RADIO VATIKAN - OFFIZIELLE WEBSEITE - Online-News 4.5.2013

Tagesmeldungen vom 4.5.2013

- Papst Franziskus: Keine Angst vor dem Hass der Welt -
- Mediensonntag: Mit Twitter in die Messe -
- Vatikan 2013 erstmals bei Biennale vertreten -
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Verantwortlich: P. Bernd Hagenkord SJ / Stefan von Kempis
Redaktion: Christine Seuss
Redaktionsschluss 16.00 Uhr
Die folgenden Texte basieren auf unserer
Nachrichtensendung „Treffpunkt Weltkirche“ täglich um 16 Uhr

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THEMEN DES TAGES:

Papst Franziskus: „Fürchtet euch nicht vor dem Hass der Welt
Bleiben wir stets sanft und demütig, um die Schmeicheleien und den Hass der Welt zu besiegen. Das ist die zentrale Botschaft der Morgenmesse des Papstes an diesem Samstag in der Casa Santa Marta, auch heute wieder mit Angehörigen der Schweizer Garde, denen der Papst seine Dankbarkeit für ihren Dienst ausdrückte. In seiner Predigt ging Papst Franziskus auf den Kampf zwischen der Liebe Christi und dem Hass des ‚Herrn der Welt’ ein. Der Weg der Christen sei der Weg Jesu – deshalb müsse man darauf gefasst sein, wie er selbst von der Welt gehasst zu werden, dürfe sich aber nicht vor Verfolgungen fürchten. (rv)
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Mediensonntag: Mit Twitter in die Messe
Kommunikation ist ein Grundthema des christlichen Glaubens. Das betont der Schweizer Medienbischof, Abt Martin Werlen, im Gespräch mit Radio Vatikan. An diesem Sonntag begeht die katholische Kirche in der Schweiz den Mediensonntag. In seiner Botschaft zum Tag der katholischen Medien geht Abt Werlen auf die Bedeutung der neuen Medien ein: den sogenannten „Sozialen Netzwerken“ wie Facebook und Twitter. Viele Menschen, die einen Gottesdienst besuchten, kämen sich fremd vor. Das liege daran, dass sie mit den Riten nicht vertraut sind. Da können „Soziale Netzwerke“ eine große Hilfe für die katholische Kirche sein, so Abt Werlen. (rv)
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Volksfrömmigkeit und Tradition
Wenn man in diesen Tagen durch Rom läuft, fallen einem an allen Ecken und Enden gleichförmig und teils altertümlich gekleidete Gruppen auf, die historische und sakrale Stätten besuchen. Im Rahmen des Jahres des Glaubens hat der Vatikan auch an die Bruderschaften gedacht. Dies sind Großteils von Laien getragene Zusammenschlüsse von Gläubigen, die eine wichtige Rolle für die Bewahrung kultureller und kirchlicher Traditionen an ihrem Ursprungsort spielen und an diesem Wochenende zu einer eigenen Pilgerfahrt in der Ewigen Stadt unterwegs sind. Am Sonntag feiern sie gemeinsam Messe mit Papst Franziskus. (rv)
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Radio Vatikan überträgt live mit deutschem Kommentar

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DER SONNTAG:

Die Kirche braucht Mut zum Gebet
An dieser Stelle sind Sie die Betrachtung zum Sonntag gewohnt: Das Sonntagsevangelium und einig Gedanken dazu. Wir möchten dieses Format etwas ändern, oder besser: Dem neuen Pontifikat anpassen. An dieser Stelle möchten wir aus den Predigten des Papstes aus der vergangenen Woche eine geistliche Lesung – oder besser: ein geistliches nach-hören – machen. Aus der vergangenen Woche haben wir aus den Morgenmessen Predigten ausgewählt, die um das Thema „Kirche“ kreisen, kleine geistliche Perlen, die der Papst uns anbietet. (rv)
Hier hören Sie den geistlichen Einstieg in den Sonntag

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UNSER BUCHTIPP:

Zwei Papstbücher aus unserer Redaktion
Gleich zwei Bücher aus der deutschsprachigen Redaktion von Radio Vatikan über den neuen Papst: Stefan von Kempis und Mario Galgano haben jeweils Werke über das Leben des neuen Papstes veröffentlicht. Die beiden Autoren unterhalten sich für unseren Buchtipp über ihre jeweiligen Bücher. (rv)
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AUS DEM RADIO VATIKAN BLOG:

Was für ein Papst ist Franziskus?
Nach nun fast zehn Wochen unternimmt Pater Bernd Hagenkord eine erste vorsichtige Einschätzung des Pontifikates: Was tut Franziskus? Wofür steht er? Wie ist das alles zu deuten? Der erste Teil seiner Überlegungen befasst sich mit den Symbolen, der zweite Teil mit der Frage nach dem Inhalt und im dritten Teil geht er der Frage nach, wie fremd uns Europäern dieser Papst ist. (rv)

