RADIO VATIKAN - OFFIZIELLE WEBSEITE - Online-News 9.9.2013

Tagesmeldungen vom 9.9.2013

- Medien: „Papst wird Gutierrez treffen“ -
- Syrien. „Großes Echo auf Friedensgebet“ -
- D: Limburger Bischof beschwört „Zusammenhalt“ -
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Verantwortlich: P. Bernd Hagenkord SJ / Stefan von Kempis
Redaktion: Stefanie Stahlhofen
Redaktionsschluss 16.00 Uhr
Die folgenden Texte basieren auf unserer
Nachrichtensendung „Treffpunkt Weltkirche“ täglich um 16 Uhr

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THEMEN DES TAGES:

Medien: „Papst wird Gustavo Gutierrez treffen“
Papst Franziskus wird in den kommenden Tagen im Vatikan mit dem bekannten Befreiungstheologen Gustavo Gutierrez (85) zusammentreffen. Das berichten italienische Medien am Montag unter Berufung auf den Präfekten der vatikanischen Glaubenskongregation, Erzbischof Gerhard Ludwig Müller. Laut den Berichten kündigte Müller das Treffen des Papstes mit dem peruanischen Theologen am Sonntag in Mantua an. Der Dominikaner Gutierrez gilt als einer der „Väter der Befreiungstheologie“; mit Erzbischof Müller verbindet ihn eine langjährige Freundschaft. (kna/rv)
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Papstpredigt: „Hoffnung ist mehr als Optimismus“
Bei der Morgenmesse im vatikanischen Gästehaus Santa Marta hat Papst Franziskus an diesem Montag über die Hoffnung gesprochen. Man dürfe sie nicht mit dem menschlichen Optimismus verwechseln, denn sie sei etwas anderes: ein „Geschenk des Heiligen Geistes“. (rv)
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Nuntius in Syrien: „Großes Echo auf Gebetsinitiative“
Großes Echo hat die Fasten- und Gebetsinitiative des Papstes auch in dem Land gehabt, das dabei im Zentrum stand: in Syrien. In Damaskus wurde u.a. in der griechisch-melkitischen Kathedrale gebetet. Das sei sehr „besonders“ und „berührend“ gewesen, berichtet der Apostolische Nuntius in Syrien, Erzbischof Mario Zenari, gegenüber Radio Vatikan; auch islamische Gläubige seien dabeigewesen. „Viele Menschen kamen hinterher zu mir und baten mich, dem Papst zu danken“, so der Nuntius. (rv)
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Etwa 100.000 Menschen hatten am Samstagabend an der Gebetsvigil für einen Frieden in Syrien mit Papst Franziskus teilgenommen.
Unser Bericht über die Vigil, in Text und Ton

Vatikan-Erzbischof: „Viele Industrieländer verdienen sehr gut am Krieg“
Der Ständige Vatikanvertreter bei der UNO in Genf, Erzbischof Silvano Tomasi, hofft, dass der Appell von Papst Franziskus gegen illegalen Waffenhandel nicht auf taube Ohren stößt. Tomasi beklagt im Gespräch mit Radio Vatikan, dass die internationale Gemeinschaft überproportional viel in Militär investiere. Allein 2012 seien 1.750 Milliarden Dollar in Militärausgaben geflossen, „und acht Prozent der globalen Kosten werden für den Nahen Osten aufgewandt“, so der Kuriendiplomat. Das sei „wirklich Öl aufs Feuer“. (rv)
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Libanon: Mehr syrische als libanesische Kinder bei der Einschulung
Aus Angst vor einem möglichen militärischen Eingreifen der USA haben in den vergangenen Tagen viele weitere Syrer das Land verlassen: Pro Stunde etwa 1.000 neue Flüchtlinge zählte eine Mitarbeiterin von Caritas-Libanon am Hauptgrenzübergang zwischen Damaskus und Beirut. Eine der Folgen: Dieses Jahr werden im Libanon mehr syrische als libanesische Kinder eingeschult. Das stellt die Behörden und auch Hilfswerke vor einige Herausforderungen, so die Sprecherin von „Save the children“ Mona Monzer im Interview mit Radio Vatikan. Ihr Verband versuche, möglichst allen syrischen Flüchtlingskindern einen Schulbesuch zu ermöglichen. (rv)
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DIE NACHRICHTEN:

Vatikan

Papst Franziskus hat die Bergbau-Industrie dazu aufgefordert, einen neuen, bewussteren Entscheidungsprozess einzuführen. Dies steht in einer von Kardinalstaatsekretär Tarcisio Bertone unterzeichneten Grußbotschaft des Papstes. Bei Entscheidungen in der Spitze eines Bergbau-Unternehmens dürften keinesfalls nur geologische Grundlagen und der Profit ausschlaggebend sein. (rv)
An diesem Montag hat Papst Franziskus den neuen polnischen Botschafter beim Heiligen Stuhl Piotr Nowina-Konopka im Vatikan empfangen. Nowina-Konopka überreichte Franziskus sein Beglaubigungschreiben, wie der Vatikan im Anschluss an das Treffen bekanntgab. Es wird erwartet, dass der neue Botschafter die Planungen für die internationale Weltjugendtagsfeier 2016 in Krakau unterstützen wird. Vor seinem Amt als Botschafter Polens beim Heiligen Stuhl war Nowina-Konopka unter anderem mehrere Jahre im Europaparlament tätig. (rv)

