RADIO VATIKAN - OFFIZIELLE WEBSEITE - Online-News 12.5.2013

Tagesmeldungen vom 12.5.2013

- Franziskus nimmt erstmals Heiligsprechungen vor -
- Papst hofft auf Ende der Gewalt in Kolumbien und Mexiko -
- Syrische Christen halten Gebetstag für den Frieden -
____________________________________
Verantwortlich: P. Bernd Hagenkord SJ / Stefan von Kempis
Redaktion: Stefan von Kempis
Redaktionsschluss 16.00 Uhr
Die folgenden Texte basieren auf unserer
Nachrichtensendung „Treffpunkt Weltkirche“ täglich um 16 Uhr

____________________________________

THEMEN DES TAGES:

Papst Franziskus nimmt erste Heiligsprechungen vor
Papst Franziskus hat bei seiner ersten Heiligsprechung 800 italienische Märtyrer und zwei lateinamerikanische Ordensfrauen zur Ehre der Altäre erhoben. Vor mehreren Zehntausend Menschen auf dem Petersplatz erinnerte er an Christen in aller Welt, die auch heute Gewalt oder Anfeindungen ausgesetzt seien. “Gott gebe ihnen Mut zur Glaubenstreue“, betete der Papst. Franziskus ermunterte den bei der Messfeier anwesenden Präsidenten Manuel Santos von Kolumbien, den Friedensprozess mit Rebellen fortzusetzen. Das Vorbild der neuen Heiligen zeige, dass man „den Glauben nicht allein und isoliert leben“ könne. Es gelte, „Jesus im Mitmenschen zu erkennen, alle Gleichgültigkeit zu überwinden und allen Individualismus, der die christlichen Gemeinschaften und unser eigenes Herz zerfrisst“. (rv)
Unser ausführlicher Bericht in Text und Ton


„Letztlich haben sie Europa gerettet...“
Unter den neuen Heiligen von diesem Sonntag sind auch 800 Märtyrer aus dem 15. Jahrhundert. Sie wurden von den Osmanen hingerichtet, weil sie sich weigerten, ihrem Glauben abzuschwören. Donald Prudlo ist Professor für mittelalterliche Geschichte an der Jacksonville State University im US-Bundesstaat Alabama. Nach seiner Einschätzung haben die Märtyrer von Otranto „letztlich Europa gerettet“: „Ihr mutiges Handeln gab der Christenheit einerseits die Zeit, sich wieder zusammenzuschließen, und andererseits, die Dimension der Bedrohung zu realisieren.“ (rv)
Hier mehr, in Text und Ton

Gebetstag für den Frieden in Syrien
Christen aller Konfessionen und Riten in ganz Syrien haben am Samstag einen Tag des Gebets für den Frieden abgehalten: „Gebet des gebrochenen Herzens“, so nannten sie diesen Tag. Er galt der Hoffnung auf ein Ende des Bürgerkriegs und auf eine Freilassung der vielen Entführten – unter ihnen sind auch zwei Bischöfe. Es war die erste gemeinsame Initiative der christlichen Kirchen Syriens von solcher Tragweite überhaupt in der syrischen Geschichte. Der aus dem Libanon stammende Jesuitenpater Ghassan Sahoui lebt in Homs, einer der am meisten vom Krieg betroffenen Städte Syriens. Er sagte uns, den Christen müsse endlich bewusster werden, „was ihre Rolle in dieser Krise, in diesem brutalen Drama ist“. Er hofft auf „eine friedliche Lösung des Konflikts durch einen Dialog“ – und auf eine „Initiative“ des Papstes. (rv)
Hier mehr, in Text und Ton

____________________________________

RV-SPEZIAL:

Papst Franziskus grüßt Hörer von Radio Vatikan
Die Kirche muss wieder „neu hinausgehen zu den Menschen in die Peripherie“: Das hat Kardinal Jorge Mario Bergoglio im Vorkonklave vor zwei Monaten gesagt. Kurz darauf war er der neue Papst, und als solcher hat er jetzt auch sein Radio Vatikan als Mittel entdeckt, an „Menschen in der Peripherie“ heranzukommen. Am Samstag nahm Papst Franziskus für unsere Hörer folgenden Gruß in seiner spanischen Muttersprache auf:

„Liebe Brüder, liebe Söhne, vor allem liebe Kranke, liebe Häftlinge, liebe ältere, verlassene, arme, misshandelte oder ausgebeutete Menschen! In so vielen Peripherien der menschlichen Existenz kann man die Stimme des Bischofs von Rom über Radio Vatikan hören, das Radio des Papstes. Ihnen allen will ich von ganzem Herzen nahe sein und Sie umarmen, mit der Liebe und Hoffnung des auferstandenen Jesus. Ich segne auch speziell alle Sender, die das Radio des Papstes wiederausstrahlen, und segne alle geliebten Hörer, besonders die Bedürftigsten unter ihnen.“ (rv)
Hier können Sie den Gruß des Papstes hören

Patrick Roth: Bericht aus dem Grab Jesu
Schreiben ist Totenerweckung, sagt er. Und: Vom Lesen meiner Bücher soll den Lesern schwindelig werden. Patrick Roth will in seinen Büchern vom Geheimnis des Glaubens erzählen, seine Christus-Trilogie ist ein Bestseller der Literatur und sein neuestes Buch „Sunrise – Das Buch Joseph“ war für den deutschen Buchpreis nominiert. In einer Veranstaltung des Domradios las er die Schlusskapitel aus „Corpus Christi“: Tirza hat sich in das Grab Jesu einschließen lassen, vor dessen Grablegung, und berichtet nun nachher dem Zweifler Thomas davon, was sie gesehen – ein Text in einer Traumsprache über den Leib Christi, von unserem Glauben und unserer Hoffnung. Es liest der Autor selbst. (domradio)
Hier hören Sie das Gespräch mit P. Roth 

____________________________________

DIE NACHRICHTEN:

Europa

Türkei
Offenbar sollte auf den Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I. ein Anschlag verübt werden. Türkischen Medien zufolge konnte die Polizei ein Attentat auf den in Istanbul residierenden Patriarchen verhindern; ein Verdächtiger sei festgenommen worden, nach zwei weiteren werde gefahndet. Den Medienberichten zufolge war das Attentat für den 29. Mai geplant, zum 560. Jahrestag der Eroberung Konstantinopels (heute Istanbul) durch die Türken. Bei dem Festgenommenen soll es sich um einen 29-Jährigen aus der zentral gelegenen Provinz Kayseri handeln. Die Polizei habe ihre Sicherheitsvorkehrungen zum Schutz des Patriarchen verstärkt, erklärte dessen Sprecher. Bartholomaios ist das Ehrenoberhaupt der orthodoxen Christen in aller Welt. (kipa)

Afrika

Ägypten
Angesichts der Vorherrschaft der Muslimbrüder kommt es in Ägypten weiterhin zu Verhaftungen von Chrissten. Diesmal traf es eine 23-jährige Lehrerin einer Grundschule südlich von Luxor. Sie wird beschuldigt, vor ihren Schülern abfällige Äußerungen über den islamischen Propheten Mohammed getan zu haben. Nach Angaben der Nachrichtenagentur asianews wird ein Anti-Blasphemie-Gesetz immer häufiger gegen christliche Kopten angewandt. (asianews)

Gabun
Etwa 5.000 Menschen haben am Samstag in Libreville gegen Ritualverbrechen demonstriert. Zu dem Protestmarsch hatten die katholischen Bischöfe Gabuns aufgerufen. Auch muslimische Würdenträger und die Frau des Staatspräsidenten, Sylvia Bongo Ondimba, nahmen an der Demonstration in der Hauptstadt teil. Nach Statistiken nimmt die Zahl von Ritualverbrechen, aber auch die Kriminalität allgemein in Gabun zu. (afp
)

