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Meldungen vom 8.5.2010

- Benedikt XVI. nimmt Mixas Rücktritt an -
- Augsburg: Grünwald wird Administrator -

- Papst ruft Belgiens Kirche zu Mut auf -

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Verantwortlich: P. Bernd Hagenkord SJ / Stefan von Kempis
Redaktion: Mario Galgano
Redaktionsschluss 16.00 Uhr
Die folgenden Texte basieren auf unserer
Nachrichtensendung „Treffpunkt Weltkirche“ täglich um 16 Uhr.

WALTER MIXAS RÜCKTRITT:

Vatikan/Deutschland: Papst nimmt Mixas Rücktritt an
Papst Benedikt XVI. hat an diesem Samstag den Rücktritt Walter Mixas angenommen. Damit ist Mixa nicht mehr Bischof von Augsburg. Auch ist er nicht mehr Militärbischof der Bundeswehr. Der Papst habe Mixas Rücktrittsgesuch „gemäß Artikel 401, Paragraph 2 des kanonischen Rechts“ angenommen, erklärte der vatikanische Pressesaal. Dieser Paragraph sieht den Ruhestand eines Geistlichen wegen Krankheit oder „anderer schwerwiegender Gründe“ vor.

Zum Rücktritt Mixas erklärte der Generalvikar des Bistums Augsburg, Prälat Karlheinz Knebel:

„Das Augsburger Domkapitel wird sich an diesem Samstagnachmittag zur Wahl des Diözesanadministrators zusammenfinden, der dann umgehend die Bistumsleitung während der Sedisvakanz übernehmen wird. Das gilt, bis ein neuer Bischof vom Papst ernannt wird. Damit ist die Bistumsleitung bis zur Ernennung eines Nachfolgers für den Augsburger Bischofssitz gewährleistet.“

Mittlerweile wurde der Diözesanadministrator des Bistums Augsburg gewählt: Es handelt sich um Weihbischof Josef Grünwald. Das Bistum Augsburg habe Vorwürfe, die gegen Bischof Mixa erhoben werden, bereits vergangene Woche der Generalstaatsanwaltschaft in München zur Kenntnis gebracht. Über die Zukunft von Bischof Mixa könne erst nach Prüfung und Klärung der gegen ihn in letzter Zeit erhobenen Anschuldigungen entschieden werden, so Knebel.

„Damit hat das Bistum, in Übereinstimmung mit den Leitlinien der Deutschen Bischofskonferenz aus dem Jahre 2002, die Verantwortung übernommen, gehandelt und einen Verdachtsfall ohne Ansehen der Person zur Anzeige gebracht. Mit unserem Vorgehen folgen wir dem Anspruch der deutschen Bischöfe nach Transparenz und Wahrheit. Ich bitte die Gläubigen, den Klerus und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in dieser schwierigen Zeit die Einheit der Kirche zu wahren. Wir sind an einem Neuanfang, den wir gemeinsam versuchen müssen.“

Die Bistumsleitung werde generell vor Abschluss aller Untersuchungen und staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen keine weiteren Stellungnahmen zu Bischof Mixa abgeben. (rv/pm)
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Zollitsch: „Augsburg hatte es schwer“
Das Bistum Augsburg hat schwere Tage und Wochen hinter sich. Das sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch. Die zügige Entscheidung des Papstes, Mixas Rücktritt anzunehmen, schaffe nun die notwendige Klarheit: Sie gebe allen Beteiligten die Chance zum Neuanfang. Wörtlich sagte Zollitsch:

„Ich danke Papst Benedikt für seine Unterstützung der Kirche in Deutschland. Es war richtig, dass Hinweise, die jetzt gegeben wurden, in Übereinstimmung mit den Leitlinien der Deutschen Bischofskonferenz den zuständigen Stellen zur Kenntnis gebracht und angezeigt wurden. Ich hoffe, dass die verschiedenen Vorwürfe in den unterschiedlichen Bereichen von den zuständigen Stellen bald geklärt werden können.“

Die Vorgänge der letzten Zeit haben das gesamte Bistum Augsburg und auch die katholische Kirche in Deutschland sehr belastet, so Zollitsch weiter. Der Verlust der Glaubwürdigkeit wiege schwer.

