RADIO VATIKAN - OFFIZIELLE WEBSEITE - Online-News 14.7.2014

Tagesmeldungen vom 14.7.2014

- Deutschland ist Weltmeister: Beide Päpste haben es nicht gesehen -
- England: Historische Abstimmung anglikanischer Kirche über Bischöfinnen -
- Sudan: Regierung will den Bau von Kirchen verbieten -
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Verantwortlich: P. Bernd Hagenkord SJ / Stefan von Kempis
Redaktion: Stefan von Kempis
Redaktionsschluss 16.00 Uhr
Die folgenden Texte basieren auf unserer
Nachrichtensendung „Treffpunkt Weltkirche“ täglich um 16 Uhr
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THEMEN DES TAGES:

Keiner der beiden Päpste sah das Finalspiel
Fußball-Freude und Fußball-Leid im Vatikan: Erzbischof Georg Gänswein hat nach dem Sieg Deutschlands über Argentinien am Sonntagabend auf sein „Herzensteam“ angestoßen. Das verriet der Präfekt des Päpstlichen Hauses und Privatsekretär des emeritierten Papstes Benedikt XVI. im Gespräch mit Radio Vatikan. Er verriet, dass keiner der beiden Päpste das Spiel gesehen hatten und dass auch er sich ein spannenderes Spiel erwartet hätte. (rv)
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‚Kirche von England’ stimmt über Bischöfinnen ab
Die Synode der anglikanischen ‚Kirche von England’ in York dürfte Geschichte schreiben, denn an diesem Montag soll sie über die Bischofsweihe für Frauen abstimmen. Alle rechnen mit einem Ja zu Bischöfinnen. Schließlich ist auch Erzbischof von Canterbury, Justin Welby, dafür. 2012 war die Öffnung des Bischofsamtes für Frauen noch auf einer Generalsynode zurückgewiesen worden. Rémy Bethmont, Experte für britische Geschichte, lehrt in Paris und erklärt, dass England mit dieser Entscheidung keineswegs die Vorreiterrolle innerhalb der Anglikaner hätte. (rv)
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Frankreich: Nationalfeiertag im Zeichen des Weltfriedens
Während in Paris über 5.000 Soldaten zur alljährlichen Parade zum Nationalfeiertag des „Quatorze Juillet“ auf den Champs Elysées defilieren, hat der Erzbischof der französischen Hauptstadt einen nachdenklichen Akzent gesetzt und am Sonntagabend eine Messe für den Frieden gefeiert. Kardinal André Vingt-Trois lud Gläubige ein um in der Kathedrale Notre-Dame für die Opfer von Kriegen zu beten, so Vingt-Trois gegenüber Radio Vatikan. (rv)
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Syrien: Krieg um Wasser
Eine alltägliche Geschichte aus der Stadt Aleppo in Syrien: Sie handelt von Ahmad, einem 10-Jährigen, der in der belagerten Stadt lebt. Täglich arbeitet er 12 Stunden, um umgerechnet drei Dollar zu verdienen. Die Familien schlafen auf den Fußboden und streiten um Wasser, denn in hundert Wohnbauten gebe es nur sechs Wasserhähne. Das erzählt Elena Cranchi von der NGO „SOS Villaggi“,  die seit über dreißig Jahren syrische Kinderdörfer und Familien in Schwierigkeiten unterstützt. (rv)
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SOMMERREISE 2014:

Petrus Canisius: Ein großer Heiliger hinter Schloss und Riegel
Folge 1: Er ist einer der größten Heiligen der deutschsprachigen Kirche, er ist sogar einer ihrer Patrone, und heute liegt er begraben in einer abgeschlossenen Kirche, am „Röstigraben“, wie die Schweizer die Linie zwischen Deutschsprachigen und Französischsprachigen nennen, in Fribourg. Wir kommt einer, der sein Leben lang kreuz und quer gewandert ist, der Schulen und Unis gegründet hat, Bücher geschrieben hat, fast vergessen hinter Schloss und Riegel? Ein Besuch im Kolleg Saint Michel in Fribourg. (rv)
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DIE NACHRICHTEN:

Vatikan

Die offizielle Homepage zur Papstreise nach Südkorea ist jetzt freigeschaltet. Auf englisch und koreanisch kann sich jeder Interessierte auf ‚popekorea.catholic.or.kr’ ausführlich über die dritte internationale Reise von Papst Franziskus informieren. Die Reise vom 14. bis 18. August gilt unter anderem einem asiatischen katholischen Jugendtreffen und der Seligsprechung koreanischer Märtyrer. (rv)
Eine rasche Schließung von Steueroasen, gerechte weltweite Steuersysteme und die Bekämpfung der internationalen Kriminalität, Korruption und Geldwäscherei: Das fordern die Teilnehmer einer hochrangigen internationalen Tagung in der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften im Vatikan. Für Österreich nahm an der Konferenz am Wochenende Heinz Hödl teil. Der Präsident der CIDSE, eines europaweiten Verbunds kirchlicher Entwicklungshilfeorganisationen, meint, dass auch Österreich gefordert sei, seinen Beitrag zur nationalen und internationalen Umsetzung der Beschlüsse zu leisten.  (kap)

Vatikan/Mexiko
Der vatikanische Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin ist bis Dienstag in Mexiko. Am Sonntag führte er Gespräche im Außenministerium im Mexiko-Stadt. An diesem Montag eröffnet Parolin einen mexikanisch-vatikanischen Kongress über Migration und Entwicklung; anschließend ist eine Begegnung mit Präsident Enrique Peña Nieto vorgesehen. Mexiko und der Heilige Stuhl unterhalten erst seit 1992 volle diplomatische Beziehungen. (efe/rv)

