RADIO VATIKAN - OFFIZIELLE WEBSEITE - Online-News 1.9.2013

Tagesmeldungen vom 1.9.2013

- Franziskus ruft zu Frieden in Syrien auf -
- Samstag: Fasten und Gebet für Syrien -
- Benedikt XVI. predigt im Vatikan -
____________________________________
Verantwortlich: P. Bernd Hagenkord SJ / Stefan von Kempis
Redaktion: Stefan von Kempis
Redaktionsschluss 16.00 Uhr
Die folgenden Texte basieren auf unserer
Nachrichtensendung „Treffpunkt Weltkirche“ täglich um 16 Uhr

____________________________________

THEMEN DES TAGES:

Franziskus ruft zu Frieden in Syrien auf
Mit eindringlichen Worten hat Papst Franziskus ein Ende der Gewalt in Syrien gefordert. Bei seinem Angelus in Rom verurteilte er auch ausdrücklich den Einsatz von chemischen Waffen in dem Bürgerkriegsland. „Nie wieder Krieg!“, rief der Papst aus und griff damit einen berühmten Satz seiner Vorgänger Pius XII. und Paul VI. auf. Die streitenden Parteien in Syrien sollten unbedingt an den Verhandlungstisch zurückkehren und sofort die Waffen niederlegen. Auf eine mögliche US-Intervention in Syrien ging der Papst nicht ein. Für den nächsten Samstag lädt Franziskus zu einem Gebets- und Fasttag für den Frieden in Syrien und an anderen Konfliktherden weltweit ein. Er bittet alle Ortskirchen, die anderen christlichen Konfessionen, Anhänger anderer Religionen und auch Glaubenslose darum, sich auf ihre Art seiner Initiative anzuschließen. (rv)
Hier ausführliche Infos in Text und Ton

Benedikt XVI. predigt vor seinem Schülerkreis
Der emeritierte Papst Benedikt XVI. hat am Sonntag im Vatikan eine Messe mit seinem Schülerkreis gefeiert. Der Kreis war in den letzten Tagen zu seiner jährlichen Fachtagung in Castel Gandolfo zusammengetreten. Erstmals nahm der frühere Professor Ratzinger – jetzt emeritierter Papst – diesmal nicht an den Beratungen selbst teil. Die Predigt Benedikts kreiste um die Mahnungen Jesu zu Demut und Bescheidenheit im Lukasevangelium. Der wahrhaft „gute Platz in der Geschichte“ sei an der Seite Jesu und nehme an ihm Maß.

„Wer in dieser Welt und dieser Geschichte vielleicht nach vorn gedrängt wird, auf die ersten Plätze kommt, muss wissen, dass er in Gefahr ist. Er muss umso mehr auf den Herrn hinschauen, an ihm sich messen, messen an der Verantwortung für den anderen, muss der werden, der dient...“ (rv)
Ausführlich, zum Nachlesen und –hören

Lob für neuen Kardinalstaatssekretär
„Eine hervorragende Wahl“: So urteilt Kurienkardinal Jean-Louis Tauran über Pietro Parolin. Der italienische Erzbischof Parolin, bisher Nuntius in Venezuela, ist am Samstag vom Papst zum neuen Kardinalstaatssekretär ernannt worden. Tauran, der heute den Päpstlichen Dialograt leitet, lobt Parolins „Loyalität“ und sein Verhandlungsgeschick. Er kenne das Staatssekretariat sehr gut. Das werde es ihm erleichtern, „den Papst bei der Kurienreform zu unterstützen“, so Kardinal Tauran. (rv)
Hier mehr, in Text und Ton
Who is who: Pietro Parolin

Limburger Bischof wirbt um Vertrauen
„Lassen Sie uns aufeinander zugehen!“ Darum bittet der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst seine Kritiker. In einem Brief wirbt er um Vertrauen. Wörtlich schreibt er: „Auch ein Bischof ist nicht über jeden Zweifel erhaben und muss Kritik vertragen können, das ist wahr.“ Er schätze die „skeptischen und kritischen Fragen“, brauche aber vor allem Vertrauen. Tebartz-van Elst wird u.a. wegen der Kosten des neuen bischöflichen Hauses auf dem Limburger Domberg kritisiert. Er verspricht in dieser Hinsicht „noch einmal einen genaueren Blick und die Überprüfung vieler Einzelheiten“. Es werde „alles dafür getan, um diese Fragen klipp und klar zu beantworten“. (pm)
Die ganze Nachricht finden Sie hier 

