RADIO VATIKAN - OFFIZIELLE WEBSEITE - Online-News 14.5.2014

Tagesmeldungen vom 14.5.2014

- Jordanien: Vorfreude auf Papstbesuch -
- Grubenunglück: Papst betet für Opfer -
- China: Erstes kontemplatives Kloster seit 1949 -
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Verantwortlich: P. Bernd Hagenkord SJ / Stefan von Kempis
Redaktion: P. Bernd Hagenkord SJ
Redaktionsschluss 16.00 Uhr
Die folgenden Texte basieren auf unserer
Nachrichtensendung „Treffpunkt Weltkirche“ täglich um 16 Uhr
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THEMEN DES TAGES:

Jordanien: Vorfreude auf den Papstbesuch
In zehn Tagen reist Papst Franziskus nach Amman, und viele Jordanier – ob Christen oder Muslime – freuen sich schon auf den Besuch. Das konnte Kurienkardinal Jean-Louis Tauran feststellen. Der Leiter des Päpstlichen Dialogrates war in den letzten Tagen zu einer Konferenz in Jordanien. Er berichtet im Gespräch mit Radio Vatikan, dass „überall schon Plakate“ hingen: „Das ist ja ein sehr gastfreundliches Volk, und seine Sympathie für Franziskus ist sehr groß“. Tauran hat in Amman interreligiöse Gespräche geführt, u.a. zum Thema Religion und Gewalt. „Wir haben sehr insistiert auf der Tatsache, dass im Augenblick kein Religionskrieg im Gang ist, und dass die Krisen im Nahen Osten nicht die Religion zur Ursache haben. Stattdessen ist die Religion eine Dimension der Lösung dieser Probleme“, glaubt Tauran. (rv)
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Internationaler Tag der Familie: „Ein Vater ist kein Bruder“
„Love is our mission: the family fully alive”, „Liebe ist unser Auftrag: Die lebendige Familie”: So lautet das Thema des Weltfamilientages, der im kommenden Jahr in Philadelphia in den USA stattfinden wird. Es gehe vor allem darum, „die Verbindung zwischen den Generationen wieder zu stärken“, sagt der Präsident des Päpstlichen Familienrates, Vincenzo Paglia. Väter sollten ihre Rolle wieder besser verstehen: „Wenn man zu seinem Kind sagt ,Ich bin dein Bruder‘, hat man nicht die Verantwortung verstanden, die ein Vater hat.“ (rv)
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Generalaudienz: Katechese über die Gabe der Stärke
„Der Herr ist immer da, um uns in unseren Schwächen zu helfen“ – und zwar gerade im Alltag und in den schwierigen Momenten des Glaubens und Lebens. Das sagte Papst Franziskus an diesem Mittwoch bei seiner Generalaudienz. Seine Katechese kreiste diesmal um die Gabe der Stärke, eine der Gaben des Heiligen Geistes. (rv)
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HART AN DER GRENZE: MEXIKO

„Die größte Gefahr ist die Gleichgültigkeit“
Mexiko ist ein Durchgangsland: Menschen aus dem Süden, aus Guatemala und Belize kommend, wollen in die USA, um dort ein besseres Leben zu finden und der Armut zu entkommen. Im Land selber begegnen ihnen aber Ausbeutung, Erpressung, Gewalt. Dazu kommt der Krieg um die Drogen, der mit wachsenden Opferzahlen geführt wird. Das größte Problem in dieser Gemengelage ist die Gleichgültigkeit vieler Mexikaner gegenüber der Gewalt, sagt der Generalsekretär der Bischofskonferenz, Weihbischof Eugenio Andrés Lira Rugarcía, im RV-Interview: „Es gibt hier Menschen, die sich mehr für Kunst interessieren als für das Leiden der Migranten, die sich unter einen Zug hängen, um bei der Flucht die Menschenhändler nicht bezahlen zu müssen!“ (rv)
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Las Patronas – Die Heldinnen der Grenzen
Es gibt sie, die Heldinnen von der Grenze: „Las Patronas“ nennt sich eine Gruppe mexikanischer Frauen, die für ihre Arbeit mit Migranten den mexikanischen Menschenrechtspreis 2013 erhalten haben. Sie bereiten seit über 15 Jahren jeden Tag Mahlzeiten für die Unbekannten zu, die versuchen, auf eigene Faust über die Grenze in die USA zu kommen. „Viele sagen ‚Ach, diese Frauen sind verrückt’, weil viele auch Angst vor den Migranten haben“, sagt uns eine der „Patronas“. „Wir wollen, dass die Menschen keine Angst mehr haben.“ (rv)
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UNSER FILMTIPP:

„Im Namen des ...“
Ein polnischer Jesuit wird in die Provinz versetzt, wo er mit verwahrlosten Jugendlichen in einem Erziehungscamp arbeitet. Seine gewinnende Art kommt bei den Heranwachsenden gut an, aber auch bei der Frau des Heimleiters. Doch der Priester ist homosexuell und fühlt sich zu einem stillen Bauernjungen hingezogen, der mit im Camp lebt. Ein mit flirrenden Bildern und einer kunstsinnigen Montage kraftvoll inszeniertes Drama über das Spannungsfeld von Homosexualität, Zölibat und Kirche. Die holzschnittartige Erzählung um verbotene Lust und das Ringen um Identität hintertreibt allerdings die Tragik einer Existenz, deren Koordinaten sich nicht zur Deckung bringen lassen. - Ab 16. (FilmDienst)
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DIE NACHRICHTEN:

Vatikan

Papst Franziskus lädt zum Gebet für Opfer ein: Bei der Generalaudienz an diesem Mittwoch rief er dazu auf, die Toten und Verschütteten des Grubenunglücks in der Türkei und die ertrunkenen Bootsflüchtlinge im Mittelmehr in das Gebet einzuschließen. Er betete, Gott möge den Hinterbliebenen in der Türkei Trost spenden, und forderte dazu auf, die Menschenrechte an die erste Stelle zu setzen und alle Kräfte zu bündeln, damit solche beschämenden Tragödien verhindert werden könnten. (rv)

Europa

Deutschland
Die katholische Kirche in Bayern widerspricht Gerüchten über eine Verlegung der einzigen katholische Universität Deutschlands von Eichstätt und Ingolstadt (KU) nach Berlin. Ein solcher Transfer sei nicht geplant, sagte der Münchner Generalvikar Peter Beer am Mittwoch vor dem Wissenschaftsausschuss im Bayerischen Landtag. Beer äußerte sich als stellvertretender Stiftungsratsvorsitzender der Uni. Die Ausschussmitglieder von SPD und Grünen werteten dies als „halbherziges Dementi“ und brachten erneut eine Verstaatlichung der KU ins Gespräch. Die KU wird von den sieben bayerischen Bistümern getragen, die für den Betrieb der Einrichtung jährlich 15 Millionen Euro aus Kirchensteuermitteln bereitstellen. Vom Freistaat kommen 40 Millionen Euro. Rechtsgrundlage für die Uni mit ihren derzeit 5.000 Studierenden ist eine Vereinbarung zwischen Bayern und dem Heiligen Stuhl von 1980, die nicht einseitig gekündigt werden kann. Nach dem vorzeitigen Rücktritt von KU-Präsident Richard Schenk zum 1. April war die Hochschule erneut in die Schlagzeilen geraten. Beer bekräftigte, die bayerischen Bistümer stünden weiter zu ihrer Universität und den eingegangenen finanziellen Verpflichtungen. (kna)
Das Ehrenoberhaupt der Weltorthodoxie, Patriarch Bartholomaios I. von Konstantinopel, ist im Zug seiner Deutschlandreise am Mittwoch im Berliner Schloss Bellevue von Bundespräsident Joachim Gauck empfangen worden. In seiner Ansprache an Gauck, den er ausdrücklich auch als ehemaligen evangelischen Pastor ansprach, ging Bartholomaios auf die weltweiten Konflikte und Spannungen ein, auch auf die Kriege, die auf religiösen Fanatismus zurückgingen. Er wandte sich gegen „jede Form der Gewalt, des Fanatismus und des Hasses“ und unterstützte „jede Bemühung, welche die Versöhnung aller Menschen, nicht nur der Gläubigen, sondern auch der Nichtglaubenden zum Ziel hat“. Bartholomaios I. hält sich seit Samstag in Deutschland auf. (kna)

