RADIO VATIKAN - OFFIZIELLE WEBSEITE - Online-News 3.6.2014

Tagesmeldungen vom 3.6.2014

- Papst: „Bittet um Jesu Fürsprache“ -
- Syrien: Wählen im Bürgerkrieg -
- Tschechien: Immer mehr Obdachlose -

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Verantwortlich: P. Bernd Hagenkord SJ / Stefan von Kempis
Redaktion: Nina Oezelt
Redaktionsschluss 16.00 Uhr
Die folgenden Texte basieren auf unserer
Nachrichtensendung „Treffpunkt Weltkirche“ täglich um 16 Uhr
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THEMEN DES TAGES:

Papstpredigt: „Bittet um Jesu Fürsprache beim Vater“
Jesus betet für jeden von uns, ist unser Anwalt und Retter. Das hat der Papst an diesem Dienstag in seiner Morgenpredigt unterstrichen. Gottes Sohn nahm die Sünden der Welt auf sich, um uns zu erlösen, erinnerte Franziskus in der Casa Santa Marta. An ihn gelte es sich zu wenden, wenn Probleme in der Familie oder Gemeinde aufträten: „Jesus, bete für mich. Zeig dem Vater deine Wunden, die auch meine Wunden sind, es sind die Wunden meiner Sünde.“ Jesus habe beim Vater Fürsprache für uns eingelegt: „Vater, das ist der Preis dieser Menschen. Hilf ihnen, schütze sie. Sie sind deine Kinder, die ich gerettet habe.“ (rv)
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Syrien: Wählen im Bürgerkrieg
An diesem Dienstag wählen die syrischen Bürger einen neuen Präsidenten. Vieles deutet auf eine Wiederwahl von Baschar al Assad. Inwieweit die Wahlen inmitten des Bürgerkrieges als demokratisch bezeichnet werden können, ist umstritten: Große Teile der Bevölkerung konnten gar nicht an der Wahl teilnehmen, Millionen sind aus ihrem Heimatland geflohen. „Nur ein kleiner Teil des Landes untersteht Assad“, berichtet im Interview mit Radio Vatikan der Syrien-Experte Wolfgang Schwaigert. Gewählt werden könne nur in Damaskus und in Homs, in Tartus und in Latakia. (rv)
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Niger/Tschad: „Nie mehr verheiratete Kinder!“
Dies verlangt eine aktuelle Kampagne der Afrikanischen Union, die gegen das weit verbreitete Phänomen der Verheiratung von Minderjährigen auf dem afrikanischen Kontinent kämpfen will. Weltweit werden jedes Jahr 14 Millionen Mädchen zwangsverheiratet; viele von ihnen leben in Afrika, vor allem in Niger, Tschad und Nigeria. Die Kinder werden meistens schon seit ihrer Geburt einen Mann versprochen und abgeholt, sobald sie elf, zwölf oder dreizehn Jahre alt sind, erläutert im Interview mit Radio Vatikan die grausame Praxis Vincent Idele, der Präsident der italienischen Sektion der Afrikanischen Union. (rv)
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NEUE RADIO-AKADEMIE:

Das Apostolische Schreiben „Evangelii gaudium“
Sprechen über „Evangelii Gaudium“, also über „Die Freude des Evangeliums“: Darum geht es in unserer Radio-Akademie vom Juni. „Evangelii Gaudium“ ist das programmatische Apostolische Schreiben, das Papst Franziskus im letzten Herbst veröffentlichte – es geht darin um die pastorale, die seelsorgliche Dimension der Kirche, der Christinnen und Christen heute. Für den ersten Teil der Radio-Akademie sprach Gudrun Sailer mit der Theologin Veronika Prüller-Jagenteufel, die das Wiener Pastoralamt leitet. Sie ist eine der wenigen Frauen in dieser Funktion in den Bistümern der Weltkirche. Die CD zur Sendereihe können Sie gegen eine Spende bei uns bestellen. (rv)
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NÄCHSTE LIVE-ÜBERTRAGUNG:

Pfingsten im Vatikan
Am Sonntag, dem 8. Juni 2014, findet im Vatikan die Heilige Messe anlässlich des Pfingstsonntags statt. Radio überträgt live und mit deutschem Kommentar ab 9.50 Uhr. Unsere Kommentatorin ist Gudrun Sailer. Sie können die Übertragung auf unserem Vatikan-Player mitverfolgen. (rv)
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UNSERE LATEINNACHRICHTEN:

Jede Woche frisch: unsere Nachrichten auf Latein. Gero P. Weishaupt übersetzt für Radio Vatikan ausgewählte Meldungen unseres Programms. (rv)
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DIE NACHRICHTEN:

Vatikan

Einen Dank an die Lehrer hat der Papst an diesem Dienstag in Form eines Tweets an seine 13 Millionen Follower gesendet. Wörtlich schrieb er: „Ich danke allen Lehrern: Erziehung ist eine wichtige Aufgabe, die viele junge Menschen zum Guten, Schönen und Wahren hinführt.“ Franziskus unterrichtete früher selbst in Argentinien. Anfang Mai erwähnte er in einer Ansprache vor 300.000 italienischen Schülern, wie wichtig es sei, die Schule zu lieben und den „Ort der Begegnung“ auch als solchen zu erleben. (rv)

Europa

Österreich
Das 1614 von den Barmherzigen Brüdern gegründete Wiener Ordensspital hat am Montag sein 400-Jahr-Jubiläum gefeiert. Der Wiener Kardinal Christoph Schönborn würdigte beim Festgottesdienst im Stephansdom das Zusammenspiel von Gottvertrauen, jesuanischer Barmherzigkeit und medizinischer Kompetenz der Barmherzigen Brüder. Er betonte, dies sei das Erfolgsgeheimnis des heute größten Ordensspitals Wiens. Die Besonderheit des Krankenhauses sei, dass dort auch nicht versicherte Patienten behandelt werden. Für diese Fälle seien die Barmherzigen Brüder auf Spenden angewiesen. 2013 wurden 460 nichtversicherte Patienten unentgeltlich medizinisch versorgt. Insgesamt verfügt der Orden über zehn Spitäler in Österreich, mit mehr als 4.400 Mitarbeiter und jährlich über 100.000 Patienten. (kap)

Tschechische Republik
Hunderttausende Menschen in dem Land haben keine Wohnung oder stehen kurz davor, obdachlos zu werden. Die allarmierenden Zahlen stammen von der tschechischen bischöflichen Kommission für Gerechtigkeit und Frieden. Die tschechischen Bischöfe warnen vor der sich immer mehr ausbreitenden Armutswelle und fordern einen besseren Zugang zu Sozialwohnungen: „Jeder muss die Möglichkeit haben, in einem Apartment zu leben und nicht in einer Herberge, einem Zimmer, oder in vorübergehenden Unterkünften.“ Besonders beunruhigend seien die steigenden Zahlen der Jugendobdachlosigkeit, die durch die Langzeitarbeitslosigkeit vervielfacht würden, so die Bischöfe. (or)

Belgien
323 Anzeigen über sexuellen Missbrauch sind in den Jahren 2012 und 2013 bei Ombudsstellen der katholischen Kirche des Landes eingegangen. Das geht aus einem am Montag veröffentlichten Bericht der Kinderschutzkommission der belgischen Bischofskonferenz hervor, aus dem apic zitiert. 79 Prozent der Anzeigen seien durch Missbrauchsopfer selbst gemacht worden, davon seien 87 Prozent Personen über 40 Jahre. 71 Prozent der Opfer seien männlich, ein Viertel sei zum Zeitpunkt des Missbrauchs jünger als zehn Jahre alt gewesen, zwei Drittel waren zwischen zehn und 18 Jahren alt. 94 Prozent der Missbrauchstäter seien Männer gewesen, knapp die Hälfte davon waren Priester. Parallel zu dem Bericht habe die Kommission der Bischofskonferenz Leitlinien zum Umgang mit Missbrauchsfällen veröffentlicht, berichtet die Agentur weiter. (apic)