____________________________________

UNSER INTERVIEW DER WOCHE:

„Besser verstehen“: Bischof Ackermann zur Missbrauchs-Studie
Die Deutsche Bischofskonferenz schreibt das Projekt der wissenschaftlichen Aufarbeitung des Missbrauchsskandals neu aus. Nachdem Anfang des Jahres der Versuch gescheitert war, gemeinsam mit dem Kriminologen Christian Pfeiffer diese Aufarbeitung zu leisten, suchen die deutschen Bischöfe nun die Zusammenarbeit mit mehreren wissenschaftlichen Partnern verschiedener Disziplinen. Es gehe um verlässliche Daten zu sexuellem Missbrauch in deutschen Bistümern und um die Ausleuchtung systemischer Zusammenhänge, führt der Trierer Bischof Stefan Ackermann im Interview mit Pater Bernd Hagenkord aus. Ackermann ist in der Bischofskonferenz für die Aufarbeitung der Missbrauchsfälle zuständig. (rv)
Hier das komplette Interview, in Text und Ton

____________________________________

DIE NACHRICHTEN:

Europa

Deutschland
Der Magdeburger Bischof Gerhard Feige
hat für ein Selbstverständnis der Christen als „schöpferische Minderheit“ geworben. Sie dürften sich gegenüber anderen nicht als „geschlossene Gesellschaft” präsentieren. Das riet Feige am Sonntag im Kloster Huysburg bei Halberstadt. „Bewegen wir uns noch intensiver mit Interesse und Sympathie auf die Menschen um uns herum zu“, sagte der Bischof bei einer Wallfahrt des Bistums Magdeburg. Es gebe viele Beispiele, wie kreativ auch eine „kleine Herde“ von gläubigen Christen sein könne. (kna)Österreich
Der Eisenstädter Bischof Ägidius Zsifkovics
hat zu Bescheidenheit und Demut als zeitgemäße Haltung eines gläubigen Christen aufgerufen. Gerade angesichts der jüngsten Wirtschafts- und Finanzkrise, die nicht zuletzt „auf den Größenwahn einiger Gurus und den Wahnsinn nach immer mehr Profit“ zurückzuführen sei, brauche es eine Wiederentdeckung von Bescheidenheit und Demut. „Geld, Macht und Profit allein macht den Menschen rücksichtslos, brutal und blind für den Nächsten“, warnte der Bischof bei einem Gottesdienst am Sonntag im bayrischen Wallfahrtsort Altötting. (kap)

Italien
Ungefähr 10.000 Menschen haben am Samstag Abend
im Mailänder Dom an den vor einem Jahr verstorbenen Kardinal Carlo Maria Martini erinnert. Sie nahmen an einer Messfeier zum Jahrgedächtnis für den Jesuiten und Bibelwissenschaftler teil, der Europas größtes Erzbistum von 1979 bis 2002 geleitet hatte. Mit dem heutigen Mailänder Erzbischof, Kardinal Angelo Scola, zelebrierten zwei weitere Kardinäle, 16 lombardische Bischöfe und über 200 Priester. Scola nannte seinen verstorbenen Vorgänger „einen furchtlosen Träger der christlichen Hoffnung“. Auch Papst Franziskus hat Martini in diesen Tagen als „Propheten und Mann der Unterscheidungskraft und des Friedens“ gewürdigt. Kardinal Martini war eine der herausragenden Persönlichkeiten der Kirche nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil. Seine Bemühung um das Gespräch mit dem Judentum und mit Nichtglaubenden machten ihn weithin bekannt. (rv)
Die Europäische Gesellschaft für Katholische Theologie - ein Forschungsnetzwerk
von Theologen aus ganz Europa - steht unter neuer Leitung. Der Brixner Moraltheologe Martin M. Lintner trat sein Amt offiziell am Sonntag zum Ende der Jahrestagung der Gesellschaft, die in Brixen stattfand, an. Lintner übernahm das Amt von der Wiener Moraltheologin Sigrid Müller, die die Gesellschaft seit 2011 leitete. Der Europäischen Gesellschaft für Katholische Theologie gehören rund 800 Wissenschaftler aus ganz Europa an. Sie ist die einzige theologische Organisation auf europäischer Ebene, die für sich beansprucht, die ganze Bandbreite der theologischen Disziplinen und Fragestellungen abzudecken. (kap)

