RADIO VATIKAN - OFFIZIELLE WEBSEITE - Online-News 2.1.2013

Tagesmeldungen vom 2.1.2014

- Papst besucht Kirche Santa Maria Maggiore -
- D/Bulgarien: Keine Angst vor Zuwanderung -
- Verfahren gegen Tebartz endgültig eingestellt -
____________________________________
Verantwortlich: P. Bernd Hagenkord SJ / Stefan von Kempis
Redaktion: Stefanie Stahlhofen
Redaktionsschluss 16.00 Uhr
Die folgenden Texte basieren auf unserer
Nachrichtensendung „Treffpunkt Weltkirche“ täglich um 16 Uhr
____________________________________

BLICKPUNKT VATIKAN:

Papst zu Friedensmarsch: Die Schwachen achten
Kein Mensch soll gering geschätzt werden. Das hat Papst Franziskus anlässlich eines Friedensmarschs in Italien am Neujahrstag unterstrichen. Der Marsch in der mittelitalienischen Stadt Campobasso wurde von der Bischofskonferenz des Landes organisiert. In einer Botschaft dazu bezeichnete Franziskus die Aktion als „erneuten Einsatz für ein Zusammenleben, das auf Wahrheit, Liebe und Gerechtigkeit basiert.“ Der globalisierten Gleichgültigkeit, die uns an die Leiden der anderen gewöhne und zur Geringschätzung und Verachtung der Schwächsten führe, werde so eine Absage erteilt, erklärte Franziskus. (rv)
Hier mehr in Text und Ton

Papst Franziskus zum Gebet in Santa Maria Maggiore
Zum Abschluss des Hochfestes der Gottesmutter Maria an diesem Neujahrstag hat Papst Franziskus die Basilika Santa Maria Maggiore in Rom besucht und vor der dort aufbewahrten Ikone Mariens Salus Populi Romani gebetet. Er war ganz privat dort, ohne dass der Besuch angekündigt worden war. Die Gruppen, die sich in der Basilika befanden und vom Besuch überrascht wurden, hätten den Wunsch des Papstes respektiert und ihn still beten lassen, wie nach dem Besuch aus dem Vatikan verlautete. (rv)
Privatgebet in der Öffentlichkeit – Überlegungen von P. Bernd Hagenkord

2014: Synode, Konsistorium, Heiligsprechungen und viel mehr
Das neue Jahr bringt neue Pläne, auch für den Papst und den Vatikan. Was steht an und was kommt auf uns zu? Pater Bernd Hagenkord hat für uns zusammen getragen, was so alles auf dem Programm steht. „Das ist nicht so einfach zu sagen, weil der Papst sehr spontan ist“, so unser Redaktionsleiter. „Aber geplant ist auf jeden Fall ein gut gefüllter Februar, der Papst wird am 22. in einem Konsistorium neue Kardinäle erheben, davor werden sich die acht Kardinäle zur Vatikanreform treffen, außerdem wird in einer Konferenz die Bischofssynode weiter vorbereitet und eine Kommission trifft sich zur wirtschaftlichen Lage des Vatikan, also ein dichter Monat - und gar nicht mehr so weit weg.“ (rv)
Hier mehr in Text und Ton

____________________________________

BLICKPUNKT WELTKIRCHE:

Deutschland/Bulgarien: Zuwanderung aus Osteuropa nicht fürchten
Es ist gerecht, dass im Zuge der Arbeitnehmerfreizügigkeit in Europa auch Menschen aus Bulgarien und Rumänien nach Deutschland und Westeuropa kommen können. Das sagt gegenüber Radio Vatikan der Jurist Hristo Berov. Er lebt seit 14 Jahren in Deutschland und ist Mitglied des Diözesanrats der bulgarischen orthodoxen Kirchengemeinde in Berlin. In Deutschland ist eine heftige Debatte um einen möglichen Zuzug von armen Menschen aus Bulgarien und Rumänien entbrannt. Diskutiert wird vor allem auch, ob es sich bei möglichen zuwandernden Sinti und Roma aus Osteuropa um Armutsflüchtlinge handelt oder um Arbeitsmigranten. Berov sagt, dass Sinti und Roma auch in Bulgarien nicht integriert sind, sondern in einer Parallelgesellschaft leben. Es sei aber die Aufgabe der europäischen Politik, dieses Problem zu lösen. (rv/diverse)
Hier mehr in Text und Ton

