RADIO VATIKAN - OFFIZIELLE WEBSEITE - Online-News 27.5.2014

Tagesmeldungen vom 27.5.2014

- Papst: Fliegende Pressekonferenz -
- „Gebetstreffen, nicht Friedensverhandlungen“ -
- Ukraine: Poroschenko hofft auf kirchliche Unterstützung -
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Verantwortlich: P. Bernd Hagenkord SJ / Stefan von Kempis
Redaktion: Mario Galgano
Redaktionsschluss 16.00 Uhr
Die folgenden Texte basieren auf unserer
Nachrichtensendung „Treffpunkt Weltkirche“ täglich um 16 Uhr
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NACH DER PAPSTREISE INS HEILIGE LAND:

Fliegende Pressekonferenz: Papst spricht über Missbrauch, Nahost und Reisepläne
Papst Franziskus ist von seinem dreitägigen Besuch im Nahen Osten nach Rom zurückgekehrt. Am späten Montagabend kurz vor 23.00 Uhr landete er auf dem römischen Flughafen Ciampino. Auf seiner insgesamt zweiten Auslandsreise hatte er Jordanien, Palästina und Israel besucht. Im Flugzeug stellte sich der Papst den Fragen von Journalisten. Dabei kündigte er u.a. an, er wolle Anfang 2015 Sri Lanka und die Philippinen besuchen. Für die erste Juni-Woche 2014 plant er einen Gottesdienst mit Missbrauchsopfern in der Kapelle des Vatikan-Gästehauses. Der Papst verteidigte vor den Journalisten auch den Zölibat und äußerte sich zum Stand der Kurienreform. (rv)
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Volltext: Das sagte der Papst im Flugzeug

Papst besucht Santa Maria Maggiore – Dank für Nahost-Reise
Franziskus hat am Dienstagvormittag in der römischen Basilika Santa Maria Maggiore gebetet. Mit dem Besuch brachte der Papst Dankbarkeit über seine soeben beendete Heilig-Land-Reise zum Ausdruck. Es ist das neunte Mal, dass Franziskus die päpstliche Basilika in seinem Pontifikat besucht. (rv)

Vatikansprecher: „Peres und Abbas beim Papst, um zu beten“
Das geplante Treffen des israelischen mit dem palästinensischen Präsidenten im Vatikan wird ein Gebetstreffen und keine eigentliche Friedensverhandlung. Das betonte Vatikansprecher Federico Lombardi zum Abschluss der Papstreise ins Heilige Land. Schimon Peres und Mahmud Abbas werden demnächst im Vatikan gemeinsam erwartet, um mit Papst Franziskus für den Frieden in ihrer Region zu beten. Im Gespräch mit Radio Vatikan sagt Jesuitenpater Lombardi, dass der Papst das anbieten wolle, was „zu seiner Kernaufgabe“ gehöre, nämlich das Gebet. (rv)
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USA/Israel: Rabbiner begrüßen Dialoginitiative des Papstes
Die Dialoginitiative des Papstes erhält Unterstützung durch 400 US-amerikanische Rabbiner. Wie die israelische Zeitung „Haaretz“ berichtet, stellen sie sich in einem Offenen Brief hinter die Initiative des Papstes. Unter den Unterzeichnern sind sowohl progressive wie auch konservative Rabbiner, so „Haaretz“. (ap)

Jerusalem: Brandanschlag auf Dormitio-Abtei
Unmittelbar nach dem Papstbesuch auf dem Jerusalemer Zionsberg ist auf die dortige Benediktinerabtei Dormitio ein Brandanschlag verübt worden. Wie der Sprecher der Abtei, Pater Nikodemus Schnabel, mitteilte, entzündeten unbekannte Täter ein Fürbittbuch hinter der kleinen Chororgel. Das Buch und in der Nähe liegende Kreuze fingen Feuer. Das Feuer sei durch einen Zufall entdeckt und rasch gelöscht worden. Die Polizei habe die Ermittlungen aufgenommen. (kna)
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Vatikan-Homepage auf Arabisch online
Die Vatikan-Homepage vatican.va ist jetzt auch auf Arabisch online. Die neue Internetseite wurde am Montag freigeschaltet. Der neue Dienst sei im Hinblick auf die Papstreise ins Heilige Land erstellt worden, teilte der vatikanische Medienrat mit. (rv)

