RADIO VATIKAN - OFFIZIELLE WEBSEITE - Online-News 2.2.2014

Tagesmeldungen vom 2.2.2014

- Tag gottgeweihten Lebens: „Offen sein für Gottes Wort“ -
- Angelus: „Geweihtes Leben ist Geschenk Gottes“ -
- Papst : „Lebensschutz geht uns alle an“ -
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Verantwortlich: P. Bernd Hagenkord SJ / Stefan von Kempis
Redaktion: Stefanie Stahlhofen
Redaktionsschluss 16.00 Uhr
Die folgenden Texte basieren auf unserer
Nachrichtensendung „Treffpunkt Weltkirche“ täglich um 16 Uhr
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VATIKAN:

Papst zum Welttag des gottgeweihten Lebens: „Offen bleiben für die Stimme Gottes“
„Im Mittelpunkt ist Jesus“, das hat Papst Franziskus an diesem Sonntag bei der Messe zum Welttag des gottgeweihten Lebens mit mehreren tausend Ordensleuten betont. An dem Festtag wird der Erstgeburtsweihe Jesu gedacht, als er von seiner Mutter Maria in den Tempel gebracht und dort vom greisen Simeon als Messias erkannt wurde. Franziskus hielt bei seiner Predigt im Petersdom fest, auch im geweihten Leben lebe man das Treffen zwischen der Jugend und den Alten, zwischen Observanz (Treue zur Ordensregel) und Prophetie. (rv)
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Papst Franziskus hat in seiner Predigt zum Festtag Mariä Lichtmess an die Bedeutung des geweihten Lebens erinnert. Hier lesen Sie die Papstpredigt im vollen Wortlaut in einer Arbeitsübersetzung. Einige wenige, freie gesprochene Einschübe des Papstes fehlen in diesem Text. (rv)
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Papst beim Angelus: „Geweihtes Leben ist ein Geschenk Gottes“
Als „Geschenk Gottes“ hat Papst Franziskus das geweihte Leben beim Angelus an diesem Sonntag gewürdigt. Seit 1997 wird der Tag des Gottgeweihten Lebens immer zum Fest der Darstellung des Herrn begangen. So will die Kirche Gott für die Ordensberufungen danken und zugleich die Kenntnis und Wertschätzung des geweihten Lebens innerhalb der Kirche fördern. Auf dem trotz Regens gut gefüllten Petersplatz erinnerte Franziskus an das Tagesevangelium, das beschreibt wie Maria und Jesus ihren Sohn zum Tempel brachten, um ihn Gott zu weihen. (rv)
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Papst „Lebensschutz geht uns alle an“ -
Anlässlich des an diesem Sonntag in Italien begangenen „Tag des Lebens“ versichtere Papst Franziskus nach dem Angelusgebet allen, die sich für den Schutz des Lebens einsetzen seine Unterstützung. Jeder einzelne sei hier gefordert, so Franziskus: „Jeder fühle sich, gemäß seiner Rolle und seinem Umfeld aufgerufen, das Leben zu lieben und ihm zu dienen, es anzunehmen, zu respektieren und zu fördern, ganz besonders dann, wenn es zerbrechlich ist und Aufmerksamkeit sowie Pflege braucht – vom Mutterleib bis hin zu seinem Ende auf dieser Erde“. (rv)
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HINTERGRÜNDE:

Österreich/Italien: Papstübersetzerin in Rom verstorben
An diesem Sonntag ist in Rom Sigrid Spath verstorben. Die österreichische Lutheranerin wirkte mehrere Jahrzehnte als Übersetzerin für alle Päpste seit Paul VI. Sie übertrug mindestens 70.000 Seiten Texte italienischer, lateinischer, französischer, englischer, spanischer oder polnischer Sprache ins Deutsche. Außerdem arbeitete Sigrid Spath bis zu ihrer Pensionierung als Halbtagsangestellte für das Generalat der Jesuiten in Rom. Ihre letzte größere Arbeit war ein Teil der Übersetzung des langen Interviews mit Papst Franziskus für die Jesuitenzeitschriften. Sigrid Spath war in doppelter Hinsicht eine Brücke: Als Lutheranerin arbeitete sie im Herzen der katholischen Kirche und genoss das Vertrauen der Päpste wie des Staatssekretariates. Als Übersetzerin war sie die deutsche Stimme des Vatikans. (rv)
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Menschen in der Zeit: Eva Petrik
Unzweifelhaft haben in der katholischen Kirche nach wie vor die Männer das Sagen. Aber gerade das hat Frauen wie Eva Petrik immer schon angeregt, sich zu Wort zu melden. Gleichermaßen kritisch und loyal war Eva Petrik über mehrere Jahrzehnte hindurch die bekannteste Laiin Österreichs. Sie verlangte in der Affäre Groёr schonungslose Aufklärung von „ihrer“ Kirche. Sie redete einer weltoffenen Religiosität das Wort und hielt den Dialog mit anderen christlichen und jüdischen Mitbürgern hoch. Eva Petrik war geprägt durch Priester aus dem legendären „Bund Neuland“ sowie durch die Tätigkeit in der katholischen Jungschar; sie war von Jugend an in der Kirche aktiv. Im März 2007, ihrem Todesjahr, erhielt Eva Petrik aus der Hand von Kardinal Christoph Schönborn den Stephanusorden in Gold, die höchste diözesane Auszeichnung in Anerkennung ihrer Verdienste für die Erzdiözese Wien. (rv)
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Ziviles Engagement in Italien: „Retake Roma“ putzt Kirchen und historische Gebäude
Keine Kunst, sondern Kriminalität: Die meisten Graffiti in Rom sind illegal. Trotzdem prangern anonyme Signaturen, Parolen und Zeichen an fast jeder Hauswand, Kirchenmauer oder Brücke. Sogar Straßen sind manchmal besprayt. „Das ist Vandalismus“, sagt die Jura-Professorin an der Uni Roma Tre, Rebecca Spitzmiller. Die Amerikanerin lebt seit fast dreißig Jahren in Rom und hat die „feigen Tags“ satt. „Retake Roma“, also: „Holt Rom zurück“, heißt die Gruppe, die sie mit Freunden aus lauter Frust über die Graffiti und die Tatenlosigkeit der italienischen Justiz gegründet hat. Die zivile Putzkolonne boomt: Mehr als 1200 Mitglieder helfen seit fünf Jahren beim Aufräumen. Freiwillig. (rv)
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DIE NACHRICHTEN:

Vatikan

Besondere Grüße hat der Kurienerzbischof und Almosenmeister des Papstes, Konrad Krajewski, an diesem Sonntag den Armen überbracht: „Heute morgen, bevor ich hierherkam, habe ich mit Papst Franziskus gesprochen und ihm gesagt, dass ich hier die Messe feiern würde. Er hat mir zugehört und dann gesagt: ,Ich kann nicht dabei sein, aber ich schicke allen dort eine ganz, ganz feste Umarmung!‘“. Mit diesen Worten begann Krajewski an diesem Sonntagmorgen eine Messe in der römischen Kirche Santa Maria Trastevere mit mehreren Hundert Armen und Obdachlosen. Während der Messfeier, die die Gemeinschaft Sant’Egidio organisiert hatte, wurde der vielen Obdachlosen gedacht, die auf der Straße ihr Leben lassen. (pm/rv)
„Der Tag des geweihten Lebens ist eine gute Gelegenheit, sich wieder neu bewusst zu werden, dass Jesus Christus die Mitte unseres Lebens ist.“ So lautet die Botschaft, die Papst Franziskus an diesem Sonntag, dem „Tag des geweihten Lebens“ über den Kurznachrichtendienst „Twitter“ versendet hat. (rv)

Europa

Deutschland
Der emeritierte Erzbischof von Freiburg und amtierende Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, hat die Initiative von Papst Franziskus begrüßt, 2015 ein Aktionsjahr zur Stärkung katholischer Orden zu starten „Wir brauchen auch heute Ordensleute! Wir brauchen Frauen und Männer, die alles auf eine Karte setzen, die nicht nur durch ihre Worte und ihre Arbeit, sondern durch ihre Lebensform und Lebensführung deutlich machen: Gott ist die Mitte meines Lebens“, sagte Zollitsch am Sonntag in Freiburg. Trotz aller Sorge um mangelnden Nachwuchs sollten sich Orden nicht einschüchtern lassen oder resigniert zurückziehen. (pm)
„Mut ist, zu geben, wenn alle nehmen“ – Unter diesem Motto steht die Misereor-Fastenaktion 2014. Zu diesem Thema sprach Franz Gulde, de Leiter der Abteilung Bildung und Pastoralarbeit beim Bischöflichen Hilfswerk Misereor in Aachen an diesem Samstag in Münster. Gulde hob hervor, dass es Mut brauche, in der Überflussgesellschaft Veränderungen beim Lebensstil zu fordern, etwa wenn es darum gehe, sich der „unfassbaren Zahl von 842 Millionen Menschen“ zu stellen, die an keinem Tag des Jahres satt zu essen haben. Christen, die angesichts des Hungers das Brot der Eucharistie teilen, seien gefordert, auch das Thema „Nehmen auf Kosten der anderen“ zu beleuchten. (pm)

