RADIO VATIKAN - OFFIZIELLE WEBSEITE - Online-News 2.3.2014

Tagesmeldungen vom 2.3.2014

- Papst betet für Frieden in Ukraine -
- Franziskus fordert zum Teilen auf -
- Weiter Terror in Nigeria -
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Verantwortlich: P. Bernd Hagenkord SJ / Stefan von Kempis
Redaktion: P. Max. Immanuel Cappabianca OP
Redaktionsschluss 16.00 Uhr
Die folgenden Texte basieren auf unserer
Nachrichtensendung „Treffpunkt Weltkirche“ täglich um 16 Uhr
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THEMEN DES TAGES:

Friedensappell des Papstes für Ukraine
Erneut hat Papst Franziskus zum Gebet um Frieden in der Ukraine aufgerufen. Nach dem Angelusgebet am Sonntag sagte er, das Land durchlebe eine schwierige Phase, und er hoffe, dass alle Gruppen im Land sich dafür einsetzten, die Meinungsverschiedenheiten zu überwinden und gemeinsam an einer Zukunft für die Nation zu bauen. An die internationale Staatengemeinschaft appellierte er, „jegliche Initiative zur Förderung des Dialogs und der Einheit“ zu unterstützen. (rv)
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„Besser teilen! - Das Totenhemd hat keine Taschen!“
In einem Herzen, das von Reichtum „besessen“ ist, ist nicht mehr viel Platz für den Glauben. Daran hat Papst Franziskus bei der Katechese zum Angelusgebet am Sonntag erinnert. Wer Gott den rechten Platz einräume, nämlich den ersten, der werde frei, mit den Armen zu teilen, wie viele Beispiele auch der jüngeren Kirchengeschichte zeigten. Drastisch wies der Papst auf die Perspektive der Ewigkeit hin: „Wenn jemand nur für sich sammelt, was passiert dann, wenn er zu Gott gerufen wird? Er wird seine Reichtümer nicht mitnehmen können, denn – wisst – das Totenhemd hat keine Taschen! Es ist besser zu teilen, denn wir werden in Himmel nur das mitnehmen können, was wir mit anderen geteilt haben.“ (rv)
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Terror in Nigeria: „Soziale Reformen notwendig“
Nach einem schweren Anschlag im Nordosten Nigerias steigt die Zahl der Todesopfer. Lokale Medien berichteten am Sonntag von mehr als 40 Toten. In Maiduguri, der Hauptstadt des Bundesstaates Borno, waren am Samstagabend zwei Autobomben explodiert. Ein Sprengsatz detonierte in einem belebten Stadtviertel, wo zahlreiche Menschen die Fernsehübertragung eines Fußballspieles verfolgten. Viele fürchten eine Ausbreitung des radikalen Islam in Afrika. Der Chefredakteur von „Nigrizia“, der Zeitschrift der Comboni-Missionare, Efrem Tresoldi sieht hingegen eher soziale Hintergründe. Eine Unterdrückung des Aufstandes mit militärischen Mitteln allein bringe nichts, so Tresoldi im Radio Vatikan-Interview. Es müssten auch soziale und wirtschaftliche Reformen umgesetzt werden. (rv/kna)
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AUS UNSEREM ABENDPROGRAMM:

Zungenrede und iPhone-Botschaft des Papstes
Eine „Christian Leadership Convention“ in Texas, USA: evangelikal, charismatisch und pfingstkirchlich. Nicht wirklich der Ort, an dem wir eine Papstansprache vermuten würden und einen leidenschaftlichen Appell für die Ökumene. Aber genau das fand vor einigen Wochen statt. Bei der Convention predigt und betet der Texaner Kenneth Copeland, ein vor allem im Fernsehen tätiger Geistlicher. Seine Initiative KCM – Kenneth Copeland Mission – veranstaltete vor zwei Wochen einen Kongress mit Vertretern verschiedener freikirchlicher, evangelikaler und charismatischer Gruppen. Und auf dem Kongress – das Internet hat es sofort verbreitet – gab es auch eine spontan entstandene Videobotschaft des Papstes zu sehen…(rv)
Hier die Geschichte von Tony Palmer

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DIE NACHRICHTEN:

Vatikan

Kurienkardinal Walter Kasper plädiert für mehr Frauen in den Leitungsämtern der römischen Kurie. Es sei „absurd“, dass Frauen an der Kirchenspitze derart unterrepräsentiert seien, sagte Kasper der italienischen Zeitung „l´Avvenire“ (Sonntag). Schließlich seien die Hälfte der Laien und 80 Prozent aller Ordensmitglieder weiblich. Sowohl in den Päpstlichen Räten, aber auch in den darüber angesiedelten Kongregationen sollten Frauen eine viel größere Rolle auf der Entscheidungsebene spielen, so der emeritierte deutsche Kurienkardinal. (kna)
Weitere Details gibt es hier