Deutschland/Guatemala
Wenn Menschenrechte missachtet werden, ist es Aufgabe der Kirche, zu helfen, dass Menschenrechtsaktivisten geschützt und unterstützt werden. Das sagte Bischof Franz-Josef Overbeck zum Abschluss einer Dialogreise nach Guatemala. Er sprach als zuständiger Bischof der Deutschen Bischofskonferenz vor den Bischöfen Guatemalas und kritisierte dabei, dass soziale und kirchliche Gruppen, die sich für Bildung, für die Bewahrung der Schöpfung und die Wahrung der Menschenrechte einsetzten, kriminalisiert würden. „Mit Erschrecken haben wir gehört, dass diese Gruppen aufgrund ihres Engagements und Verteidigung ihrer Lebensgrundlagen kriminalisiert und verfolgt werden bis hin zum gewaltsamen Tod“, so Overbeck einer Pressemitteilung nach wörtlich. Während der Reise in Guatemala habe die Kommission wahrgenommen, dass Gewalt ein prägendes Element in Guatemala sei, sagte Bischof Overbeck. Im vergangenen Jahr wurden in dem 15 Millionen Einwohner zählenden Land 6.032 Morde registriert. (pm)

Österreich
Das Nein der katholischen Kirche zu einem Adoptionsrecht gleichgeschlechtlicher Paare hat der österreichische Familienbischof Klaus Küng bekräftigt. In einer Wortmeldung zum bevorstehenden Internationalen Tag der Familie am 15. Mai sprach Küng am Mittwoch hinsichtlich der aktuellen Debatte um Adoptionen durch homosexuelle Paare von „besorgniserregenden Entwicklungen“ rund um das Thema Familie. Die Ablehnung dieser Form von Adoptionen habe „nichts mit Diskriminierung von sexuellen Identitäten zu tun, sondern schlichtweg mit dem Kindeswohl“, betonte der St. Pöltner Bischof. „Wer einem Kind das Recht auf Vater und Mutter - und zwar seine eigenen - bewusst vorenthält, der diskriminiert dieses Kind.“ Küng appellierte an alle Parteien, auch angesichts massiven medialen Drucks hier eine klare Linie zu ziehen. Zugleich betonte der Bischof die Bedeutung der natürlichen Familie als Grundlage der Gesellschaft. (kap)

Polen/Vatikan
Polens Ministerpräsident Donald Tusk besucht am Montag Papst Franziskus im Vatikan. Die Begegnung sei im Rahmen einer Reise zur Gedenkfeier zum 70. Jahrestag der Schlacht um den Monte Cassino 130 Kilometer südöstlich von Rom geplant, teilte Tusk in Warschau mit. In Polen gilt die Eroberung von Monte Cassino als ein nationales Symbol für den Tod tausender polnischer Soldaten, die auf Seiten der Alliierten für die Befreiung Europas vom Nationalsozialismus starben. Es war das Zweite Polnische Corps, das 1944 die Ruinen des Klosters nach verlustreichen Frontalangriffen eingenommen hatte und dort die polnische Fahne hisste. (kna/rv)

Afrika

Südsudan
Die Lage bleibt explosiv, so lange der Waffenstillstand nicht in allen seinen Punkten vor Ort umgesetzt wird. Mit diesen Worten kommentiert der Weltkirchenrat (WCC) den Waffenstillstand, den die Bürgerkriegsparteien im Südsudan jüngst unterzeichneten. Unterschrieben wurde das Abkommen vom Präsidenten Salva Kiir und dem ehemaligen stellvertretenden Präsidenten Riek Machar in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba; anwesend waren auch der Erzbischof Paulino Lukudu Loro von Juba, der Hauptstadt des Südsudan, und Erzbischof Daniel Deng Bul Yak von der Episkopalen Kirche des Sudan sowie der ehemalige Generalsekretär des WCC, Samuel Kobia aus Kenia. Der Bürgerkrieg war Mitte Dezember ausgebrochen, als Präsident Kiir seinen ehemaligen Stellvertreter Machar des Putschversuchs beschuldigte. Die Auseinandersetzung zwischen den beiden politischen Parteien nahmen bald ethnische Ausmaße an, so dass der junge Staat in eine verheerende humanitäre Krise stürzte, infolge derer es bisher mindestens eine Million Vertriebene gab. „Wir müssen diese teuren Fehler der südsudanesischen Führungskräfte korrigieren und den Krieg sofort beenden, wie es alle Kirchen und ökumenischen Gemeinschaften fordern”, so der Erzbischof von Juba. (fides)