Europa

Deutschland
Angesichts der Auseinandersetzungen um seine Amtsführung hat der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst zum Zusammenhalt im Bistum aufgerufen. „Nur im Miteinander gibt es Halt“, sagte der Bischof am Sonntagabend im Limburger Dom. Er äußerte sich in einem Gottesdienst zur Eröffnung der diesjährigen Kreuzwoche im Bistum Limburg. Am Wochenende war bekanntgeworden, dass der frühere päpstliche Nuntius in Deutschland, Kardinal Giovanni Lajolo, an diesem Montag nach Limburg kommt, um sich in Gesprächen mit Kirchenvertretern ein Bild von den Diskussionen um die Amtsführung des Bischofs zu machen. Seine Visite fällt damit in die Limburger Kreuzwoche, die in das Kreuzfest des Bistums - eine Art Diözesanfest - mündet. (kna)
Hintergrund: Was soll Lajolo in Limburg erreichen?
Die bundesweite Dialoginitiative
zur Zukunft der katholischen Kirche wird am Freitag und Samstag in Stuttgart fortgesetzt. Im Mittelpunkt steht diesmal die Liturgie, also beispielsweise die Frage, wie Gottesdienste gestaltet werden sollen und wer sie vor dem Hintergrund des Priestermangels leitet. Rund 300 Teilnehmer werden erwartet. Der vom Bischofskonferenz-Vorsitzenden Erzbischof Robert Zollitsch gestartete Dialogprozess ist auf fünf Jahre angelegt. In jedem Jahr findet ein bundesweites Forum statt, das jetzige in der baden-württembergischen Landeshauptstadt ist das dritte und bildet somit die Mitte der Veranstaltungsreihe. (kna)
An diesem Montag hat Papst Franziskus das Rücktrittsgesuch von Weihbischof Werner Radspieler angenommen. Wie der Vatikan bekannt gab, tritt der Bamberger Weihbischof aus Altersgründen zurück. Der im Jahr 1938 geborene Radspieler war am 7. November 1986 von Papst Johannes Paul II. zum Weihbischof von Bamberg erhoben worden. Zu seinem 70. Geburtstag trat er etwas kürzer, indem er 2008 den Vorsitz des Diözesan-Caritasverbandes niederlegte. (rv/erzbistum bamberg)
Eine Kinderbibel in der Sprache der Ureinwohner stellt das Hilfswerk Kirche in Not nun in Mexiko zur Verfügung: Das Buch „Gott spricht zu seinen Kindern“ des weltweiten katholischen Hilfswerks sei damit in 175 Sprachen erhältlich, gab Kirche in Not am Montag bekannt. Die jüngste Übersetzung der Bibel erscheine diese Woche auf „Chol“, der Sprache des Ureinwohnerstammes der „Choles“, die im mittelmexikanischen Bundesstaat Chiapas beheimatet sind. (pm)

Italien
Der Kapuzinerorden in Italien will den heiligen Pater Pio zum Kirchenlehrer erheben lassen. Die süditalienische Ordensprovinz „Sant'Angelo e Padre Pio“ in der Heimat des Heiligen habe eine Kommission aus fünf Ordensmännern und zwei Laien eingerichtet, die die Möglichkeiten dieses Vorhabens prüfen solle. Das berichtet die italienische Zeitung „La Gazzetta del Mezzogiorno“ an diesem Montag in ihrer Onlineausgabe. Es sei kein leichter Weg, zitierte die Zeitung den Provinzoberen Francesco Colacelli. Er verwies darauf, dass bislang nur 34 Heiligen der katholischen Kirche vom Papst der Titel eines Kirchenlehrers zuerkannt worden sei. Zuletzt hatte Benedikt XVI. im Oktober Hildegard von Bingen diese Auszeichnung verliehen. Voraussetzung hierfür ist ein herausragender theologischer oder spiritueller Beitrag zur katholischen Lehre. Der Kapuzinerpater Pio von Pietrelcina ist der populärste Heilige Italiens und wird vor allem im Süden des Landes verehrt. Johannes Paul II. sprach den wegen seiner Wundmale Christi bekannten Ordensmann 1999 selig und 2002 heilig. (kna)

