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![]() Meldungen vom 25.4.2009 - Große Erwartungen an Papstreise ins Heilige Land - - Neues Gesetz zu Gentests in Deutschland - Verantwortlich: P. Eberhard v. Gemmingen SJ / Stefan von Kempis Redaktion: Anne Preckel Redaktionsschluss 16.00 Uhr Die folgenden Texte basieren auf unserer Nachrichtensendung „Treffpunkt Weltkirche“ täglich um 16 Uhr. THEMEN DES TAGES: Einen Tag vor dem Berliner Referendum: Papst betont Wert des Reli-Unterrichts „Einerseits verleiht ihr der Schule mit der würdevollen pädagogischen Aufgabe des Religionsunterrichtes eine Seele. Andererseits gibt euer Unterricht dem christlichen Glauben vollen Anteil an der Erziehung und der Kultur im Allgemeinen. Dank dem katholischen Religionsunterricht werden Schule und Gesellschaft um authentische Arbeiter für Kultur und Menschlichkeit bereichert. Der Religionsunterricht dechiffriert einen Kernpunkt des Christentums: Er befähigt die Person dazu, das Gute zu entdecken, stärkt ihre Verantwortlichkeit, so dass der Dialog gesucht und der kritische Sinn verfeinert werden.“ In der Wissensgesellschaft bereichere der Religionsunterricht junge Menschen um eine entscheidende und unerlässliche Dimension. Benedikt: „Die religiöse Dimension trägt zu einer globalen Bildung der Person bei und erlaubt es, Erkenntnis in Lebenswissen und Wissen über das Leben zu verwandeln.“ In Berlin befinden morgen die Wähler in einer Volksabstimmung über die Zukunft und Stellung des Religionsunterrichts an den staatlichen Schulen. (rv) Papst trifft Arabische Liga: „Startpunkt für den Frieden“ „Das Memorandum wirkt auf politischer und kultureller Ebene. Sein Anliegen ist der Weltfrieden und der Austausch beider Parteien über die internationale Situation. Ein wichtiger Punkt ist die Kooperation mit den Vereinten Nationen und deren Organisationen. Im kulturellen Bereich geht es vor allem um den Dialog der Zivilisationen und den kulturellen und religiösen Dialog. Doch diese Aspekte müssen nun entwickelt werden. Ich denke, dass das ‚Memorandum of Understanding‛ ein Startpunkt für gemeinsame Aktivitäten ist und ein Feld absteckt, auf dem wir gemeinsam etwas verändern können.“ Bei dem Treffen zwischen Benedikt und Moussa am Freitagabend sei es auch um die Papstreise ins Heilige Land gegangen. Benedikt könne vor Ort wichtige Weichen für den Friedensprozess stellen. Fitzgerald: „Die Aussagen des Papstes können zum Friedensprozess beitragen. Doch sie müssen nicht nur von den politischen Führern, sondern auch von den Menschen selbst angewendet werden. Die Kirche, die Grenzen überwindet, hat diese friedensstiftende Aufgabe.“ Der Brite Fitzgerald leitete bis zu Beginn des Jahrhunderts den Päpstlichen Dialograt; seither ist er Päpstlicher Nuntius in Ägypten mit Sitz in Kairo. (rv) Papstreise ins Heilige Land: Große Erwartungen Die Menschen im Heiligen Land fragen sich, ob Benedikt die Probleme in der Region beim Namen nennen wird. Fröhlich: „Wird er etwas gegen den Mauerbau sagen. Wird er etwas sagen, dass 600 Checkpoints in Westjordanland und um das Westjordanland herum sind, wo die Palästinenser große Schwierigkeiten haben, sich von A nach B zu bewegen. Wird er etwas sagen gegen die Trennung der Familien, Jerusalem und die Westbank, das ist großes Thema hier, dass die nicht mehr zusammen kommen können. Wird er etwas sagen gegen die Tatsache, dass Kirchen ständig um die Visa kämpfen müssen, die Araber sowieso, aber auch Westler sind betroffen.