RADIO VATIKAN - OFFIZIELLE WEBSEITE - Online-News 20.10.2013

Tagesmeldungen vom 20.10.2013

- Limburg: Papst wird Bischof Tebartz empfangen -
- Bistum Münster weist „Spiegel“-Artikel zurück -
- Franziskus: „Nein zu Proselytismus“ -
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Verantwortlich: P. Bernd Hagenkord SJ / Stefan von Kempis
Redaktion: Stefan von Kempis
Redaktionsschluss 16.00 Uhr
Die folgenden Texte basieren auf unserer
Nachrichtensendung „Treffpunkt Weltkirche“ täglich um 16 Uhr

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STREIT UM BISTUM LIMBURG UND KIRCHENFINANZEN:

Papst wird Limburger Bischof empfangen
Papst Franziskus wird am Montag den Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst treffen. Das bestätigte Bistumssprecher Martin Wind am Sonntag der KNA. Nähere Angaben zu der bevorstehenden Audienz wollte der Sprecher nicht machen. Derweil gehen führende Vertreter des Bistums auf Distanz Bischof Tebartz-van Elst. Domdekan Günther Geis, der Vorsitzende des Domkapitels und ehemalige Generalvikar, sagte der eigenen Bistumszeitung „Der Sonntag“, im Bistum müsse es „einen Neuanfang mit einem neuen Bischof geben“. (kna)
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„Von den Baukosten konnte jeder wissen“
Der Chefredakteur der Katholischen Nachrichtenagentur, Ludwig Ring-Eifel, glaubt nicht so ganz an eine schnelle Lösung im Fall Tebartz-van Elst. „Man muss ja erst einmal die Ergebnisse der Prüfung (durch die Deutsche Bischofskonferenz) abwarten“, so Ring-Eifel. Dazu komme das Hamburger Verfahren wegen eidesstattlicher Falschaussage gegen den Bischof. Allerdings sei es ein „Problem, dass die Medien ein anderes Tempo vorgeben als die Gerichte, und das ist für die Kirche eine unangenehme Situation.“ Dass die Kosten für das Diözesane Zentrum von Limburg im zweistelligen Millionenbereich liegen würden, konnte nach Ring-Eifels Eindruck „jeder wissen, der das Bauprojekt anschaute... Ob jetzt mit oder ohne Luxusausstattung, solche Bauprojekte sind einfach teuer.“ (domradio)
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Bistum Münster weist „Spiegel“-Artikel zurück
Das Bistum Münster wehrt sich gegen einen Bericht des „Spiegel“, der in seiner neuesten Ausgabe schreibt, katholische Diözesen würden Millionenvermögen verschweigen. „Die Tatsachen sehen anders aus“, so Pressesprecher Stephan Kronenburg. Er kritisiert unter anderem Formulierungen wie „das Bistum Münster verschwieg stattliche Werte“ oder „nicht genannt wurden 38 Immobilien“. In Wahrheit habe das Bistum schon am vergangenen Montag offengelegt, dass der Bischöfliche Stuhl über sein Geldvermögen von 2,37 Millionen Euro hinaus auch Eigentümer von Immobilien sei. Dafür habe man auch Beispiele genannt. (kna)
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Bischof Hanke rät: „Aufbauen, wo andere zerstören“
Aggressive Kirchenkritik und die Beschimpfung religiöser Bekenntnisse sollten nach Auffassung des Eichstätter Bischofs Gregor Maria Hanke ein Anlass sein, christliche Werte überzeugender in die Gesellschaft einzubringen. „Der Respekt vor Glaube und Religion muss durch Argumentation und Vorbild, durch Glaubwürdigkeit und bürgerschaftliches Engagement erstritten werden“. Aufgabe der Christen sei es „aufzubauen, wo andere nur selbstsüchtig zerstören“, sagte der Bischof am Sonntag im Eichstätter Dom. (pm bistum eichstätt)
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WEITERE THEMEN DES TAGES:

Angelus: „Der Kampf gegen das Böse ist hart“ – Nein zu Proselytismus
Zum „Beten ohne Unterlass“ hat Papst Franziskus beim Angelusgebet an diesem Sonntag aufgerufen. Gott sei „auf unserer Seite, speziell wenn wir in Schwierigkeiten sind und gegen das Böse außerhalb und in uns ankämpfen, und unsere Waffe bei diesem Kampf ist das Gebet“. Doch dieser „Kampf gegen das Böse“ sei „hart und zäh“, so der Papst. „Wenn der Glaube erlischt und das Beten verstummt, dann gehen wir im Dunkeln vorwärts und kommen vom Weg des Lebens ab.“ (rv)
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Mexiko: Die Herberge der „Illegalen“
„Brüder auf dem Weg“: So heißt eine Herberge, die der mexikanische Priester Alejandro Solalinde Guerra im Bundesstaat Oaxaca aufgezogen hat. Mit den „Brüdern“ sind Migranten gemeint: sogenannte Illegale, die versuchen, über die Grenze in die USA zu gelangen. Auf ihrem Weg können diese Menschen aus Honduras, Guatemala, El Salvador oder Nicaragua bei Padre Alejandro auftanken, sozusagen. Ein Glück für sie, denn ansonsten lauern ihnen auf ihrem Weg oft organisierte Banden auf. Tausende Flüchtlinge kommen jedes Jahr in die Herberge, etwa ein Viertel von ihnen sind Frauen und Jugendliche, Tendenz steigend. (rv)
Unser Gespräch mit Padre Alejandro, in Text und Ton