Deutschland: Bischöfe bitten um Unterstützung der Sternsinger
Die deutschen Bischöfe bitten in einem gemeinsamen Aufruf um Unterstützung der Sternsinger. Die jungen Sängerinnen und Sänger ziehen in diesen Tagen durch Deutschland und Österreich und sammeln Spenden. Die Erlöse kommen ohne Abzüge dem Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ zugute, das sich in diesem Jahr für die Flüchtlingshilfe engagiert „Auf Lampedusa hat Papst Franziskus den Flüchtlingen gesagt: ,Die Kirche ist euch nahe in eurer Suche nach einem würdevollen Leben für euch und eure Familien. … diese Zusicherung nehmen sich die Sternsinger in diesem Jahr besonders zu Herzen‘“, schreiben die Bischöfe in ihrem Aufruf. (rv/pm)
Hier mehr in Text und Ton

____________________________________

UNSER FILMTIPP:

Das Geheimnis der Bäume
Ein poetisch-betörender Naturfilm über die Evolution und Ökologie von Bäumen und (Ur-)Wäldern. Gedreht an Schauplätzen in Peru, Gabun und Frankreich, taucht die sinnliche Dokumentation in die Tiefen des tropischen Dschungels ein und erforscht unter kundiger Leitung des Botanikers Francis Hallé die Lebenskreisläufe ursprünglicher Wälder. Mit brillanten HD-Bildern plastisch fotografiert, nutzt die Inszenierung dabei auch Tricksequenzen, um die enorme Vielfalt des Lebendigen sichtbar zu machen. - Sehenswert ab 10. (FilmDienst)
Hier zur Rezension

____________________________________

DIE NACHRICHTEN:

Vatikan

Seit seiner Wahl im März 2013 hat Papst Franziskus über 6,6 Millionen Menschen getroffen. Der vatikanische Pressesaal teilte an diesem Donnerstag die offiziellen Besucherzahlen zu den Generalaudienzen, Mittagsgebeten und Gottesdienste mit, an denen Papst Franziskus anwesend war. Somit lag die Teilnehmerzahl dreimal höher als 2012. Damals waren 2,3 Millionen Besucher registriert worden. Die meisten Menschen, 2.706.000, kamen 2013 zum sonntäglichen Angelusgebet mit Franziskus auf dem Petersplatz. Nicht berücksichtigt in der Statistik sind die Gottesdienste des Papstes während seiner Reisen. Der Vatikan wies daraufhin, dass es sich bei den Zahlen um Schätzungen handele. (rv/kna)

Europa

Deutschland
Die Staatsanwaltschaft Hamburg hat das Verfahren gegen den Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst endgültig eingestellt. Das teilte die Behörde am Donnerstag in Hamburg auf Anfrage mit. Tebartz-van Elst habe seine Buße in Höhe von 20.000 Euro bereits vor Weihnachten bezahlt, womit aus dem vorläufig eingestellten Verfahren ein endgültig eingestelltes geworden sei, so Sprecherin Nana Frombach. In dem Verfahren vor dem Hamburger Amtsgericht war dem Limburger Bischof vorgeworfen worden, im Zusammenhang mit einem Erste-Klasse-Flug nach Indien eine falsche eidesstattliche Erklärung abgegeben zu haben. Tebartz-van Elst hatte die Vorwürfe eingeräumt. (kna)

Schweiz
23.000 Personen haben an der Vatikan-Umfrage zu Partnerschaft, Ehe und Familie teilgenommen. Das ist ein Vielfaches mehr, als die Schweizer Bischöfe erwartet hatten. Die Pastoralumfrage in der Eidgenossenschaft lag in Papier- und in elektronischer Form vor. Die Online-Umfrage wurde von 17.361 Personen ausgefüllt - jene in Papierform von rund 6.000, wie die Schweizer Bischofskonferenz am Donnerstag mitteilte. Das Schweizerische Pastoralsoziologische Institut in , das zusammen mit der Bischofskonferenz für die Umsetzung der Umfrage in der Schweiz verantwortlich ist, war ursprünglich von rund 5.000 ausgefüllten Fragebogen ausgegangen.
(pm)