Österreich
„Avanti, Geht voran“ war das zentrale Wort von Papst Franziskus an die österreichischen Bischöfe bei ihrem am Freitagnachmittag offiziell beendeten fünftägigen Ad-Limina-Besuch. Das sagte Kardinal Christoph Schönborn im Sonntags-Kurier. Das „Avanti“ des Papstes sei als Ermutigung zu verstehen, sich für die Menschenwürde einzusetzen und das öffentliche Gewissen wachzurütteln, bei Fragen der Armut, des Menschenhandels und des Friedens nicht locker zu lassen, so Schönborn weiter. Besonders positiv habe der Papst auf die Initiative der österreichischen Ordensfrauen reagiert, „das große und dramatische Thema Menschenhandel aufzugreifen“, so der Kardinal. Der Heilige Stuhl sei „massiv interessiert“ an der kommende Woche in Wien beginnenden großen Konferenz zum Thema Menschenhandel. (kap)

Großbritannien
Eine katholische Adoptionsagentur in Schottland hat mit ihrer Weigerung, Kinder an gleichgeschlechtliche Paare zu vermitteln, einen Sieg vor Gericht errungen. Eine Berufungsinstanz sprach die “St. Margaret's Adoption and Family Care Society” in Glasgow vom Vorwurf der Diskriminierung frei. Mit der Entscheidung am Freitag hob das Scottish Charity Appeal Panel in Edinburgh die frühere Entscheidung einer Regulierungsbehörde auf, die der Adoptionsvermittlung den Status einer Wohlfahrtseinrichtung aberkannt hatte. (kna)

Italien
Die italienische Caritas und die Stiftung „Migrantes“ haben auf der Insel Lampedusa ein neues Aufnahmezentrum für Bootsflüchtlinge eröffnet. Die neue Einrichtung wolle die staatlichen Stellen unterstützen und garantiere eine angemessene Erstversorgung der Menschen, erklärten die Organisationen am Samstag, 1. Februar, gegenüber italienischen Medien. „Wir folgen damit dem Appell von Papst Franziskus, die Türen für unsere Brüder auf der Flucht zu öffnen.“ In dem Zentrum kümmern sich künftig neben Mitarbeitern der beiden Organisationen auch Freiwillige um die Versorgung der Menschen. (kipa/kna)

Asien

Philippinen
Bei einem Anschlag auf eine katholische Kirche auf den Philippinen sind fünf Personen verletzt worden. Laut der Online-Ausgabe der philippinischen Zeitung „Manila Times“ warfen zwei Männer auf einem Motorrad am Sonntagvormittag eine Handgranate auf die Kirche im Dorf Talon Talon nahe der Stadt Zamboanga. Der Sprengsatz detonierte demnach am Eingang des Gotteshauses, in dem gerade ein Seniorentreffen stattfand. Bislang habe sich niemand zu dem Attentat bekannt. (kna)

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Die Quellen unserer Nachrichtensendung sind u.a. die Agenturen Kna, Kathpress, Ansa, Efe, Afp, Kipa, Reuters, Ap, Adnkronos, Upi, Cns, Ucanews, Misna, Kirche in Not, Osservatore Romano, – die Vatikanzeitung in deutscher Sprache, sowie vatikaninterne Quellen. Der Newsletter ist nur zur persönlichen Information bestimmt. Grundlage für Zitate oder Übernahmen aus unserem Programm kann nicht unser Internetauftritt oder der Newsletter, sondern nur unser Radio-Programm sein. Die jeweils aktuelle Nachrichten- oder Magazinsendung von Radio Vatikan können Sie u.a. auf unserer Internetseite hören.
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Programmvorschau:

Heute Abend, 2.2.2014: Menschen in der Zeit - von Aldo Parmeggiani
Eva Petrik, Leben und Vermächtnis

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Nachrichtenarchiv von Radio Vatikan

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20.20 Uhr „Magazin“

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