen unter anderen Mitarbeiter der Kongregation für die Institute des geweihten Lebens teil. „Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz aufzuheben!“ - der Papst ging bei seiner Predigt von diesen Worten Jesu an seine Jünger aus, die aus dem Tagesevangelium des Matthäus stammen. (rv)
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Interreligiöse Freundschaft: Rabbiner Skorka trifft Papst Franziskus
Es war ihre erste Begegnung seit der Papstwahl: Der argentinische Rabbiner Abraham Skorka war an diesem Mittwoch in Rom und hat dabei erstmals wieder den heutigen Papst Franziskus getroffen. Die beiden haben vor einigen Jahren ein Gesprächsbuch zusammen veröffentlicht, das Zeugnis von ihrer Freundschaft gibt. Damals war Franziskus noch Kardinal Jorge Mario Bergoglio von Buenos Aires. Das Buch ist auf Deutsch mit dem Titel „Über Himmel und Erde“ im Riemann Verlag erschienen. Skorka leitet die Rabbinerschule in Buenos Aires. Vor Journalisten erklärte Skorka während einem Besuch bei Radio Vatikan, was für ihn das Entscheidende an einem interreligiösen Dialog ist, so wie er ihn mit dem jetzigen Papst geführt hat… (rv)
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BLICKPUNKT WELTKIRCHE:

Kolumbien/Vatikan: Bedauern über die angerichtete Verwirrung
Der Verband Lateinamerikanischer Ordensleute, abgekürzt CLAR, bedauert, dass Aufzeichnungen über eine Audienz beim Papst an die Öffentlichkeit gelangt sind. Papst Franziskus hatte die Leitung des CLAR am 6. Juni zu einem ausführlichen Gespräch im Vatikan empfangen; eine chilenische Internetseite hat am Montag Einzelheiten aus dem Gespräch veröffentlicht. In einem Statement vom Dienstag weist die CLAR von ihrem Generalsekretariat im kolumbianischen Bogotà aus darauf hin, dass die Unterredung mit Franziskus „nicht aufgezeichnet worden“ sei. Stattdessen hätten Teilnehmer hinterher eine „Zusammenfassung zu ihrer persönlichen Erinnerung“ geschrieben, die „keineswegs zur Veröffentlichung bestimmt“ gewesen sei. Die von der Internetseite zitierten Äußerungen dürften dem Papst nicht zugeschrieben werden. (rv/clar/avvenire)
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Schriftsteller Akhanli: „Türkei ist gespaltenes Land“
Die Demonstration auf dem Taksim-Platz in Istanbul sind etwas Neues in der türkischen Geschichte. Das sagt gegenüber dem Kölner Domradio der türkischstämmige Schriftsteller Dogan Akhanli, der seit 20 Jahren in Deutschland lebt. Die aktuellen Proteste in seinem Geburtsland kommen für ihn wenig überraschend. Natürlich seien die Bäume nicht der Hauptgrund, es gehe um ganz andere Probleme, so Akhanli. Zu den Ursachen sagt er: „. Diese Regierung hat es zwar gewagt, sich mit den Kurden an einen Tisch zu setzen. Auf der anderen Seite vergisst sie, dass diese Gesellschaft seit 90 Jahren ein westlich orientiertes, modernes und säkulares Land ist.“ (domradio/dw)
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Deutschland: Kirchen kündigen gemeinsame Sozialinitiative an
Die katholische und evangelische Kirche in Deutschland werden im Herbst ein gemeinsames Wirtschafts- und Sozialwort veröffentlichen. Das kündigten der Münchner Kardinal Reinhard Marx und der bayerische evangelische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm am Dienstag in München an. Der Text werde aber erst nach der Bundestagswahl vorgestellt. Damit soll eine parteipolitische Instrumentalisierung vermieden werden. „Wir wollen damit nicht Wahlkampf führen“, betonte Marx. (st. michaelsbund/kna)
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UNSER FILMTIPP:

Oben ist es still
Zwischen einem 55-jährigen Bauern und seinem bettlägerigen Vater herrschen Schweigen und Kälte. Kurz bevor der alte Mann stirbt, versucht der Sohn, der jahrelangen Fremdbestimmung ein eigenes Leben entgegenzusetzen, das es jedoch erst noch zu finden gilt. In nüchternen Bildern und mit einem überragenden Gespür für Räume und Körper erzählt der Film von der allmählichen Selbstfindung eines Mannes, dem der Zugang zu sich und der Welt lange verstellt war. - Sehenswert ab 16. (FilmDienst)
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DIE NACHRICHTEN:

Europa

Deutschland
Präventionsarbeit gegen sexuellen Missbrauch ist weiterhin notwendig, wie die Deutsche Ordensoberenkonferenz (DOK) zum Abschluss ihrer diesjährigen Mitgliederversammlung in Vallendar festgestellt hat. Insbesondere sei die Aufarbeitung der Situation in Heimen der Behindertenhilfe und der Psychiatrie in den Jahren 1949 bis 1975 zu vertiefen. Zu der Versammlung von Sonntag bis Dienstag waren über 200 Oberinnen und Obere nach Vallendar gekommen. Die DOK vertritt die Interessen der Ordensgemeinschaften in Deutschland. Ihnen gehören nach Angaben der Konferenz rund 20.000 Frauen und 4.700 Männer an. (kna)
Die Bundesregierung hat den Gesetzentwurf zur steuerlichen Gleichstellung von homosexuellen Lebenspartnern gebilligt. Das Kabinett befasste sich am Mittwochmorgen mit der entsprechenden Formulierungshilfe des Bundesfinanzministeriums für die Koalitionsfraktionen, hieß es in Berlin aus Regierungskreisen. Bereits am Freitag soll das Gesetz in den Bundestag zur Ersten Lesung eingebracht werden. Damit soll die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes vom 7. Mai umgesetzt werden. Die Ausweitung des Ehegattensplittings auf die etwa 34.000 eingetragenen Lebenspartnerschaften kostet den Staat nach Schätzungen rund 55 Millionen Euro im Jahr. (kna)
Rund 175.000 Jugendliche beteiligen sich an der 72-Stunden-Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Die Aktion startet an diesem Donnerstag. Damit ist die erstmals bundesweit stattfindende Veranstaltung eine der größten katholischen Initiativen im Jahr 2013. Drei Tage lang werden sich 4.000 Gruppen zwischen Flensburg und Passau ehrenamtlich für ein soziales Projekt engagieren. Das Spektrum reicht von einem Zeltlager für benachteilige Kinder bis hin zur Renovierung eines Obdachlosenheims. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, bezeichnete in einer am Mittwoch veröffentlichten Grußbotschaft die Teilnehmer als Vorbilder. (pm)
In Anbetracht der großen Not in der Bundesrepublik wegen der Hochwasserkatastrophe appelliert der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, an die Großzügigkeit der deutschen Katholiken. Er bitte im Namen aller Bischöfe um die Solidarität mit den Menschen in den betroffenen Gebieten. Auch Erzbischof Werner Thissen bat die Katholiken in Hamburg, Mecklenburg und Schleswig-Holstein um Spenden für die Flutopfer. „Wir können helfen, damit der Wiederaufbau voran kommt und der Lebensmut der Menschen gestärkt wird“, schreibt Thissen in einem Aufruf, der am kommenden Wochenende in allen Gottesdiensten verlesen werden soll. (pm)
Michael Gerber ist neuer Weihbischof für das Erzbistum Freiburg.
Papst Franziskus hat den 43-Jährigen an diesem Mittwoch dazu ernannt. Gerber hat in Freiburg und an der Päpstlichen Universität Gregoriana Theologie und Philosophie studiert. Er ist seit 1997 Priester. Seit 2011 ist Michael Gerber Rektor des erzbischöflichen Priesterseminars Freiburgs „Collegium Borromaeum“. (rv)

Österreich
Der Pontifikatswechsel wird das Hauptthema der nächsten Vollversammlung der Bischofskonferenz sein. Das erläuterte der Generalsekretär der Österreichischen Bischofskonferenz, Peter Schipka, am Mittwoch gegenüber „Kathpress“. Das neue Pontifikat von Papst Franziskus habe auf die Situation der Kirche in Österreich einen großen Einfluss. Die nächste Vollversammlung der Bischofskonferenz unter dem Vorsitz von Kardinal Christoph Schönborn ist vom 17. bis zum 20. Juni in Mariazell. Die Bischöfe werden sich auch mit aktuellen gesellschaftspolitischen Fragen auseinandersetzen. (kap)

Schweiz/Vatikan
Die Bischöfe aus Basel, Chur und St. Gallen werden am 1. Juli bei der Glaubenskongregation über die so genannte Pfarrei-Initiative sprechen. Das teilte die Schweizer Bischofskonferenz an diesem Mittwoch mit. Der Gesprächsprozess mit den Unterzeichnern der Pfarrei-Initiative sei in den drei hauptbetroffenen Bistümern Basel, Chur und St. Gallen fortgeschritten, so die Mitteilung. Die Bischöfe der drei Bistümer werden sich in Rom mit dem Präfekt der römischen Kongregation für die Glaubenslehre, Erzbischof Gerhard Müller, über die im Gesprächsprozess angesprochenen Fragen austauschen. Das Gespräch mit Erzbischof Müller sei schon länger geplant gewesen, so die Bischofskonferenz. Ein erster Termin wurde wegen der Wahl des neuen Papstes hinfällig. (rv)

