RADIO VATIKAN - OFFIZIELLE WEBSEITE - Online-News 8.10.2013

Tagesmeldungen vom 8.10.2013

- Papst beruft Bischofssynode zu Familie ein -
- Debatte zu wiederverheirateten Geschiedenen -
- Franziskus informiert sich über Lampedusa -
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Verantwortlich: P. Bernd Hagenkord SJ / Stefan von Kempis
Redaktion: Mario Galgano
Redaktionsschluss 16.00 Uhr
Die folgenden Texte basieren auf unserer
Nachrichtensendung „Treffpunkt Weltkirche“ täglich um 16 Uhr

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THEMEN DES TAGES:

Papst beruft für 2014 Sonderbischofssynode zu Familie ein
Papst Franziskus hat für Oktober 2014 eine Sonderbischofssynode zur Familienpastoral angekündigt. Vom 5. bis 19. Oktober werden also Vertreter der Ortskirchen über „Die pastoralen Herausforderungen der Familie im Rahmen der Evangelisierung“ beraten. Das teilte das vatikanische Presseamt am Dienstag mit. Dabei solle auch über das Thema wiederverheiratete Geschiedene gesprochen werden, hieß es im Pressesaal. Der Papst nahm am Montag und an diesem Dienstag an Beratungen über die Weltbischofssynode im Vatikan persönlich teil, ein ungewöhnlicher Schritt. (rv/kna)
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Debatte um wiederverheiratete Geschiedene
Eine Handreichung des Seelsorgeamts der Erzdiözese Freiburg sorgt für Aufsehen: Unter dem Titel „Menschen begleiten - auch beim Scheitern von Ehen“ geht das Papier auf den kirchlichen Umgang mit Katholiken ein, die nach einer zivil geschiedenen Ehe ein zweites Mal geheiratet haben. Die Handreichung zeigt auf, unter welchen Voraussetzungen Seelsorger solche Menschen zu den Sakramenten und kirchlichen Ämtern zulassen können. „Das Sakrament der Ehe bleibt jedoch unangetastet“, erklärte Bistumssprecher Robert Eberle am Montag. Vatikansprecher Federico Lombardi warnte indes vor Sonderwegen bei der Familienpastoral. In dieser Frage sei ein einheitliches Vorgehen der Kirche notwendig, betonte Lombardi auf Anfrage an diesem Dienstag. (rv/pm/diverse)
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Deutsche Reaktionen auf das Freiburger Papier

Papst informiert sich laufend über Lage auf Lampedusa
Papst Franziskus informiert sich laufend über die derzeitige Lage in Lampedusa. Nach dem jüngsten Flüchtlingsdrama vor der Mittelmeerinsel hat Franziskus den päpstlichen Almosenmeister, Kurienerzbischof Konrad Krajewski, auf die Insel entsandt. Krajewski wird zwei Tag lang die Bergungsarbeiten der Opfer mitverfolgen. Er sicherte den Menschen konkrete kirchliche Hilfen zu. Vergangene Woche war vor Lampedusas Küste – nicht weit von Zypern entfernt – ein Flüchtlingsboot mit etwa 500 Menschen gekentert.Für den maronitischen Erzbischof von Zypern, Youssef Soueif, handelt es sich um eine Tragödie, die nicht nur die Mittelmeerinsel betrifft. (rv)
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Messe im Petersdom für Lampedusa-Opfer

Belgien: Kirche gegen Sterbehilfe für Minderjährige
In Belgien wird über eine Erlaubnis der Euthanasie auch für Minderjährige debattiert. Geschockt darüber ist die katholische Kirche in dem Land, berichtet der Erzbischof von Mechelen-Brüssel, André-Joseph Léonard, gegenüber Radio Vatikan. Die Euthanasie-Debatte war vergangene Woche wieder losgegangen, nachdem sich ein 44-jähriger belgischer Mann, der früher eine Frau war, mittels Euthanasie umbringen ließ. Er hatte zuvor erklärt, dass er nach seiner misslungenen Geschlechtsumwandlung „unerträglichen psychischen Leiden“ ausgesetzt gewesen sei. Nun diskutiert das Land darüber, ob das im Mai 2002 in Kraft getretene Gesetz über legale Euthanasie auch noch ausgeweitet werden sollte. Erzbischof Léonard warnt vor einer „gefährlichen Entwicklung“. (rv)
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Papstpredigt: Hütet euch vor mechanischem Beten!
Ein Christ ist jemand, der ein Herz zum Beten und zum Vergeben hat. Das hat Papst Franziskus bei der Morgenmesse in der Casa Santa Marta im Vatikan betont. Das Tagesevangelium von diesem Dienstag spricht von Martha, der Patronin des Gästehauses, in dem der Papst residiert. Gebete können auch Wunder bewirken, sagte Franziskus; sie sollten aber niemals bloß ein mechanischer Akt sein. Martha und der Prophet Jonas seien beide dafür bekannt gewesen, dass sie nicht beten konnten, erinnerte der Papst in Auslegung der Lesungen. (rv)
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BEST OF ASSISI:

Ein Rückblick auf unserem Youtube-Kanal
Papst Franziskus hat am vergangenen Freitag Assisi besucht, dem Geburts- und Wirkungsort seines Namenspatrons, dem heiligen Franziskus. Während der eintägigen Reise in die zentralitalienische Kleinstadt hat der Papst mehrere Begegnungen und einen großen Gottesdienst gefeiert. Hören und sehen Sie bei uns die Highlights auf youtube.com/vaticande (rv)