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DIE NACHRICHTEN:

Vatikan

Die Biennale in Venedig finden in diesem Jahr das erste mal mit Vatikanbeteiligung statt. Wie der Osservatore Romano berichtete, ist der Pavillon des Heiligen Stuhls dem Thema Schöpfung gewidmet. Grundlage seien die ersten elf Kapitel des biblischen Buchs Genesis, die von der Erschaffung der Welt, den Brüdern Kain und Abel, der großen Sintflut und dem Turmbau zu Babel berichten. Einzelheiten sollen am 14. Mai bei einer Pressekonferenz mit dem Präsidenten des päpstlichen Kulturrates, Kardinal Gianfranco Ravasi, im Vatikan vorgestellt werden. Die 55. Biennale findet vom 1. Juni bis zum 24. November statt. Auf der internationalen Kunstausstellung präsentieren sich alle zwei Jahre die teilnehmenden Länder mit einem nationalen Pavillon. (rv)

Europa

Deutschland
Die deutsche Bischofskonferenz lädt an diesem Sonntag in allen Gottesdiensten zur Teilnahme am Eucharistischen Kongress ein. Das Glaubensfest, das vom 5. bis 9. Juni in Köln stattfinden wird, biete „eine ganz besondere Chance, zum Entscheidenden durchzudringen und sich auf das Herzstück des christlichen Glaubens auszurichten“, so die Erklärung der Bischöfe von diesem Samstag. Die Einladung soll am Wochenende in den Gemeinden verlesen werden. Der Eucharistische Kongress steht unter dem Leitwort „Herr, zu wem sollen wir gehen?“ Die Deutsche Bischofskonferenz rechnet mit 30.000 Teilnehmern. (pm)
Die beiden Kanzlerkandidaten der kommenden Bundestagswahl sind am Freitag beim Evangelischen Kirchentag in Hamburg aufgetreten. Unabhängig voneinander nahmen Bundeskanzlerin Angela Merkel von der CDU und SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück Stellung zur internationalen Verantwortung Deutschlands, was unter anderem Thema am Tag der Veranstaltung war. Merkel trat für eine wirksamere Entwicklungshilfe ein und unterstrich, dass Deutschland bei der Energiewende eine internationale Vorbildrolle habe. Steinbrück forderte eine stärkere Regulierung der Banken und eine intensivere Bankenaufsicht. „Die Staaten dürfen nicht mehr erpressbar sein durch große Banken“, so Steinbrück. (kna)

Niederlande
Die Missbrauchsmeldestelle der Kirche in den Niederlanden meldet einen Zuwachs an Berichten. Unter Berufung auf die Meldestelle in Utrecht gaben niederländische Medien am Freitag an, dass im Februar und März Dutzende Meldungen eingegangen seien, die sich zu etwa 40 Prozent auf körperliche und physische Gewalt bezöge. Seit der Einrichtung der Meldestelle im Jahr 2010 gingen den Angaben zufolge rund 2.700 Berichte über Missbrauch ein. Während in den vergangenen Jahren zahlreiche Fälle sexueller Gewalt gemeldet worden seien, richte sich die Aufmerksamkeit nun verstärkt auf psychische und körperliche Gewalt. Anfang März hatte die von den niederländischen Bischöfen eingesetzte sogenannte Deetman-Kommission einen Bericht zu sexuellem Missbrauch von Mädchen in kirchlichen Einrichtungen veröffentlicht. (kna)

Großbritannien
Auch im Dialog mit der muslimischen Welt verwirklicht sich das Glaubensbekenntnis der Kirche: Das ist eines der Ergebnisse des dreitägigen Treffens zum christlich-muslimischen Dialog des Rates der europäischen Bischofskonferenzen (CCEE). „Miteinander reden und seinen Glauben bekennen“, titelten die Delegierten der CCEE entsprechend in ihrem Abschlusskommuniqué der Konferenz, die am Freitag in London zu Ende ging. „Nur durch die Begegnung und den Dialog kann man sich den muslimischen Gläubigen nähren und vorurteilsfrei mit ihnen in Kontakt treten“, so die Bischöfe weiter. (pm)

