RADIO VATIKAN - OFFIZIELLE WEBSEITE - Online-News 16.6.2013

Tagesmeldungen vom 16.6.2013

- Franziskus an G8: Politik muss Menschen dienen -
- Messe auf dem Petersplatz für Lebensschutz -
- 72-Stunden-Aktion mit Abschlussfeier beendet -
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Verantwortlich: P. Bernd Hagenkord SJ / Stefan von Kempis
Redaktion: Christine Seuß
Redaktionsschluss 16.00 Uhr
Die folgenden Texte basieren auf unserer
Nachrichtensendung „Treffpunkt Weltkirche“ täglich um 16 Uhr

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THEMEN DES TAGES:

Franziskus an G8-Staaten: Politik muss Menschen dienen
Jede politische oder wirtschaftliche Aktivität auf nationaler und internationaler Ebene muss den Menschen zum Anhaltspunkt haben. Das schreibt Papst Franziskus an diesem Sonntag in einem Brief an den britischen Premierminister David Cameron. Franziskus antwortete mit seinem Schreiben auf eine Botschaft von Anfang Juni, in der ihn der Premierminister im Vorfeld des G8-Gipfels, der am Montag und Dienstag im irischen Lough Erne stattfinden soll, über das Programm des Politiktreffens auf höchster Ebene informierte. Großbritannien hatte im Januar 2013 turnusmäßig die G8-Präsidentschaft übernommen. (rv)
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Papst Franziskus: „Christsein bedeutet Realist sein“
„Im Glauben haben wir Leben”: Das ist das Thema, aber auch die Herausforderung der Tage, die an diesem Wochenende im Vatikan insbesondere dem „Evangelium vitae“, also dem Lebensschutz und der Erinnerung an die gleichnamige Enzyklika Johannes Paul II., gewidmet sind. Bereits seit Samstag war Rom bevölkert von Vertretern des „Volkes des Lebens“, die den Wert des menschlichen Lebens in jedem Stadium und in jeder Verfassung als unantastbar ansehen und sich im täglichen Einsatz um Hilfsbedürftige kümmern. Am Sonntag nahmen sie an der großen Messe auf dem Petersplatz teil, die im Rahmen des „Jahres des Glaubens“ gefeiert wurde. In seiner Predigt rief Papst Franziskus dazu auf, das Leben als Geschenk Gottes zu schützen. (rv)
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Die Papstpredigt an diesem Sonntag im Wortlaut
Hier geht es zur gesamten Predigt

Erzbischof Fisichella: Lebensschutz geht alle an
In Anschluss an die Messe auf dem Petersplatz richtete der Präsident des Päpstlichen Rates für Neuevangelisierung, Erzbischof Rino Fisichella, ein Grußwort an den Papst. Darin unterstrich er, dass das auf dem Platz anwesende „Volk des Lebens” zwar aus allen Teilen der Welt komme, aber durch ein gemeinsames Anliegen verbunden sei:

„Im Jahr des Glaubens war es wichtig, dass ein Moment der Besinnung und des Gebetes denjenigen gewidmet sei, die Zeugen des Evangelium vitae sind. Ihre tägliche Hingabe drückt deutlich ihren Einsatz für die Förderung des menschlichen Lebens und seine Verteidigung aus. Von Anbeginn im Schoß einer Frau bis zum letzten Moment, in dem der Atemzug eines Menschen seine Anwesenheit in der Welt bekräftigt, ist dieses Leben menschlich.“ (rv)
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Angelus: Gruß an Pilger und Biker
Beim Mittagsgebet nach der Messe grüßte Papst Franziskus alle Pilger, die im Rahmen des Tages für das Evangelium Vitae nach Rom gekommen waren. Doch auch die Biker, die zum großen Harley-Davidson-Treffen in Rom angereist waren und deren Motorräder im Vorfeld der Messe vom Papst gesegnet worden waren, wurden von ihm gesondert gegrüßt. (rv)
Lesen Sie den Gruß in einer Arbeitsübersetzung im Wortlaut

