RADIO VATIKAN - OFFIZIELLE WEBSEITE - Online-News 18.6.2014

Tagesmeldungen vom 18.6.2014

- Franziskus ruft zu mehr Einsatz für Flüchtlinge auf -
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Papstreise-Programm nach Südkorea veröffentlicht
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- Irak: Konfessionskrieg wie im Dreißigjährigen Krieg -
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Verantwortlich: P. Bernd Hagenkord SJ / Stefan von Kempis
Redaktion: Anne Preckel
Redaktionsschluss 16.00 Uhr
Die folgenden Texte basieren auf unserer
Nachrichtensendung „Treffpunkt Weltkirche“ täglich um 16 Uhr
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BLICKPUNKT FLÜCHTLINGE:

Papst: Tragt Last der Flüchtlinge mit!
Papst Franziskus hat zu mehr Einsatz für Flüchtlinge aufgerufen. Zum Weltflüchtlingstag am kommenden Freitag appellierte er an die Öffentlichkeit, die Not und das Leiden der Flüchtlinge auf der Welt zu lindern und ihnen eine großzügige Aufnahme zu gewähren. Gerade die Christen sollten diesen Menschen nahe sein und ihre Ängste und ihre Befürchtungen um die Zukunft zu teilen, sagte er am Mittwoch bei seiner Generalaudienz auf dem Petersplatz (rv/unhcr)
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EU: Vom Flüchtling zum Unternehmer
Die Asylverfahren für Flüchtlinge sind in den europäischen Ländern klar geregelt, doch in der Integrationspolitik fehlt es häufig an Strategien, die wirklich funktionieren. Das Projekt „Re-Lab: start-up your business“, das über den EU-Flüchtlingsfonds finanziert und in Zusammenarbeit mit der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) durchgeführt wird, soll die Integration von Migranten verbessern. Das Rezept: Flüchtlinge nicht nur in Arbeit vermitteln, sondern sie selbst neue Arbeitsplätze schaffen lassen – als Unternehmer. (rv)
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Hier: Mehr als 19.000 Tote auf dem Mittelmeer

Österreich: „Schenkende und Beschenkte“
Mehr Solidarität und Gastfreundschaft gegenüber Flüchtlingen und Asylsuchenden – das fordert Österreichs „Caritasbischof“ Manfred Scheuer anlässlich des Internationalen Weltflüchtlingstages. Scheuer verwies auf das Schicksal der Menschen an den EU-Außengrenzen und forderte mehr politischen Dialog zwischen Aufnahme- und Herkunftsstaaten sowie Verzicht auf einen Teil des Wohlstandes aus internationaler Solidarität. Der zu erwartende neuerliche Rekord bei den internationalen Flüchtlingszahlen sei ein „Zeichen der Zeit“, dessen Nichtbeachtung katastrophale Auswirkungen auch auf das Zusammenleben in Österreich haben könne, betonte der Bischof. (kap)
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WEITERE THEMEN DES TAGES:

Programm der Papstreise nach Südkorea
Der Vatikan hat an diesem Mittwoch das Programm für die Papstreise nach Südkorea bekannt gegeben. Franziskus besucht das Land vom 13. bis 18. August anlässlich des sechsten asiatischen Jugendtreffens in Seoul. Es ist Franziskus‘ dritte internationale Reise. Im Rahmen des Besuches spricht er in Seoul koreanische Märtyrer selig. Johannes Paul II. war in den 80er Jahren vor Ort. Zehn Ansprachen bzw. Predigten und vier öffentliche Messen des Papstes sind im Reiseprogramm vorgesehen. (rv)
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Papst bei Generalaudienz: Kirche ist nicht im Labor entstanden
„Das ist ein wenig so wie ein Sohn, der über die eigene Mutter spricht, über unsere Familie“: Mit diesen Worten hat Papst Franziskus an diesem Mittwoch eine neue Katechesenreihe über die Kirche begonnen. Die Kirche sei nicht exklusiv, betonte Franziskus, sondern ein Zusammenschluss, der auf die ganze Menschheit hin offen ist. Die Kirche sei nicht zum Selbstzweck geschaffen, sondern Ausdruck des Heilshandelns Gottes in der Welt und für die gesamte Menschheit, sagte der Papst am Mittwoch bei der Generalaudienz im Vatikan. Die Kirche sei nicht in einem Laboratorium geschaffen worden, so der Papst. Sie sei auch nicht plötzlich und unversehens entstanden, sondern habe eine lange Vorgeschichte. (rv)
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Irak: „Gräuel verbreiten ist Taktik“
Die islamistische Rebellengruppe Isis ist weiter auf dem Vormarsch im Irak, das Land droht zu zerfallen. Der Bonner Theologe und Orientalist Harald Suermann vom katholischen Hilfswerk „Missio“ spricht im Interview mit Radio Vatikan von einer komplexen Lage im multiethnischen Irak. Man könne den Ursprung des jetzigen Konflikts aber auch ganz simpel beschreiben: „Es ist der Konflikt zwischen Sunniten und Schiiten.“ Wie im Dreißigjährigen Krieg, komme es auch im Irak zu einer langen Auseinandersetzung zwischen den islamischen Konfessionen, wo jeder versuche, den anderen zu verdrängen oder gar zu vernichten, so Suermann. (rv)
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Österreich/Irak: Bischöfe gegen Militärintervention
Eine ausländische Militärintervention ist kein probates Mittel, um die Kriegshandlungen im Irak zu beenden und den Frieden wiederherzustellen. Das hat Kardinal Christoph Schönborn am Mittwoch im Anschluss an die Sommervollversammlung der Bischofskonferenz in Mariazell im „Kathpress“-Gespräch betont. Der Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz verwies in diesem Zusammenhang auch auf entsprechende Äußerungen von Kirchenvertretern im Irak, allen voran der chaldäische Patriarch Louis Sako. (kap)

Österreich: Nein zum Adoptionsrecht
Die Bischofskonferenz sind gegen ein Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare. Das steht im Abschluss-Statement ihrer dreitägigen Vollversammlung in Mariazell. In dem Text appellieren die Bischöfe an die Regierung, „mit Blick auf das Wohl des Kindes keine Kompromisse einzugehen“. „Bei Vater und Mutter aufzuwachsen gibt den Kindern wesentliche Orientierung und ist maßgeblich für die eigene Identität“, begründen sie ihren Appell. Die Erklärung der Bischöfe von diesem Mittwoch befasst sich auch mit weiteren Themen, die Gegenstand ihrer Gespräche in Mariazell waren. So fordern sie etwa von der Regierung mehr Investition in die Entwicklungshilfe. (kap)
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FRONLEICHNAM:

Fronleichnam mit Franziskus
Papst Franziskus feiert am Hochfest Fronleichnam in der Lateran-Basilika in Rom eine Heilige Messe mit anschließender Prozession von der „Piazza San Giovanni in Laterano“ zur Basilika Santa Maria Maggiore und anschließendem Eucharistischem Segen. Wir übertragen live am Donnerstag, 19. Juni 2014, die Feierlichkeiten mit dem Papst zum Hochfest Fronleichnam. Die Übertragung startet um 18:50 Uhr. Sie können sie über unseren Vatikan-Player verfolgen. Unsere Kommentatoren sind Mario Galgano und Nina Oezelt. (rv)

Das Fest des Leibes und Blutes Christi
Fronleichnam ist das Hochfest des Leibes und Blutes Christi. Es wird am zweiten Donnerstag nach Pfingsten - also zehn Tage nach diesem Fest – gefeiert. Der Name Fronleichnam verweist auf die Elemente der Eucharistie. Er stammt von fron, Herr, und lichnam, Leib, deckt sich also inhaltlich mit den ebenfalls verwendeten lateinischen Namen Corpus Christi und Corpus Domini für das Fest. (rv)
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DIE NACHRICHTEN:

Europa

Deutschland
Caritas-Verbände kritisieren die Pläne des Innenministeriums zur Neuregelung des Bleiberechts. Das geplante Gesetz zur „Neubestimmung des Bleiberechts und der Aufenthaltsbeendigung“ trete die Menschenwürde mit Füßen und kriminalisiere Flüchtlinge, erklärten die Diözesan-Caritasverbände Rottenburg-Stuttgart und Freiburg am Mittwoch. Das Gesetz stelle jeden Asylbewerber, dessen Antrag abgelehnt werde, unter den Generalverdacht des Sozialbetrugs. „Die Gründe der Flucht, sei es Vertreibung, Hunger oder Folter, werden außer Acht gelassen“, so die Caritas. (kna)