„Umso wichtiger ist es, dass wir den eingeschlagenen Weg der Erneuerung fortsetzen. Gemeinsam mit dem gewählten Diözesanadministrator und später mit einem neuen Bischof wollen wir den Weg der inneren Heilung, Beruhigung und des Neuanfangs gehen. Er ist unerlässlich, um Vertrauen und Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen.“

Zollitsch danke Bischof Walter Mixa „ für die Impulse, die er als Priester und Bischof gegeben hat“. Er wünsche ihm für die Zukunft Gottes stärkende Nähe und Hilfe.

„Wir stehen unmittelbar vor dem Zweiten Ökumenischen Kirchentag; er steht unter dem Leitwort „Damit ihr Hoffnung habt“. Ein Leitwort, das Mut macht und Zuversicht schenkt, Zuversicht, die wir aus dem Glauben schöpfen und gerade derzeit gut gebrauchen können.“ (pm)
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Militärgeneralvikar dankt Mixa für Dienst unter Soldaten
Die Katholische Militärseelsorge hat dem zurückgetretenen Militärbischof Walter Mixa „für seinen engagierten Dienst in der Kirche unter den Soldaten“ gedankt. In einer am Samstag in Berlin verbreiteten Erklärung betonte Militärgeneralvikar Walter Wakenhut, es gehe jetzt darum, „Glaubwürdigkeit neu zu gewinnen und wieder Vertrauen zu schaffen“. Die Vorgänge der vergangenen Wochen seien auch für die Katholische Militärseelsorge belastend gewesen, so Wakenhut. Es sei zu hoffen, dass die Vorwürfe in den unterschiedlichen Bereichen geklärt werden könnten. Die Militärseelsorge wünsche Mixa „in diesen schwierigen Tagen und Wochen Gottes stärkende Nähe und Hilfe“. Bis zur Ernennung eines neuen Militärbischofs durch den Heiligen Stuhl übernimmt laut Statuten der Generalvikar die Leitung der Katholischen Militärseelsorge. (kna)


BELGIENS BISCHÖFE BEIM PAPST:

 

Papst: „Belgiens Kirche ist von Sünden geprüft“
Benedikt XVI. hat die Bischöfe Belgiens dazu ermuntert, sich gegenseitig besser zu unterstützen. Das gelte insbesondere in der gegenwärtigen schwierigen Zeit, so der Papst in einer Rede an die belgischen Oberhirten. Diese besuchten an diesem Samstagmittag das katholische Kirchenoberhaupt anlässlich ihres Ad Limina-Besuchs im Vatikan. Die katholische Kirche in Belgien sei durch die Sünden der Missbrauchsfälle beschädigt, so der Papst.
Benedikt XVI. rief deshalb die belgischen Bischöfe und die gesamte Kirche des Landes zu Mut und Geschlossenheit in der aktuellen schwierigen Situation auf.

Eure Kirche ist von Sünden geprüft. Nur Christus kann wieder die Ruhe nach dem Sturm herbeiführen. Nur Er kann wieder Mut und Kraft spenden. Ich bitte deshalb die Bischöfe darum, dass sie den Priester und Ordensleuten, aber auch den Laien meine Ermutigung weiterreichen.“

Beim Treffen wurden auch andere Probleme angesprochen, wie der Rückgang an Taufen und der Mangel an Priesterberufungen. Die Kirche Belgiens stehe derzeit vor einer Vielzahl von Herausforderungen, führte Benedikt XVI. in seiner Ansprache aus.

