RADIO VATIKAN - OFFIZIELLE WEBSEITE - Online-News 6.5.2014

Tagesmeldungen vom 6.5.2014

- Kardinal Müller kritisiert US-Ordensfrauen -
- Papst: Bin ich Zeuge oder gehöre ich bloß dazu?  -
-  Schweizer Garde hat 30 neue Gardisten -
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Verantwortlich: P. Bernd Hagenkord SJ / Stefan von Kempis
Redaktion: Gudrun Sailer
Redaktionsschluss 16.00 Uhr
Die folgenden Texte basieren auf unserer
Nachrichtensendung „Treffpunkt Weltkirche“ täglich um 16 Uhr
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THEMEN DES TAGES:

Kardinal Müller kritisiert US-Ordensfrauen
Kardinal Gerhard Ludwig Müller, der Präfekt der vatikanischen Kongregation für die Glaubenslehre, hat US-amerikanische Ordensfrauen zu mehr Glaubenstreue aufgerufen. In klaren Worten verurteilte Müller das theologische Konzept der „Bewussten Evolution“, das die Ordensfrauen verteidigten, und erklärte bereits getroffenen Maßnahmen gegen ihre Vereinigung für gerechtfertigt. Müller empfing am vergangenen 30. April im Vatikan die Präsidentinnen der „Leadership Conference of Women Religious“ (LCWR). Dieser vom Heiligen Stuhl anerkannte Zusammenschluss katholischer Ordensoberinnen in den USA steht seit 2012 unter Beobachtung durch die Glaubenskongregation. Müller sagte, er wünsche „bedeutendere Zeichen der Kollaboration“ von Seiten der Ordensfrauen. (rv)
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Kardinal Gerhard Ludwig Müller empfahl den US-amerikanischen Ordensfrauen der LWCR bei seiner kritischen Ansprache die Rede von Papst Franziskus vor der Vollversammlung der Internationalen Vereinigung der Generaloberinnen (U.I.S.G.) vom 8. Mai 2013 zur gründlichen Lektüre. Wir dokumentieren diese Papstansprache hier in der offiziellen deutschen Übersetzung. (vatican.va)
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Papstpredigt: Bin ich Zeuge oder gehöre ich bloß dazu?
Die Kirche ist keine Universität für Religion, sondern das Volk Gottes, das Jesus folgt. Nur dann ist sie fruchtbar und Mutter. Das hat Papst Franziskus an diesem Morgen bei der Predigt in Santa Marta gesagt. Ausgehend vom Martyrium des Heiligen Stefanus, das in der Apostelgeschichte geschildert wird, schilderte der Papst den Weg des ersten Märtyrers der Kirche. Auch Stefanus hatte so wie Jesus „die Eifersucht der Anführer“ kennen gelernt, die ihn ausschalten wollten. (rv)
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Schweizer Garde: „Ein Leben lang....“
„Dieser Schwur ist eine spezielle Sache, der gilt ein Leben lang." Patrick Sonderecker ist 22 Jahre alt und hat vor einem Jahr seinen Eid als Schweizergardist geleistet, dem Heiligen Vater zu dienen und ihn mit seinem Leben zu beschützen. An diesem Dienstag sind 30 neue Gardisten dran. 20 Gardisten aus der Deutschschweiz, sechs aus der französischsprachigen und vier aus der italienischsprachigen Schweiz. Im Alter zwischen 19 und 30 Jahren kann man sich bewerben, meistens sind die Gardisten bei Antritt zwischen 21 und 24 Jahre alt. (rv)
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Eskalation und Mitleid: Nigeria nach den Massenentführungen
An diesem Mittwoch beginnt in Nigeria die Tagung des World Economic Forum on Africa. Es geht dabei um die wirtschaftliche Zukunft des Kontinents. Aber derzeit haben die Menschen in Abuja ganz andere Sorgen: Vor über zwei Wochen wurden 200 Schulmädchen entführt, bis heute weiß man nicht, wo sie hingebracht wurden, einige sind wohl bereits außerhalb des Landes verkauft worden. Außerdem erreicht der Bombenterror von Boko Haram auch wieder die Hauptstadt: Nur einen Tag vor der Entführung der Mädchen starben 88 Menschen bei einem Anschlag auf einen Busbahnhof in der Hauptstadt. (rv)
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UNSERE LATEINNACHRICHTEN:

Jede Woche frisch: unsere Nachrichten auf Latein. Gero P. Weishaupt übersetzt für Radio Vatikan ausgewählte Meldungen unseres Programms. (rv)
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DIE NACHRICHTEN:

Vatikan

Nahe und ferne, neue und alte Galaxien: Das ist das Thema der diesjährigen Sommerakademie der Päpstlichen Sternwarte in Castel Gandolfo. Der Kurs dauert vier Wochen und richtet sich an Studierende der Astronomie 25 junge Leute aus 22 Ländern nehmen diesmal daran teil, informierte die Sternwarte in einer Aussendung. Die Frauenquote liegt bei knapp 50 Prozent, unter den männlichen Nachwuchs-Astronomen sind diesmal auch zwei Seminaristen. Die Sommerakademie der Päpstlichen Sternwarte fand erstmals 1986 statt. Astronomie ist die einzige im Vatikan betriebene Naturwissenschaft. (rv)
Die Vatikanischen Museen haben ihre nächtlichen Öffnungen während des Sommerhalbjahres wieder aufgenommen. Bis zum 25. Juli und dann wieder von 5. September bis 31. Oktober sind die Päpstlichen Sammlungen freitags immer von 19 bis 23 Uhr geöffnet. Immer um 20.30 Uhr findet in den Räumlichkeiten der Museen ein Konzert statt, das mit der normalen Eintrittskarte zugänglich ist. (rv)