Asien

Burma
Das Vorgehen radikaler buddhistischer Gruppen gegen muslimische Minderheiten des Landes löst auch Sorge bei den Christen aus: „Als christliche Glaubensgemeinschaft können wir nur beten: wir hoffen, dass die Gewalt gegen religiöse Minderheiten enden wird und fordern zum Schutz jedes Menschenlebens auf“, so Bischof Raymond Saw Po Ray von Mawlamyine zum Fidesdienst. Der Bischof leitet die Justitia-et-Pax-Kommission der burmesischen Bischofskonferenz. Mindestens zehn muslimische Gläubige wurden in den vergangenen Tagen in Okkan in der Mitte des Landes verletzt, wo 400 aufgebrachte Buddhisten eine Moschee und Wohnungen angriffen. Zuvor hatte es bereits Ende März ähnliche Episoden der Gewalt in Meikthila im Norden des Landes geben, bei denen mindestens 43 Menschen starben. (fides)
AmerikaUruguay
Die Bischofskonferenz hat sich in einem erneuten Appell gegen das Abtreibungsgesetz ausgesprochen.
In einer Stellungnahme von diesem Freitag verurteilen die Bischöfe die Regelung, die im vergangenen Oktober mit einer knappen Mehrheit verabschiedet worden ist und Schwangerschaftsabbrüche in bestimmten Fällen bis zur 14. Woche erlaubt. „Das Leben ist eine Priorität“, schreibt die Bischofskonferenz, „Die Menschenrechte und das primäre Recht auf Leben dürfen nicht durch zufällige parlamentarische Mehrheiten ausgehebelt werden können.“ Eine Bürgerinitiative gegen das Gesetz hatte in den vergangenen Monaten rund 68.000 Unterschriften für die Einberufung eines Referendums gesammelt. Die Bischofskonferenz „ermutigt die legitimen Initiativen, die eine Abschaffung dieses Gesetzes fordern.“ (rv)

Kolumbien
Für eine „grundlegende Reform” des Renten- und Gesundheitswesens im Land haben sich die kolumbianischen Bischöfe ausgesprochen. Die permanente Kommission der Bischofskonferenz wandte sich mit ihrem Appell an Präsident Juan Manuel Santos und seine Regierung, da insbesondere der Gesundheitssektor „eine schwere operative und strukturelle Krise“ durchmache. Die Bischöfe verwiesen auf fünf Punkte, die die geringe Qualität der Gesundheitsversorgung deutlich machten, unter ihnen die Schwierigkeit des Zugangs zum Gesundheitswesen und insbesondere zu neuen Behandlungsmethoden; der beklagenswerte Zustand des Großteils der sanitären Infrastrukturen; die Hindernisse bei der Medikamentenbeschaffung sowie nicht zuletzt die gravierende Korruption innerhalb des politischen Systems, die dringend benötigte Mittel abzweige. (rv)

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Die Quellen unserer Nachrichtensendung sind u.a. die Agenturen Kna, Kathpress, Ansa, Efe, Afp, Kipa, Reuters, Ap, Adnkronos, Upi, Cns, Ucanews, Misna, Kirche in Not, Osservatore Romano, – die Vatikanzeitung in deutscher Sprache, sowie vatikaninterne Quellen. Der Newsletter ist nur zur persönlichen Information bestimmt. Grundlage für Zitate oder Übernahmen aus unserem Programm kann nicht unser Internetauftritt oder der Newsletter, sondern nur unser Radio-Programm sein. Die jeweils aktuelle Nachrichten- oder Magazinsendung von Radio Vatikan können Sie u.a. auf unserer Internetseite hören.
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Programmvorschau:

Heute Abend,  04.05.2013: Unsere Woche - Mit der Betrachtung zum Sonntag - Durch die Woche mit Papst Franziskus / 34. Evangelischer Kirchentag und die Ökumene

Sonntag Abend, 05.05.2013: Menschen in der Zeit: Friedrich Christian Delius

Montag Abend, 06.05.2013: Weltkirchen-Magazin
Themen u.a.: Israel/Palästina: Eine Mauer spaltet den Nahen Osten 

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Nachrichtenarchiv von Radio Vatikan

Radio Vatikan sendet täglich:16.00 h „Treffpunkt Weltkirche“

20.20 Uhr „Magazin“

6.20 Uhr Wiederholung des „Magazins“ vom Vortag

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· Radio Horeb um 16.00 und 18.00 Uhr, über ASTRA 1A - Tonunterträger von Pro7 (Frequenz 7.38 MHz - analog) und ZDF (7.56 MHz - digital). Im Kabel u.a.: München 89,6 / Augsburg 106,45 / Regensburg 101,8 / Rosenheim 101,5 / Kempten 103,6 / Luxemburg 100,5.
· Domradio Köln über Kabel im Erzbistum Köln und Satellit zwischen 18.00 Uhr und 20.00 Uhr.
· Radio Gloria über Kabel in der Schweiz und Satellit.
·
World-Radio-Network um 8.15, 9.30, 16.00, 19.00 und 0.45 Uhr MESZ, Tonunterträger von MTV-deutsch, (Frequenz 7.38 MHz).
· Radio Stephansdom um 19.40 Uhr, in Wien auf UKW 107,3 kHz, sowie im Kabel über 87,7 oder 105,0 MHz
· Radio Grüne Welle um 6.30, 10.00 und 16.00 Uhr, in Südtirol auf UKW 103,0 (Bozen) und 97,8 (Brixen)
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Im Internet:

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