Naher Osten

Syrien
Angesichts des Wassermangels haben Aleppos Kirchen alte Brunnen wieder aktiviert, um der seit Tagen dürstenden Bevölkerung zu helfen. Aufständische, die die nordsyrische Stadt belagern, hätten wieder einmal die Unterbrechung der Trinkwasserversorgung als Druckmittel benutzt. „In unseren Kirchen und Moscheen haben wir alte Brunnen wieder in Betrieb genommen, um die Familien mit Wasser zu versorgen. Die Menschen kommen zu uns und holen Wasser”, berichtet der armenisch-katholische Erzbischof Butros Marayati. Dabei handle es sich jedoch nicht um sauberes Trinkwasser. Deshalb nehme die Gefahr von Infektionskrankheiten und Epidemien zu. (fides)

Irak
Die Unesco ist besorgt über das Schicksal der Kulturgüter im Irak. Das kulturelle Erbe des Landes drohe im Zuge der aktuellen Kämpfe geplündert und zerstört zu werden, erklärte die Generaldirektorin der Weltkulturorganisation, Irina Bokowa, am Dienstag in Paris. Die größte Bedrohung für irakische Kulturschätze liege augenblicklich darin, dass historische Monumente als militärische Ziele genutzt und bewegliche Güter illegal verkauft würden, so Bokowa. Es stehe zu befürchten, dass sich ähnliche Zerstörungen und Plünderungen abspielten wie während des 2003 ausgebrochenen Irakkriegs und derzeit in Syrien. Die Konfliktparteien müssten sich jeder Form von Angriffen auf Kulturgüter enthalten, einschließlich religiöser Stätten. (kipa)

Amerika

Argentinien
Die Kirche hat eine Anti-Drogen-Kampagne in sozialen Netzwerken auf den Weg gebracht, die sich an junge Menschen wendet. Dabei sollen private Videos hochgeladen werden, die mit Mobiltelefonen, Tablets oder Videokameras aufgenommen wurden und sich mit Drogenmissbrauch befassen. Auf einer eigens für die Kampagne geschaffenen Website sollen die Beiträge gepostet und Schulen, Pfarreien und Organisationen zur Verfügung gestellt werden. Die Aktion wurde am Dienstag vom Vorsitzenden der bischöflichen Kommission für Soziales, Bischof Jorge Lozano, vorgestellt. Argentiniens katholische Kirche beklagt immer wieder die Verbreitung von Drogenkonsum und – handel in Argentinien und hält dieses Phänomen für eines der größten Probleme des Landes. (fides)

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Die Quellen unserer Nachrichtensendung sind u.a. die Agenturen Kna, Kathpress, Ansa, Efe, Afp, Kipa, Reuters, Ap, Adnkronos, Upi, Cns, Ucanews, Misna, Kirche in Not, Osservatore Romano, – die Vatikanzeitung in deutscher Sprache, sowie vatikaninterne Quellen. Der Newsletter ist nur zur persönlichen Information bestimmt. Grundlage für Zitate oder Übernahmen aus unserem Programm kann nicht unser Internetauftritt oder der Newsletter, sondern nur unser Radio-Programm sein. Die jeweils aktuelle Nachrichten- oder Magazinsendung von Radio Vatikan können Sie u.a. auf unserer Internetseite hören.
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Programmvorschau:

Donnerstag Abend, 19.06.2014: Fronleichnam in Rom – wir berichten ausführlich

Samstag Abend, 21.06.2014: Papst Franziskus reist nach Kalabrien, in eine Region von Arbeitslosigkeit und Mafia

Sonntag Abend, 22.06.2014: Aktenzeichen - von Aldo Parmeggiani
Militärseelsorge im Ersten Weltkrieg

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Nachrichtenarchiv von Radio Vatikan

Radio Vatikan sendet täglich:16.00 h „Treffpunkt Weltkirche“20.20 Uhr „Magazin“6.20 Uhr Wiederholung des „Magazins“ vom VortagRadio Vatikan ist außerdem zu hören bei:

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· Domradio Köln über Kabel im Erzbistum Köln und Satellit zwischen 18.00 Uhr und 20.00 Uhr.
· Radio Gloria über Kabel in der Schweiz und Satellit.
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Im Internet:

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