Italien/Vatikan
Der Papst und der italienische Staatspräsident Giorgio Napolitano haben am Nachmittag des Neujahrstages miteinander telefoniert. Dies wurde aus dem Quirinalspalast, dem Dienstsitz Napolitanos, nach dem Gespräch berichtet. Die beiden hätten noch einmal persönliche Glückwünsche ausgetauscht und sich ihrer gegenseitigen Solidarität versichert, heißt es. Bereits zuvor hatten sich Papst und Staatspräsident in ihren jeweiligen öffentlichen Ansprachen zum Jahreswechsel aufeinander bezogen und gegenseitige Neujahrswünsche überbracht. (rv)

Italien
Kardinal Angelo Scola hat die Politik in seinem Land zur Wahrung des Gemeinwohls gemahnt. Diesem müssten die Interessen der Parteien, der sozialen Gruppen und von Einzelpersonen untergeordnet werden, sagte der Erzbischof von Mailand in seiner Neujahrspredigt. „In Italien sind die Parteien in großen Schwierigkeiten, weil sie starke persönliche Egoismen verfolgen“, so Scola wörtlich. Christen und Kirchenvertreter stellten sich in diesem Kontext „mit Entschiedenheit“ hinter „Figuren und Formen einer neuen Politik“, so Scola vor rund 6.000 Gläubigen, die ihm im Mailänder Dom zuhörten. (agi/ansa)

Zu mehr Solidarität und Geschwisterlichkeit
hat der Erzbischof von Bologna, Kardinal Carlo Caffarra, Kirche und Gesellschaft aufgerufen. „Wenn wir ,Inseln der Geschwisterlichkeit‘ in der Familie, in den religiösen Gemeinschaften und in der Zivilgesellschaft bilden, stellen wir bereits die spirituelle Kraft bereit, um die ,Kultur des Abfalls‘ zu bekämpfen“, griff Caffarra in seiner Neujahrspredigt einen Begriff von Papst Franziskus auf. Opfer dieser Denkweise, nach der bestimmte Personen wie Müll behandelt würden und die sich laut Caffarra „in politisches, wirtschaftliches und soziales Verhalten übersetzt“, seien etwa die arbeitslose Jugend und die verstoßenen Alten. (agi/ansa)

Italien/Griechenland
Vor Italien und Griechenland wurden im neuen Jahr hunderte Flüchtlinge gerettet. Allein die italienische Marine nahm vor der Insel Lampedusa am Mittwochabend 233 Menschen auf, deren zehn Meter langes Holzboot in rauer See in Schwierigkeiten geraten war. Dies teilte die Marine mit. Die Flüchtlinge stammen demnach aus afrikanischen Ländern, einige auch aus Pakistan. Die griechische Küstenwache griff in der Ägäis in der Nacht zum Donnerstag 85 Flüchtlinge auf, deren Segelboot in Seenot geraten war. Unter ihnen waren auch Frauen und Kinder. (ap/reuters)

Großbritannien
Zum Kampf gegen Armut vor der eigenen Haustür hat Anglikaner-Primas Justin Welby aufgerufen. Das Lindern der Armut sei keine Frage der Barmherzigkeit, sondern der Gerechtigkeit, zitierte der Erzbischof von Canterbury in seiner Neujahrsbotschaft den verstorbenen ehemaligen Präsidenten von Südafrika, Nelson Mandela. Das Gebot der Nächstenliebe beinhalte auch eine Anteilnahme an den Problemen des Nächsten, führte Welby dazu aus. Und er appellierte: „Ich möchte in diesem Jahr vorschlagen, dass jeder von uns versucht, die Welt dort ein bisschen zu verändern, wo er sich befindet.“ (pm)

Naher Osten

Heiliges Land
Mit einem Aufruf zu mehr Geschwisterlichkeit zwischen den Völkern und Religionen im Heiligen Land hat sich Patriarch Fouad Twal vom lateinischen Patriarchat in Jerusalem an die Menschen in der Region gewandt. Twal appellierte an Christen wie Nicht-Christen, „einen dauerhaften sozialen Frieden aufzubauen, ohne unseren Glauben hinter uns zu lassen“. Alle Kräfte der Gesellschaft müssten gemeinsam im Dienste des Gemeinwohles arbeiten – „jenseits von Rivalitäten und Eifersucht“, so der Patriarch. Anlässlich des Hochfestes der Gottesmutter Maria würdigte Twal weiter den Einsatz katholischer Vereinigungen und Hilfsnetzwerke für die Bewohner des Gaza-Streifens und die zahlreichen syrischen Flüchtlinge, die in der Region derzeit Zuflucht suchen. (rv)

