RADIO VATIKAN - OFFIZIELLE WEBSEITE - Online-News 13.2.2014

Tagesmeldungen vom 13.2.2014

- Papst: „Katholische Unis müssen Werte leben“ -
- Franziskus empfängt US-Juden im Vatikan -
- Spanien geht auf sephardische Juden zu -

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Verantwortlich: P. Bernd Hagenkord SJ / Stefan von Kempis
Redaktion: Anne Preckel
Redaktionsschluss 16.00 Uhr
Die folgenden Texte basieren auf unserer
Nachrichtensendung „Treffpunkt Weltkirche“ täglich um 16 Uhr
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AUS DEM VATIKAN:

Papst: Katholische Lehreinrichtungen müssen Werte selbst leben
Katholische Schulen und Lehreinrichtungen dürfen sich nicht in sich selbst verschließen, sondern sie müssen nach innen und außen offen sein für Dialog und fruchtbare Konfrontation. Das sagte Papst Franziskus am Donnerstag. Bei einer Audienz für die Bildungskongregation erinnerte er daran, dass viele katholische Schulen und Universitäten heute auch von nicht-christlichen und nicht-gläubigen Studenten besucht werden. Das sei allerdings kein Grund, von einer christlich orientierten Lehre abzuweichen. Die Schulen und Unis sollten dazu in der Lage sein, „mit Mut auf den Areopag der aktuellen Kulturen“ zuzugehen. Besonders wichtig sei hier eine qualifizierte Ausbildung der Lehrer, so Franziskus. (rv)
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Papst: Juden und Christen sollen gemeinsam handeln
Juden und Christen können sich gemeinsam ganz konkret für eine bessere Welt stark machen. Das hat Papst Franziskus am Donnerstag vor Vertretern des Amerikanisch-Jüdischen Komitees (AJC) im Vatikan unterstrichen. Das Konzilsdokument „Nostra Aetate“ sei seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil „unabdingbarer Bezugspunkt“ im Verhältnis zwischen Christen und Juden, so Franziskus. Er nannte ein wachsendes Interesse für das interreligiöse Verhältnis sowohl auf christlicher wie auch auf jüdischer Seite wünschenswert. (rv)
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Papst trifft Argentinier: „Jesus war Flüchtling, kein Tourist“
Papst Franziskus hat am Mittwochnachmittag zwei argentinische Landsleute im Vatikan-Gästehaus Santa Marta empfangen. Das fast einstündige Gespräch drehte sich unter anderem um die Erfahrungen der beiden Brüder als Flüchtlinge in Schweden. Franziskus beklagte, „dass das Wort Flüchtlinge heute wie ein Schimpfwort gebraucht wird“. Christen wüssten genau, „dass Jesus ein Flüchtling war, als sie ihn in seiner Kindheit töten wollten“. Der Papst wörtlich: „Das ist eine der ersten Botschaften des Evangeliums: Jesus, der Flüchtling und nicht der Tourist. Er ging nicht aus Arbeitsplatz-Gründen, er entkam den Häschern! Wie ein Flüchtling.“ (rv)
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Papstmesse: „Man kann das Credo sprechen, aber den Glauben verloren haben”
Glaubende können aufgrund von Leidenschaft und Eitelkeit ihren Glauben verlieren. Davor hat Papst Franziskus bei seiner Morgenmesse an diesem Donnerstag gewarnt. Als Beispiel diente ihm der alttestamentliche König Salomo, den „seine Frauen zur Verehrung anderer Götter verführten“, wie die Lesung erzählt. „Sein Herz schwächte sich, und so verlor er den Glauben“, so der Papst. „Der weiseste Mann der Erde ließ sich von einer unanständigen Liebe antreiben, von seinen Leidenschaften.“ Glauben zu haben heiße nicht, das Credo herzusagen, so Franziskus weiter. Und wörtlich: „Man kann das Credo hersagen und gleichzeitig den Glauben verloren haben.“ (rv)
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Papst würdigt sozialen Beitrag von Bulgariens katholischer Kirche
Papst Franziskus hat den sozialen Beitrag der Kirchen in Bulgarien gewürdigt. Bei einer Audienz für die Bischöfe des Landes lobte er die zahlreichen Initiativen der christlichen Glaubensgemeinschaften in der jüngeren Vergangenheit. Katholiken machen in dem Land mit orthodoxer Mehrheit nur etwa ein Prozent der Bevölkerung aus. (rv)
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Die gegenwärtigen zeitgleichen Ad-Limina-Besuche der tschechischen und der bulgarischen Bischöfe stehen ganz im Zeichen des Gedenkens an die großen Slawen-Missionare Cyrill und Method sowie an den künftigen „Slawen-Heiligen“ Johannes Paul II.. Am Donnerstag empfing Papst Franziskus die Bulgaren, am Freitag sind die Tschechen an der Reihe. (kap)
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AUS UNSEREM ABENDPROGRAMM:

Deutschland/Heiliges Land: 40 Jahre Theologisches Studienjahr
Wo könnte man lebendiger Theologie erfahren als an den Orten, wo Jesus gelebt und gewirkt hat? Vier Jahrzehnte schon gehen Theologiestudenten mit dem „Theologischen Studienjahr“ ins Heilige Land: An diesem Donnerstag (13.02.2014) feiert das Programm auf dem Jerusalemer Zionsberg sein 40-jähriges Bestehen. (münchner kirchennachrichten/kna)
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Weltradiotag würdigt Frauen: Ordensschwestern in Kroatien
Der Weltradiotag am 13. Februar nimmt in diesem Jahr das weltweite Engagement von Frauen in den Blick. Anlässlich des von der UNESCO ausgerufenen Motto-Tages stellt Radio Vatikan in seinen Sprachprogrammen Frauen vor, die – häufig im Verborgenen – weltweit Großes leisten. Zahlreich sind die Beispiele von Ordensschwestern, die sich in verschiedenen Ländern für die Ärmsten und Bedürftigsten einsetzen. Wir haben einen Abstecher ins kroatische Dorf Cugovec, das rund 40 Kilometer von Zagreb liegt, gemacht und dort mit Schwester Annemarie gesprochen. (rv)
Die Reportage von Anne Preckel hören Sie hier

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UNSERE LATEINNACHRICHTEN:

Jede Woche frisch: unsere Nachrichten auf Latein. Gero P. Weishaupt übersetzt für Radio Vatikan ausgewählte Meldungen unseres Programms. (rv)
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DIE NACHRICHTEN:

Vatikan

Verliebte und Verlobte treffen an diesem Freitag, dem Valentinstag, Papst Franziskus. Wegen des hohen Andrangs wird die Begegnung nicht wie geplant in der Audienzhalle, sondern auf dem Petersplatz stattfinden: Der Päpstliche Familienrat rechnet mit bis zu 20.000 jungen Katholiken, die sich gerade auf die Trauung vorbereiten. Die Begegnung am Valentinstag wird das erste, offizielle Treffen des Papstes mit Verlobten sein. Nach einer vorhergehenden Besinnungsphase mit Gebet und persönlichen Stellungnahmen der Verlobten wird Papst Franziskus gegen 12.00 Uhr die Paare empfangen. (rv)
Der geistliche Nachwuchs stand an diesem Donnerstag im Zentrum der Twitterbotschaft des Papstes: „Beten wir für die Seminaristen. Sie mögen auf die Stimme des Herrn hören und ihm mutig und freudig folgen“, schreibt Franziskus. (rv)

Europa

Österreich/Heiliges Land
Mit einem großen Gottesdienst am Mittwoch in Bethlehem haben die derzeitigen zeitgleichen Diözesanwallfahrten ins Heilige Land ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht: Rund 700 Wallfahrer aus Eisenstadt, Salzburg und Kärnten haben am Mittwoch gemeinsam mit ihren Bischöfen, Erzbischof Franz Lackner und den Diözesanbischöfen Alois Schwarz und Ägidius Zsifkovics einen Gottesdienst in der Katharinenkirche in Bethlehem gefeiert. Bischof Schwarz rief die Pilger in seiner Predigt dazu auf, hinter ihrem Glauben zu stehen. (kap)

Österreich/Rumänien
Der Vorarlberger Jesuit Pater Georg Sporschill ist mit dem „Preis der Völkerverständigung“ ausgezeichnet worden. Die österreichische Gesellschaft für Völkerverständigung begründete die Entscheidung mit den „beeindruckenden Leistungen Sporschills, der bereits seit 1991 in Süd-Osteuropa ein Betreuungsnetz für Straßenkinder und verwahrloste Jugendliche betreibt“, so Präsident Josef Höchtl. An der Verleihung des erstmals vergebenen und mit 5.000 Euro dotierten Preises im Stift Klosterneuburg nahmen u.a. der vatikanische Nuntius Erzbischof Peter-Stephan Zurbriggen sowie der Abtprimas des Stiftes Bernhard Backovsky teil. Sporschill war bis 2011 der Leiter des von ihm vor rund 20 Jahren ins Leben gerufenen Hilfswerks „Concordia“. Das Hilfswerk betreibt in Rumänien, Moldawien und Bulgarien u.a. zwei Sozialzentren für Straßenkinder, elf Wohngemeinschaften, 34 Familiengruppen und neun berufsausbildende Werkstätten. Dazu kommen 45 Suppenküchen und zehn Sozialzentren für ältere Menschen. (kap)