Naher Osten

Libanon
Scheich Mohammad Rashid Qabbani, Großmufti und Oberhaupt der sunnitischen Gemeinschaft im Libanon, wünscht sich einen Pakt zwischen Muslimen und Christen als Beitrag zur Förderung des friedlichen Zusammenlebens im Land. Einen entsprechenden Entwurf legte er dem maronitischen Patriarchen Kardinal Bechara Boutros Raï bei einem Treffen an diesem Dienstag in Bkerkè vor. Der von dem Großmufti angeregte Pakt soll dem Schutz des Libanons und dessen Bevölkerung dienen, die sich aus Christen und Muslimen zusammensetzt. Nach dem Gespräch erkärte Qabbani, dass er die Übergriffe auf Christen in der arabischen Welt als Strategie betrachte, „die die Beziehungen zwischen Christen und Muslimen in der Region zerstören sollen”. „Wenn Christen im Libanon angegriffen werden, egal von welcher Seite dieser Angriff kommt, dann ist das auch ein direkter Angriff auf die Muslime des Landes”, so der Großmufti weiter. Quabbani will den Pakt – der sich als ethischer Kodex versteht – den Vertretern aller Religionsgemeinschaften im Libanon vorlegen. (fides)

Palästina
Vera Baboun, palästinensische Katholikin und erster weiblicher Stadtchef von Bethlehem, erhofft sich vom Papstbesuch in der Geburtsstadt Jesu ein Signal der Hoffnung für die Palästinenser. „Ich wünsche mir, dass jeder erkennt: Bethlehem, die Stadt, die der Welt den Frieden gebracht hat, lebt nicht in Frieden“, sagte sie in einem am Mittwoch in Bonn veröffentlichten Interview der „Zeit“-Beilage ‚Christ und Welt’. „Die Anwesenheit des Papstes gibt uns Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Als Palästinenser sehnen wir uns alle danach, egal ob wir Christen oder Muslime sind.“ Baboun, die zuvor Rektorin der Roman Catholic High School Beit Sahur und Professorin für Englische Literatur an der Universität Bethlehem war, verwies auf die schwierige Situation ihrer Stadt. Der gesamte Norden sei eingemauert. Im Regierungsbezirk Bethlehem lägen 22 israelische Siedlungen, die eine nachhaltige Entwicklung verhinderten. An die Christen weltweit appelliert die Katholikin, die Christen im Heiligen Land zu unterstützen. Viele Christen verließen die Region wegen der israelischen Besatzung und ihrer Auswirkungen. „Aber können Sie sich das Heilige Land ohne Christen vorstellen? Wir sind seine lebendigen Steine. Wir sind die Bewahrer des Sterns von Bethlehem!“ (kna)

Israel
Israels Außenministerium hat für den bevorstehenden Besuch von Papst Franziskus am Dienstag, 13. Mai, eine eigene Internetseite frei geschaltet. Sie informiert über das Programm des Besuchs am 25. und 26. Mai und bietet kurze Informationen über die Stätten, die der Papst besuchen wird. Zusätzlich gibt es auf der englischsprachigen Seite Hintergrundmaterial zu den vatikanisch-israelischen Beziehungen, zu früheren Papstbesuchen und zu Christen in Israel. (kipa)

Asien

China
Zum ersten Mal seit 1949 konnte in China wieder ein kontemplatives Kloster gegründet werden. Es wurde, wie jetzt bekannt wird, am 1. Mai in Lintou in der nördlichen Provinz Shanxi geweiht. Zu dem Frauenkloster mit dem Namen „Garten des heiligen Augustinus“ gehört auch ein Altenheim. An der Eröffnungsmesse in Lintou nahmen zwei Bischöfe, etwa fünfzig Priester und 1.700 katholische Laien teil; die regionalen Verantwortlichen der Kommunistischen Partei und des Regierungsbüros für religiöse Angelegenheiten hielten Ansprachen. Finanziert wurde der Komplex vor allem von einer britischen NGO namens „Exchange with China“, der es um bessere Beziehungen zwischen Katholiken in Großbritannien und in China geht. Die neue Oberin von Lintou hat mehrere Jahre in einer Augustinerinnen-Gemeinschaft in England verbracht. Der Ortsbischof John Baptist Wang Jin von Yutze gab seine Zustimmung zu dem Klosterprojekt, weil er nach eigener Aussage im Gefängnis den Wert von Gebet und Kontemplation besser verstanden hat. Der jetzige Bischof hatte als Priester etwa zwanzig Jahre in Haft verbracht, davon zehn in einer Isolationszelle. (pm)

