RADIO VATIKAN - OFFIZIELLE WEBSEITE - Online-News 14.9.2013

Tagesmeldungen vom 14.9.2013

- Franziskus traf Befreiungstheologen Gutierrez -
- Gesprächsprozess: Positive Etappe -
- Deutscher Philosoph wird Papst-Akademiker -
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Verantwortlich: P. Bernd Hagenkord SJ / Stefan von Kempis
Redaktion: Stefanie Stahlhofen
Redaktionsschluss 16.00 Uhr
Die folgenden Texte basieren auf unserer
Nachrichtensendung „Treffpunkt Weltkirche“ täglich um 16 Uhr

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THEMEN DES TAGES:

Papst trifft Befreiungstheologen Gustavo Gutierrez
Papst Franziskus ist mit dem prominenten peruanischen Befreiungstheologen Gustavo Gutierrez zusammengetroffen. Wie Vatikansprecher Federico Lombardi am Samstag mitteilte, begrüßte der Papst den 85-jährigen Dominikaner bereits am Mittwoch nach der Frühmesse im vatikanischen Gästehaus Santa Marta. Der Präfekt der Römischen Glaubenskongregation, Erzbischof Gerhard Ludwig Müller, hatte vor einer Woche eine Zusammenkunft seines Freundes Gutierrez mit dem Papst angekündigt. Dies nährte die Erwartung, Franziskus werde Gutierrez, der als einer der Väter der Befreiungstheologie gilt, offiziell zu einer Privataudienz empfangen, dies war aber nicht der Fall. (kna/rv)
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Deutschland: Positive Bilanz
In Stuttgart ist an diesem Samstag das dritte Forum innerhalb des Gesprächsprozesses der deutschen Bischöfe zu Ende gegangen. Erzbischof Robert Zollitsch, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, zog ein positives Fazit über das Gesprächsforum. „Wir haben erlebt und diskutiert, wie vielfältig die Liturgie bei uns ist. Gleichzeitig ist deutlich geworden, wie wichtig es ist, die Liturgie in der Welt zu verankern“, so Zollitsch. Die Feier der Liturgie als Zentrum des Glaubens habe in Stuttgart eine Vergewisserung erfahren. „In Stuttgart haben wir Vielfalt und wachsendes Vertrauen erlebt“, sagte der Erzbischof. (pm)
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Deutschland: Kardinal Meisner stärkt Bischof Tebartz-van Elst
Während Kurienkardinal Giovanni Lajolo noch zum „brüderlichen Besuch“ im Bistum Limburg weilt und sich vor Ort ein Bild von der Lage macht, stärkt der Kölner Erzbischof Kardinal Joachim Meisner dem Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst den Rücken. Es sei ihm unbegreiflich, wie „die Medien sich geradezu gegen Tebartz-van Elst verschworen haben“, sagte Meisner dem Kölner Domradio. Er habe manchmal den Eindruck, es sei die „theologische Haltung“ und der „Stil der Verkündigung“ des Limburger Bischofs, die Widerspruch errege. (domradio/kna)
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Papst: „Das Heilige Land braucht Botschafter des Friedens und der Liebe“
„Seid Botschafter des Friedens und der Liebe“ – diesen Auftrag hat Papst Franziskus den Rittern vom Orden des Heiligen Grabes zu Jerusalem gegeben. Der Papst empfing 3.500 Mitglieder des geistlichen Ritterordens am Freitagabend im Vatikan. In seiner Ansprache lobte Franziskus den geistlichen Ritterorden für seine Unterstützung christlicher Stätten sowie der Hilfsbedürftigen im Heiligen Land. Zudem hob er hervor, wie wichtig das stetige Voranschreiten und Pilgern, der Aufbau und das Bezeugen des Glaubens seien. Das Heilige Land brauche Unterstützung geistlicher Art, aber ebenso konkrete Taten, so Franziskus. (rv/kna)
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Papst Franziskus: „Von diesem zu jenem Baum“
Über das Geheimnis des Kreuzes hat Papst Franziskus an diesem Samstag bei seiner Frühmesse im Vatikan meditiert. Ausgangspunkt war das Fest Kreuzerhöhung, das die Kirche am 14. September feiert, im Gedenken an die Auffindung des Kreuzes Jesu durch Kaiserin Helena im Jahr 325. Im Geheimnis des Kreuzes finden wir die Geschichte des Menschen und die Geschichte Gottes wieder, sinnierte der Papst. Und er erinnerte an den bei den Kirchenvätern gängigen Vergleich zwischen dem Baum der Unterscheidung zwischen Gut und Böse und dem Baum des Kreuzes. (rv)
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AUS UNSEREM ABENDPROGRAMM:

Seid Menschen der Hoffnung: Die Betrachtungen des Papstes
„Seid Menschen der Hoffnung und nicht Christen ohne Auferstehung!“ Das hat Papst Franziskus in dieser Woche in den Predigten bei seiner Frühmesse im Vatikan gesagt. „Sprecht nicht schlecht von anderen, betrachtet stattdessen den leidenden Christus – er ist unsere Hoffnung in Person“, so Franziskus. Wir lassen hier die Predigten und Betrachtungen des Heiligen Vaters in dieser Woche Revue passieren. (rv)
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RADIO-VATIKAN-BUCHTIPP:

Gedichte aus einem syrischen Gefängnis
Viel ist in diesen Tagen zu hören und zu lesen über Syrien: es geht um Obama und Russland, um Chemiewaffen, um Flüchtlinge, aber auch um entführte Journalisten, die jetzt wieder frei sind. Wie es ist, Gefangener in Syrien zu sein, das erzählt auf seine ganz eigene Weise der Band „Spiegel der Abwesenheit“ von Faraj Bayrakdar. Als politischer „Gefangener Nr.13“ wurde der syrische Dichter und Journalist 1997 bis 2000 im Militärgefängnis in Saidnaya gefangen gehalten – wegen regimekritischer Veröffentlichungen. In seiner Gefangenschaft schrieb Bayrakdar: Gedichte. (rv)
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DIE NACHRICHTEN:

Vatikan

Der deutsche Philosoph Vittorio Hösle ist von Papst Franziskus in die Päpstliche Akademie für Sozialwissenschaften berufen worden. Das teilte der Vatikan an diesem Samstag mit. Der an der katholischen Universität von Notre Dame im US-Bundesstaat Indiana lehrende Hösle ist einer der renommiertesten deutschen Philosophen der Gegenwart. Seine Werke sind in mehr als 20 Sprachen übersetzt. Er äußerte sich wiederholt kritisch zum Zustand der zeitgenössischen Philosophie und warf dieser vor, zu drängenden aktuellen Fragen zu schweigen. Die 1994 von Papst Johannes Paul II. gegründete Akademie dient als Denkfabrik für die Weiterentwicklung der katholischen Soziallehre. Ihr gehören rund 40 Sozial- und Geisteswissenschaftler sowie Juristen an, die teils nichtchristlichen Religionen angehören. (rv/kna)
Papst Franziskus findet seine Telefonate nicht berichtenswert: „Bitte sagen Sie den Journalisten, dass meine Telefonate keine Nachricht sind“, bat er kürzlich den Direktor des Vatikanischen Fernsehzentrums CTV, Dario Viganò. Er habe das schon in Buenos Aires so gehalten: „Wenn ich eine Nachricht bekomme, einen Brief von einem Priester in Schwierigkeiten, einer Familie oder einem Gefangenen, dann habe ich geantwortet. Für mich ist es viel einfacher, anzurufen, mich über das Problem zu informieren und eine Lösung vorzuschlagen, wenn es sie gibt“, zitiert die Zeitschrift „Famiglia Cristiana“ den Papst. Zum Glück wüssten die Leute gar nicht, wie oft er schon telefoniert habe, so Franziskus. (adnkronos)