„Der Rückgang an Priestern sollte aber nicht als unausweichlicher Prozess angesehen werden. Das Zweite Vatikanische Konzil hat ganz klar und bewusst festgehalten, dass die Kirche ohne die Priester nicht auskommen kann. Deshalb ist es wichtig und dringend notwendig, dass dem Priester seine wahre Stellung und seine sakramentale Bedeutung zuerkannt wird.“
In seiner Grußadresse an den Papst verwies Erzbischof Andre-Joseph Leonard von Brüssel ausdrücklich auf die Missbrauchsfälle durch katholische Priester, an denen die Kirche Belgiens leide. Besonders gravierend sei der nach einem schweren Skandal erzwungene Rücktritt eines Mitbischofs, hob er hervor. Damit meinte er den Bischof von Brügge, der den Missbrauch eines Jugendlichen zugegeben hat. Die Kirche Belgiens leide, aber sie sei zugleich entschlossen, diese Probleme entschieden und in Klarheit zu lösen, so Leonard. (rv/kap)
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Belgiens Bischöfe: „Wir sind mit dem Papst einig“
Die belgischen Oberhirten sind sich in Sachen Missbrauchsbekämpfung mit dem Papst einig. Das betonte im Anschluss an das Papsttreffen an diesem Samstag der Primas,
Erzbischof Andre-Joseph Leonard von Brüssel. Bei einem Treffen mit Journalisten im Vatikanischen Pressesaal sagte er, dass der Papst wisse, wie gut die Kirche in Belgien auf die Missbrauchsfälle reagiert habe. Mit Benedikt XVI. habe man nicht explizit auf den Fall des Bischofs von Brügge gesprochen, so Leonard. Benedikt XVI. hatte am 23. April das Rücktrittsgesuch des Bischofs von Brügge, Roger Vangheluwe, angenommen. Vangheluwe hatte zugegeben, vor und nach seiner Ernennung zum Bischof einen jungen Mann aus seinem Umfeld über mehrere Jahre hinweg missbraucht zu haben.

Auf deutsch sagte der Bischof von Lüttich, Aloys Jousten:

„Ich war sehr angetan von dem, was der Heilige Vater sagte in Bezug auf das, was wir Bischöfe zu verwirklichen versuchen. Es geht um das Wachsen im Glauben und die Katechese bei den Erwachsenen. Mir ist des weiteren aufgefallen, dass er die Priester ermutigt; ich hoffe, dass wir als Bischöfe ebenfalls den Priestern Mut zusprechen. Weiter ist mir aufgefallen: Der Papst hat die Laien ermutigt, echte und erwachsene Christen zu werden. Er ermutigt sie, in der Gesellschaft die Werte des Evangeliums zu vertreten und daraus zu leben.“ (rv)
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PAPST BESUCHT PORTUGAL:

Portugal: „Pädophilie hier nicht so im Blickpunkt“
Das Thema Pädophilie steht in Portugal nicht so im Brennpunkt der Debatte wie andernorts. Das hat der Bischof von Leiria-Fatima, Antonio dos Santos Marto, bei einer Pressekonferenz zum Papstbesuch (11.-14. Mai) betont. Zwar hat es vor einiger Zeit einen Pädophilie-Skandal in einem Lissaboner Waisenhaus gegeben, in den offenbar mehrere bekannte Politiker verwickelt waren; doch dieser Skandal erreichte nicht die Kirche. Benedikt XVI. reist am kommenden Dienstag nach Portugal.

„In der lateinischen Welt ist Kindesmissbrauch durch Kleriker kaum vorgekommen, in Portugal hat bisher niemand Anschuldigungen zu konkreten Fällen vorgebracht. In den portugiesischen Medien wird jedoch trotzdem darüber spekuliert, ob sich Benedikt XVI. vielleicht doch dazu äußern wird.“

Auf Staat-Kirche-Ebene ist zurzeit die rechtliche Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Paaren das „heißeste Eisen“, so Bischof Marto. Staatspräsident Anibal Cavaco Silva wird voraussichtlich nach dem Papstbesuch ein vom Parlament gebilligtes diesbezügliches Gesetz ratifizieren. Die Kirche hatte sich massiv dagegen ausgesprochen.