Irland
Die Bischöfe haben die geplante Änderung der Abtreibungsgesetzgebung des Landes kritisiert. Die Pläne seien ein „fundamentaler Eingriff in die medizinische Praxis in Irland“ und ein „Wendepunkt unseres Landes“, heißt es in einer am Dienstag von der Vollversammlung der Bischöfe in Maynooth verabschiedeten Erklärung. Die Gesetzesänderung sei Grund zur Sorge für alle, nicht nur für Katholiken. Die Öffentlichkeit werde über die vermeintliche Notwendigkeit der Gesetzesänderung getäuscht, heißt es weiter. Die Einführung medizinischer Richtlinien könnte nach Aussage der Bischöfe zu einer Klärung der Rechtslage führen, ohne dass die bisherige strenge Gesetzeslage in Irland aufgeweicht werden müsste. Der Entwurf sieht vor, dass ein Schwangerschaftsabbruch erlaubt ist, wenn das Leben der Schwangeren in Gefahr ist. Darunter fällt auch die Gefahr eines Suizids. Anders als es in den vorherigen Versionen bestimmt war, soll nun die Rechtslage nach einer Testperiode noch einmal überprüft werden. (kap)

Russland
Wer künftig religiöse Gefühle verletzt oder Heiligtümer schändet, soll härter bestraft werden als bisher: Das hat die Duma am Dienstagabend mit großer Mehrheit beschlossen. Das Gesetz soll ab Juli in Kraft treten. Das russische Parlament hat das Blasphemiegesetz aufgrund des Protestauftritts der Punkband „Pussy Riot“ in einer Moskauer Kathedrale überarbeitet. Die Bandmitglieder wurden vor etwa einem Jahr zu Gefängnisstrafen verurteilt. Künftig soll es bei ähnlichen Vorfällen zusätzlich zu den Gefängnisstrafen hohe Geldstrafen geben. Das neue Blasphemiegesetz sieht vor, dass jegliche „öffentliche Handlungen, die eine zweifelsfreie Respektlosigkeit gegenüber der Gesellschaft bekunden und die mit dem Ziel begangen werden, die religiösen Gefühle von Gläubigen zu verletzen“, bestraft werden. Werden diese Handlungen an religiösen Stätten begangen, können sie mit bis zu drei Jahren Haft bestraft werden. (interfax/kna/reuters)

Türkei
Drei Jahre nach dem Mord des Bischofs Luigi Padovese hat das Gericht ein abschließendes Urteil gefällt: Nach Auffassung des zuständigen Gerichts sei Padovese Opfer eines geistesgestörten Einzeltäters gewesen. Letzte Gewissheit über die Motive der Tat gebe es jedoch nicht, so die am Montag verbreitete Erklärung des Gerichts im südtürkischen Iskenderun. Das Gericht hatte den zur Tatzeit 26 Jahre alten Fahrer Padoveses, Murat Altun, zu 15 Jahren Haft verurteilt. Altun hatte gestanden, den Vorsitzenden der Bischofskonferenz der Türkei am 3. Juni 2010 vor dessen Haus in Iskenderun erstochen zu haben. Der aus Italien stammende Padovese leitete das Apostolische Vikariat von Anatolien, die Vorstufe eines Bistums in Regionen mit wenig Katholiken. (asianews/apic/kna)

Afrika

Ägypten
Eine 24-jährige koptische Grundschullehrerin ist am Dienstag wegen angeblicher Blasphemie zu einer hohen Geldstrafe von rund 10.000 Euro verurteilt worden. Die Koptin Demiana Ebeid Abdelnour war von drei Schülern einer Grundschule in Luxor beschuldigt worden, in ihrem Unterricht über die Geschichte der Weltreligionen den Islam und den Propheten Mohammed beleidigt zu haben. Die Grundschullehrerin wurde nach Angaben der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) vom Unterricht suspendiert und musste sich zunächst vor drei Untersuchungsausschüssen verantworten. Die Eltern der drei Schüler warfen der Lehrerin vor, den ehemaligen koptischen Papst Schenouda mit dem Propheten Mohammed verglichen zu haben und jedes Mal, wenn sie den Namen Mohammed erwähnte, ihre Hand auf ihren Magen oder ihren Hals zu legen. Die Beschuldigte wies alle Vorwürfe zurück und wurde von allen Untersuchungsausschüssen freigesprochen. (igfm)