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UNSERE LATEIN-NACHRICHTEN:

Jede Woche frisch: unsere Nachrichten auf Latein. Gero P. Weishaupt übersetzt für Radio Vatikan ausgewählte Meldungen unseres Programms. (rv)
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DIE NACHRICHTEN:

Vatikan

Die Vatikanische Verlagsbuchhandlung wird von neuem mit einem eigenen Stand bei der Frankfurter Buchmesse vertreten sein. Es seien Dutzende Treffen mit Verlegern aus dem In– und Ausland vorgesehen, die sich für die Schriften und Veröffentlichungen des Papstes und des Heiligen Stuhls interessieren, so Don Giuseppe Costa, Direktor der vatikanischen Buchhandlung. Neben geistlicher Lektüre bestehe besonderes Interesse an der neuen Enzyklika „Lumen fidei“, so Costa. Die Buchmesse in Frankfurt am Main beginnt am 9. Oktober und geht bis zum 13.Oktober. Sie gilt als größte ihrer Art. (pm)

Europa

Deutschland
Die Baukosten für das Limburger Diözesanzentrum belaufen sich auf rund 31 Millionen Euro. Das teilte das Bistum mit. Darin sind auch die Kosten für den Bau des bischöflichen Hauses am Limburger Domberg enthalten. Damit fallen die Kosten weit höher aus als bisher auch von Kritikern angenommen. Ursprünglich waren 5,5 Millionen Euro angesetzt. Die Summe von 31 Millionen Euro habe die von Diözesanbischof Franz-Peter Tebartz-van Elst für diesen Monat angekündigte verwaltungsinterne Kostenrechnung ergeben, so das Bistum. Nun würden alle Unterlagen an die von dem Bischof erbetene Sonderkommission der Deutschen Bischofskonferenz weitergeleitet. Sie habe den Auftrag, die verschiedenen Einzelprojekte der gesamten Baumaßnahme hinsichtlich der Kosten und ihrer Finanzierung zu prüfen. Das Ergebnis dieser Prüfung werde dem Bischof und der Öffentlichkeit vorgelegt. (kna/pm)
Die künftige Bundesregierung muss sich stärker für faire Arbeitsbedingungen einzusetzen. Das fordert der Trierer Bischof Stephan Ackermann. Ein besonderes Augenmerk müsse den Menschen aus anderen Ländern wie Saison- und Wanderarbeitern gelten. Diese litten in Deutschland unter unmenschlichen Verhältnissen, beklagte Ackermann in einer Mitteilung, die am Montag anlässlich des Internationalen Tages für menschenwürdige Arbeit veröffentlicht wurde. „Deshalb muss es bei den anstehenden Koalitionsverhandlungen auch um menschenwürdige Arbeitsbedingungen für alle gehen“, forderte er. Ackermann ist Vorsitzender der Deutschen Kommission Justitia et Pax. (pm)

Österreich
Kardinal Christoph Schönborn hat im Wiener Stephansdom an das Rosenkranzfest und die Erstürmung des Erzbischöflichen Palais vor 75 Jahren erinnert. Die Bewunderung für den Mut der damals 7.000 Jugendlichen, die zum Fest mit Kardinal Theodor Innitzer in den Dom gekommen waren, bedeute für heute, ebenfalls Mut zu einem dreifachen Bekenntnis zu haben: „Zu Christus, zur Kirche und zu Österreich“, so der Wiener Erzbischof bei einer Gedenkmesse. Mut zum Christusbekenntnis sei wichtig, weil „der bloße Glaube an Gott, an irgendein höheres Wesen, zu allgemein ist und auch mit nationalsozialistischem Gedankengut vereinbar war“. Mut zum Bekenntnis zur Kirche sei wichtig, weil es Mode sei, „kritische Loyalität“ zu betonen. Mut zum Bekenntnis zu Österreich bedeute schließlich, „dankbar zu sein, in diesem Land zu leben“. (kap)

____________________________________Die Quellen unserer Nachrichtensendung sind u.a. die Agenturen Kna, Kathpress, Ansa, Efe, Afp, Kipa, Reuters, Ap, Adnkronos, Upi, Cns, Ucanews, Misna, Kirche in Not, Osservatore Romano, – die Vatikanzeitung in deutscher Sprache, sowie vatikaninterne Quellen. Der Newsletter ist nur zur persönlichen Information bestimmt. Grundlage für Zitate oder Übernahmen aus unserem Programm kann nicht unser Internetauftritt oder der Newsletter, sondern nur unser Radio-Programm sein. Die jeweils aktuelle Nachrichten- oder Magazinsendung von Radio Vatikan können Sie u.a. auf unserer Internetseite hören.
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Programmvorschau:

Heute Abend, 08.10.2013: Radioakademie (Teil 2) - von Stefanie Stahlhofen
Der Glaube der Benediktinerinnen

Mittwoch Abend, 09.10.2013: Die Woche in Rom
Themen u.a.: Die Generalaudienz mit Papst Franziskus

Donnerstag Abend, 10.10.2013: Kreuz des Südens
Themen u.a.: Kirchliche Stimmen zur Flüchtlingsproblematik am Mittelmeer

Freitag Abend, 11.10.2013: Prisma-Magazin

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Nachrichtenarchiv von Radio Vatikan

Radio Vatikan sendet täglich:16.00 h „Treffpunkt Weltkirche“

20.20 Uhr „Magazin“

6.20 Uhr Wiederholung des „Magazins“ vom Vortag

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