RADIO VATIKAN - OFFIZIELLE WEBSEITE - Online-News 13.10.2013

Tagesmeldungen vom 13.10.2013

- Über 100.000 bei Papstmesse mit Marienweihe -
- Videobotschaft: „Wir wollen keine Schaufensterchristen“ -
- Bischof Tebartz-van Elst in Rom -
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Verantwortlich: P. Bernd Hagenkord SJ / Stefan von Kempis
Redaktion: P. Max. Immanuel Cappabianca OP
Redaktionsschluss 16.00 Uhr
Die folgenden Texte basieren auf unserer
Nachrichtensendung „Treffpunkt Weltkirche“ täglich um 16 Uhr

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THEMEN DES TAGES:

Papst: Maria als Vorbild im Staunen, in der Treue und der Dankbarkeit
Über 100.000 Menschen haben am Sonntag an einer Papstmesse aus Anlass der „Marianischen Tage“ auf dem Petersplatz teilgenommen. In Gegenwart der Statue der Muttergottes von Fatima, die eigens aus Portugal nach Rom geflogen worden war, erinnerte Franziskus daran, dass Glaube in der Fähigkeit bestehe, sich überraschen zu lassen. Dies fordere Beständigkeit in den eigenen Entscheidungen, wie zum Beispiel in der Ehe und dränge zur Dankbarkeit. Die Messe fand im Rahmen der Veranstaltungen zum Jahr des Glaubens statt. Am Ende der Messe weihte der Papst der Muttergottes von Fatima die Sorgen und Nöte der Menschen. „Lehre uns deine Liebe für die Kleinen, die Armen, die Ausgeschlossenen, die Leidenden, für die Sünder und die Verirrten“, sagte er. Die Figur der „Madonna von Fatima“ kehrt am Sonntag per Flugzeug zurück nach Portugal. (rv)
Hier mehr in Text und Ton
Hier die Übersetzung des Redemanuskripts
Weihegebet des Papstes an die Muttergottes von Fatima

Bischof Tebartz-van Elst nun doch in Rom
Der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst ist nun doch nach Rom geflogen. Der Bischof halte sich zu Gesprächen im Vatikan auf, sagte Bistumssprecher Martin Wind am Sonntag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Zum Inhalt der Gespräche und der Dauer des Aufenthalts machte Wind keine Angaben. Nachdem Medien am Samstag berichteten, der Limburger Bischof habe sich auf den Weg in den Vatikan gemacht, hieß es in Limburg zunächst, Tebartz-van Elst habe diese Reise verschoben. (kna)

Medienhype um Limburg – Ein Kommentar
In einem Kommentar zum gegenwärtigen Medienhype um den Limburger Bischof betont der Redaktionsleiter von Radio Vatikan P. Bernd Hagenkord SJ, dass ohne Transparenz, Offenheit und Verantwortung das Bistum Limburg und die deutsche Kirche nicht zur Ruhe kommen werden. Zugleich hinterfragt er aber kritisch die Berichtserstattung in den deutschen Medien. (rv)
Hier zum Nachlesen und -hören

Samstagabend: Papst feiert Marienandacht
Zehntausende Gläubige haben am Samstagabend auf dem Petersplatz gemeinsam mit Papst Franziskus eine Marienandacht vor der Statue der Madonna von Fatima gefeiert. Der uneingeschränkte Glaube an ihren Sohn Jesus auch in der Stunde seines Todes zeige den Weg, auf dem die Menschen ihm nachfolgen sollten, sagte der Papst in seiner Katechese. Dieser Weg bedeute, „Demut, Barmherzigkeit, Nähe zu zeigen, aber auch Heuchelei, Falschheit, Götzendienst entschieden abzulehnen“, so Franziskus. Mit ihrer Bereitschaft, Gottes Willen zu erfüllen und seinen Sohn zu gebären, habe Maria den Knoten zwischen Gott und den Menschen gelöst. Die Hinwendung zu ihr könne auch helfen, die „inneren Knoten“ zu entknüpfen, die durch die Sünde in den Menschen entstünden, führte der Papst aus.  „Sie sind gefährlich, denn mehrere Knoten können zu einem Knäuel werden, das immer schmerzhafter wird und immer schwieriger zu lösen ist.“ (kna/rv)
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Die deutsche Übersetzung der Papstansprache finden sie hier