“ Das Programm der Papstreise lehnt sich weitgehend an das von Papst Johannes Paul II. im heiligen Jahr 2000 an, setzt aber auch neue Akzente, sagt Gabi Fröhlich: „Der Schwerpunkt liegt diesmal ganz eindeutig auf der Begegnung mit den einheimischen Gläubigen. Das wird hier von den Kirchenvertretern vor Ort auch immer wieder betont. Damit geht man auf die Sorgen der einheimischen Christen ein, dass es wieder sein könnte wie 2000. Aus der Sicht der einheimischen Gläubigen nämlich war die Reise von Papst Johannes Paul II., der Besuch hier, nicht der Riesenerfolg, wie wir das vielleicht vom Ausland her wahrgenommen haben oder die israelische Öffentlichkeit es auch wahrgenommen hat. Die einheimischen Christen haben gesagt, er kam, wir haben ihn kaum gesehen, und fünf Monate später brach die Intifada aus und alles war schlimmer als zuvor.“ Zeichen dieser gewünschten Volksnähe sind die drei großen Messen, die Benedikt mit den Gläubigen im Heiligen Land feiern wird. „Unter anderem gibt es eine große Messe in Galiläa, diesmal nicht am See, abseits von der Bevölkerung, sondern im arabischen Nazareth. Auch das ist ganz bewusst gewählt worden, das Heiligtum schlechthin, Nazareth in Galiläa, und das, wo die meisten Christen leben. Und dort soll die allergrößte Messe mit mehreren 10.000 Gläubigen sein. Man legt ein ganz großes Gewicht auf den Besuch bei den Christen im Heiligen Land.“ (rv) Worum geht es dem Papst? Ein Kommentar von Pater Eberhard v. Gemmingen Auch ich bin der Ansicht, dass diese Gefahr außerordentlich groß ist, aber übersehen wird. Die Suche nach Gott, die Frage nach einer obersten Autorität über dem Menschen, scheint vor allem in Mitteleuropa immer mehr abzunehmen. Und Papst Benedikt ist genau der gleichen Ansicht wie der bekannte Jesuit Alfred Delp, der im Nazi-Gefängnis in Berlin schrieb: Gott gehört in die Definition des Menschen. Mit anderen Worten, wenn wir Gott streichen, dann verfallt der Mensch dem reinen Pragmatismus. Benedikt weiß, dass die Verfassungen der Staaten – vor allem in Europa – auf einem christlichen Menschenbild basieren, ein christliches Menschenbild voraussetzen. Geht der Glaube an Gott verloren, so verlieren die Verfassungen mit Menschenwürde und Menschenrechten ihre Grundlagen. Benedikt sieht sehr deutlich diese Zusammenhänge. Er will daher auch nicht moralisieren, hat daher auch nichts direkt gegen den Gebrauch von Kondomen gesagt, sondern will den Glauben an den Vater Jesu Christi, an die Menschwerdung Gottes in Jesus Christus, an die Aussendung des Heiligen Geistes verkünden. Er vergleicht unsere Zeit vielleicht ein wenig mit dem ausgehenden Altertum, in dem eine niedergehende Kultur das Christentum entdeckt und dadurch einen konstruktiven Übergang zu einer neuen Kultur ermöglicht hat. Wichtig ist mir seine Kritik an der „Diktatur des Relativismus“. Er hält daran fest, dass der Mensch Wahrheit erkennen kann, dass es daher unumstößliche Werte für eine Gesellschaft gibt, dass der Mensch sich nicht von ständig wechselnden Meinungen und Weltanschauungen treiben lassen darf. Und er ist der Überzeugung, dass nur eine Kirche, die ein klares Profil hat, eine Hilfe für die Menschen heute ist. Nur als eine Gemeinschaft mit Profil wird sie