Naher Osten

Syrien
In einem Brief fordert der syrisch-katholische Erzbischof von Hassaké, Nisibi Behanam Hindo, US-Präsident Barack Obama auf, seine Angriffspläne für Syrien zu stoppen. Wörtlich heißt es in dem Schreiben nach Angaben des Fidesdienstes: „Ich schreibe Ihnen für den Frieden: für unseren Frieden. Ich schreibe gegen den Krieg: euren Krieg“. Der Bischof äußert Zweifel an den Beweisen für einen Einsatz von Chemiewaffen durch Assad. Er rät dem US-Präsidenten, die „Ergebnisse der UNO-Kommission“ abzuwarten, und fordert ihn auf „Massaker, Verwüstung und weiteres Leid“ zu vermeiden. „Ich schreibe an eine Menschen, dessen Namen Barack lautet, was so viel wie Segen bedeutet“, so der Erzbischof wörtlich. „Ich wünsche Ihnen Segen für Ihr großes Land, und einen Frieden, der Segen für unser Volk ist. Dies ist mein Wunsch. Ich lege ihn in die Hände eines Friedensnobelpreisträgers“. (fides)

Asien

Afghanistan
Ein Mitglied des afghanischen Parlaments fordert die Hinrichtung von islamischen Gläubigen, die sich zum Christentum bekehren. Damit solle auf der Grundlage der „Scharia“ verhindert werden, dass die Zahl der afghanischen Bürger, die sich innerhalb und außerhalb des Landes zum Christentum bekehren, weiter zunimmt. Nach Angaben des vatikanischen Fidesdienstes hat der muslimische Abgeordnete Nazir Ahmad Hanafi diese Forderung vorgetragen, nachdem die afghanische Presse einen Bericht über einen Anstieg der Zahl von Christen in Afghanistan veröffentlicht hatte. (fides)

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Die Quellen unserer Nachrichtensendung sind u.a. die Agenturen Kna, Kathpress, Ansa, Efe, Afp, Kipa, Reuters, Ap, Adnkronos, Upi, Cns, Ucanews, Misna, Kirche in Not, Osservatore Romano, – die Vatikanzeitung in deutscher Sprache, sowie vatikaninterne Quellen. Der Newsletter ist nur zur persönlichen Information bestimmt. Grundlage für Zitate oder Übernahmen aus unserem Programm kann nicht unser Internetauftritt oder der Newsletter, sondern nur unser Radio-Programm sein. Die jeweils aktuelle Nachrichten- oder Magazinsendung von Radio Vatikan können Sie u.a. auf unserer Internetseite hören.
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Programmvorschau:

Heute Abend, 09.09.2013: Weltkirchen-Magazin
Themen u.a.: Gebetswache mit dem Papst: „Krieg bringt nur Krieg hervor“ / Franziskus: Appell gegen Waffenhandel / USA: 60 Prozent der Bevölkerung gegen einen Militärschlag in Syrien

Dienstag Abend, 10.09.2013: Radioakademie - von Stefan von Kempis
Franz von Assisi – was historische Quellen über ihn erzählen (Teil 5)

Mittwoch Abend, 11.09.2013: Die Woche in Rom
Themen u.a.: Papst: Privatbesuch bei Flüchtlingen in Rom / Generalaudienz von Franziskus

Donnerstag Abend, 12.09.2013: Kreuz des Südens

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Nachrichtenarchiv von Radio Vatikan

Radio Vatikan sendet täglich:16.00 h „Treffpunkt Weltkirche“

20.20 Uhr „Magazin“

6.20 Uhr Wiederholung des „Magazins“ vom Vortag

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· Radio Horeb um 16.00 und 18.00 Uhr, über ASTRA 1A - Tonunterträger von Pro7 (Frequenz 7.38 MHz - analog) und ZDF (7.56 MHz - digital). Im Kabel u.a.: München 89,6 / Augsburg 106,45 / Regensburg 101,8 / Rosenheim 101,5 / Kempten 103,6 / Luxemburg 100,5.
· Domradio Köln über Kabel im Erzbistum Köln und Satellit zwischen 18.00 Uhr und 20.00 Uhr.
· Radio Gloria über Kabel in der Schweiz und Satellit.
·
World-Radio-Network um 8.15, 9.30, 16.00, 19.00 und 0.45 Uhr MESZ, Tonunterträger von MTV-deutsch, (Frequenz 7.38 MHz).
· Radio Stephansdom um 19.40 Uhr, in Wien auf UKW 107,3 kHz, sowie im Kabel über 87,7 oder 105,0 MHz
· Radio Grüne Welle um 6.30, 10.00 und 16.00 Uhr, in Südtirol auf UKW 103,0 (Bozen) und 97,8 (Brixen)
· Radio Maria Österreich um 16.00 und 18.00 Uhr im Großraum Innsbruck auf UKW 104.8 und im Mostviertel/NÖ auf UKW 104.7. Im Kabel u.a. Telekabel Wien 102.7 MHz
· Radio Maria Schweiz um 16.00 und 18.00 Uhr kann in weiten Teilen der Deutschschweiz direkt aus der Luft empfangen werden

Im Internet:

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