Amerika

Venezuela
Der Dialog zwischen der venezolanischen Regierung und der Opposition droht zu scheitern. Die Gespräche waren im April nach heftigen Studentenprotesten infolge einer gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Krise im Land auf den Weg gebracht worden. Ein Oppositionsvertreter, Ramon Guillermo Aveledo von der „Mesa de la Unidad Democratica“ (MUD), erklärte nun, der Dialog „liege auf Eis”. Die Delegation der Opposition werde sich zum Zeichen der Solidarität mit den Protesten aus den Gesprächen zurückziehen. Über den Fortgang des Dialogs entscheiden nun der Außenminister der Union der Südamerikanischen Staaten (UNASUR) und der Apostolische Nuntius in Caracas. (fides)

Vereinte Nationen

Auch 30 Jahre nach der UNO-Konvention zur Abschaffung der Folter ist diese Praxis in vielen Ländern der Welt immer noch traurige Realität. So wird im Jahr 2014 in 79 von 155 Staaten, die die UNO-Konvention bisher unterzeichneten, immer noch gefoltert. Das geht aus einem Bericht hervor, den amnesty international am Dienstag veröffentlichte. Die Menschenrechtsorganisation hat dafür 142 der 155 Staaten beurteilt, die die Antifolterkonvention seit 1984 ratifizierten. Oftmals werde die Folter mit Verweis auf die nationale Sicherheit gerechtfertigt, so amnesty. In einigen Fällen sei sie systematisch – so zum Beispiel in Nigeria, wo Folter regelmäßig durch die Polizei und das Militär angewendet werde. In anderen Fällen sei sie eher ein Einzelphänomen, doch jeder Fall sei „absolut inakzeptabel“, erinnert die Menschenrechtsorganisation. Der Bericht stellt die Situation in den einzelnen Ländern vor, geht aber auch auf die Wahrnehmung von Folter in der Bevölkerung dort ein: Demnach gehen 44 Prozent der befragten Bürger davon aus, dass sie Gefahr liefen, gefoltert zu werden, wenn sie in ihrem Land verhaftet würden. 82 Prozent denken, dass es strenge Gesetze gegen Folter geben müsse. Allerdings hält gut ein Drittel der Befragten, nämlich 36 Prozent, Folter unter bestimmten Umständen für gerechtfertigt. Damit gibt es weltweit immer noch eine starke Unterstützung für Behandlungsweisen, die Folter einschließen. (pm)

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Die Quellen unserer Nachrichtensendung sind u.a. die Agenturen Kna, Kathpress, Ansa, Efe, Afp, Kipa, Reuters, Ap, Adnkronos, Upi, Cns, Ucanews, Misna, Kirche in Not, Osservatore Romano, – die Vatikanzeitung in deutscher Sprache, sowie vatikaninterne Quellen. Der Newsletter ist nur zur persönlichen Information bestimmt. Grundlage für Zitate oder Übernahmen aus unserem Programm kann nicht unser Internetauftritt oder der Newsletter, sondern nur unser Radio-Programm sein. Die jeweils aktuelle Nachrichten- oder Magazinsendung von Radio Vatikan können Sie u.a. auf unserer Internetseite hören.
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Programmvorschau:

Sonntag Abend, 18.05.2014: Aktenzeichen - von Aldo Parmeggiani
Dorothee Sölle

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Nachrichtenarchiv von Radio Vatikan

Radio Vatikan sendet täglich:16.00 h „Treffpunkt Weltkirche“20.20 Uhr „Magazin“6.20 Uhr Wiederholung des „Magazins“ vom Vortag

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