Der portugiesische Primas, Patriarch Kardinal Jose Policarpo da Cruz, sagte am Freitag in einem Gespräch mit der Lissabonner katholischen Nachrichtenagentur „Agencia Ecclesia“, er sehe Präsident Silva in einem Dilemma. Er sei einerseits seit langem ein Freund von ihm, andererseits gebe die Verfassung dem Präsidenten in diesen Dingen „nicht viel Spielraum“.

„Das neue Gesetz ist ein Ergebnis des Drucks internationaler Lobbys. Das Beispiel Spanien, wo die sogenannte „Homo-Ehe“ schon vor fünf Jahre eingeführt wurde, zeigt, dass die tatsächliche Nachfrage völlig vernachlässigbar ist: Nach fünf Jahren gibt es gerade 30 homosexuelle Trauungen. Das Problem ist jedoch ein anderes: Es geht um eine anthropologische Frage, um das Verständnis von Familie und der menschlichen Person. Es ist eine Frage der Zivilisation.“ (kap/agenturen)
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Tourismusverband: Papstbesuch ist Werbung für Portugal
Portugals Tourismusbranche erwartet durch den bevorstehenden Papstbesuch einen zusätzlichen Imagegewinn. Die am Dienstag beginnende Reise von Benedikt XVI. rücke das Land durch die weltweite Berichterstattung in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, so der portugiesische Tourismusverband. Damit werde sich Portugal langfristig weiter als Reiseziel etabliere. „Wir werden die höchstmögliche weltweite Medienpräsenz in dieser Zeit erreichen“, zitieren portugiesische Medien den Vizepräsidenten des Verbandes, Duarte Correia. „Die Anzahl an Stunden, die wir auf den Bildschirmen der ganzen Welt präsent sein werden, ist eine enorme Werbung, die unbezahlbar ist.“ Bereits jetzt gehört Portugal mit jährlich gut 12 Millionen Touristen zu den weltweit 20 beliebtesten Tourismuszielen. Der Marienwallfahrtsort Fatima, den auch der Papst im Rahmen seiner Reise besuchen wird, ist bereits seit langem ein Pilgermagnet. Jährlich sollen bis zu 6 Millionen Menschen nach Fatima kommen. Die portugiesische Fluggesellschaft TAP vermeldet einen Anstieg der Passagiere für die Zeit der viertägigen Papstvisite um 15 Prozent. Hauptsächlich aus Italien und Spanien würden Gläubige auf dem Luftweg anreisen; hinzu kämen Binnentouristen aus ganz Portugal. (kna)

Lombardi: „Fatima schenkt uns einen reinen Blick“
Die Papstreise nach Fatima ist ein Wegweiser für die Gläubigen im dritten Jahrtausend. Das betont Vatikansprecher Federico Lombardi in seinem wöchentlichen Editorial für Radio Vatikan. Nachdem Papst Johannes Paul II. vor zehn Jahren das sogenannte „dritte Geheimnis“ von Fatima veröffentlichte, gebe es noch eine weitere Botschaft aus dem portugiesischen Marienwallfahrtsort, so Lombardi.

„Der damalige Kardinal Ratzinger schrieb in einem Beitrag über das Geheimnis von Fatima. Sein Fazit: Es geht um das Handeln Gottes, des Herrn der Geschichte, und um die Mitverantwortung der Menschen mit ihren dramatischen und gleichzeitig wertvollen Freiheiten. Das sind die zwei Stützen, an die sich die Menschheit halten kann. Die Muttergottes von Fatima erinnere uns an diese vergessenen Werte, sagte damals Kardinal Ratzinger weiter. Wir brauchen einen reinen und unschuldigen Blick - wie die Hirtenkinder, die die Jungfrau sahen.“

Dieser neue Blick sei ein Geschenk deshalb ein Geschenk an die Gläubigen. (rv)
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DER SONNTAG:

Das Sonntagsevangelium: „Der Heilige Geist wird euch an alles erinnern“
Christus bleibt gegenwärtig in seiner Kirche; er offenbart sich durch sein Wort, das verkündet, gehört und geglaubt wird, und durch die Liebe, mit der die Glaubenden an seinem Wort festhalten. Die Glaubenden: das ist jeder Einzelne, und es ist die große Gemeinschaft all derer, die im Licht des auferstandenen Christus ihren Weg gehen. Jesus verheißt ihnen den Geist und schenkt ihnen den Frieden: die Gewissheit der bleibenden Gemeinschaft mit ihm und dem Vater. (rv/schott)
Lesen und hören Sie hier das Sonntagsevangelium
Hier hören Sie unsere Sonntagsbetrachtung, im Monat Mai vom Leiter der deutschsprachigen lutherischen Gemeinde in Rom, Pfarrer Jens-Martin Kruse


DIE NACHRICHTEN:

Vatikan

Salvatore Pennacchio (57) ist von Papst Benedikt XVI. zum neuen Nuntius in Indien ernannt worden. Das teilte das vatikanische Presseamt am Samstag mit. Er war bislang Vatikan-Botschafter in Thailand, Singapur und Kambodscha. New Delhi gilt als bedeutender, aber auch schwieriger Botschafter-Posten der vatikanischen Diplomatie. Vor seiner Berufung nach Südostasien im Jahr 2003 war der aus Süditalien stammende Pennacchio fünf Jahre Nuntius in Burundi und Ruanda. (rv/kna)
In Rom hat am Freitag die Vollversammlung der Internationalen Union der Generaloberinnen (UISG) begonnen.
An der Zusammenkunft nehmen rund 900 Leiterinnen von Frauengemeinschaften aus aller Welt teil. Thema der Vollversammlung seien die Herausforderungen für Frauenorden angesichts von Krieg, Hunger und Ungerechtigkeit, hatte UISG-Präsidentin Maureen Cusick vor Beginn der Versammlung angekündigt. Die Generaloberinnen befassen sich unter anderem mit Menschenhandel, der Immunschwächekrankheit AIDS sowie der Situation im Sudan. Auf dem Programm steht ferner ein Gespräch mit dem amerikanischen Rabbi Arthur Green. Zudem wählen die Teilnehmerinnen der am kommenden Dienstag endenden Vollversammlung ein neues Leitungsgremium. In der „Unione Internazionale delle Superiore Generali“ sind rund 1.900 Frauenorden mit insgesamt mehr als 750.000 Schwestern zusammengeschlossen. (rv/kipa)

Vatikan/Polen
Jozef Kowalczyk, bislang Vatikan-Botschafter in Polen, ist am Samstag von Papst Benedikt XVI. zum neuen Erzbischof von Gnesen und zum polnischen Primas ernannt worden. Er folgt in diesen Funktionen auf Erzbischof Henryk Jozef Muszynski, dessen Rücktritt der Papst am gleichen Tag annahm. Kowalczyk war ab 1969 für 20 Jahre an der römischen Kurie tätig, bevor Johannes Paul II. ihn 1989 als erster Apostolischer Nuntius in seine polnische Heimat entsandte. Zwischen 1969 und 1978 war Kowalczyk in der vatikanischen Gottesdienstkongregation tätig. In den Jahren 1976 bis 1978 begleitete er den vor einer Woche verstorbenen vatikanischen Sondernuntius Luigi Poggi bei seinen Reisen nach Polen. Von 1978 bis 1989 war er verantwortlich für die Polnischen Sektion im Vatikanischen Staatssekretariat. Als Nuntius koordinierte er auch die Pastoralreisen von Johannes Paul II. sowie von Benedikt XVI. nach Polen. (rv/kap)