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UNSER SERVICE FÜR SIE:

Papstreisen ins Heilige Land auf CD
Vier Päpste haben in den letzten fünfzig Jahren das Heilige Land besucht: Den Anfang machte Paul VI. 1964, also noch bevor Israel überhaupt vom Vatikan diplomatisch anerkannt wurde. Johannes Paul II. pilgerte im Heiligen Jahr 2000 ins Heilige Land, Benedikt XVI. kam 2009, und Franziskus erinnerte mit seiner Visite 2014 an die für die Ökumene bahnbrechende Reise Pauls fünfzig Jahre zuvor. Wir haben die Höhepunkte dieser vier Reisen für Sie auf CD zusammengestellt; Sie können die CD kostenlos bei uns bestellen unter cd@radiovatikan.de. Viel Freude damit!

Die Tagesdossiers
Täglich hat Radio Vatikan von allen wichtigen Ereignissen der Papstreise ins Heilige Land berichtet. Wir haben für Sie alle unsere Beiträge und die Texte der Ansprachen mit Links in Tagesdossiers chronologisch zusammengefasst - zum Nachlesen und Nachhören. Auf den folgenden Links können Sie die bisherigen Reisetage noch einmal Revue passieren lassen. (rv)
Dossier: Franziskus im Heiligen Land - Tag 1
Dossier: Franziskus im Heiligen Land - Tag 2
Dossier: Franziskus im Heiligen Land - Tag 3

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WAHLEN IN EU UND UKRAINE:

EU: „Nicht nur populistisch“
Kardinal Reinhard Marx sieht in den Ergebnissen der Europawahlen „nicht das Ende, sondern den Beginn des Erneuerungsprozesses“ an der Spitze der EU-Institutionen. Er hoffe, dass sich die Parteien und die 28 Mitgliedstaaten rasch auf die Besetzung der Spitzenämter verständigen werden, heißt es in einer am Dienstag in Brüssel veröffentlichten Erklärung des Vorsitzenden der EU-Bischofskommission. Marx sagte, der teils große Stimmenzuwachs für Parteien, die das europäische Integrationsprojekt ablehnten, sei ein Anlass zur Sorge. Manche seien „nicht nur populistisch, sondern nationalistisch und fremdenfeindlich“. Eine solche Haltung sei „für Christen inakzeptabel“. (pm/kna)
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Ukraine: Poroschenko hofft auf kirchliche Unterstützung
Bislang haben sich die Kirchen in der Ukraine noch nicht offiziell über den neuen ukrainischen Präsidenten geäußert. Am Wochenende gewann Petro Poroschenko die Wahlen in der Ukraine mit über 55 Prozent Zustimmung. Eine Zustimmung der Kirchen wäre eine wichtige „Unterstützung“ für den künftigen Präsidenten. Denn die Kirchen genießen in der Ukraine große Autorität. Laut einer aktuellen Umfrage vertrauen den jeweiligen christlichen Kirchen 65,6 Prozent der Bürger. Einen Tag vor der Wahl des ukrainischen Staatspräsidenten hatten ranghohe Vertreter der Kirchen sowie der jüdischen und muslimischen Gemeinden zur nationalen Eintracht aufgerufen. Der orthodoxe Kiewer Patriarch Filaret drückte im Anschluss an das Gebet laut örtlichen Medien die Hoffnung aus, dass Russland die ukrainischen Grenzen nicht antasten und die im März annektierte Schwarzmeerhalbinsel Krim zurückgeben werde. (rv/katholisch.de)
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DIE NACHRICHTEN:

Europa

Deutschland
Die katholische Kirche Deutschlands hält ab Mittwoch ihr zweites Großevent innerhalb von weniger als einem Jahr ab - den Deutschen Katholikentag. Im Juni 2013 war in Köln der Eucharistische Kongress das kirchliche Jahresereignis, jetzt kommt der 99. Katholikentag, der in Regensburg über die Bühne geht. Der Katholikentag war noch in der Regensburger bischöflichen Amtszeit Gerhard Ludwig Müllers - jetzt Präfekt der römischen Glaubenskongregation und Kardinal - eingefädelt worden. Das 600-Seiten-Monsterprogramm des Katholikentags, der bis Sonntag dauert, ist seit einiger Zeit unter www.katholikentag.de abrufbar. Das Großereignis bietet über 1.000 Veranstaltungen. (kna/pm)
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Österreich
Ein Einlenken des Ehepaars Martha und Gerd Heizer, gegen das in der Vorwoche die Exkommunikation ausgesprochen wurde, ist bis zum Ablaufen der zehntägigen Bedenkfrist noch durchaus möglich. Das hat der Innsbrucker Kirchenrechtler Wilhelm Rees in einem Kathpress-Interview zu dem Fall in Tirol festgehalten und zugleich hinzugefügt: Er halte einen Gesinnungswandel der beiden unbefugt und privat Eucharistie feiernden Eheleute für „unwahrscheinlich“. Denn Gelegenheit zur Aufgabe der Widersetzlichkeit und zur Reue habe ihnen der zuständige Innsbrucker Bischof Manfred Scheuer mehrfach eingeräumt. Scheuer habe die Exkommunikation nach Kräften abwenden wollen, letztlich „konnte er nicht anders“, als das Verfahren wegen des schwerwiegenden Verstoßes gegen eine kirchenrechtliche Bestimmung mit der Bekanntgabe des Strafdekrets abzuschließen, sagte Rees. (kap)
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Schweiz
Das katholische Hilfswerk Fastenopfer hat 2013 gut 23 Millionen Franken eingenommen, das sind zwei Millionen Franken mehr als im Vorjahr. Grund dafür seien ein höherer Beitrag der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit und eine Steigerung bei den Spenden, schreibt das Hilfswerk in einer Mitteilung vom Dienstag. Private hätten letztes Jahr zum zweiten Mal in Folge mehr als neun Millionen Franken direkt an Fastenopfer gespendet, heißt es in der Mitteilung weiter. Das Hilfswerk war im vergangenen Jahr unter anderem mit der ökumenischen Kampagne „Ohne Land kein Brot“ in der Öffentlichkeit präsent. Sie wandte sich gegen „legalisierten Landraub“ und setzte sich für das Recht auf Nahrung der lokalen Bevölkerungen ein. (kipa)

Asien

Vietnam/China
Die Katholiken in der Grenzregion zwischen Vietnam und China sind besorgt über die Spannungen zwischen den beiden Ländern. Über 2.000 Katholiken versammelten sich am Wochenende zu einem Gebet, angesichts der anhaltenden Anspannungen zwischen China und Vietnam im Zusammenhang mit dem Streit um die Parcels-Inseln im Südchinesischen Meer. An verschiedenen Gebeten nahmen auch Gläubige anderer Religionen teil. (fides)

Pakistan
Die erste Verhandlung im Berufungsprozess für Asia Bibi findet nicht wie vorgesehen an diesem Dienstag statt, sondern wurde auf unabsehbare Zeit aus dem Gerichtskalender gestrichen. Dies teilen die Anwälte der Angeklagten mit. Naeem Shakir, einer der Anwälte, die Asia Bibi vertreten, ist enttäuscht: „Der Fall war für diesen Dienstag auf dem Verhandlungskalender eingetragen, von wo er plötzlich verschwunden ist. Wir wissen nicht warum. Ich kann dazu nur sagen: Was hier passiert, ist nicht normal.“ Asia Bibi ist im November 2010 wegen angeblicher Blasphemie zum Tode verurteilt worden. (fides)

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Die Quellen unserer Nachrichtensendung sind u.a. die Agenturen Kna, Kathpress, Ansa, Efe, Afp, Kipa, Reuters, Ap, Adnkronos, Upi, Cns, Ucanews, Misna, Kirche in Not, Osservatore Romano, – die Vatikanzeitung in deutscher Sprache, sowie vatikaninterne Quellen. Der Newsletter ist nur zur persönlichen Information bestimmt. Grundlage für Zitate oder Übernahmen aus unserem Programm kann nicht unser Internetauftritt oder der Newsletter, sondern nur unser Radio-Programm sein. Die jeweils aktuelle Nachrichten- oder Magazinsendung von Radio Vatikan können Sie u.a. auf unserer Internetseite hören.
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Programmvorschau:

Heute Abend, 27.05.2014: Radioakademie
Die Päpste im Heiligen Land. Heute: Franziskus im Jahr 2014

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Nachrichtenarchiv von Radio Vatikan

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Im Internet:

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