wahr- und ernst genommen, wird sie gehört und respektiert. Dem Papst geht es darum, dass die Kirche Sakrament des Heiles für die Welt ist, dass sie Christus verkündet und gegenwärtig setzt, damit durch das Zeugnis Jesu der Glaube an einen liebenden Vatergott neu auflebt und lebendig ist. Dass Millionen von Menschen in Not durch lebendige Christen Hilfe und eine neue Perspektive erhalten. Dem Papst geht es nicht nur um die Kirche, sondern um die ganze Menschheit. Deutschland: Neues Gesetz für Gentests - Gespräch mit Karl Jüsten „Es ist für uns erfreulich, dass die Gentests begrenzt werden. Insbesondere, wenn sie vorgeburtlich durchgeführt werden, sind sie mit Risiken verbunden. Und dann stellt sich vor allem die Frage: Was geschieht mit den Ergebnissen dieser Tests - werden sie ausgenutzt, um einem behinderten Kind nicht das Leben zu schenken, oder werden möglicherweise in dieser frühen Phase Schuldfestlegungen gemacht, die die Kinder dann ein ganzes Leben ertragen? Insbesondere, wenn die Krankenkassen dann auf diese gewonnenen Erkenntnisse zurückgreifen können und dann einem Menschen die Aufnahme in eine Krankenkasse verwehren usw.“ Mit dem Gesetz vom Freitag findet eine jahrelange Debatte ihr vorläufiges Ende. Das neue Gesetz knüpft Untersuchungen, die massiv das Selbstbestimmungsrecht des Menschen berühren, eng an die Ärzte und soll einen Missbrauch von genetischen Daten, zum Beispiel auf dem Arbeitsmarkt, verhindern. Eine Schwachstelle der neuen Regelung sieht Jüsten jedoch im Bereich der Forschung: „Aus unserer Sicht könnten Gentests zu Forschungszwecken noch restriktiver gehandhabt werden. Da gibt es noch eine Ordnungsklausel..“ Auch auf EU-Ebene wurde in diesen Tagen über das Thema der Präimplantationsdiagnostik, kurz PID, befunden. Bei dieser Praxis werden nach einer künstlichen Befruchtung gezielt Embryonen ausselektiert, um schwere Erbkrankheiten zu verhindern. Beim Schutz des ungeborenen Lebens sei Deutschland vorbildlich, sagt Jüsten: „Wir sind sehr froh, dass es in Deutschland auch eine sehr strenge Regelung hinsichtlich der Präimplantationsdiagnostik gibt. Damit soll vermieden werden, dass durch die Gentests bereits im Vorfeld Selektion stattfindet.“ (rv) DIE NACHRICHTEN:VatikanDer weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko wird am Montag zu einem Besuch im Vatikan erwartet. Geplant sind Gespräche mit Papst Benedikt XVI. und mit Kardinal-Staatssekretär Tarcisio Bertone. Protokollarisch handelt es sich weder um einen Staatsbesuch noch um eine rein private Visite. Der seit 1994 amtierende Lukaschenko reist zum ersten Mal zu einer Papstaudienz in den Vatikan. Auch die Weißrussische Bischofskonferenz hatte den Besuch auf ihrer Homepage mitgeteilt. Am Dienstag wird Lukaschenko am römischen Sitz des Souveränen Malteserordens empfangen. Im Mittelpunkt des Treffens mit dem Großmeister des Ordens, Matthew Festing, steht nach Angaben der Malteser die Unterzeichnung eines Vertrags über humanitäre Zusammenarbeit sowie ein Post-Abkommen. Der Malteserorden und Weißrussland unterhalten seit 1996 diplomatische Beziehungen. Zuvor trifft Lukaschenko im Rahmen seines Rom-Aufenthalts am Montag mit Italiens Staatspräsident Giorgio Napolitano und mit Ministerpräsident Silvio Berlusconi zusammen. Die italienische Wochenzeitschrift „Panorama“ spekuliert in ihrer neuesten Ausgabe über ein