Slowenien
Die slowenische Bischofskonferenz hat Medienberichte dementiert
, denen zufolge die zurückgetretenen Bischöfe Anton Stres (Ljublana) und Marjan Turnsek (Maribor) vom Vatikan gezwungen worden seien, das Land zu verlassen. Der Generalsekretär und Sprecher der slowenischen Bischofskonferenz, Tadej Strehovec, wies entsprechende Berichte mit dem Hinweis zurück, der Vatikan habe in der Causa keine weiteren Dekrete veröffentlicht oder Entscheidungen getroffen. Strehovec verwies auf das Dekret des Präfekten der Bischofskongregation, Marc Ouellet, von Ende Juli, welches nur von der Amtsaufgabe spricht, jedoch keine weiteren Forderungen an die Bischöfe enthalte. Die slowenische Tageszeitung „Dnevnik“ hatte berichtet, der Vatikan habe die beiden Bischöfe zum Rückzug aus Slowenien gedrängt. (kna)

____________________________________

Die Quellen unserer Nachrichtensendung sind u.a. die Agenturen Kna, Kathpress, Ansa, Efe, Afp, Kipa, Reuters, Ap, Adnkronos, Upi, Cns, Ucanews, Misna, Kirche in Not, Osservatore Romano, – die Vatikanzeitung in deutscher Sprache, sowie vatikaninterne Quellen. Der Newsletter ist nur zur persönlichen Information bestimmt. Grundlage für Zitate oder Übernahmen aus unserem Programm kann nicht unser Internetauftritt oder der Newsletter, sondern nur unser Radio-Programm sein. Die jeweils aktuelle Nachrichten- oder Magazinsendung von Radio Vatikan können Sie u.a. auf unserer Internetseite hören.
____________________________________

Programmvorschau:

Heute Abend, 01.09.2013: Reden über Gott und Welt
„Neue Kirchen braucht das Land“ – Beispiel Leipzig

Sonntag Abend, 01.09.2013: Reden über Gott und Welt

Montag Abend, 02.09.2013: Weltkirchen-Magazin

Dienstag Abend, 03.09.2013: Die Radioakademie (Teil 1)

__________________________________________

Nachrichtenarchiv von Radio Vatikan

Radio Vatikan sendet täglich:16.00 h „Treffpunkt Weltkirche“

20.20 Uhr „Magazin“

6.20 Uhr Wiederholung des „Magazins“ vom Vortag

Radio Vatikan ist außerdem zu hören bei:

· Radio Horeb um 16.00 und 18.00 Uhr, über ASTRA 1A - Tonunterträger von Pro7 (Frequenz 7.38 MHz - analog) und ZDF (7.56 MHz - digital). Im Kabel u.a.: München 89,6 / Augsburg 106,45 / Regensburg 101,8 / Rosenheim 101,5 / Kempten 103,6 / Luxemburg 100,5.
· Domradio Köln über Kabel im Erzbistum Köln und Satellit zwischen 18.00 Uhr und 20.00 Uhr.
· Radio Gloria über Kabel in der Schweiz und Satellit.
·
World-Radio-Network um 8.15, 9.30, 16.00, 19.00 und 0.45 Uhr MESZ, Tonunterträger von MTV-deutsch, (Frequenz 7.38 MHz).
· Radio Stephansdom um 19.40 Uhr, in Wien auf UKW 107,3 kHz, sowie im Kabel über 87,7 oder 105,0 MHz
· Radio Grüne Welle um 6.30, 10.00 und 16.00 Uhr, in Südtirol auf UKW 103,0 (Bozen) und 97,8 (Brixen)
· Radio Maria Österreich um 16.00 und 18.00 Uhr im Großraum Innsbruck auf UKW 104.8 und im Mostviertel/NÖ auf UKW 104.7. Im Kabel u.a. Telekabel Wien 102.7 MHz
· Radio Maria Schweiz um 16.00 und 18.00 Uhr kann in weiten Teilen der Deutschschweiz direkt aus der Luft empfangen werden

Im Internet:

Die deutschsprachigen Sendungen sind hier online live und auf Abruf zu hören

Weitere Informationen hier

Unseren aktuellen Programmflyer können Sie anfordern bei:
Ulrich Knop, Im Hafer 2, D-71636 Ludwigsburg, Tel./Fax: 0049 (0) 7141 - 43212, Email: programm@radiovatikan.de
oder hier zum downloaden

Post: Radio Vatikan - sezione tedesca, I-00120 Città del Vaticano
Fax: 0039 - 06 - 6988 3844
e-Mail: deutsch@vatiradio.va