Europa

Deutschland
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, erhofft sich vom 2. Ökumenischen Kirchentag ein gemeinsames Zeugnis für das Verbindende unter den beiden großen Kirchen. Das betreffe etwa „die Frage nach Gott, nach Jesus Christus, die Frage des Glaubens und nach den christlichen Werten“, sagte der Erzbischof dem in München erscheinenden Nachrichtenmagazin „Focus“. Der 2. Ökumenische Kirchentag beginnt am Mittwoch in München. Er steht unter dem Motto: „Damit ihr Hoffnung habt. Christ sein in der Gesellschaft -Christ sein für die Gesellschaft.“ (pm/kna)
Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick regt zum Nachdenken über eine Änderung der Zölibatsvorschriften an. In einem Interview des Hamburger Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ sagte Schick, der Zölibat gehöre zur Kirche und sollte in jedem Falle von Bischöfen, Ordensleuten und Domkapitularen gelebt werden. Ob aber jeder Pfarrer den Zölibat leben müsse, sei eine andere Frage. Er wäre sehr dafür, hierüber ernsthaft nachzudenken. Vor dem Hintergrund der Missbrauchsskandale in der Kirche forderte Schick ein Umdenken: Die Kirche müsse insgesamt offener werden. Dazu gehöre auch eine größere Mitwirkung von Laien in Entscheidungsgremien sowie mehr Verantwortung für die Frauen in der Kirche. Schick plädierte für eine vorbehaltlose Aufklärung aller Missbrauchsfälle. Es sei richtig, „dass nun alles herauskommt“, so der Erzbischof. (spiegel/kna)

Österreich
Mit einer diözesanweiten „Missionswoche“ begibt sich die Erzdiözese Wien ab dem 24. Mai auf die nächste große Etappe des diözesanen Reformprozesses „Apostelgeschichte 2010“. Ziel der Missionswoche, bei der Pfarren, Gemeinschaften und kirchliche Einrichtungen mit eigenen Missionsprojekten gezielt auf die Menschen zugehen wollen, ist es, nach der Missbrauchskrise der vergangenen Wochen „das eigentliche Antlitz der Kirche wieder sichtbar zu machen“, das „trotz aller Falten und Runzeln einen inneren Glanz ausstrahlt“. Dies betont der Wiener Erzbischof, Kardinal Christoph Schönborn, in der jüngsten Ausgabe der Mitarbeiterzeitschrift der Erzdiözese Wien, „thema kirche“. (kap)

Naher Osten

Irak
Die Christen im dem Land befinden sich in einer „hoffnungslosen“ Lage. Das sagte der chaldäische Erzbischof von Mossul, Emil Shimoun Nona, in einem Interview mit der italienischen Tageszeitung „Il Giornale“. „Wir leben hier wie Gefangene“, so Nona. Christen könnten sich im Irak nur noch unter äußerster Vorsicht in der Öffentlichkeit bewegen. Um das Anschlagsrisiko zu verringern müssten sie regelmäßig Fahrtwege und Autos wechseln. Zudem sollten sie so wenig wie möglich auffallen, berichtete der Erzbischof. Zugleich stellte Nona die Wirksamkeit der amerikanischen und irakischen Sicherheitsvorkehrungen infrage. Der jüngste Bombenanschlag auf einen Bus mit christlichen Studenten habe sich zwischen einem Kontrollposten der Amerikaner und einem Kontrollposten der irakischen Armee und Polizei ereignet. Diese müssten nun ihr Sicherheitskonzept überdenken, sagte der 42-jährige Kirchenführer. Den irakischen Politikern warf Nona Untätigkeit angesichts der Gewalt gegen Christen vor. Sie verfolgten nur ihre eigenen Interessen. Eine internationale Intervention zum Schutz der Christen im Land, wie sie der syrisch-katholische Mossuler Erzbischof Basile Georges Casmoussa fordert, lehnte der Erzbischof jedoch ab. Eine solche würde die Lage nur noch komplizierter machen, sagte der Erzbischof. Er verwies zudem auf die amerikanischen Truppen im Irak. Diese verfügten über die notwendigen Mittel zum Schutz der christlichen Minderheit. Grundsätzlich müsse allerdings eine innerirakische Initiative zur Beilegung der Gewalt gegen die christliche Minderheit angestrebt werden, sagte Nona. (kap/il giornale)

