RADIO VATIKAN - OFFIZIELLE WEBSEITE - Online-News 9.2.2014 9

Tagesmeldungen vom 9.2.2014

- Papst dankt Familien für Pflege von Kranken und Alten -
- Schweiz: Mehrheit für Abtreibungsfinanzierung -
- Syrien: Nuntius sieht positives Signal -
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Verantwortlich: P. Bernd Hagenkord SJ / Stefan von Kempis
Redaktion: P. Max. Immanuel Cappabianca OP
Redaktionsschluss 16.00 Uhr
Die folgenden Texte basieren auf unserer
Nachrichtensendung „Treffpunkt Weltkirche“ täglich um 16 Uhr
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THEMEN DES TAGES:

Papst dankt Familien für Pflege von Kranken und Alten
Zu mehr Respekt vor Kranken und Leidenden hat Papst Franziskus beim Angelusgebet am Sonntag aufgerufen. Der Menschen habe nicht weniger Würde, wenn er schwach ist, invalide oder hilfsbedürftig. Mit Blick auf den Welttag des Kranken am 11. Februar dankte er Familien, die Angehörige zu pflegen haben, und rief sie dazu auf, keine Angst vor Hinfälligkeit zu haben. „Helft einander mit Liebe, und ihr werdet die tröstliche Nähe Gottes erfahren“, so der Papst wörtlich. Mit Blick auf das Sonntagsevangelium vom „Salz der Erde“ und dem „Licht der Welt“ rief der Papst die Gläubigen auf, das von Gott erhaltene Licht des Glaubens weiterzugeben. (rv)
Hier mehr in Text und Ton

Franziskus: „Olympiade als Fest der Freundschaft“
Die Athleten der olympischen Winterspiele in Sotschi hat Papst Franziskus beim Angelusgebet gegrüßt. Er hoffe, dass die Winterspiele „wirklich zu einem Fest des Sports und der Freundschaft“ würden. Außerdem gedachte der Papst der Opfer von Naturkatastrophen. Die Natur fordere die Menschen heraus, solidarisch zu sein und die Schöpfung zu bewahren, um soweit möglich den gravierenden Folgen von Naturkatastrophen vorzubeugen, so Franziskus. Schließlich auch ein kurzer Gruß an Theologinnen aus ganz Europa, die derzeit in Rom zu einem Studienkongress versammelt sind. (rv)

Syrien: Nuntius sieht positive Signale
Als einen ersten positiven Schritt würdigt der päpstliche Nuntius in Syrien den humanitären Korridor in die belagerte Stadt Homs, der am Wochenende eingerichtet worden war. Im Gespräch mit Radio Vatikan äußert Erzbischof Mario Zenari die Hoffnung, dass bei der neuen Runde der Friedensgespräche ab Montag in Genf die humanitären Fragen nicht außer Acht gelassen werden. Der Weg sei noch weit, aber die Mehrheit der syrischen Bevölkerung erwarte ein neues Syrien, das demokratischer ist und in dem die Menschenrechte und Grundfreiheiten respektiert werden. (rv)
Hier mehr in Text und Ton

Schweiz: Mehrheit für Abtreibungsfinanzierung
Bei der Schweizer Volksabstimmung zur Finanzierung von Abtreibungen zeichnet sich am Sonntag ein klares Nein zur Streichung der Krankenkassenleistungen ab. Nach ersten Hochrechnungen des Forschungsinstitutes gfs.bern liegt die Ablehnung bei 70 Prozent. Die Initiative unter dem Namen „Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache“ spricht sich gegen eine Kostenübernahme bei Abtreibungen durch die Krankenkassen aus. Aus Sicht der Schweizer Bischöfe tritt die Initiative zwar „gegen die institutionalisierte 'Normalität' der Abtreibung“ ein. Die Initiative sei aber kein adäquates Mittel, um das Problem der Abtreibung wirklich zu lösen. (kna)
Mehr dazu hier

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AUS UNSEREM ABENDPROGRAMM:

Klöster und Stifte: Zwischen Auslaufmodell und Dauerbrenner
Sie sind Wirtschaftsunternehmen, Kulturzeugen, Zufluchtsort und Gesprächspartner: Stifte und Klöster prägen die europäische Entwicklung seit über 1600 Jahren. Rechtlich eigenständig und frei von staatlichen Konventionen sind sie Vorbild für menschliches Zusammenleben. Trotzdem haben Stifte und Klöster es zunehmend schwer: Der Nachwuchs fehlt und der Zuspruch aus der Bevölkerung manchmal auch. Das ist bemerkenswert, denn Stifte und Klöster bieten das, wonach sich die schnelle Gesellschaft sehnt: Ruhe…
Hier der Beitrag von Marion Sendker in voller Länge 

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DIE NACHRICHTEN:

Vatikan

Die römische Kurie solle ein „bewegliches und schlankes“ Mittel im Dienst an der „Mission der Kirche in der Welt von heute“ sein. Das sagt der neue Staatsekretär Piero Parolin in einem langen Interview mit der italienischen Zeitung „Avvenire“ vom Sonntag. Die Kurie müsse dem Papst, den Bischöfen, der Welt- und den Ortskirchen dienen. Es gebe immer die Gefahr des Machtmissbrauchs, allerdings reichten Strukturreformen allein nicht aus, es sei immer auch eine persönliche Bekehrung notwendig. Parolin kritisierte zugleich das einseitige Bild, das manche Medien von der Kurie zeichneten. In Vergangenheit und Gegenwart habe es viele heilige Menschen an der Kurie gegeben. (rv)
Hier weitere Details

Europa

Deutschland
Die Dominikanerinnen geben ihren Leipziger Konvent auf. Wie am Wochenende bekannt wurde, sind die drei Schwestern der „Dominikanerinnen von Bethanien“ von ihrer Ordensleitung zurück nach Nordrhein-Westfalen berufen worden. 1994 waren die Dominikanerinnen aus Nordrhein-Westfalen nach Leipzig gekommen und lebten dort zunächst in einem Pilot-Projekt gemeinsam mit den bereits ansässigen Dominikanern unter einem Dach. Ende 2005 trennten sich die Konvente jedoch wieder einvernehmlich. Nach einer Übergangszeit zogen die Schwestern 2006 schließlich in einen sozialen Brennpunkt, wo sie unter anderem ein Ladenlokal für Bedürftige eröffneten. (kna)

Schweiz
Bei der Schweizer Volksabstimmung über „Masseneinwanderung“ erwarten die Meinungsforscher eine Rekordbeteiligung. Laut ersten Trends haben sich bis zu 59 Prozent der Bevölkerung an der Abstimmung beteiligt, wie das Meinungsforschungsinstitut gfs.bern am Sonntag mitteilte. Das Ergebnis stand zum Redaktionsschluss dieses Newsletters noch aus, auch wenn sich eine hauchdünne Mehrheit für die Initiative abzuzeichnen scheint. Die Schweizer Bischöfe werten die „Masseneinwanderungsinitiative“ als Widerspruch zu einer christlichen Werteorientierung. Der Vorstoß betrachte Menschen als Ware und tue so, als ob die Schweiz eine Insel sei, kritisierte die Kommission „Justitia et Pax“ der Bischofskonferenz. „Fragwürdig und diskriminierend“ sei das Menschenbild, das hinter den Anliegen und Zielen der Initiative stecke, so die Kommission. Ähnlich fragwürdig seien jedoch auch viele Gegenargumente. Menschen würden nämlich „allein bezogen auf ihren wirtschaftlichen Nutzen“ für die Schweiz betrachtet und auf diese Weise zur Ware gemacht. (kna)

Russland
Zwei Menschen hat ein Amokläufer in der Kathedrale von Juschno-Sachalinsk am Sonntag getötet. Wie die Nachrichtenagentur „Ria Novosti“ meldete, drang der 25-jährige Täter in die Auferstehungskathedrale ein und eröffnete das Feuer auf die Gläubigen. Sechs Menschen wurden verletzt. Der Moskauer Patriarch Kyrill I. hat den Angehörigen sein Beileid ausgesprochen. Die Opfer hätten versucht, den Eindringling abzuhalten und seien als Helden gestorben, zitierte die russische Nachrichtenagentur Ria Novosti den Patriarchen. Über die Motive des Amoklaufs ist bisher nichts bekannt. Der junge Mann soll bei einer Sicherheitsfirma gearbeitet haben. (apic/kna)