Weißrussland
„Religion und kulturelle Vielfalt - Herausforderungen für die christlichen Kirchen Europa“ – unter diesem Motto steht das am Montag in Minsk eröffnete 4. Europäische Katholisch-Orthodoxe Forum. Der orthodoxe Metropolit Pawel kritisierte bei der Eröffnung eine zunehmende Verbreitung von liberalen Ansichten in Europa, mit der Folge zum Verfall von moralischer Prinzipien: „Unsere Aufgabe ist es, der Abwendung von der christlichen Werteordnung entgegenzuwirken“, zitieren örtliche Medienberichte den Metropoliten. Rund 40 Delegierte kommen für das Forum zusammen, das von Kardinal Peter Erdö, Präsident des Rates der Europäischen Bischofskonferenz (CCEE) und Metropolit Gennadios geleitet wird. (kna)

Naher Osten

Libanon
Die Vereinten Nationen kritisieren die neuen Regelungen für syrische Flüchtlinge im Land. Am Sonntag hatte die Regierung in Beirut strengere Kriterien für die Aufnahme syrischer Bürgerkriegsflüchtlinge durchgesetzt. Flüchtlinge, die in ihre Heimat zurückreisen, dürfen danach nicht wieder in den Libanon einreisen. Das berichtet die libanesische Onlinezeitung „Naharnet“. Das UNO-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) kritisiere diese Regelung. In einer Antwort des Flüchtlingswerkes heißt es, dass Menschen nicht automatisch ihren Status als Flüchtling verlieren dürfen, wenn sie „unter Lebensgefahr nach Verwandten oder ihrem Besitz schauen“. Die Regeln sind laut der Regierung aus „Sorge um die Sicherheit und die Beziehung zwischen syrischen Vertriebenen und libanesischen Bürgern“ entstanden. Das UNHCR gewährt seitdem keinen Einblick in die Daten der UN-registrierten Flüchtlinge, da das Hilfswerk einen Missbrauch der Informationen befürchtet. (kna)

Asien

Afghanistan
In dem Land ist ein katholischer Ordenspriester von Bewaffneten verschleppt worden. Der 47-jährige indische Jesuit Alexis Prem Kumar arbeitete seit vier Jahren als Leiter des Flüchtlingsdienstes seines Ordens in Afghanistan. Die Provinzleitung bestätigte den Vorfall an diesem Dienstag in einer Presseaussendung. Die Entführung ereignete sich demnach am vergangenen Montag im Westen des Landes in Sohadat, rund 25 Kilometer von Herat entfernt. (kipa)

Amerika

Paraguay
Die drastische Armut rund um Paraguays Hauptstadt Asunción zeigt sich in einer halben Million obdachloser Menschen. 677.00 Menschen lebten unter prekären humanitären Bedingungen mit katastrophaler Hygiene, ohne medizinische Versorgung und Zugang zu Bildungseinrichtungen. Das berichtete der Weihbischof der Stadt, Edmundo Valenzuela, laut der Tageszeitung ABC am Montag. Er rief die Politik dazu auf, sich um eine gerechtere Verteilung der Einnahmen aus Landwirtschaft und Wasserkraft zu kümmern und gegen die Korruption anzukämpfen. (kna)

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Die Quellen unserer Nachrichtensendung sind u.a. die Agenturen Kna, Kathpress, Ansa, Efe, Afp, Kipa, Reuters, Ap, Adnkronos, Upi, Cns, Ucanews, Misna, Kirche in Not, Osservatore Romano, – die Vatikanzeitung in deutscher Sprache, sowie vatikaninterne Quellen. Der Newsletter ist nur zur persönlichen Information bestimmt. Grundlage für Zitate oder Übernahmen aus unserem Programm kann nicht unser Internetauftritt oder der Newsletter, sondern nur unser Radio-Programm sein. Die jeweils aktuelle Nachrichten- oder Magazinsendung von Radio Vatikan können Sie u.a. auf unserer Internetseite hören.
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Programmvorschau:

Heute Abend, 03.06.2014: Neue Radio-Akademie zum Apostolischen Schreiben „Evangelii gaudium“
Eine Reihe von Gudrun Sailer (Teil 1)

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Nachrichtenarchiv von Radio Vatikan

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