Nahost
Die Friedensgespräche zwischen Israel und den Palästinensern stehen nach einer mehr als 16 Monate langen Unterbrechung vor einem Neubeginn. Die wichtigsten Palästinensergremien berieten in Ramallah, ob sie den indirekten Verhandlungen mit Hilfe des US-Nahost-Gesandten George Mitchell zustimmen werden. Mit einem Ergebnis wird erst am späten Abend gerechnet. Da Israel den Gesprächen bereits zugestimmt hat, könnten diese dann bereits am Sonntag offiziell beginnen. Das Exekutivkomitee der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) werde die indirekten Friedensgesprächen wohl mehrheitlich billigen, sagte das Mitglied des 18 Mitglieder umfassenden Gremiums, Hanna Amira. „Ich erwarte aber keinen großen Konsens“, sagte er. In Ramallah tagten sowohl das Exekutivkomitee der PLO als auch die 21 Mitglieder des Zentralkomitees der Fatah-Organisation von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas. Die Fatah ist die größte Mitgliedsorganisation in der PLO. Die PLO wiederum ist die Verhandlungspartnerin Israels in den Friedensgesprächen. Die indirekten Friedensgespräche unter US-Vermittlung sollen vorerst vier Monate dauern. Die US-Regierung will jedoch schon möglichst rasch erreichen, dass Vertreter Israels und der Palästinenser wieder an einem Tisch sitzen und allein verhandeln. (ap)

Asien

Thailand
Bei neuer Gewalt in einem von oppositionellen Demonstranten besetzten Geschäftsviertel der thailändischen Hauptstadt Bangkok sind zwei Polizisten ums Leben gekommen. Bei den zwei Angriffen mit einer Granate und einer Schusswaffe wurden zudem mehr als zehn Menschen verletzt, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Die oppositionellen Rothemden wollen mit ihrer Besetzung des Geschäftsviertels den Rücktritt der Regierung erzwingen. Die Polizei teilte mit, am Freitag habe ein Mann auf einem Motorrad im Vorbeifahren auf eine Polizeipatrouille im Stadtteil Silom geschossen. Ein Polizist, der in der Magengegend getroffen wurde, sei seinen Verletzungen im Spital erlegen. Am frühen Samstagmorgen ereignete sich in derselben Gegend ein Granatenangriff auf einen Kontrollpunkt der Sicherheitskräfte. Fünf Polizisten und drei Soldaten seien verletzt worden, erklärte der Bangkoker Sanitätsdienst. Ein Spitalangestellter sagte, ein 35-jähriger Polizist sei während einer Operation gestorben. – Die oppositionellen Rothemden halten das Geschäftsviertel Silom seit Wochen besetzt. Sie errichteten Barrikaden, um den thailändischen Ministerpräsidenten Abhisit Vejjajiva zum Rücktritt und zur Auflösung des Parlaments zu zwingen. (agenturen)

Amerika

Vereinigte Staaten
Ein geplanter Moscheebau in der Nähe von Ground Zero sorgt für Diskussionen in New York. Das Projekt zweier islamischer Organisationen sehe vor, ein Gemeindezentrum zwei Straßenzüge neben dem Ort des Terrorakts vom 11. September 2001 zu errichten, berichtete der US-amerikanische Sender CNN am Freitag. Das 15-stöckige Gebäude solle neben einem Kulturzentrum, Fitnessräumen und anderen Einrichtungen auch eine Moschee beherbergen. Bei Angehörigen von Opfern des Attentats auf das World Trade Center rief das Vorhaben geteilte Reaktionen hervor. Herbert Ouida, der bei dem Anschlag von El Kaida-Terroristen seinen Sohn verlor, befürwortete laut CNN den Bau als kulturelle Brücke. Der islamische Glaube dürfe nicht mit Terrorismus identifiziert werden. Barry Zelman nannte es hingegen „heuchlerisch und frevlerisch“, eine muslimische Gebetsstätte neben dem Ort eines Verbrechens zu errichten, das im Namen des Islam verübt worden sei. Daisy Khan, Geschäftsführerin einer der beteiligten Muslim-Organisationen, betonte in dem Sender, das geplante Zentrum solle als Plattform für die „stille Stimme der Mehrheit der Muslime dienen, die nichts mit extremistischen Ideologien zu tun haben“. Der Islam sei „eine amerikanische Religion“. Laut CNN benötigt das Projekt keine besondere Zustimmung der Gemeindeverwaltung von Manhattan; das Baugelände gehöre bereits den Initiatoren. Nichtsdestoweniger hätten sie ihr Vorhaben in dem kommunalen Gremium vorgestellt. (kap)