Thema, das der erklärte Atheist Lukaschenko dem Papst vortragen wollen. Nach Angaben des Blattes wünscht sich der Präsident, den viele als „Europas letzten Diktator“ bezeichnen, dass ein mögliches historisches Treffen zwischen Papst Benedikt und dem russisch-orthodoxen Patriarchen Kyrill in Weißrussland stattfindet. Lukaschenko wolle Minsk als neutralen Boden für den Kirchengipfel ins Gespräch bringen, so „Panorama“. (kna/panorama) EuropaDeutschland Frankreich AmerikaVereinigte Staaten Venezuela Argentinien Die obigen Texte basieren auf unserer Nachrichtensendung „Treffpunkt Weltkirche” täglich um 16 Uhr. Die Quellen unserer Nachrichtensendung sind u.a. die Agenturen Kna, Kathpress, Ansa, Efe, Afp, Kipa, Reuters, Ap, ADN-Kronos, Upi, Cns, Uca, Misna, Osservatore Romano – die Vatikanzeitung in deutscher Sprache, sowie vatikaninterne Quellen. Der Newsletter ist nur zur persönlichen Information bestimmt. Grundlage für Zitate oder Übernahmen aus unserem Programm kann nicht unser Internetauftritt oder der Newsletter, sondern nur unser Radio-Programm sein. Die jeweils aktuelle Nachrichten- oder Magazinsendung von Radio Vatikan können Sie u.a. auf unserer Internetseite hören. Titel: Das Händel-Hörbuch – Leben in der Musik. Eine klingende Biografie Georg Friedrich Händel – ein Star-Komponist aus Halle an der Saale, Lehrzeit im Rom der Päpste, Emigrant der Luxusklasse nach London. Am 14. April jährte sich sein Todestag zum 250. Mal. Aus diesem Anlass hat der Silberfuchs-Verlag dem deutsch-britischen Barockkomponisten ein Hörbuch gewidmet. Es zeichnet mit der Stimme von Dietmar Mues Händels Lebensweg anhand zahlreicher Musikbeispiele nach. OT: „Unterdessen flaniert der junge Händel durch Florenz und Rom. Er macht Prinzen und Kardinälen seine aufwwartung und sich mit der Musik von Alessandro Scarlatti vertraut. Händel schreibt jede Woche eine neue Kantate. Die Kardinäle umwerben ihn, aber bekehren können sie den Lutheraner nicht.“ Der Papst hat die Oper wegen ihrer Sinnlichkeit verboten – Händel bleibt flexibel und schreibt stattdessen einfach Oratorien. Über Hannover geht der so fruchtbare wie erfolgreiche Komponist nach London, in die modernste Nation der Zeit. Unter der Queen setzt er seine Erfolge nahtlos fort. OT: „Die Melodie der weinenden Geliebten, von Händel bereits mehrfach recycelt, wird später sogar als Kirchenlied ins anglikanische Gesangsbuch wandern.“ Geschickt zeichnet das Hörbuch das politisch-wirtschaftliche Umfeld von Händels Lebensstationen nach. Der Komponist, so wird deutlich, hatte auch ein Händchen fürs Geschäftliche. Der britischen Oberschicht liefert er Opern im italienischen Stil, fürs protestantische Bürgertum komponiert er Oratorien – mit englischen Texten. Das berühmteste dieser 25 berührend-frommen Schöpfungen ist der Messias. OT: „Ich werde betrübt, hat Händel einmal gesagt, wenn ich die Zuhörer nur unterhalten wollte. Ich wollte sie zu besseren Menschen machen.“ Textlich vergreift sich das Hörbuch manchmal an allzu oft genutzten Floskeln. Dennoch bleibt es ein gut zu hörendes und instruktives Werk – ein Geschenk fürs Händel-Jahr. Das Händel-Hörbuch – Leben in der Musik. Eine klingende Biografie. 80 Minuten. Von Corinna Hesse. 24 Euro. Weitere Hörproben gibt es auf der Webseite des Verlags: www.silberfuchs-verlag.de
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