RADIO VATIKAN - OFFIZIELLE WEBSEITE - Online-News 7.9.2013

Tagesmeldungen vom 7.9.2013

- Vatikan: Gebetswache für Frieden in Syrien -
- US-Bischöfe: Bürger lehnen Militärschlag ab -
- „Öffentliche Meinung überall ist für Frieden“ -
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Verantwortlich: P. Bernd Hagenkord SJ / Stefan von Kempis
Redaktion: Stefanie Stahlhofen
Redaktionsschluss 16.00 Uhr
Die folgenden Texte basieren auf unserer
Nachrichtensendung „Treffpunkt Weltkirche“ täglich um 16 Uhr

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LIVE BEI RADIO VATIKAN:

Am diesem Samstagabend wird auf Einladung des Papstes auf dem Petersplatz ein Gebetstreffen für den Frieden in Syrien und weiteren Krisenländern veranstaltet. Radio Vatikan überträgt die Begegnung live und mit deutschem Kommentar ab 18.50 bis 23.00 Uhr. Unser Kommentator ist Stefan von Kempis. Sie können diese Übertragung über den Vatikan Player auf unserer Internetseite radiovatikan.de mitverfolgen. (rv)
Hier das Programm

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THEMEN DES TAGES:

Gebetswache: „Wir brauchen Gesten des Friedens - heute mehr denn je“
Mitchristen anderer Konfessionen und Vertreter anderer Religionen schließen sich der Gebetswache für den Frieden im Vatikan an. Gesten des Friedens und Worte der Hoffnung – diese braucht die Menschheit heute „mehr denn je“, betont Kurienerzbischof Dominique Mamberti vom päpstlichen Staatssekretariat. Im Gespräch mit Radio Vatikan wies der „Außenminister“ des Heiligen Stuhles darauf hin, dass die öffentliche Meinung überall auf der Welt für den Frieden sei. (rv)
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Gebetswache: Benedikt XVI. macht mit

US-Bischöfe: 60 Prozent der Bevölkerung gegen Militärschlag
In seiner wöchentlichen Radioansprache hat US-Präsident Barack Obama an diesem Samstag für einen begrenzten Militärschlag gegen Syrien geworben. Nichtsdestotrotz hoffen die Bischöfe des Landes immer noch, den Präsidenten umstimmen zu können. Vor wenigen Tagen forderten sie Obama in einem Brief auf, statt auf Waffen auf Dialog zu setzen. Ein großer Teil der Bevölkerung stehe jedenfalls nicht hinter Obama und seinen Plänen zu Syrien, erklärt Bischof Pates, der in der US-Bischofskonferenz das „Komitee für internationale Gerechtigkeit und Frieden“ leitet. Viele hätten den Irakkrieg noch nicht vergessen, der sie an die aktuelle Situation in Syrien erinnere. (rv/diverse)
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Papstpredigt: Kann ich beten?
Bin ich in der Lage zur Anbetung und zum Gebet vor Jesus? Dann bin ich auf dem Wege eines guten Christen. Diese Faustregel hat der Papst seinen Zuhörern am Samstag im vatikanischen Gästehaus Santa Marta mitgegeben – und zwar am Tag der großen Gebetswache für den Frieden, die am Abend auf dem Petersplatz stattfindet. Bei der Morgenmesse im Vatikan sagte der Papst: „Wenn es dir nicht gelingt, Jesus anzubeten, dann fehlt dir etwas. Eine Regel, ein Zeichen. Die Regel lautet: Ich bin ein guter Christ, ich bin auf dem Weg des guten Christen, wenn ich das tue, was von Jesus kommt und mich zu ihm führt, denn er ist das Zentrum“ (rv)
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AUS UNSEREM ABENDPROGRAMM:

Die Papstpredigten der Woche
Möge ein Schrei nach Frieden aufsteigen - der Appell des Papstes, gerichtet an alle Menschen guten Willens, bestimmte den Ton dieser Woche. Auch die ersten Morgenpredigten des Papstes nach der Sommerpause standen im Zeichen dieser Botschaft: "Jesus braucht kein Militär" und "tötet nicht mit Worten" - Radio Vatikan lässt in der Sendung "Unsere Woche" die Papstpredigten aus der Casa Santa Marta noch einmal Revue passieren. (rv)
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BUCHTIPP:

Der Radio Vatikan Buchtipp: „Tschick
Das ist einer der schönsten Romane, den die Jugendliteratur auf deutsch im Moment zu bieten hat. Ein Klassiker schon zu Lebzeiten seines Autors, und jetzt nach seinem Tod in der letzten Woche erst recht. Zwei Jungen gehen in einem geklauten Auto auf große Fahrt durch Ostdeutschland: Sie erleben Bewegendes wie Erschreckendes, und alles wird unaufdringlich erzählt. Herrndorfs Sound der Menschlichkeit bleibt einem im Ohr (rv)
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DIE NACHRICHTEN:

Vatikan

An diesem Samstag hat Papst Franziskus Kardinal Marc Ouellet, den Präfekt der Bischofskommission im Vatikan empfangen. Dies teilte der Vatikan im Anschluss an die Begegnung mit. Aus der Mitteilung geht weiter hervor, dass sich Franziskus am Freitag mit Erzbischof Gerhard Ludwig Müller, dem Präfekten der Glaubenskongregation, im Vatikan traf. Über den Inhalt der Gespräche wurde nichts bekannt. (rv)

Europa

Deutschland
In den Konflikt über die Amtsführung des Limburger Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst greift jetzt offenbar der Vatikan unmittelbar ein. Am Montag werde Kardinal Giovanni Lajolo in Deutschland erwartet, meldet die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“. Der ehemalige vatikanische Spitzendiplomat solle sich als „Apostolischer Visitator“ unter anderem im Gespräch mit Bischöfen und Mitgliedern der Bistumsleitung ein Bild von der Lage in Limburg verschaffen. Der Vatikan gab dazu bisher nichts bekannt. Der Limburger Bischof war in den letzten Wochen zunehmend in die öffentliche Kritik geraten. Unter anderem wurde ihm mangelnde Kommunikation vorgeworfen. (kna/faz)
Die katholischen Bischöfe haben die Deutschen zur Teilnahme an der Bundestagswahl aufgerufen. In einer am Samstag in Bonn veröffentlichten Erklärung appellieren sie zudem an die Politiker, sich für Ziele einzusetzen, „die aus christlicher Sicht unverzichtbar sind“. Die Politik müsse „Grundsätzen folgen, die auch in stürmischen Zeiten Orientierung geben“. In ihrem Aufruf zum 22. September kritisieren die Bischöfe zunehmende Versuche, „bewährte Formen der Beziehungen von Staat und Kirche“ infrage zu stellen. Sie wenden sich „gegen ein verkürztes Verständnis von Religionsfreiheit, das dem Glauben nur einen Raum in der Kirche zuweist“. (kna/pm)
Die Deutsche Bischofskonferenz hat zu weiteren Hilfen für Flüchtlinge aus Syrien aufgerufen. „Die internationale Gemeinschaft ist dringend aufgefordert, sich des Schicksals dieser Menschen mit noch stärkerem Engagement anzunehmen“, sagte der Konferenz-Vorsitzende, Erzbischof Robert Zollitsch, dem Nachrichtenmagazin „Focus“. Vor allem müssten die Nachbarländer Syriens in die Lage versetzt werden, die Versorgung der Flüchtlinge sicherzustellen, forderte der Freiburger Erzbischof. Er begrüßte, dass Deutschland bislang der Aufnahme von 5.000 Syrern zugestimmt habe. „Wir können und müssen noch mehr tun“, erklärte er zugleich. (kna)

Türkei
„Wir beten und fasten mit unserem Bruder Franziskus für Syrien“, betont der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel. Bartholomaios I. äußerte sich bei einem offiziellen Besuch in Estland. Er hoffe, „dass Gott die Politiker erleuchtet und militärische Aktionen vermieden werden, die unvermeidlicherweise den Tod vieler schuldloser Opfer fordern würden“, so der Patriarch laut der der Stiftung „Pro Oriente“. Bei einer Begegnung mit der estnischen Parlamentspräsidentin Ene Ergma unterstrich Bartholomaios I. weiter, dass die orthodoxe Kirche und er selbst mit großer Sorge die Entwicklung in Syrien und im ganzen Nahen Osten verfolgen. Nur wenn der Friede die Oberhand behält, werde es für die orientalischen Christen möglich sein, „in Ruhe in ihrer angestammten Heimat zu leben.“ (kap)

Naher Osten

Syrien
Muslime, Christen und Juden haben am Samstag in der Omajjaden-Moschee der syrischen Hauptstadt Damaskus gemeinsam für Frieden in ihrem Land gebetet. Wie der vatikanische Pressedienst Fides meldete, folgten sie damit dem Aufruf von Papst Franziskus zu einem Fasten- und Gebetstag für Frieden in Syrien und anderen Konfliktregionen weltweit. An dem Gebet unter Leitung des sunnitischen Großmuftis Ahmad Badreddin Hassou nahmen demnach Vertreter der islamischen Glaubensrichtungen Sunniten, Schiiten und Alawiten teil. Auch Ismaeliten und Drusen seien zu dem Gebet gekommen, so Fides. Zugleich verurteilte der Großmufti den Missbrauch des Islams zur Rechtfertigung von Gewalt gegen Christen. (kna/fides)