Die obigen Texte basieren auf unserer Nachrichtensendung Treffpunkt Weltkirche” täglich um 16 Uhr. Die Quellen unserer Nachrichtensendung sind u.a. die Agenturen Kna, Kathpress, Ansa, Efe, Afp, Kipa, Reuters, Ap, Adnkronos, Upi, Cns, Uca, Misna, Osservatore Romano – die Vatikanzeitung in deutscher Sprache, sowie vatikaninterne Quellen. Der Newsletter ist nur zur persönlichen Information bestimmt. Grundlage für Zitate oder Übernahmen aus unserem Programm kann nicht unser Internetauftritt oder der Newsletter, sondern nur unser Radio-Programm sein. Die jeweils aktuelle Nachrichten- oder Magazinsendung von Radio Vatikan können Sie u.a. auf unserer Internetseite hören

Buchbesprechung:

Titel: Martin Luther King – Traum und Tat. Ein Lebensbild
Autor: Richard Deats
Verlag: Neue Stadt 2009
Preis: 12,90 Euro
Rezensentin: Elfi Vomberg

In einer Zeit, in der Brutalität in Amerika an der Tagesordnung war, galt er als „Prophet der Gewaltlosigkeit“. In seinem Kampf gegen Diskriminierung und Rassismus ließ Martin Luther King sogar zahlreiche Gefängnisaufenthalte über sich ergehen. Einige Jahre später erhielt er für sein Engagement den Friedensnobelpreis.

In Richard Deats Biographie über Martin Luther King „Traum und Tat. Ein Lebensbild“ zeichnet der Autor die Stationen des Predigers, Theologen, Gelehrten, Redner, Führer der Bürgerrechtsbewegung bis schließlich zum Märtyrer nach. Von den Wurzeln seines Glaubens bis hin zur Inspiration durch die Lehren Mahatma Gandhis, die ihn dazu brachten einen gesellschaftlichen Wandel zu erwirken - Martin Luther King war ein Träumer. Seine Rede „I have a dream“ ging um die Welt. Und doch bewies er, dass Träume manchmal wahr werden konnten. Zum Beispiel als sich die schwarze Näherin Rosa Parks weigerte, ihren Sitzplatz im Bus an einen Fahrgast abzutreten. Rosa Parks trat mit ihrer Weigerung eine Lawine los. Damit startete ein 381 Tage dauernder Busboykott. „Die Welt stand auf, als Rosa Parks sitzen blieb“, lautete später ein Liedtext. Auch für Martin Luther King wurde der Busstreik zum Prüfstein. Seine Methode des gewaltlosen Protests bewährte sich schließlich und der Boykott hatte Erfolg. Doch je mehr die Bürgerrechtsbewegung wuchs, desto mehr breiteten sich Hass und Gewaltbereitschaft auf der anderen Seite aus. Morddrohungen, Attentate und blutige Zwischenfälle folgten. „Wir können dieses Problem nicht durch Rache lösen. Wir müssen der Gewalt mit Gewaltlosigkeit begegnen und unsere weißen Brüder und Schwestern lieben, was immer sie uns antun. Dies müssen wir tun: Hass mit Liebe vergelten!“, sagte King in einer Rede.

Der Autor der Biographie, Richard Deats, verwebt geschickt Historie, Lebensstationen undreligiöse Gedanken in diesem Buch miteinander und schafft so ein Gesamtbild über die Ideale, Visionen und Träume des Propheten, wobei dabei Kings spirituelle Beweggründe besonders in den Fokus gerückt werden.

 






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