Asien

Pakistan
Ein 16-jähriges Mädchen aus dem Distrikt Layyah (Punjab) soll verschleppt, zur Bekehrung zum Islam sowie zu einer muslimischen Heirat gezwungen worden sein. Das berichtet der vatikanische Pressedienst „Fides“ mit Berufung auf eine örtliche evangelikale Organisation. Die Familie des Mädchens rief zu öffentlichen Protesten in Punjabs Hauptstadt Lahore auf. Nach unbestätigten Berichten sollen in Pakistan jedes Jahr zwischen 800-1000 Mädchen und junge Frauen verschleppt und zwangsverheiratet werden. (fides)

Amerika

Kolumbien
Eindringlich haben die Bischöfe des Landes zur Teilnahme an den Präsidentschaftswahlen des Landes aufgerufen. In einer Erklärung der Bischofskonferenz heißt es, die Bürger sollten ihre „pessimistische Apathie“ und ihr „steriles Gejammer“ aufgeben, sondern stattdessen aktiv an den Wahlen teilnehmen, um „die Korruption, den Klientelismus und den Druck bewaffneter Gruppen und von öffentlichen wie privaten Interessengruppen“ zu bekämpfen. – Im März stehen Kongresswahlen an. Sie gelten als Stimmungstest für die Wahl des Präsidenten im Mai. Derzeit ist der liberale Politiker Juan Manuel Santos Amtsinhaber. (rv) 

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Die Quellen unserer Nachrichtensendung sind u.a. die Agenturen Kna, Kathpress, Ansa, Efe, Afp, Kipa, Reuters, Ap, Adnkronos, Upi, Cns, Ucanews, Misna, Kirche in Not, Osservatore Romano, – die Vatikanzeitung in deutscher Sprache, sowie vatikaninterne Quellen. Der Newsletter ist nur zur persönlichen Information bestimmt. Grundlage für Zitate oder Übernahmen aus unserem Programm kann nicht unser Internetauftritt oder der Newsletter, sondern nur unser Radio-Programm sein. Die jeweils aktuelle Nachrichten- oder Magazinsendung von Radio Vatikan können Sie u.a. auf unserer Internetseite hören.
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Programmvorschau:

Sonntag Abend, 9.2.2014: Reden über Gott und Welt: Wozu noch Klöster und Stifte?
Eine Sendung von Marion Sendker und Pater Bernd Hagenkord SJ

 

Dienstag Abend, 11.2.2014: Unsere Februar-Radioakademie
85 Jahre Vatikanstaat. Mit den Lateranverträgen vom 11. Februar 1929 zog Papst Pius XI. einen Schlussstrich unter den politischen Streit mit Italien und stellte den Heiligen Stuhl auf ein eigenes Stück Land: den Staat der Vatikanstadt. Die 44 Hektar auf dem römischen Papst-Hügel sind der kleinste Staat der Welt und der einzige, der zur Gänze als Weltkulturerbe anerkannt ist. Unsere Februar- Radioakademie von Gudrun Sailer stellt den Vatikanstaat, seine Geschichte und seine Gegenwart vor

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Die Quellen unserer Nachrichtensendung sind u.a. die Agenturen Kna, Kathpress, Ansa, Efe, Afp, Kipa, Reuters, Ap, Adnkronos, Upi, Cns, Ucanews, Misna, Kirche in Not, Osservatore Romano, – die Vatikanzeitung in deutscher Sprache, sowie vatikaninterne Quellen. Der Newsletter ist nur zur persönlichen Information bestimmt. Grundlage für Zitate oder Übernahmen aus unserem Programm kann nicht unser Internetauftritt oder der Newsletter, sondern nur unser Radio-Programm sein. Die jeweils aktuelle Nachrichten- oder Magazinsendung von Radio Vatikan können Sie u.a. auf unserer Internetseite hören.
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Programmvorschau:

An diesem Sonntag blicken wir in der Abendsendung nach Österreich: Wozu noch Klöster und Stifte?
Eine Sendung von Marion Sendker und Pater Bernd Hagenkord

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Nachrichtenarchiv von Radio Vatikan

Radio Vatikan sendet täglich:16.00 h „Treffpunkt Weltkirche“20.20 Uhr „Magazin“6.20 Uhr Wiederholung des „Magazins“ vom VortagRadio Vatikan ist außerdem zu hören bei:

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Im Internet:

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