Jordanien
Ein klares Signal gegen eine Militärintervention in Syrien kommt von Patriarchen und Bischöfen, die sich in dieser Woche im jordanischen Amman trafen. Auf der von König Abdullah organisierten Konferenz „The Challanges of Arab Christians“ appellierten die Kirchenvertreter an die ausländischen Mächte, „nicht in die politischen Angelegenheiten der Länder der Region einzugreifen“, berichtete der Apostolische Nuntius in Amman, Erzbischof Giorgio Lingua, am Freitag. Statt einer militärischen Intervention solle sich die internationale Gemeinschaft für die Förderung von Dialog und Versöhnung im Nahen Osten einsetzen – dies sei der Tenor der in Amman versammelten kirchlichen Verantwortungsträger gewesen. (kap)

Irak
Im Irak wird der Aufruf des Papstes zum Gebets- und Fasttag für den Frieden von den Christen besonders ernst genommen. „Krieg ist eine schreckliche Erfahrung“, daher fühlten sich die Menschen im Irak dem Nachbarland Syrien besonders nahe, sagte der chaldäisch-katholische Patriarch Mar Louis Raphael I. Sako der katholischen Nachrichtenagentur asianews. Wörtlich sagte der Patriarch: „Wir haben vor zehn Jahren ein ähnliches Szenario erlebt, und bis heute haben wir weder Demokratie noch Freiheit“. Die Sicherheitslage im Irak verschlechtere sich, „jeden Tag gibt es von neuem Tote“. Für die Menschen im Irak sei die Situation im Nachbarland gleichsam ein Wiedererleben der eigenen Leiden. (kap/asianews)

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Die Quellen unserer Nachrichtensendung sind u.a. die Agenturen Kna, Kathpress, Ansa, Efe, Afp, Kipa, Reuters, Ap, Adnkronos, Upi, Cns, Ucanews, Misna, Kirche in Not, Osservatore Romano, – die Vatikanzeitung in deutscher Sprache, sowie vatikaninterne Quellen. Der Newsletter ist nur zur persönlichen Information bestimmt. Grundlage für Zitate oder Übernahmen aus unserem Programm kann nicht unser Internetauftritt oder der Newsletter, sondern nur unser Radio-Programm sein. Die jeweils aktuelle Nachrichten- oder Magazinsendung von Radio Vatikan können Sie u.a. auf unserer Internetseite hören.

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Programmvorschau:

Heute Abend, 07.09.2013: Unsere Woche - Mit der Betrachtung zum Sonntag
Zur Neuausrichtung des Ratzinger Schülerkreises / „Best of Franziskus“ – Ausschnitte der Papstpredigten der Woche

Sonntag Abend, 08.09.2013: Menschen in der Zeit - von Aldo Parmeggiani
Andrea Nahles, Generalsekretärin der SPD

Montag Abend, 09.09.2013: Weltkirchen-Magazin 

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Nachrichtenarchiv von Radio Vatikan

Radio Vatikan sendet täglich:16.00 h „Treffpunkt Weltkirche“

20.20 Uhr „Magazin“

6.20 Uhr Wiederholung des „Magazins“ vom Vortag

Radio Vatikan ist außerdem zu hören bei:

· Radio Horeb um 16.00 und 18.00 Uhr, über ASTRA 1A - Tonunterträger von Pro7 (Frequenz 7.38 MHz - analog) und ZDF (7.56 MHz - digital). Im Kabel u.a.: München 89,6 / Augsburg 106,45 / Regensburg 101,8 / Rosenheim 101,5 / Kempten 103,6 / Luxemburg 100,5.
· Domradio Köln über Kabel im Erzbistum Köln und Satellit zwischen 18.00 Uhr und 20.00 Uhr.
· Radio Gloria über Kabel in der Schweiz und Satellit.
·
World-Radio-Network um 8.15, 9.30, 16.00, 19.00 und 0.45 Uhr MESZ, Tonunterträger von MTV-deutsch, (Frequenz 7.38 MHz).
· Radio Stephansdom um 19.40 Uhr, in Wien auf UKW 107,3 kHz, sowie im Kabel über 87,7 oder 105,0 MHz
· Radio Grüne Welle um 6.30, 10.00 und 16.00 Uhr, in Südtirol auf UKW 103,0 (Bozen) und 97,8 (Brixen)
· Radio Maria Österreich um 16.00 und 18.00 Uhr im Großraum Innsbruck auf UKW 104.8 und im Mostviertel/NÖ auf UKW 104.7. Im Kabel u.a. Telekabel Wien 102.7 MHz
· Radio Maria Schweiz um 16.00 und 18.00 Uhr kann in weiten Teilen der Deutschschweiz direkt aus der Luft empfangen werden

Im Internet:

Die deutschsprachigen Sendungen sind hier online live und auf Abruf zu hören

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