Asien

Indien
In einem Dorf bei Shrinagar in der Region Kashmir hat die Polizei zwei Laienmissionare verhaftet, damit aber auch vor Lychjustiz durch eine aufgebrachte Menschenmenge bewahrt. Das berichtet die Nachrichtenagentur fides. Die zwei Missionare werden beschuldigt, an junge Muslime Schriften über die Bibel verteilt zu haben. Ein Dachverband militanter islamischer Gruppen wirft ihnen Proselytismus vor. (fides)

____________________________________

Die Quellen unserer Nachrichtensendung sind u.a. die Agenturen Kna, Kathpress, Ansa, Efe, Afp, Kipa, Reuters, Ap, Adnkronos, Upi, Cns, Ucanews, Misna, Kirche in Not, Osservatore Romano, – die Vatikanzeitung in deutscher Sprache, sowie vatikaninterne Quellen. Der Newsletter ist nur zur persönlichen Information bestimmt. Grundlage für Zitate oder Übernahmen aus unserem Programm kann nicht unser Internetauftritt oder der Newsletter, sondern nur unser Radio-Programm sein. Die jeweils aktuelle Nachrichten- oder Magazinsendung von Radio Vatikan können Sie u.a. auf unserer Internetseite hören.
____________________________________

Programmvorschau:

Heute Abend, 12.05.2013: Reden über Gott und Welt
Vorbereitung auf den Eucharistischen Kongress: Der Schriftsteller Patrick Roth

Montag Abend, 13.05.2013: Weltkirchen-Magazin 

__________________________________________

Nachrichtenarchiv von Radio Vatikan

Radio Vatikan sendet täglich:16.00 h „Treffpunkt Weltkirche“

20.20 Uhr „Magazin“

6.20 Uhr Wiederholung des „Magazins“ vom Vortag

Radio Vatikan ist außerdem zu hören bei:

· Radio Horeb um 16.00 und 18.00 Uhr, über ASTRA 1A - Tonunterträger von Pro7 (Frequenz 7.38 MHz - analog) und ZDF (7.56 MHz - digital). Im Kabel u.a.: München 89,6 / Augsburg 106,45 / Regensburg 101,8 / Rosenheim 101,5 / Kempten 103,6 / Luxemburg 100,5.
· Domradio Köln über Kabel im Erzbistum Köln und Satellit zwischen 18.00 Uhr und 20.00 Uhr.
· Radio Gloria über Kabel in der Schweiz und Satellit.
·
World-Radio-Network um 8.15, 9.30, 16.00, 19.00 und 0.45 Uhr MESZ, Tonunterträger von MTV-deutsch, (Frequenz 7.38 MHz).
· Radio Stephansdom um 19.40 Uhr, in Wien auf UKW 107,3 kHz, sowie im Kabel über 87,7 oder 105,0 MHz
· Radio Grüne Welle um 6.30, 10.00 und 16.00 Uhr, in Südtirol auf UKW 103,0 (Bozen) und 97,8 (Brixen)
· Radio Maria Österreich um 16.00 und 18.00 Uhr im Großraum Innsbruck auf UKW 104.8 und im Mostviertel/NÖ auf UKW 104.7. Im Kabel u.a. Telekabel Wien 102.7 MHz
· Radio Maria Schweiz um 16.00 und 18.00 Uhr kann in weiten Teilen der Deutschschweiz direkt aus der Luft empfangen werden

Im Internet:

Die deutschsprachigen Sendungen sind hier online live und auf Abruf zu hören

Weitere Informationen hier

Unseren aktuellen Programmflyer können Sie anfordern bei:
Ulrich Knop, Im Hafer 2, D-71636 Ludwigsburg, Tel./Fax: 0049 (0) 7141 - 43212, Email: programm@radiovatikan.de
oder hier zum downloaden

Post: Radio Vatikan - sezione tedesca, I-00120 Città del Vaticano
Fax: 0039 - 06 - 6988 3844
e-Mail: deutsch@vatiradio.va