Deutschland: „Donum Vitae“ nicht beim Katholikentag?
Das Mitwirken des Schwangerenberatungsvereins „Donum Vitae“ am Katholikentag 2014 in Regensburg ist innerkirchlich umstritten. Der gastgebende Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer machte am Donnerstagabend im Regensburger Presseclub Vorbehalte geltend. Nicht alles, was der Verein mache, sei falsch, sagte der Bischof. In einer entscheidenden Frage jedoch habe „Donum Vitae“ den gemeinsamen Boden dessen verlassen, was die Kirche für richtig halte. Voderholzer stellte zugleich klar, dass eine letzte Entscheidung über die Teilnahme des Vereins noch nicht gefallen sei. Darum werde noch mit dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) als dem Veranstalter des Katholikentreffens „gerungen“. (münchner kirchenradio/kna)
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AUS UNSEREM ABENDPROGRAMM:

Buchautor Schirrmacher: „Wir haben keinen moralisch sicheren Standpunkt mehr“
„Aus sich selbst herausgehen“: Es ist eines der zentralen Themen, die Papst Franziskus immer und immer wieder für Christen einfordert; alles andere führe zum Egoismus. Was dieser Egoismus heute bedeutet, das hat unser Chefredakteur Pater Bernd Hagenkord SJ Frank Schirrmacher gefragt, einen der Herausgeber der FAZ. Er hat gerade ein Buch über die moderne Form des Egoismus geschrieben: „Ego – das Spiel des Lebens.“ Es ist ein kontroverses Werk, aber auch ein nachdenklich stimmendes Buch. Ein Gespräch mit dem Autor über den Wert von Intuition, die Macht des Informationskapitalismus und darüber, was eigentlich Egoismus ist. (rv)
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DIE NACHRICHTEN:

Europa

Deutschland
Mit einer großen Abschlussfeier in Mönchengladbach ging am Sonntagnachmittag die 72-Stunden-Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) zu Ende. Deutschlandweit beteiligten sich daran laut Angaben der Veranstalter 175.000 junge Menschen in 4.000 Gruppen. „Wir sind überwältigt vom Erfolg“, sagte der BDKJ-Bundesvorsitzende Dirk Tänzler. Bilder und Berichte belegten, dass „die Aktion den Gruppen einfach riesigen Spaß gemacht hat.“ Drei Tage lang engagierten sich die Teilnehmer für kranke Kinder und benachteiligte Menschen, reinigten Spielplätze und Friedhöfe oder halfen bei der Renovierung von Asylbewerberheimen. Nach den Unwettern der vergangenen Wochen wurden auch Hilfen für Flutopfer ins Programm aufgenommen. (kna)
Die Religionen müssen sich nach Einschätzung des Ökumenischen Rats der Kirchen (ÖRK) weltweit stärker für die Lösung von innerstaatlichen Konflikten einsetzen. In manchen Ländern würden politische Auseinandersetzungen religiös motiviert, kritisierte ÖRK-Generalsekretär Olav Fykse Tveit am Samstag bei einer Tagung in Berlin. So versuchten in Nigeria Milizen wie Boko Haram mit Attacken auf Christen, den Staat zu destabilisieren. Für solche Konflikte müssten die Kirchen nachdrücklicher nach Auswegen suchen. Der norwegische Theologe äußerte sich bei einer Konferenz über die christliche Friedensethik, die unter anderen von der Evangelischen Kirche in Deutschland veranstaltet wurde. (kipa)
Mit einem Festgottesdienst im Freiburger Münster hat die Erzdiözese Freiburg am Sonntag das zehnjährige Dienstjubiläum von Erzbischof Robert Zollitsch gefeiert. Zollitsch hatte im Sommer 2003 die Nachfolge von Oskar Saier angetreten, der mehr als 24 Jahre lang Erzbischof von Freiburg war. Weihbischof Bernd Uhl hielt die Laudatio, in der die Gestaltungsfreude und den unermüdlichen Fleiß seines Erzbischofs hervorhob. Erzbischof Zollitsch wurde am 9. August 1938 in Philippsdorf (Filipovo, im ehemaligen Jugoslawien) geboren. Er wurde am 27. Mai 1965 in Freiburg zum Priester geweiht. Am 16. Juni 2003 ernannte Papst Johannes Paul II. ihn zum Erzbischof von Freiburg. Seit 2008 ist er Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz. (pm)