Asien

Sri Lanka
Die Bischöfe des Landes sind für eine Dezentralisierung der politischen Administration. Sie fordern, dass auch die Minderheit der Tamilen besonders berücksichtigt werden sollte. Gleichsam wünschen sich die Bischöfe eine neue Verfassung, berichtet der Fidesdienst. In Sri Lanka findet derzeit eine öffentliche Debatte über eine Änderung der Verfassung statt, in deren Rahmen sich auch die Bischöfe äußern dürfen. Nach ihrer Ansicht sollten „alle beteiligten Parteien zur Debatte beitragen“. Andernfalls würde es zu einer „Zentralisierung der Macht führen, in einer Zeit, in der Sri Lanka versucht, den mühsam erlangten Frieden zu konsolidieren“, so die Verlautbarung der Bischofskonferenz. Die Friedensverhandlungen sind erst seit 2009 erfolgreich abgeschlossen worden, nach einem 30jährigen Bürgerkrieg. (fides)

Burma
Die Bischofskonferenz des Landes fordert strengere Maßnahmen gegen religiöse Extremisten. Die Regierung des südostasiatischen Landes soll „entschiedener“ Vorgehen gegen die Urheber der Gewalt zwischen radikalen Buddhisten und der muslimischen Minderheit, so eine Mitteilung der Bischöfe. „Wir streben nach einer friedlichen Koexistenz aller Religionen“, zitiert der asiatische Pressedienst Ucanews den Vorsitzenden der Bischofskonferenz, Bischof John Hsane Hygi. Er warf den Extremisten vor, einzig auf Gewalt zu setzen. (ucanews/kipa)

Amerika

Venezuela
Die Bischöfe haben das für Montag vorgesehene Treffen von Papst Franziskus mit Präsident Nicolas Maduro ausdrücklich begrüßt. Der sozialistische Regierungschef habe sich an die Bischöfe mit der Bitte gewandt, ein Treffen im Vatikan zu ermöglichen, zitiert das Internetportal „Informe 21“ am Dienstag (Ortszeit) den Generalsekretär der Bischofskonferenz, Weihbischof Jesus Gonzalez de Zarate Salas. Weiter hieß es, ein solches Treffen entspräche den internationalen Gepflogenheiten. (kna)

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Die Quellen unserer Nachrichtensendung sind u.a. die Agenturen Kna, Kathpress, Ansa, Efe, Afp, Kipa, Reuters, Ap, Adnkronos, Upi, Cns, Ucanews, Misna, Kirche in Not, Osservatore Romano, – die Vatikanzeitung in deutscher Sprache, sowie vatikaninterne Quellen. Der Newsletter ist nur zur persönlichen Information bestimmt. Grundlage für Zitate oder Übernahmen aus unserem Programm kann nicht unser Internetauftritt oder der Newsletter, sondern nur unser Radio-Programm sein. Die jeweils aktuelle Nachrichten- oder Magazinsendung von Radio Vatikan können Sie u.a. auf unserer Internetseite hören.
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Programmvorschau:

Heute Abend, 12.06.2013: Die Woche in Rom
Themen u.a.: Papst verurteilt Ausbeutung von Kindern / Der Papst und die Zehn Gebote / Ausblick: Justin Welby besucht Franziskus / Papst telefoniert mit Fußwallfahrern nach Loreto / Die Generalaudienz mit Papst Franziskus

Donnerstag Abend, 13.06.2013: Kreuz des Südens
Themen u.a.: Jorge Matussek, ein deutscher Missionar in Argentinien erzählt von seiner Arbeit / Neue Runde der Friedensverhandlungen in Kolumbien

Freitag Abend, 14.06.2013: Prisma-Magazin
Themen u.a.: Der Erzbischof von Canterbury, Justin Welby, zum Besuch im Vatikan / 72 Stunden: Eine Aktion des BDKJ / Pax Christi begrüßt UN-Waffenhandelsabkommen

Samstag Abend, 15.06.2013: Unsere Woche - Mit der Betrachtung zum Sonntag

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Nachrichtenarchiv von Radio Vatikan

Radio Vatikan sendet täglich:16.00 h „Treffpunkt Weltkirche“

20.20 Uhr „Magazin“

6.20 Uhr Wiederholung des „Magazins“ vom Vortag

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· Radio Gloria über Kabel in der Schweiz und Satellit.
·
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