Spanien
Die Nachfahren der Juden, die im 15. Jahrhundert aus Spanien ausgewiesen wurden, sollen die spanische Staatsbürgerschaft erhalten dürfen. Dazu hat die Regierung in Madrid ein entsprechendes Gesetzesvorhaben vorgestellt. Nach den Vorstellungen des Justizministers Gallardón müssten die Nachfahren nachweisen, dass ihre Vorfahren ausgewiesene Juden gewesen seien. 1492 hatte Königin Isabella, genannt auch „die Katholische“, alle Juden des Landes verwiesen. Der Jüdische Rat in Spanien geht davon aus, dass etwa 3,5 Millionen Menschen von dem Gesetzesvorhaben der spanischen Regierung profitieren könnten. (apic)

Ukraine
Als „Chance für die Ukraine“ sieht der Vorsitzende der römisch-katholischen Bischofskonferenz des Landes die Proteste gegen die Politik von Staatspräsident Wiktor Janukowytsch. „Dank ihnen kam Hoffnung auf eine Heilung des Staates auf, nach mehr Gerechtigkeit, einer Vereinfachung von Reisen ins Ausland und für Investoren aus dem Ausland“, sagte Erzbischof Mieczyslaw Mokrzycki am Donnerstag der polnischen Nachrichtenagentur „KAI“. Ziel seien eine Änderung des politischen Systems und eine „pro-westliche Politik“. Die römisch-katholische Kirche unterstütze wie andere Glaubensgemeinschaften die Demonstranten, so Mokrzycki. Ordensmänner feierten täglich auf dem Kiewer Unabhängigkeitsplatz – dem Maidan, der zum Hauptort der Proteste wurde – Gottesdienste und beteten dort. Die Kirche verurteile die Gewalt gegen Demonstranten. Sie habe den Opfern und deren Familien seelsorgliche und materielle Hilfe angeboten. (kna)

Asien

China
13 Christen sind nach einer Bibelstunde inhaftiert worden. Den Christen werde vorgeworfen, an einer „illegalen Versammlung und Demonstrationen“ teilgenommen zu haben. Die Angehörigen seien bislang nicht offiziell informiert worden. Einer der Verhafteten saß laut Uca-news bereits schon einmal im Gefängnis, weil er einen Beitrag über Christenverfolgung an ein US-Magazin geschickt hatte. Die Anwälte der Verhafteten sprachen von einer Willkürmaßnahme. Nach chinesischem Recht können Personen bis zu 37 Tage in Strafvollzugsanstalten festgehalten werden, bevor die Polizei den Fall an die Staatsanwaltschaft weitergibt oder sie gegen Kaution freilässt. (ucanews)

Ozeanien

Australien
Das Vaterunser bleibt das obligatorische Gebet vor jeder Sitzung des australischen Parlaments. Einen Vorstoß der Grünen zur Abschaffung des Gebets lehnten der Senat, die zweite Parlamentskammer, am Donnerstag ab. Die Grünen hatten das Gebet durch eine Minute der Besinnung ersetzen wollen, mit der Begründung, dass Religion eine private Angelegenheit sei. Die konservative Regierungskoalition aus Liberaler und Nationaler Partei sprach sich gegen die Abschaffung des Vaterunsers aus. Die Labor Partei bezog in dieser Frage keine Position. Mark Dreyfus, jüdischer Unterhausabgeordneter der Labor Partei, hatte sich jedoch vor wenigen Tagen für ein multi-religiöses Modell der Eröffnung von Parlamentssitzungen ausgesprochen, in dem das Vaterunser ein Teil sein könne. Die Australian Christian Lobby begrüßte das Scheitern der Initiative. (kna)

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Die Quellen unserer Nachrichtensendung sind u.a. die Agenturen Kna, Kathpress, Ansa, Efe, Afp, Kipa, Reuters, Ap, Adnkronos, Upi, Cns, Ucanews, Misna, Kirche in Not, Osservatore Romano, – die Vatikanzeitung in deutscher Sprache, sowie vatikaninterne Quellen. Der Newsletter ist nur zur persönlichen Information bestimmt. Grundlage für Zitate oder Übernahmen aus unserem Programm kann nicht unser Internetauftritt oder der Newsletter, sondern nur unser Radio-Programm sein. Die jeweils aktuelle Nachrichten- oder Magazinsendung von Radio Vatikan können Sie u.a. auf unserer Internetseite hören.

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Programmvorschau:

Sonntag Abend, 16.02.2014: Aktenzeichen: Johannes Paul II. – Erster Papst wird Karlspreisträger. Eine Sendung von Aldo Parmeggiani

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Nachrichtenarchiv von Radio Vatikan

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Im Internet:

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