Europa

Deutschland
Das Kunstmuseum des Erzbistums Köln Kolumba ist am Montagabend zum Museum des Jahres 2013 gekürt worden. Damit würdigte die deutsche Sektion des internationalen Verbandes der Kunstkritiker (AICA) das Museum für seine Architektur und seine Sammlung. Das 2007 eröffnete Museum Kolumba wurde über den Trümmern der kriegszerstörten Kirche Sankt Kolumba errichtet. Als Architekt wirkte Peter Zumthor. Die 22 Säle Werke von der Antike bis zur Gegenwart. (kna)

Ukraine
Die Lage auf der Halbinsel Krim hat sich laut „Kirche in Not“ etwas beruhigt. „Es scheint, als hätten sich die meisten Menschen inzwischen mit der Realität abgefunden“, zitierte das katholische Hilfswerk am Dienstag in München den Ukraine-Delegaten des römisch-katholischen Oblatenordens, Pater Pawel Wyszkowski. In dem annektierten Teil der Ukraine habe Russland die Menschen „mit der Anpassung der Renten an russische Verhältnisse gekauft“. Wyszkowski erklärte, die Teilung des Landes gehe mitten durch die Gesellschaft. Auf der Krim bestünden weiterhin erhebliche Einschränkungen der Telefon- und Internetverbindungen sowie des grenzüberschreitenden Zug- und Busverkehrs. (kna)

Afrika

Ägypten
Der Patriarch der koptisch-orthodoxen Kirche, Tawadros II., unterstützt ausdrücklich keinen der Kandidaten bei den Präsidentschaftswahlen Ägyptens Ende Mai. Das machte er im Interview mit einer ägyptischen Kirchenzeitung deutlich. Er rufe „jeden Bürger, ob Christen oder Muslim, dazu auf, die Wahlprogramme der Kandidaten zu lesen und auf dieser Basis zu entscheiden, wen er als Präsidenten haben will“, so der koptische Papst. Dass er beim Putsch des Militärs im letzten Juli hinter General Abdel Fattah el-Sisi gesessen hat, bedeutet nicht, dass er Sisis Kandidatur für das oberste Staatsamt unterstützt: Seine Unterstützung für Sisi damals sei „institutionell“ gewesen, aber nicht politisch, so Tawadros. (afp)

Burundi
Die katholische Kirche in Burundi habe große Bedeutung für Versöhnung und Dialog im Land. Die Verantwortlichen im Land bräuchten das Vorbild einer mutigen Bezeugung der christlichen Werte. Das unterstrich Franziskus am Montag in einer Rede an Bischöfe des Landes, die er ihnen in Textform übergab. Burundi hatte Jahrzehnte unter bürgerkriegsartigen Konflikten in der Region zu leiden. Die burundischen Bischöfe waren zu ihrem Ad-Limina-Besuch nach Rom gekommen.

Südsudan
UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon ist in Juba eingetroffen. Wie in den letzten Tagen schon US-Außenminister John Kerry will auch Ban versuchen, die Konfliktparteien wieder an einen Tisch zu bringen. Trotz eines Waffenstillstandsabkommens im Januar gehen die Kämpfe zwischen Anhängern von Präsident Salva Kiir und Ex-Vizepräsident Riek Machar weiter. Die UNO befürchtet eine baldige Hungersnot und sieht sogar erste Anzeichen, dass das ärmste Land der Welt in einen Völkermord rutschen könnte. Das liegt daran, dass der Konflikt auch eine ethnische Komponente hat: Kiir ist Dinka, Machar ist ein Nuer. Insgesamt 9.000 Kinder kämpften als Soldaten für eine der beiden Seiten. Ban will auch einen UNO-Stützpunkt besuchen, in dem seit Beginn des Konflikts über 80.000 Menschen Zuflucht gesucht haben. (rv)

Somalia
Somalia ist für Mütter das schlimmste Land der Welt: Das steht in einem Jahresbericht, den die britische NGO „Save the Children“ am Montag veröffentlicht hat. Zu den Kriterien für das Negativ-Ranking zählen Gesundheitsleistungen für Mütter und ihre Kinder sowie die Bildungsmöglichkeiten von Frauen. Seit der ersten Veröffentlichung eines solchen Berichts im Jahr 2000 halten sich 28 Länder hartnäckig auf der Liste. Fast alle waren unlängst Schauplatz eines bewaffneten Konflikts, und in den meisten von ihnen kommt es auch häufig zu Naturkatastrophen. Die zehn schlimmsten Länder für Mütter liegen ausnahmslos in Afrika. Nach Somalia sind es für „Save the Children“ der Kongo, Niger und Mali. (afp)

Naher Osten

Irak
Auch Christen sollen in Bagdad in den Genuss staatlicher Wohnungsbauprogramme kommen. Das hat der Bürgermeister der irakischen Hauptstadt, Abub Naim al-Kaabi, versprochen. Einziges Kriterium für die Aufnahme in das Programm des sozialen Wohnungsbaus müsse es sein, dass jemand wirklich bedürftig sei. Auch Ministerpräsident Nuri al-Maliki ähnliche Versprechungen gemacht: „Wir werden die Schlüssel unserer Fertighäuser den Bürgern aushändigen, ohne auf ihr religiöses Bekenntnis zu achten.“ Beobachter halten den schiitischen Politiker für den auch künftigen irakischen Ministerpräsidenten, doch sind die Ergebnisse der Parlamentswahlen vom 30. April noch nicht vollständig bekannt, und das Koalitionsgeschacher in Bagdad hat noch nicht begonnen. Die Wohnungsnot ist einer der Gründe, die junge christliche Familien zum Emigrieren aus dem Irak bewegen. (rv)

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