Asien

Malaysia
Die Islambehörde im Bundesstaat Selangor hat in einer Razzia bei der Malaysischen Bibelgesellschaft am Donnerstag Hunderte Bibeln beschlagnahmt und die Leiter vorübergehend festgenommen. Wie ein Beiratsmitglied der Bibelgesellschaft der Online-Zeitung „Malaysian Insider“ sagte, verschafften sich fünf Beamte der Islambehörde mit Hilfe der Polizei Zutritt zu den Räumen der Bibelgesellschaft in Petaling Jaya, der größten Stadt Selangors. Hintergrund des Vorgehens ist ein Streit darüber, ob Christen das in der Landessprache übliche Wort für Gott „Allah“ verwenden dürfen. (kna/idea)

____________________________________

Die Quellen unserer Nachrichtensendung sind u.a. die Agenturen Kna, Kathpress, Ansa, Efe, Afp, Kipa, Reuters, Ap, Adnkronos, Upi, Cns, Ucanews, Misna, Kirche in Not, Osservatore Romano, – die Vatikanzeitung in deutscher Sprache, sowie vatikaninterne Quellen. Der Newsletter ist nur zur persönlichen Information bestimmt. Grundlage für Zitate oder Übernahmen aus unserem Programm kann nicht unser Internetauftritt oder der Newsletter, sondern nur unser Radio-Programm sein. Die jeweils aktuelle Nachrichten- oder Magazinsendung von Radio Vatikan können Sie u.a. auf unserer Internetseite hören.

__________________________________________

Nachrichtenarchiv von Radio Vatikan

Radio Vatikan sendet täglich:16.00 h „Treffpunkt Weltkirche“

20.20 Uhr „Magazin“

6.20 Uhr Wiederholung des „Magazins“ vom Vortag

Radio Vatikan ist außerdem zu hören bei:

· Radio Horeb um 16.00 und 18.00 Uhr, über ASTRA 1A - Tonunterträger von Pro7 (Frequenz 7.38 MHz - analog) und ZDF (7.56 MHz - digital). Im Kabel u.a.: München 89,6 / Augsburg 106,45 / Regensburg 101,8 / Rosenheim 101,5 / Kempten 103,6 / Luxemburg 100,5.
· Domradio Köln über Kabel im Erzbistum Köln und Satellit zwischen 18.00 Uhr und 20.00 Uhr.
· Radio Gloria über Kabel in der Schweiz und Satellit.
·
World-Radio-Network um 8.15, 9.30, 16.00, 19.00 und 0.45 Uhr MESZ, Tonunterträger von MTV-deutsch, (Frequenz 7.38 MHz).
· Radio Stephansdom um 19.40 Uhr, in Wien auf UKW 107,3 kHz, sowie im Kabel über 87,7 oder 105,0 MHz
· Radio Grüne Welle um 6.30, 10.00 und 16.00 Uhr, in Südtirol auf UKW 103,0 (Bozen) und 97,8 (Brixen)
· Radio Maria Österreich um 16.00 und 18.00 Uhr im Großraum Innsbruck auf UKW 104.8 und im Mostviertel/NÖ auf UKW 104.7. Im Kabel u.a. Telekabel Wien 102.7 MHz
· Radio Maria Schweiz um 16.00 und 18.00 Uhr kann in weiten Teilen der Deutschschweiz direkt aus der Luft empfangen werden

Im Internet:

Die deutschsprachigen Sendungen sind hier online live und auf Abruf zu hören

Weitere Informationen hier

Unseren aktuellen Programmflyer können Sie anfordern bei:
Ulrich Knop, Im Hafer 2, D-71636 Ludwigsburg, Tel./Fax: 0049 (0) 7141 - 43212, Email: programm@radiovatikan.de
oder hier zum downloaden

Post: Radio Vatikan - sezione tedesca, I-00120 Città del Vaticano
Fax: 0039 - 06 - 6988 3844
e-Mail: deutsch@vatiradio.va