Europa

Ukraine
Der russisch-orthodoxe Patriarch Kyrill I. ruft zu Frieden in der Ukraine auf. Es müsse alles getan werden, damit in der Ukraine keine weiteren unschuldigen Menschen getötet würden, schrieb der Patriarch am Sonntag an die ihm unterstehende ukrainisch-orthodoxe Kirche. Zugleich machte er “politische Streitigkeiten“ in Kiew dafür verantwortlich, dass der Fortbestand der Ukraine als einheitlicher Staat bedroht sei. (kna)
Ukrainische Religionsführer haben gegen eine russische Militärintervention in ihrem Land protestiert. „Wir rufen die russische Regierung auf, zur Vernunft zu kommen und ihre Aggression gegen die Ukraine zu stoppen, und sofort alle russischen Truppen von ukrainischen Boden zurückzuziehen“, heißt es in einem am Sonntag veröffentlichten gemeinsamen Appell. Die russische Führung sei vor Gott für alle nicht wieder gut zu machenden Konsequenzen verantwortlich. Unterschrieben haben den Aufruf der orthodoxe Kiewer Patriarch Filaret, der griechisch-katholische Kiewer Großerzbischof Swjatoslaw Schewtschuk, der ukrainische Oberrabbiner Yaakov Bleich sowie die Spitzenvertreter von fünf protestantischen Kirchen. (kipa)
Mehr dazu hier

Afrika

Ägypten
Im Freitag ist das 62. ägyptische katholische Filmfestival eröffnet worden. Eine Woche lange werden rund dreißig im Jahr 2013 produzierte ägyptische und arabische Streifen gezeigt. Die Jury mit christlichen und muslimische Experten unter Vorsitz des ägyptischen Franziskanerpater Boutros Daniel, OFM, wollen am kommenden Freitag, den 7. März, die drei besten Filme bekannt geben. (fides)
Weitere Infos hier

Naher Osten

Im Israel Museum in Jerusalem sind einige bisher unbekannte Qumranrollen entdeckt worden. Sie waren in Tonkrügen verschlossen und bisher übersehen worden. 1952 hatte der französische Dominikaner Roland de Vaux die Tonkrüge geborgen. Auf einem theologischen Kongress in Lugano wurde die Entdeckung bekannt gegeben. Über den Inhalt der Schriften ist noch nichts bekannt. Andere Qumran-Schriftrollen, die zur Zeit Jesu entstanden sind, hatten neues Licht auf die religiöse Umwelt des Neuen Testaments geworfen. (vaticaninsider)

Vereinte Nationen

Streitigkeiten unter den orthodoxen Kirchen gefährden die Ökumene als ganze. Das meint der griechische Metropolit Zizioulas von Pergamon. Vor allem das Moskauer Patriarchat weigere sich, jeglichen universalen Primatsanspruch anzuerkennen. Kürzlich hatte Moskau ein Papier veröffentlicht, mit dem die Ergebnisse des katholisch-orthodoxen Dialogs von Ravenna in Frage gestellt wurden. Zizioulas hofft auf die im März anstehende Synaxis (Treffen) der orthodoxen Kirchenoberhäupter. Dort könne das Problem vielleicht inoffiziell angeschnitten werden. (vaticaninsider)

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Die Quellen unserer Nachrichtensendung sind u.a. die Agenturen Kna, Kathpress, Ansa, Efe, Afp, Kipa, Reuters, Ap, Adnkronos, Upi, Cns, Ucanews, Misna, Kirche in Not, Osservatore Romano, – die Vatikanzeitung in deutscher Sprache, sowie vatikaninterne Quellen. Der Newsletter ist nur zur persönlichen Information bestimmt. Grundlage für Zitate oder Übernahmen aus unserem Programm kann nicht unser Internetauftritt oder der Newsletter, sondern nur unser Radio-Programm sein. Die jeweils aktuelle Nachrichten- oder Magazinsendung von Radio Vatikan können Sie u.a. auf unserer Internetseite hören.
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Programmvorschau:

Sonntag Abend, 2.3.2014: Reden über Gott und Welt - Evangelikale und Ökumene

Dienstag Abend 4.3.2014: Erster Teil der neuen Radioakademie im März
Zum 450. Geburtstag von Galileo Galilei - Eine Reihe von Pater Bernd Hagenkord SJ und Gudrun Sailer

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Nachrichtenarchiv von Radio Vatikan

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