Europa

Deutschland
Das katholische deutsche Hilfswerk „Misereor“ kritisiert ein neues Rohstoffabkommen zwischen Deutschland und Peru. Die peruanische Regierung unter Präsident Ollanta Humala Tasso habe „die ohnehin schwache Regulierung des Rohstoffsektors weiter aufgeweicht“, und jetzt senke das neue Abkommen mit Deutschland die in Peru „jetzt schon ohnehin schwachen Umweltstandards im Bergbausektor“. Das Hilfswerk befürchtet „eine Verschärfung der sozialen Konflikte rund um die Bergbauprojekte sowie eine Zunahme der gefährlichen Abhängigkeit Perus vom globalen Rohstoffhandel“. (pm)
Der diesjährige Weimarer Menschenrechtspreis geht an zwei entführte syrische Bischöfe. Das wurde an diesem Montag in Weimar bekannt. Die Auszeichnung ehrt den Einsatz des syrisch-orthodoxen Mor Gregorius Yohanna und des griechisch-orthodoxen Boulos Yazigi in Aleppo als Vermittler, Botschafter und Kämpfer für Menschenrechte im syrischen Bürgerkrieg. Beide Bischöfe sind am 22. April 2013 entführt worden; seitdem fehlt von ihnen jede Spur. (pm)

Schweiz
Bischof Markus Büchel, der Präsident der Schweizer Bischofskonferenz, appelliert an die Regierung, bis 2016 5.000 syrische Flüchtlinge aufzunehmen. Er glaube an den guten Willen der Bevölkerung und an ihre Bereitschaft, Kriegsflüchtlinge aufzunehmen, so Büchel. Konkret solle die humanitäre Hilfe im Jahr 2014 von dreißig auf hundert Millionen erhöht werden. Steyler-Missionare haben sich kürzlich zur Aufnahme von sechzig syrischen Flüchtlingen in den ehemaligen Räumen eines Gymnasiums in Thal bereit erklärt. (kipa)

Afrika

Sudan
Die Regierung will keinen Neubau von Kirchen im Land mehr zulassen und bereits erteilte Genehmigungen wieder zurückziehen. Das hat Religionsminister Shalil Abdullah angekündigt. Die Entscheidung trage der Tatsache Rechnung, dass die christliche Gemeinschaft im Sudan seit der Abspaltung des Südsudan vor drei Jahren zahlenmäßig deutlich zurückgegangen sei. Damals, im Juli 2011, hatten die Behörden in Khartum Christen dazu gezwungen, wieder in den Südsudan zurückzukehren. (apic)

Liberia
Der Kirchenrat von Liberia ist „ausgesprochen besorgt“ über die erste Ebola-Epidemie im Land. Von 40 Erkrankten sind bisher zehn gestorben, darunter ein Arzt und eine Krankenschwester. Insgesamt hat das Virus, das zum ersten Mal in Westafrika aufgetreten ist, in Guinea, Sierra Leone und Liberia 518 Todesopfer gefordert. Der Kirchenrat bittet Christen und Muslime in Liberia nächsten Sonntag um einen Moment des Gebets für ein Ende der Epidemie. (apic)

Asien

Vietnam
Schon binnen eines Jahres könnte Vietnam eine eigene Katholische Universität bekommen. Das sagte der Erzbischof von Ho-Chi-Minh-Stadt, Paul Bui Van Doc, zu Radio Vatikan. Die Bischöfe gehen nach seinen Angaben eine Partnerschaft mit dem „Institut Catholique“ aus Paris ein, um ein Institut für Theologische Studien auf die Beine zu stellen. Der Erzbischof sieht in dem Projekt einen greifbaren Erfolg der Politik des Dialogs und der Entspannung gegenüber dem kommunistischen Regime. Vietnams Kirche verfügte einmal über mehr als 2.000 Schulen und Bildungseinrichtungen im ganzen Land; doch seit ihrer Machtübernahme halten die Kommunisten das Monopol im Schul- und Bildungswesen. (apic/rv)

Amerika

Kolumbien
Der neue Vorsitzende der Kolumbianischen Bischofskonferenz wäre zu einer Vermittlung bei Friedensgesprächen zwischen der Regierung und der Rebellengruppe ELN bereit. Das sagte Erzbischof Luis Augusto Castro in einem Zeitungsinterview. Die ELN ist die zweitgrößte bewaffnete Rebellengruppe in Kolumbien, sie hat Interesse an Gesprächen angemeldet. Mit der größten Rebellengruppe, der FARC, führt die Regierung von Präsident Manuel Santos schon seit zwei Jahren auf Kuba Friedensgespräche, die schon wichtige Zwischenergebnisse erbracht haben. (agi)

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Die Quellen unserer Nachrichtensendung sind u.a. die Agenturen Kna, Kathpress, Ansa, Efe, Afp, Kipa, Reuters, Ap, Adnkronos, Upi, Cns, Ucanews, Misna, Kirche in Not, Osservatore Romano, – die Vatikanzeitung in deutscher Sprache, sowie vatikaninterne Quellen. Der Newsletter ist nur zur persönlichen Information bestimmt. Grundlage für Zitate oder Übernahmen aus unserem Programm kann nicht unser Internetauftritt oder der Newsletter, sondern nur unser Radio-Programm sein. Die jeweils aktuelle Nachrichten- oder Magazinsendung von Radio Vatikan können Sie u.a. auf unserer Internetseite hören.
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Programmvorschau:

Dienstag Abend, 15.07.2014: Radioakademie
Klartext: Papst Franziskus im Gespräch mit jungen Leuten – Teil 3

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Nachrichtenarchiv von Radio Vatikan

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