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DIE NACHRICHTEN:

Vatikan

Trotz Krankheit hat der neue vatikanische Staatssekretär Erzbischof Pietro Parolin sein Amt angetreten. Der Vatikan veröffentlichte am Samstag eine Botschaft Parolins. Darin drückt er im Namen von Papst Franziskus allen Opfern der Brände im australischen Bundesstaat New South Wales seine Anteilnahme aus. (rv)

Europa

Österreich
Einen Wallfahrtsschwerpunkt der besonderen Art setzt die katholische Kirche in Österreich im kommenden Jahr: 100 Jahre nach der letzten „Volkswallfahrt“ werden die Diözesen während der Semesterferien im Februar 2014 gestaffelt ins Heilige Land pilgern. Die Idee dazu kam vom Österreichischen Hospiz in Jerusalem. Die Volkswallfahrt der Diözesen wird sich an den „klassischen Pilgerfahrten auf den Spuren Jesu“ orientieren. Sie wird 100 Jahre nach der letzten großen österreichischen Volkswallfahrt 1914 stattfinden und somit an eine Tradition anknüpfen, die mit Beginn des Ersten Weltkriegs abgebrochen wurde. (kap)

Frankreich
Präsident François Hollande bietet einem abgeschobenen Roma-Mädchen die Erlaubnis zur Rückkehr nach Frankreich an. Die 15-jährige Leonarda war während eines Schulausflugs von Polizisten in Gewahrsam genommen und zum Flughafen gebracht worden, um zusammen mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern in das Kosovo abgeschoben zu werden. Der Fall hat in Frankreich für Aufsehen und heftige Debatten gesorgt, auch in Hollandes Sozialistischer Partei. Wenn die 15-Jährige ihre Schulausbildung in Frankreich fortsetzen wolle, dann dürfe sie zurückkommen, allerdings ohne ihre Familie, so Hollande im französischen Fernsehen. In den letzten Tagen hatten Tausende von Schülern in mehreren Städten Frankreichs gegen die Abschiebung Leonardas demonstriert. (afp)

Slowenien
Erleichterung bei der von einem Finanzdebakel gezeichneten katholischen Kirche in Slowenien: Der Widerstand aller Kirchen und Religionsgemeinschaften gegen die ursprünglich geplante Immobiliensteuer auf Kirchen und Sakralbauten war erfolgreich, sodass die Regierung von ihren ersten Plänen abließ. Der von der Regierung beschlossene Gesetzesentwurf bringt eine neue Steuer, mit der das Immobilienvermögen in Slowenien erstmals einheitlich besteuert wird. Nicht mehr vorgesehen ist die ursprünglich geplanten Besteuerung von Kirchen und Sakralbauten. Die Regierung begründete die Ausnahme damit, dass auch sonst nirgends in Europa Sakralbauten besteuert werden. Dem voraus gegangen war eine am 30. September in Laibach (Ljubljana) veröffentlichten gemeinsamen Erklärung des Rates der christlichen Kirchen und der Islamischen Glaubensgemeinschaft, in der die Regierungspläne als eine ernsthafte Gefährdung der Religionsfreiheit bewertet wurde. (kap)

Amerika

Vereinigte Staaten
Der emeritierte US-Erzbischof Harry Flynn und ein weiterer Geistlicher sind inmitten einer Debatte um sexuellen Missbrauch an der katholischen Universität St. Thomas in Minneapolis von der Spitze des Verwaltungsrates zurückgetreten. In den vergangenen Wochen waren verschiedene Vorwürfe laut geworden, die Bistumsleitung habe in der Vergangenheit über Jahre Hinweise auf mögliche sexuelle Vergehen von Klerikern unbeachtet gelassen. Einer der beschuldigten Priester, Curtis Wehmeyer, wurde im September 2012 wegen sexuellen Missbrauchs eines 12- und eines 14-jährigen zu fünf Jahren Haft verurteilt. (kna)

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Die Quellen unserer Nachrichtensendung sind u.a. die Agenturen Kna, Kathpress, Ansa, Efe, Afp, Kipa, Reuters, Ap, Adnkronos, Upi, Cns, Ucanews, Misna, Kirche in Not, Osservatore Romano, – die Vatikanzeitung in deutscher Sprache, sowie vatikaninterne Quellen. Der Newsletter ist nur zur persönlichen Information bestimmt. Grundlage für Zitate oder Übernahmen aus unserem Programm kann nicht unser Internetauftritt oder der Newsletter, sondern nur unser Radio-Programm sein. Die jeweils aktuelle Nachrichten- oder Magazinsendung von Radio Vatikan können Sie u.a. auf unserer Internetseite hören.

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Programmvorschau:

Heute Abend, 20.10.2013: Aktenzeichen - von Aldo Parmeggiani
Der Journalist Jan Ross

Montag Abend, 21.10.2013: Weltkirchen-Magazin

Dienstag Abend, 22.10.2013: Die Radioakademie (Teil 4)

Mittwoch Abend, 23.10.2013: Die Woche in Rom

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Nachrichtenarchiv von Radio Vatikan

Radio Vatikan sendet täglich:16.00 h „Treffpunkt Weltkirche“

20.20 Uhr „Magazin“

6.20 Uhr Wiederholung des „Magazins“ vom Vortag

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· Domradio Köln über Kabel im Erzbistum Köln und Satellit zwischen 18.00 Uhr und 20.00 Uhr.
· Radio Gloria über Kabel in der Schweiz und Satellit.
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