Vatikan/Argentinien
„Er sprach auf eine Art und Weise, dass ihn jeder verstand, denn er sprach mit der Stimme des Herzens über den Glauben und die Liebe, die er für Jesus empfand.“ Mit diesen Worten hat Papst Franziskus den Presbyter José Gabriel Brochero (1840-1914) gewürdigt, der an diesem Samstag in Córdoba in Argentinien seliggesprochen wurde. Franziskus schrieb dem Vorsitzenden der Argentinischen Bischofskonferenz, José María Arancedo, einen Brief. „Cura Brochero“ sei ein Pionier darin gewesen, an die geographischen und existentiellen Randgebiete zu gehen, um allen Menschen die Liebe und Barmherzigkeit Gottes zu bringen, führt der Papst weiter aus. Genau das wolle Jesus auch heute: missionarische Jünger, Wanderer des Glaubens, die selbstlos handelten. (rv)

Europa

Deutschland
Der hannoversche evangelische Landesbischof Ralf Meister hat Traugottesdienste für gleichgeschlechtliche Paare angekündigt. Die Leitung seiner Landeskirche arbeite derzeit an einer entsprechenden Gottesdienst-Ordnung, sagte er der in Hannover erscheinenden Neuen Presse. Der Bischof der größten evangelischen Landeskirche in Deutschland kann sich nach eigenem Bekunden auch vorstellen, dass homosexuelle Paare Kinder adoptieren. Dies setze allerdings eine Partnerschaft voraus, die durch „Verlässlichkeit, Verbindlichkeit und Verantwortung füreinander“ geprägt sei. (kna)

Großbritannien
Anglikaner-Primas Justin Welby hat zu Gebeten für den entführten nigerianischen Erzbischof Ignatius Kattey aufgerufen. In einer Pressemitteilung vom Freitag äußerte sich Welby als geistliches Ehrenoberhaupt der anglikanischen Christen „tief schockiert“ über die Geiselnahme. Kattey war am 6. September nahe der Stadt Port Harcourt im Süden Nigerias von Bewaffneten verschleppt worden. Seither fehlt von ihm jede Spur. Nigerias Präsident Goodluck Jonathan hatte unterdessen den Einsatz der nigerianischen Regierung für den Erzbischof zugesagt. (kna)

Naher Osten

Syrien
Die Atmosphäre unter den Bewohnern von Damaskus hat sich nach den Worten des Apostolischen Nuntius in Syrien, Erzbischof Mario Zenari, in den vergangenen Tagen entspannt. Die Einwilligung der syrischen Regierung, ihr Chemiewaffenarsenal unter internationale Kontrolle zu stellen, sei von der Bevölkerung positiv aufgenommen worden, sagte der Botschafter dem Informationsdienst Terrasanta.net am Freitag. Die Menschen in der Hauptstadt wagten sich wieder auf die Straße, so Zenari weiter. Zu diplomatischen Bemühungen, einen westlichen Militäreinsatz in Syrien abzuwenden, wollte sich der Nuntius nicht äußern. Dies sei eine „sehr delikate Situation“, sagte Zenari. (kna)

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Die Quellen unserer Nachrichtensendung sind u.a. die Agenturen Kna, Kathpress, Ansa, Efe, Afp, Kipa, Reuters, Ap, Adnkronos, Upi, Cns, Ucanews, Misna, Kirche in Not, Osservatore Romano, – die Vatikanzeitung in deutscher Sprache, sowie vatikaninterne Quellen. Der Newsletter ist nur zur persönlichen Information bestimmt. Grundlage für Zitate oder Übernahmen aus unserem Programm kann nicht unser Internetauftritt oder der Newsletter, sondern nur unser Radio-Programm sein. Die jeweils aktuelle Nachrichten- oder Magazinsendung von Radio Vatikan können Sie u.a. auf unserer Internetseite hören.
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Programmvorschau:

Heute Abend, 14.09.2013: Unsere Woche - Mit der Betrachtung zum Sonntag
Papst Franziskus legt die Evangelientexte dieser Tage aus

Sonntag Abend, 15.09.2013: Reden über Gott und Welt

Montag Abend, 16.09.2013: Weltkirchen-Magazin

Dienstag Abend, 17.09.2013: Die Radioakademie (Teil 3)

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Nachrichtenarchiv von Radio Vatikan

Radio Vatikan sendet täglich:16.00 h „Treffpunkt Weltkirche“

20.20 Uhr „Magazin“

6.20 Uhr Wiederholung des „Magazins“ vom Vortag

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· Radio Gloria über Kabel in der Schweiz und Satellit.
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