Videobotschaft: „Wir wollen keine Schaufensterchristen sein“
In einer Videobotschaft hat sich Papst Franziskus am Samstagabend an Gläubige in Marienheiligtümern auf der ganzen Welt gewandt. Der Glaube an Maria schenke Christen Kraft und Mut, sagte er. Sie sei eine „Mama“, die den Menschen stets nahe sei. Er bat um ihre Hilfe, „dass wir nicht Christen ‚fürs Schaufenster’ sind, sondern solche, die sich die Ärmel hochkrempeln, um mit deinem Sohn Jesus sein Reich der Liebe, der Freude und des Friedens aufzubauen“.
Einige weitere Details finden Sie hier

Pakistan: Blasphemiegesetzt bleibt umstritten
Immer wieder wird die Abschaffung des sog. Blasphemiegesetz in Pakistan gefordert. Gotteslästerung werde zum Vorwand genommen für Übergriffe gegen Minderheiten, so internationale Menschenrechtsgruppen und katholische Hilfswerke wie zum Beispiel „Missio“. Zuletzt kam es zu Gewalttätigkeiten gegen Besucher einer christlichen Kirche, bei der 120 Menschen starben. Joseph Coutts ist Erzbischof von Karachi. Im Gespräch mit Radio Vatikan betont er, dass das Gesetz leicht missbraucht werden könne. Man dürfe aber nicht extremistische Minderheiten mit dem Islam gleichsetzen.
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AUS UNSEREM ABENDPROGRAMM:

Reden über Gott und Welt: Das Erbe von Lilli Gruber
Als die in Rom lebende Südtiroler Journalistin Lilli Gruber auf die Tagebücher ihrer Urgroßmutter Rosa stößt, wird ihr bewusst, wie sehr sie in ihrer Familie und in ihrer Heimat Südtirol verwurzelt ist. Sie macht sich auf, das Schicksal von Rosa und deren Tochter Hella zu ergründen, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts in den Strudel der Geschichte geraten. Drei Frauen. Drei Generationen. Drei Schicksale. Ein Erbe. Lilli Gruber ist die erste Frau, die im italienischen Staatssender „Rai Uno“ die Hauptnachrichtensendung um 20 Uhr moderierte und ehemalige Europaabgeordnete. Im Droemer-Verlag ist das Buch „Das Erbe. Die Geschichte meiner Südtiroler Familie erschienen“. Darin geht sie auf die Frage nach der Identität ein. (pm/rv)
Hier das Gespräch mit Lilli Gruber zum Nachhören

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DIE NACHRICHTEN:

Vatikan

Ilson de Jesus Montanari (54), Mitarbeiter der Römischen Bischofskongregation, ist von Papst Franziskus zu deren Sekretär ernannt worden. Zugleich erhielt er die Würde eines Erzbischofs, wie der Vatikan am Samstag mitteilte. Der 1959 im brasilianischen Sertaozinho (Bundesstaat Sao Paulo) geborene Montanari wurde 1989 zum Priester geweiht. Neben Theologie hat er auch Recht und Wirtschaft studiert. Nach pastoralen Tätigkeiten und kirchlichen Leitungsämtern in Brasilien wurde er 2008 in die Bischofskongregation berufen. Seit Mai 2011 trägt er den Titel eines Kaplans Seiner Heiligkeit. Der Brasilianer folgt auf Erzbischof Lorenzo Baldisseri (72), den Franziskus am 21. September zum neuen Generalsekretär der Weltbischofssynode ernannt hat. (rv/kipa)

Europa

Deutschland/Korea
Von Berlin aus ist eine Pilgerfahrt mit dem Zug mit Fahrtziel Korea gestartet. Mit der Aktion möchte der Ökumenische Weltrat der Kirchen zur Versöhnung und den Frieden zwischen Nord- und Südkorea beitragen. An Bord sind etwa 130 Vertreter verschiedener ökumenischer Vereinigungen. Ende Oktober wird der Zug in Busan (Korea) erwartet, wo er sowohl den Nord- als auch den Südteil des Landes durchqueren wird. Am Ende des Monats startet die 10. Vollversammlung des Ökumenischen Weltrats der Kirchen. Die katholische Kirche ist nicht Mitglied im Weltrat (mit Sitz in Genf), arbeitet aber bei verschiedenen Unterkommissionen mit. (apic)

Schweiz
Kardinal Walter Kasper hat in Fribourg die Liturgiereform des II. Vatikanischen Konzils gewürdigt. Bei einem Festakt zum 50. Jahrestags der Liturgiekonstitution „Sacrosantum Concilium“ sagte Kasper am Freitag, die Liturgie sei das schlagende Herz der Kirche. Man habe seinerzeit die Reform erhofft, aber konkret so nicht erwartet. Sie sei ein Geschenk des Heiligen Geistes für die Kirche unserer Zeit. Am Freitag wurde auch das 50-jährige Bestehen des liturgischen Instituts der deutschsprachigen Schweiz gefeiert. Seit 2004 wird es von dem Dominikanerpater Peter Spichtig OP geleitet. (kipa)
Hier ein ausführlicher Bericht von Andrea Moresino (kipa)