Afrika

Südsudan
In Sudan wird ab Juli der Prozess der „nationalen Versöhnung“ eingeläutet werden. Wie die Agentur „Misna“ berichtet, wird am 1. Juli eine Woche des Gebetes beginnen, die durch Treffen mit den muslimischen Gemeinschaften, Versammlungen und Debatten zu Krieg, Frieden und über die Zukunft der zehn Regionen des Landes belebt wird. Das Ziel des durch hochrangige Kirchenvertreter angestoßenen Versöhnungsprozesses sei es, eine unabhängige und offene Allianz zu bilden, um die tiefsitzenden Gründe für Konflikte in Südsudan offen zu legen und Brücken zu bauen, die die politischen und sozialen Barrieren in der Bevölkerung überwinden könnten. Dies liest sich in einem Strategiepapier, das der Präsident des federführenden Komitees, der anglikanische Erzbischof Daniel Deng Bul, verbreitet hat. (misna)

Vereinte Nationen

Alle zehn Länder mit der höchsten Kindersterblichkeitsrate befinden sich auf dem afrikanischen Kontinent: Daran erinnert die UNICEF am Tag des Afrikanischen Kindes, der am Sonntag begangen wird. In Sierra Leone beispielsweise sterben 185 Kinder von 1.000 vor Erreichen ihres fünften Lebensjahres, in Somalia sind es 180, in Mali 176. Viele dieser Todesfälle wären vermeidbar, wenn die entsprechende ärztliche Hilfe, die oft nur wenige Cents kosten würde, zugänglich wäre. Doch auch traditionell geprägte Verhaltensweisen und Initiationsriten wie beispielsweise die Genitalmutilation bei jungen Mädchen oder Kinderheiraten stehen im Fokus der Hilfsorganisationen, die sich vor Ort engagieren. (pm)

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Die Quellen unserer Nachrichtensendung sind u.a. die Agenturen Kna, Kathpress, Ansa, Efe, Afp, Kipa, Reuters, Ap, Adnkronos, Upi, Cns, Ucanews, Misna, Kirche in Not, Osservatore Romano, – die Vatikanzeitung in deutscher Sprache, sowie vatikaninterne Quellen. Der Newsletter ist nur zur persönlichen Information bestimmt. Grundlage für Zitate oder Übernahmen aus unserem Programm kann nicht unser Internetauftritt oder der Newsletter, sondern nur unser Radio-Programm sein. Die jeweils aktuelle Nachrichten- oder Magazinsendung von Radio Vatikan können Sie u.a. auf unserer Internetseite hören.
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Programmvorschau:

Heute Abend, 16.06.2013: Reden über Gott und Welt
Wie ein Gesellschaftssystem Egoismus produziert. Ein Gespräch mit FAZ Herausgeber und Buchautor Frank Schirrmacher

Montag Abend, 17.06.2013: Weltkirchen-MagazinThemen u.a.: Venezuela: „Maduro sucht die Unterstützung der Kirche“

Dienstag Abend, 18.06.2013: Radioakademie (Teil 3) - von Gudrun Sailer
Schutz im Schatten der Mauer: Der Campo Santo Teutonico im Vatikan während des Krieges

Mittwoch Abend, 19.06.2013: Die Woche in Rom

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Nachrichtenarchiv von Radio Vatikan

Radio Vatikan sendet täglich:16.00 h „Treffpunkt Weltkirche“

20.20 Uhr „Magazin“

6.20 Uhr Wiederholung des „Magazins“ vom Vortag

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· Domradio Köln über Kabel im Erzbistum Köln und Satellit zwischen 18.00 Uhr und 20.00 Uhr.
· Radio Gloria über Kabel in der Schweiz und Satellit.
·
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Im Internet:

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