RADIO VATIKAN - OFFIZIELLE WEBSEITE - Online-News 5.9.2013

Tagesmeldungen vom 5.9.2013

- Papst Franziskus schreibt an G20-Staatschefs -
- Programm für Friedenswache am Samstag -
- „Jesus hat für jeden eine Aufgabe“ -
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Verantwortlich: P. Bernd Hagenkord SJ / Stefan von Kempis
Redaktion: Anne Preckel
Redaktionsschluss 16.00 Uhr
Die folgenden Texte basieren auf unserer
Nachrichtensendung „Treffpunkt Weltkirche“ täglich um 16 Uhr

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VATIKAN UND SYRIEN-KONFLIKT:

Papstbrief an G20: „Findet eine friedliche Lösung für Syrien!“
Einen eindringlichen Appell für eine friedliche Lösung des Syrienkonflikts hat Papst Franziskus an den russischen Präsidenten Wladimir Putin und an alle auf dem G20-Gipfel anwesenden Staatschefs gerichtet. Die Staats- und Regierungschefs der einflussreichsten Staaten der Welt könnten „angesichts der dramatischen Situation unseres geliebten syrischen Volkes nicht teilnahmslos bleiben“, schreibt der Papst. Er richte an sie „eine Bitte aus tiefstem Herzen: Finden Sie einen Weg, den Konflikt zu lösen und legen Sie das sinnlose Streben nach einer militärischen Lösung beiseite“ (rv)
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Franziskus hat nicht mit Assad telefoniert

Vatikanische Friedenspolitik und Details zur Gebetswache
Der Vatikan hat am Donnerstag das Diplomatische Corps offiziell über die Friedensinitiative des Papstes für Syrien informiert. Bei dem Briefing erläuterte der vatikanische  „Außenminister“, Kurienerzbischof Dominique Mamberti, weiter die Linie des Heiligen Stuhles bezüglich des Syrien-Konfliktes. Die Gebets- und Fastentinitiative, die Papst Franziskus initiierte, wolle einen geistlichen Beitrag für ein Ende der Gewalt im Nahen Osten und in den übrigen Krisenherden der Welt leisten, erklärte Vatikansprecher Lombardi vor der Presse. (rv/kna)
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Gebetswache: Beichten, Beten und Zuhören auf dem Petersplatz

Jordanien: Interreligiöses Bündnis gegen Konflikte
König Abdullah II. will ein Dialogbündnis zwischen Christen und Muslimen im Nahen Osten herbeiführen. Die Allianz solle bei der Überwindung von Tendenzen helfen, die die Konflikte in der Region schüren und dem dortigen humanitär-kulturellen Erbe fremd sind, berichtet die Stiftung Pro Oriente am Mittwoch. Abdullah äußerte sich vor den Teilnehmern einer internationalen Konferenz zum Thema „Herausforderungen an die arabischen Christen“ in Amman. Von Vatikanseite aus nahm der Präsident des Päpstlichen Rates für den interreligiösen Dialog, Kardinal Jean-Louis Tauran, an dem Treffen teil. (kap)
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WEITERE THEMEN DES TAGES:

Papstpredigt: „Jesus hat für jeden eine Aufgabe“
Wie zeigt Christus sich im Leben eines Christen? Darüber dachte Papst Franziskus bei der Morgenmesse an diesem Donnerstag in der Casa Santa Marta nach. Christus bringe einerseits Unterstützung, habe andererseits aber auch für jeden eine Aufgabe, erklärte der Papst mit Blick auf das Tagesevangelium. In seiner Predigt ging er auch auf das Gebet ein: Ein Gebet ohne Vertrauen und ohne Versprechen sei kein gutes Gebet, so der Papst. In einem wahren Gebet inspiriere Jesus und zeige, was zu tun sei. (rv)
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Papst an „Katholikos des Ostens“: „Dialog unterbindet Vorurteile“
Wie wichtig eine Kultur der Begegnung ist, um den Weg der Einigung weiterzugehen, das hat Papst Franziskus an diesem Donnerstag bei seinem Treffen mit dem Oberhaupt der autonomen syro-malankarischen orthodoxen Kirche betont. Franziskus empfing Katholikos Moran Baselios Thomas Paulose II., den geistlichen Führer von 2,5 Millionen Christen in Indien, am Vormittag zur Audienz im Vatikan. Papst Franziskus betonte im Gespräch die Gemeinsamkeiten beider Glaubensgemeinschaften und ließ einige Schritte des mittlerweile dreißigjährigen ökumenischen Dialogs Revue passieren. (rv/kna)
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Papst an Karmeliten: „Geht vom Evangelium und seiner Botschaft der Einfachheit aus“
Die Rückkehr zu einem einfachen und auf das Evangelium konzentrierten Leben ist eine Herausforderung für die Erneuerung der Kirche. Dies hat Papst Franziskus in einem Brief an den Prior des Karmeliten-Ordens betont. In dieser Woche begann in Rom das Generalkapitel des Ordens, der im 12. Jahrhundert entstand und einer Tradition des Eremitentums entspringt. Die Karmeliten seien „Meister des Gebetes“, schriebt Franziskus und legte den Ordensangehörigen drei Dinge ans Herz: die Ehrfurcht vor Christus, das Gebet und die Mission. (rv)
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DIE NACHRICHTEN:

Vatikan

Die Kirchen brauchen mehr Verständigung über ein gemeinsames Ziel in der Ökumene. Das hat der Präsident des Vatikanischen Einheitsrates betont. Im Interview mit der Linzer Kirchenzeitung beklagte Kardinal Kurt Koch eine „Vergesslichkeit in der Ökumene“: Zu Anfang der ökumenischen Bewegung und in der Zeit des Zweiten Vatikanischen Konzils hätten die Kirchen im Vergleich zu heute noch „eine größere Gemeinsamkeit in der Zielvorstellung“ gehabt, so der Kardinal: „Wir müssen uns neu darüber verständigen, wohin die ökumenische Reise gehen soll und muss. Für uns Katholiken bleibt das Ziel die sichtbare Einheit.“ Als größten Dialogerfolg mit den Lutheranern bezeichnete der vatikanische Ökumene-Minister nicht die im vergangenen Juni veröffentlichte Erklärung zum Reformationsjubiläum 2017, sondern die bereits vor 14 Jahren unterzeichnete „Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre“. Diese habe „einen besonderen Charakter, weil sie von den beiden Kirchenleitungen angenommen wurde, nicht nur von Experten“. (kap)

Europa

Deutschland
Mehr als 4.300 Katholiken haben einen von der Stadtversammlung der Frankfurter Katholiken vorgelegten offenen Brief unterschrieben, der die Amtsführung des Limburger Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst kritisiert. Die Gruppe will die Unterschriftenlisten zum „Frankfurter Appell“ am Freitag in Limburg dem Bischof überreichen. Unter den Unterzeichnern seien auch kirchliche Mitarbeiter und Priester. „Die Bistumsleitung muss umgehend einen anderen Weg einschlagen, will sie die katholische Kirche in unserem Bistum und darüber hinaus glaubhaft und glaubwürdig vertreten“, heißt es in dem offenen Brief. Bischof Tebartz-van Elst hat in einem jüngst veröffentlichten Schreiben an alle Katholiken seines Bistums Fehler eingeräumt und zugleich um Vertrauen gebeten. (kna)

Naher Osten

Libanon
Die Bischöfe des Libanon schließen sich dem Ruf nach einer nicht-militärischen Lösung für Syrien an. Zu Abschluss eines Treffens unter Vorsitz des maronitischen Patriarchen Bechara Boutros Rai sprachen sie sich am Dienstag in einer Erklärung für eine politisch-diplomatische Lösung im Syrien-Konflikt aus, die „eine langfristige und stabile Lage in Syrien und der ganzen Region gewährleiste“. Militärische Mittel und Gewalt würden die Lage nur weiter zuspitzen, doch keine dauerhafte Lösung herbeiführen, schreiben die Bischöfe. Auch die libanesischen Christen wollen am kommenden Samstag dem Gebetsaufruf des Papstes folgen. (apic)

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Die Quellen unserer Nachrichtensendung sind u.a. die Agenturen Kna, Kathpress, Ansa, Efe, Afp, Kipa, Reuters, Ap, Adnkronos, Upi, Cns, Ucanews, Misna, Kirche in Not, Osservatore Romano, – die Vatikanzeitung in deutscher Sprache, sowie vatikaninterne Quellen. Der Newsletter ist nur zur persönlichen Information bestimmt. Grundlage für Zitate oder Übernahmen aus unserem Programm kann nicht unser Internetauftritt oder der Newsletter, sondern nur unser Radio-Programm sein. Die jeweils aktuelle Nachrichten- oder Magazinsendung von Radio Vatikan können Sie u.a. auf unserer Internetseite hören.
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Programmvorschau:

Heute Abend, 05.09.2013: Kreuzfeuer - Kirche, wo es kritisch wird
Themen u.a.:
Ein Brennpunkt zu Syrien und die Geschichte der Friedensappelle der Päpste

Freitag Abend, 06.09.2013: Prisma-Magazin
Themen u.a.: Die katholische Kirche und der Wahlkampf in Deutschland / Limburgs Bischof Tebartz-van Elst wirbt um neues Vertrauen / Abschiebungshaft statt Asyl in Deutschland? Dazu Heiko Habbe vom Jesuitenflüchtlingsdienst / Was tut di EU gegen Jugendarbeitslosigkeit?

Samstag Abend, 07.09.2013: Unsere Woche - Mit der Betrachtung zum Sonntag
Zur Neuausrichtung des Ratzinger Schülerkreises / Ausschnitte der Papstpredigten der Woche

Sonntag Abend, 08.09.2013: Menschen in der Zeit - von Aldo Parmeggiani
Andrea Nahles
, Generalsekretärin der SPD

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Nachrichtenarchiv von Radio Vatikan

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20.20 Uhr „Magazin“

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· Radio Gloria über Kabel in der Schweiz und Satellit.
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