Spanien
An diesem Sonntag startet in Madrid eine hochrangige Konferenz zum jüdisch-christlichen Dialog. Thema des Treffens des Internationalen jüdisch-katholischen Verbindungskommittees ist „Die Herausforderungen für den Glauben in den Gesellschaften von heute“. Die katholische Seite vertritt Kurienkardinal Kurt Koch und der Madrider Erzbischof Kardinal Antonio M. Rouco Varela. Für die jüdische Seite stehen u.a. David Rosen und weitere Rabbiner. Das letzte Treffen dieser Art fand 2011 in Paris statt, bei dem es um den Stand des jüdisch-christlichen Dialogs über 40 Jahre nach der Konzilserklärung „Nostra Aetate“ ging. (rv)

Afrika

Nigeria
Eine katholische Laienmissionarin ist bei einem Raubüberfall ums Leben gekommen. Die aus Italien stammende Afra Martinelli (78) starb zwei Wochen nach dem Überfall an ihren Verletzungen. Mehrere Jahrzehnte ihres Lebens widmete die Missionarin dem Aufbau des Zentrums „Regina Mundi“, einer Einrichtungen für Jugendliche in Oguashi-Ukwu im Distrikt „Delta“, in dem Computerschulungen für bedürftige Jugendliche angeboten werden. Ein Welle der Sympathie ebbt seitdem für die gläubige Katholikin durch das Land; sie soll nun in Nigeria selber beerdigt werden. (rv)

Asien

Philippinen
Die katholischen Kirchenglocken haben am vergangenen Freitag gegen Korruption geläutet. Mit der ungewöhnlichen Aktion protestiert die Kirche gegen Mittel, die der Staat Parlamentariern für „soziale Werke“ in ihren Wahlkreisen zur Verfügung stellt. In Wahrheit würden mit der auch „Pork barell“ genannten Sonderzuwendung Stimmen gekauft, so eine Initiative von katholischen Kirchenvertretern. Die Regierung lehnt eine Abschaffung dieser Zulage bisher ab. Nun sollen an jedem Freitag die Glocken gegen die „Pork barell“ läuten, so der Priester Ben Alforque, Koordinator der Gruppe „Church People's Alliance“. (rv/fides)

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Die Quellen unserer Nachrichtensendung sind u.a. die Agenturen Kna, Kathpress, Ansa, Efe, Afp, Kipa, Reuters, Ap, Adnkronos, Upi, Cns, Ucanews, Misna, Kirche in Not, Osservatore Romano, – die Vatikanzeitung in deutscher Sprache, sowie vatikaninterne Quellen. Der Newsletter ist nur zur persönlichen Information bestimmt. Grundlage für Zitate oder Übernahmen aus unserem Programm kann nicht unser Internetauftritt oder der Newsletter, sondern nur unser Radio-Programm sein. Die jeweils aktuelle Nachrichten- oder Magazinsendung von Radio Vatikan können Sie u.a. auf unserer Internetseite hören.
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Programmvorschau:

Heute Abend, 13.10.2013: Reden über Gott und Welt

Montag Abend, 14.10.2013: Weltkirchen-Magazin

Dienstag Abend, 15.10.2013: Die Radioakademie (Teil 3)

Mittwoch Abend, 16.10.2013: Die Woche in Rom

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Nachrichtenarchiv von Radio Vatikan

Radio Vatikan sendet täglich:16.00 h „Treffpunkt Weltkirche“

20.20 Uhr „Magazin“

6.20 Uhr Wiederholung des „Magazins“ vom Vortag

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· Radio Horeb um 16.00 und 18.00 Uhr, über ASTRA 1A - Tonunterträger von Pro7 (Frequenz 7.38 MHz - analog) und ZDF (7.56 MHz - digital). Im Kabel u.a.: München 89,6 / Augsburg 106,45 / Regensburg 101,8 / Rosenheim 101,5 / Kempten 103,6 / Luxemburg 100,5.
· Domradio Köln über Kabel im Erzbistum Köln und Satellit zwischen 18.00 Uhr und 20.00 Uhr.
· Radio Gloria über Kabel in der Schweiz und Satellit.
·
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· Radio Grüne Welle um 6.30, 10.00 und 16.00 Uhr, in Südtirol auf UKW 103,0 (Bozen) und 97,8 (Brixen)
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Im Internet:

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